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	<title>Helmut Damerius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T21:26:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Damerius&amp;diff=370404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Th.Binder: Neues Deutschland, 4.12.1975</title>
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		<updated>2025-12-04T08:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Neues_Deutschland&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Neues Deutschland (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Neues Deutschland&lt;/a&gt;, 4.12.1975&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Damerius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Dezember]] [[1905]] in [[Berlin-Wedding]]; † [[29. September]] [[1985]] in [[Ost-Berlin]]) war Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und Gründer und Leiter der [[Agitprop]]gruppe &amp;#039;&amp;#039;[[Kolonne Links]]&amp;#039;&amp;#039;, Regisseur und Schauspieler.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Mittenzwei: &amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf und Geschichtsverlauf. Skizze zum Porträt eines Mannes vor dem Hintergrund des Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, in: Helmut Damerius: &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung: 18 Jahre in Taiga und Steppe&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990, S. 331–365, hier: S. 335f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Auswanderung|Politemigrant]] in der [[Sowjetunion]] befand er sich ab 1938 viele Jahre lang unschuldig in sowjetischer Haft. Nach seiner [[Rehabilitation|Rehabilitierung]] in den 1950er Jahren leitete er die [[Konzert- und Gastspieldirektion]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweg ==&lt;br /&gt;
Damerius wurde 1905 in Berlin als Sohn eines Gärtners und einer Blumenbinderin geboren und verbrachte seine Jugend im „roten Wedding“. In den 1910er Jahren machte er eine Lehre zum Blumenbinder, arbeitete unter anderem als Laufbursche in einer Polsterwerkstatt und später als Anstreicher. Erste politische Eindrücke sammelte er im Kreis der [[Lankwitz|Lankwitzer]] „[[Naturfreunde]]“. 1922 trat Damerius in die „[[Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands|Anarchistisch-syndikalistische Jugend Deutschlands]]“ (SAJD) und 1924 in die KPD ein. Er war Mitglied des „Proletarischen Sprechchores [[Berlin-Steglitz]]“ und der „Proletarischen Bühne [[Berlin-Mitte]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Mittenzwei: &amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf und Geschichtsverlauf&amp;#039;&amp;#039;, in: Helmut Damerius: &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990, S. 331–365, hier: S. 335&amp;lt;/ref&amp;gt; Damerius gründete 1927/28 die Agitpropgruppe „Kolonne Links“, die er zugleich viele Jahre lang leitete. Für seine erfolgreiche Werbearbeit wurde Damerius von der Partei im Frühjahr 1931 mit einer vierwöchigen Reise in die [[Sowjetunion|UdSSR]] ausgezeichnet. Damerius nahm dies zum Anlass, mit der „Kolonne Links“ dauerhaft in die Sowjetunion zu emigrieren. Hier trat er insbesondere vor ausländischen Arbeitern auf. Er studierte am [[Russische Akademie für Theaterkunst|Staatlichen Institut für Theaterkunst]] und erwarb die [[sowjetische Staatsbürgerschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.&amp;amp;nbsp;März 1938 wurde er im Zuge der sogenannten „[[Deutsche Operation des NKWD|Deutschen Operation]]“ unter falschen Anschuldigungen von der [[Geheimpolizei]] [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]], deren geheimer Mitarbeiter er seit 1936 gewesen war, verhaftet und in das Gefängnis [[Lubjanka]] eingeliefert. Später klagte man Damerius in einem nicht öffentlichen Prozess wegen „[[Spionage]]verdacht“ an und verurteilte ihn im Oktober 1938 in [[Moskau]] zu acht Jahren [[Arbeitslager]] im [[Gulag]]. Es folgten sieben Jahre Haft unter erniedrigenden Bedingungen in dem sogenannten „Besserungslager“ [[Solikamsk]] (Nord-[[Ural]], [[Region Perm]]), in dem Damerius schwer im Wald arbeiten musste. Unmittelbar anschließend folgten zwei weitere Jahre Haft. 1947 wurde Damerius unter der Auflage aus der Lagerhaft entlassen, in [[Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik|Kasachstan]] in sogenannter „freier Ansiedlung“ zu leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Damerius: &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990, S. 236, 249&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kasachstan musste er weitere elf Jahre aushalten, ohne dass es eine Fluchtmöglichkeit für ihn gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1955 wurde das Unrechtsurteil aus der Zeit des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] aufgehoben und Damerius rehabilitiert, wobei es im Aufhebungbeschluss hieß:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Laut Beschluss des Kriegstribunals des Moskauer Militärbezirks vom 22.&amp;amp;nbsp;September 1955 ist das Urteil von 1938 aufgehoben und Damerius in alle Rechte wiedereingesetzt. Die damalige Aussage der Wanda Bronskaja, dass Damerius sie für die [[Hitlerjugend]] werben wollte, ist frei erfunden.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Beschluss des Kriegstribunals des Moskauer Militärbezirks, 22.&amp;amp;nbsp;September 1955&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Damerius: &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990, S. 315f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 durfte er in die DDR ausreisen, bekam aber hier die „strikte und strafbewehrte Auflage“, nicht über seine Vergangenheit in der Sowjetunion in Wort oder Schrift zu berichten. Von 1960 bis 1961 war Damerius Direktor der [[Künstler-Agentur der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren arbeitete Damerius seine Vergangenheit schriftlich auf. Zu Beginn der 1980er Jahre begann er heimlich über seine schrecklichen Erlebnisse und die „Jahre seiner sinnlosen Verhaftung, den Verlust seiner Lebensmitte“&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Damerius: &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990. Klappentext&amp;lt;/ref&amp;gt; zu schreiben. 1982 übergab er das fertige Manuskript heimlich [[Werner Mittenzwei]]. Damerius starb im September 1985 in Ost-Berlin. 1990 wurden seine Erinnerungen unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Unter Falscher Anschuldigung – 18 Jahre in Taiga und Steppe&amp;#039;&amp;#039; [[postum]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Erschienen 1990 in erster Auflage im [[Aufbau-Verlag]], Berlin und Weimar, ISBN 3-351-01776-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber, 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über zehn Meere zum Mittelpunkt der Welt: Erinnerungen an die „Kolonne Links“&amp;#039;&amp;#039;. Henschel, Berlin 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Anschuldigung: 18 Jahre in Taiga und Steppe&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin und Weimar 1990, ISBN 3-351-01776-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=helmut-damerius|lemma=Damerius, Helmut|autor=|band=1|idNum=526}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Damerius, Helmut&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118523554}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.gulag.memorial.de/person.php?pers=23 |titel=Biographie Helmut Damerius |werk=Website von [[Memorial (Menschenrechtsorganisation)|MEMORIAL]] Deutschland e. V. |abruf=2016-02-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118523554|LCCN=n91031568|VIAF=36967567}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Damerius, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Damerius, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Dezember 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Wedding]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. September 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Th.Binder</name></author>
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