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	<title>Helmut Benthaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;https://www.rsssf.org/miscellaneous/dui-benthaus-intl.html + https://www.rsssf.org/players/dui-benthausdata.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fußballspieler&lt;br /&gt;
| kurzname          =&lt;br /&gt;
| bildname          = Helmut Benthaus (1970).jpg&lt;br /&gt;
| bildunterschrift  = Helmut Benthaus (1970)&lt;br /&gt;
| geburtstag        = [[5. Juni]] [[1935]] ({{Alter|1935|6|5}} Jahre)&lt;br /&gt;
| geburtsort        = [[Herne]]&lt;br /&gt;
| geburtsland       = [[NS-Staat|Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
| position          = [[Mittelfeldspieler]]&lt;br /&gt;
| jugendvereine_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1950–1954|Rasensport Holthausen}}&lt;br /&gt;
| vereine_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1954–1961|[[Westfalia Herne]]|167 (17)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1961–1962|[[TSV 1860 München]]|18 {{0}}(1)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1962–1965|[[1. FC Köln]]|52 {{0}}(3)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1965–1971|[[FC Basel]]|112 (17)}}&lt;br /&gt;
| nationalmannschaft_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1958|[[Deutsche B-Fußballnationalmannschaft|Deutschland B]]|1 {{0}}(0)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1958–1960|[[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]]|8 {{0}}(0)}}&lt;br /&gt;
| trainer_tabelle = &lt;br /&gt;
{{Team-Station|1965–1971|FC Basel (Spielertrainer)}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1971–1982|FC Basel}}&lt;br /&gt;
{{Team-Station|1982–1985|[[VfB Stuttgart]]}}&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Benthaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juni]] [[1935]] in [[Herne]]) ist ein ehemaliger [[Deutschland|deutscher]] [[Fußball]]spieler und [[Fußballtrainer|-trainer]]. Er lebt in der Schweiz und besitzt seit 1980 auch die Schweizer Staatsbürgerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.badische-zeitung.de/weil-am-rhein/helmut-benthaus-noch-heut-renn-ich-jedem-ball-nach--32536841.html Interview mit Helmut Benthaus], [[Badische Zeitung]] vom 23. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benthaus war der erste Fußballer, der in der deutschen [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]] sowohl als Spieler als auch als Trainer Meister wurde. Er gewann die [[Fußball-Bundesliga 1963/64|deutsche Meisterschaft]] als Spieler 1964 mit dem [[1. FC Köln]] und als Trainer 1984 mit dem [[VfB Stuttgart]]. Zuvor hatte er mit dem [[FC Basel]] als [[Spielertrainer]] und als Trainer von 1965 bis 1982 sieben Schweizer Meisterschaften gewonnen. Er spielte achtmal für die [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutsche Nationalmannschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Benthaus wuchs als Sohn eines Maurer[[polier]]s in [[Holthausen (Herne)|Holthausen]] auf. Er war der Einzige aus seiner Grundschulklasse, der später das Gymnasium mit dem Abitur abschloss. Danach studierte er in Münster [[Philologie]] und Sport.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ralf Piorr]] |url=https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/article1194396/die-graueste-aller-grauen-maeuse.html |titel=„Die graueste aller grauen Mäuse“ |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2009-01-02 |abruf=2010-05-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sportliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
=== Vereinskarriere ===&lt;br /&gt;
==== Oberliga (1954–1963) ====&lt;br /&gt;
Von seinem Heimatverein Rasensport Holthausen, wo er 1950 mit dem Fußballsport begonnen hatte, wechselte er 1954 zu [[Westfalia Herne]]. Für die Elf vom [[Stadion am Schloss Strünkede|Schloss Strünkede]] kam er in den Spielzeiten [[Fußball-Oberliga 1954/55|1954/55]] bis [[Fußball-Oberliga 1960/61|1960/61]] in 167 Spielen in der Oberliga West zum Einsatz. Dabei gelangen ihm 17 Treffer. Sein erstes Oberligaspiel bestritt er am 6. Februar 1955 bei der 1:2-Heimniederlage gegen [[Alemannia Aachen]] an der Seite von [[Werner Hesse (Fußballspieler)|Werner Hesse]] und Kurt Sopart. Höhepunkte in dieser Zeit waren für ihn die Meisterschaft 1959 im Westen, die Vizemeisterschaft 1960 und die folgenden Endrundenspiele um die deutsche Meisterschaft. Benthaus spielte unter anderem mit [[Hans Tilkowski]], [[Alfred Pyka]] und [[Gerhard Clement|Gerd Clement]] zusammen; sein Trainer war [[Fritz Langner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1860 München (1961 bis 1962) ====&lt;br /&gt;
Im Sommer 1961 wechselte Benthaus zum [[TSV 1860 München]] in die [[Fußball-Oberliga Süd|Oberliga Süd]]. Er wurde dort von [[Max Merkel]] trainiert, der ebenfalls neu verpflichtet worden war. Noch im September, am siebten Spieltag, zog sich Benthaus einen Innenbandriss zu, der ihn bis Ende November außer Gefecht setzte. Seither wurde er auch nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen. Die autoritäre Mannschafts- und Menschenführung des [[Österreich]]ers vertrug sich aber nicht mit den Anschauungen des Studenten Benthaus, sodass er nach nur einer Saison den Verein wieder verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. FC Köln (1962 bis 1965) ====&lt;br /&gt;
Benthaus wurde zur Saison 1962/63 vom [[1. FC Köln]] verpflichtet. Der Verein hatte in der Vorsaison die [[Fußball-Oberliga West|deutsche Meisterschaft]] gewonnen. Parallel dazu begann Benthaus ein Studium an der dortigen [[Deutsche Sporthochschule Köln|Sporthochschule]]. Der 1. FC Köln zog als Titelverteidiger erneut in das Finale der [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1962/63|deutschen Meisterschaft 1963]] ein, verlor aber mit 1:3 gegen [[Borussia Dortmund]]. Dabei war die Mannschaft von Benthaus mit seinen Mitspielern [[Fritz Ewert]], [[Fritz Pott]], [[Karl-Heinz Schnellinger]], [[Leo Wilden]], [[Hans Sturm (Fußballspieler)|Hans Sturm]], [[Karl-Heinz Thielen]], [[Hans Schäfer (Fußballspieler)|Hans Schäfer]], [[Anton Regh]], [[Karl-Heinz Ripkens]] und [[Heinz Hornig]] als Favorit in das Spiel gegangen. In dieser letzten Runde der Oberliga 1962/63 – ein Jahr später startete die [[Fußball-Bundesliga]] – arbeitete Benthaus mit Trainer [[Zlatko Čajkovski]] zusammen. In diese Spielzeit fiel u.&amp;amp;nbsp;a. im Europa-Cup eine 1:8-Niederlage gegen [[Dundee United]], wobei Benthaus das Tor für die Kölner schoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 gewann der 1. FC Köln die [[Fußball-Bundesliga 1963/64|erste Meisterschaft]] der neu gegründeten Bundesliga mit dem von Werder Bremen gekommenen Trainer [[Georg Knöpfle]]. Die Mannschaft verlor in der gesamten Saison lediglich zwei Mal. Benthaus kam in 27 Spielen zum Einsatz und erzielte ein Tor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | language=en | url = https://www.rsssf.org/players/dui-benthausdata.html | title = Helmut Benthaus - Matches and Goals in Bundesliga | author = Matthias Arnhold | date = 2026-04-02 | accessdate = 2026-04-07 | publisher = [[Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation|RSSSF.org]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wurde er im [[Messestädte-Pokal]] gegen [[Sheffield Wednesday]], den [[AS Rom]] und den [[FC Valencia]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur folgenden Saison [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]] konnte Benthaus mit seiner Mannschaft den Meistertitel nicht verteidigen, der 1. FC Köln wurde Zweiter hinter [[Werder Bremen]];&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.transfermarkt.ch/1-bundesliga/startseite/wettbewerb/L1/plus/?saison_id=1964 Tabelle auf www.transfermarkt.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Höhepunkte dieser Spielzeit zählen drei Spiele im Februar/März 1965 im Viertelfinale des [[Europapokal der Landesmeister 1964/65|Europapokals der Landesmeister]] gegen den [[FC Liverpool]]. Nachdem man sich im Hin- und Rückspiel jeweils mit 0:0 getrennt hatte, endete das Entscheidungsspiel am 24. März 1965 in Rotterdam erneut Unentschieden, diesmal mit 2:2. Der [[Münzwurf von Rotterdam]] entschied die Partie schließlich zugunsten des FC Liverpool. Benthaus war im Hinspiel zum Einsatz gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.uefa.com/uefachampionsleague/season=1964/matches/round=937/match=62025/index.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. März 1965, nach einem 3:0-Heimsieg gegen den [[1. FC Kaiserslautern]], gab Benthaus seinen Abschied vom 1. FC Köln bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswahleinsätze ===&lt;br /&gt;
Seine Leistungen in der Oberligaelf von Westfalia Herne machte die Auswahlverantwortlichen des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] auf den Mittelfeldmann aufmerksam. Am 22. Oktober 1958 stand Benthaus in der Startelf der [[Deutsche B-Fußballnationalmannschaft|deutschen B-Nationalelf]] beim 1:0-Sieg gegen Österreich in Karlsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Dezember 1958 berief ihn [[Bundestrainer (DFB)|Bundestrainer]] [[Sepp Herberger]] für das Spiel in Augsburg gegen Bulgarien in die [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|A-Nationalmannschaft]]. Nach dem 3:0-Sieg bei seinem Debüt wurde er noch sieben weitere Male eingesetzt. Mit dem Spiel am 23. November 1960 in Sofia, erneut gegen Bulgarien, war seine Karriere in der Herberger-Elf nach der 1:2-Niederlage beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | language=en | url = https://www.rsssf.org/miscellaneous/dui-benthaus-intl.html | title = Helmut Benthaus - International Appearances | author = Matthias Arnhold | date = 2026-04-02 | accessdate = 2026-04-07 | publisher = [[Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation|RSSSF.org]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trainerlaufbahn ==&lt;br /&gt;
=== FC Basel (1965 bis 1982) ===&lt;br /&gt;
1965 wechselte Benthaus von Köln als [[Spielertrainer]] zum FC Basel. Dabei bildete er mit den Spielern [[Jürgen Sundermann]] und [[Karl Odermatt]] das Mittelfeld. Die ersten sechs Jahre übte er erfolgreich diese Doppelfunktion aus, um ab 1971 ausschließlich als Trainer zu fungieren. Dort entdeckte er [[Ottmar Hitzfeld]] und entwickelte ihn weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benthaus, der in Basel seine Frau kennenlernte und 1980 den Schweizer Pass erhielt, gewann bis 1982 siebenmal die [[Schweizer Meister (Fussball)|Schweizer Meisterschaft]], zweimal den Pokal und einmal den Liga-Pokal. In dieser Zeit erlebte er den Wechsel von vier Klubpräsidenten und trainierte insgesamt drei Spielergenerationen. Dennoch schaffte er es stets, auf Meisterkurs zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== VfB Stuttgart (1982 bis 1985) ===&lt;br /&gt;
Im Sommer 1982 wechselte Benthaus als Trainernachfolger von [[Jürgen Sundermann]] zum VfB Stuttgart. Sundermann, der von 1968 bis 1971 mit Benthaus beim FC Basel gespielt hatte, übernahm das Training der [[Stuttgarter Kickers]]. Unter VfB-Präsident [[Gerhard Mayer-Vorfelder]] war nun ein „kühler, intellektueller Typ mit Meisterschaftserfahrung“ gefragt. Gegenüber Benthaus gab es zunächst von Medien und Fans Vorbehalte. Zudem standen die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Bundesliga nicht optimal; Benthaus übernahm den Neunten der vorherigen Saison [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/82]] in dem Moment, als [[Hansi Müller]] zu [[Inter Mailand]] und [[Dieter Müller (Fußballspieler, 1954)|Dieter Müller]] zu [[Girondins Bordeaux]] gewechselt waren. Der VfB hatte in der Vorsaison gegen den Meister [[Hamburger SV]] und die Verfolger 1. FC Köln und [[FC Bayern München]] keine Chance gehabt und in den Auswärtsspielen keine guten Leistungen gezeigt. Als sportliche Aufwertung erwies sich jedoch die Verpflichtung des neuen [[Spielmacher]]s [[Ásgeir Sigurvinsson]]. Auch mit den Transfers von erfahrenen Spielern wie [[Kurt Niedermayer]] und [[Thomas Kempe]] und den Talenten [[Hans-Peter Makan]] und [[Peter Reichert]] wurde der Kader auf ein gutes Niveau gebracht. Der neue Trainer Benthaus strahlte von Anfang an Autorität aus. Die Förster-Brüder waren in den folgenden Spielen Leistungsträger in der [[Verteidigung (Sport)|Abwehr]], [[Karl Allgöwer]] schoss viele und wichtige Tore, [[Hermann Ohlicher]] leistete gute Mittelfeldarbeit und Ásgeir Sigurvinsson hatte in seiner Rolle als Spielmacher gute Auftritte. Zum Ende der Saison führte Benthaus, der „Intellektuelle“, wie er oft in den Medien beschrieben wurde, den VfB auf den 3. Platz der Abschlusstabelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meistertitel 1984 und beinahe Bundestrainer ===&lt;br /&gt;
Benthaus sortierte vor seiner zweiten Saison 1983/84 den Stürmer [[Didier Six]] aus dem Kader aus und holte dafür die Sturmhoffnung [[Dan Corneliusson]] von [[IFK Göteborg]]. Des Weiteren bekamen die Talente [[Guido Buchwald]], [[Rainer Zietsch]] und [[Andreas Müller (Fußballspieler, 1962)|Andreas Müller]] einen Vertrag. Favoriten für die Meisterschaft waren unter anderem der Titelverteidiger und [[UEFA Champions League|Europa-Cup-Sieger]] von 1983, der Hamburger SV, wie auch der FC Bayern München. Tatsächlich standen im Verlauf der Saison Hamburg und Bayern zunächst abwechselnd an der Tabellenspitze; doch zu Jahresbeginn 1984 kamen auch der VfB Stuttgart zusammen mit der überraschend stark aufspielenden [[Borussia Mönchengladbach]] unter Trainer [[Jupp Heynckes]] an die oberen Ränge heran und lieferten sich ein ausgeglichenes Rennen um den Meistertitel bis zum Schluss der Saison.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.transfermarkt.de/vfb-stuttgart/spielplandatum/verein/79/saison_id/1983/wettbewerb_id/L1/datum_von/0000-00-00/datum_bis/0000-00-00/day/0/plus/1 Tabelle der Saison 1983/84 auf www.transfermarkt.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich holte sich die Mannschaft von Benthaus im Mai 1984 mit 48:20 Punkten und 79:33 Toren die deutsche Meisterschaft. Insbesondere der Verteidiger Guido Buchwald spielte eine starke Saison und wurde im Sommer 1984 in den [[Fußball-Europameisterschaft|EM]]-Kader für das [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]]-Team berufen. Dazu waren die Stürmer Peter Reichert und Allgöwer sowie Ohlicher, der Kapitän des Teams, neben Sigurvinsson die Spieler, die durch ihre Leistungen herausragten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benthaus selbst äußerte sich Jahre später zu diesem Titelgewinn so:&lt;br /&gt;
:„Wissen Sie, was dieses Ereignis für mich bedeutet? Es war mehr als ein Sieg. Es war für mich so etwas wie die letzte Bestätigung meiner Arbeit als Trainer – ich war vorher ein paar Mal [[Schweizer Meister (Fussball)|Schweizer Meister]] geworden, gut. Aber im Hinterkopf plagt die Schweizer doch immer dieser Komplex: Der richtige Fußball beginnt erst jenseits des Schlagbaums – drüben, in der Bundesliga. Ich war, wie gesagt, siebenmal Schweizer Meister – als Deutscher. Dann ging ich rüber und wurde Deutscher Meister – als Schweizer. Vielleicht ahnen Sie jetzt, was dieser Sieg mir wert ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an diese Saison, im Sommer 1984, wurde in Frankreich die [[Fußball-Europameisterschaft 1984]] ausgetragen. In dem Turnier enttäuschte die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer [[Jupp Derwall]] und schied früh aus; daraufhin trat Derwall zurück. Als sein Nachfolger stand Benthaus für den DFB in der engeren Wahl. Da der VfB Stuttgart Benthaus aber nicht aus seinem Vertrag entlassen wollte, zerschlug sich der Plan und [[Franz Beckenbauer]] wurde zum Teamchef ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dominik Bardow |url=http://www.11freunde.de/bundesligen/128508/gewinnen_reicht_nicht |titel=Gewinnen reicht nicht |werk=11Freunde.de |datum=2010-03-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100322204006/http://www.11freunde.de/bundesligen/128508/gewinnen_reicht_nicht |archiv-datum=2010-03-22 |offline=1 |abruf=2010-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Saison 1984/85 wurde der Stürmer [[Jürgen Klinsmann]] verpflichtet und von Benthaus regelmäßig aufgestellt und gefördert. Später bezeichnete Klinsmann seine Zeit unter Benthaus als prägend, da er durch ihn sportlich und menschlich im Gleichgewicht gehalten worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blick.ch/sport/fussball/juergen-klinsmann-exklusiv-mein-sohn-soll-in-st-gallen-die-nummer-1-werden-id15407827.html Interview mit Jürgen Klinsmann, blick.ch vom 7. Juli 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der Saison spielte sich der Titelverteidiger nur auf den zehnten Rang; daraufhin trennten sich Benthaus und der VfB Stuttgart. Benthaus kehrte zurück zum FC Basel, bei dem er aber nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. 1987 wurde er durch [[Urs Siegenthaler]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge ==&lt;br /&gt;
=== Als Spieler ===&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Oberliga 1958/59|Meister der Oberliga West 1959]] mit Westfalia Herne&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Oberliga 1962/63|Meister der Oberliga West 1963]] mit dem 1. FC Köln&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Bundesliga 1963/64|Deutscher Meister 1964]] mit dem 1. FC Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Trainer ===&lt;br /&gt;
* [[Fußball-Bundesliga 1983/84|Deutscher Meister 1984]] mit dem VfB Stuttgart&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Meister (Fussball)|Schweizer Meister]] mit dem FC Basel 7-mal, [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1966/67|1967]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1968/69|1969]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1969/70|1970]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1971/72|1972]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1972/73|1973]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1976/77|1977]], [[Schweizer Fussballmeisterschaft 1979/80|1980]]&lt;br /&gt;
* [[Schweizer Cup (Fussball, Männer)|Schweizer Pokalsieger]] mit dem FC Basel, [[Schweizer Cup (Fussball, Männer) 1966/67|1967]] und [[Schweizer Cup (Fussball, Männer) 1974/75|1975]]&lt;br /&gt;
* [[Alpenpokal]]sieger mit dem FC Basel, [[Alpenpokal 1969|1969]], [[Alpenpokal 1970|1970]] und [[Alpenpokal 1981|1981]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Benthaus dozierte während seiner Zeit als Spieler und Trainer in Basel an der örtlichen Universität. Zuvor hatte er schon in Köln einige Semester [[Philologie]] studiert, neben Englisch und dem Studium zum Diplom-Sportlehrer. In Köln hatte er 1965 auch noch zusätzlich die Fußball-Lehrer-Prüfung unter Lehrgangsleiter [[Hennes Weisweiler]] abgelegt. Seine Kurskollegen waren u.&amp;amp;nbsp;a. [[Heinz Hornig]], [[Udo Lattek]], [[Gyula Lóránt]], [[Eckhard Krautzun]] und [[Willi Holdorf]].&lt;br /&gt;
Geprägt durch das [[Ruhrgebiet]], die Kriegsjahre, die Zeit des Wiederaufbaus, die Schuljahre bis zum Abitur, das Studium und die Vereinsstationen als Spieler, brachte Helmut Benthaus diese Erfahrungen – zusammen mit seiner Neugier für Verbesserungen – mit in den Trainerberuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ihm zugeschriebene Satz, „ich bin sehr gerne mit Menschen zusammen, die mehr wissen als ich, denn nur von denen kann ich etwas lernen“, zeigt einen wesentlichen Wesenszug des über den Tellerrand des Fußballs hinausdenkenden und lebenden Menschen Benthaus auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verkörperte den modernen Trainer, den Pädagogen und Psychologen auf dem Fußballfeld, der Zwang und Super-Disziplin ablehnte. Für ihn war immer im Trainerberuf auch eine Lehrerfunktion integriert und daraus resultierte auch die Ansicht, dass ein „Trainer mit seinen Spielern nicht nur über die Taktik oder über das Ballstoppen reden sollte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentlich bekannte er, dass er eine Menge von [[Sepp Herberger]] hielt („das war noch einer, der das Wort Fußball-Lehrer in den Mund nahm, wenn er von Trainern sprach“) und dass er selbst auch [[Pädagoge]] sein wollte, Mittler seines Fachwissens. Außerdem verabscheute er „[[Scharlatan]]e“ seiner Branche. VfB-Präsident Mayer-Vorfelder sagte einmal über seinen Trainer: „Er gehört zu den intellektuellen Trainern. Er denkt weiter als andere. Seine souveräne Art zeichnet ihn aus. Benthaus lebt von seiner Rationalität. Er hätte gewiss Probleme, eine junge Mannschaft zu motivieren, sie emotional mitzureißen“. Der damalige VfB-Geschäftsführer Ulrich Schäfer artikulierte: „Unser Trainer ist kühl, bedächtig, intelligent. Und genauso spielt jetzt die Mannschaft!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben nach dem Fußball ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit als Trainer arbeitete Benthaus zehn Jahre lang als Versicherungsvertreter in Basel. Benthaus lebt heute im Basler Vorort [[Riehen]], direkt an der deutschen Grenze bei [[Lörrach]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Hennings |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.auf-den-spuren-von-helmut-benthaus-dem-ex-meistertrainer.6cdfcf48-5705-44eb-a1e5-6ca3c3e10e92.html |titel=Helmut Benthaus, dem Ex-Meistertrainer |werk=Stuttgarter Nachrichten |datum=2010-04-15 |abruf=2010-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 2010 wurde er vom FC Basel zum Ehrenmitglied ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.fcb.ch/news/show/byItemID//10044/24129 |text=Helmut Benthaus und Peter Ramseier zu Ehrenmitgliedern ernannt |archive-is=20120802000317}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Dieter Baroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5.&lt;br /&gt;
* Harald Landefeld, Achim Nöllenheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Helmut, erzähl mich dat Tor… Neue Geschichten und Porträts aus der Oberliga West 1947–1963.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 1993, ISBN 3-88474-043-1.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3328007490}}&lt;br /&gt;
* Matthias Weinrich: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;35 Jahre Bundesliga. Teil 1. Die Gründerjahre 1963–1975. Geschichten, Bilder, Aufstellungen, Tabellen.&amp;#039;&amp;#039; AGON Sportverlag, Kassel 1998, ISBN 3-89784-132-0.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Bitter]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Fußball. Das Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Sportverlag, Berlin 2000, ISBN 3-328-00857-8.&lt;br /&gt;
* Lorenz Knierim, [[Hardy Grüne]]: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890-1963&amp;#039;&amp;#039;. AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, Seite 26.&lt;br /&gt;
* Christian Karn, Reinhard Rehberg: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1963–1994.&amp;#039;&amp;#039; AGON Sportverlag, Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4, Seite 49.&lt;br /&gt;
* Fritz Tauber: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. AGON Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, Seite 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DFB.de|43120}}&lt;br /&gt;
* {{EUFootball|1657}}&lt;br /&gt;
* {{Fussballdaten|helmut-benthaus}}&lt;br /&gt;
* {{Kicker|helmut-benthaus}}&lt;br /&gt;
* {{NFTPlayer|17086}}&lt;br /&gt;
* {{Transfermarkt|Typ=Spieler|95812|Zusatz=Spielerprofil}}&lt;br /&gt;
* {{Transfermarkt|Typ=Trainer|2311|Zusatz=Trainerprofil}}&lt;br /&gt;
* {{Weltfussball|helmut-benthaus}}&lt;br /&gt;
* Marcel Rohr: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bazonline.ch/ich-habe-die-spieler-nie-zusammengestaucht-739769368238 «Ich habe die Spieler nie zusammengestaucht»]&amp;#039;&amp;#039;, [[Basler Zeitung]], 18. Mai 2018. (Informatives Interview über Karriere, FC Basel, Fussball)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=1229852832|VIAF=4376161696246616120006}}&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Benthaus, Helmut}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benthaus, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herne]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MatthiasTheSoccerFan</name></author>
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