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	<title>Hellmuth Weiss - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hellmuth_Weiss&amp;diff=1879445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Schriften (Auswahl) */</title>
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		<updated>2026-02-18T08:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker Hellmuth Weiß. Zu anderen Personen siehe [[Helmut Weiss]] und [[Helmuth Weiß]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Robert Hellmuth Weiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|23|10|1900|Link=1}} in Reval (estn. [[Tallinn]]); † [[10. April]] [[1992]] in [[Marburg]]) war ein [[Politiker]] der [[Deutschsprachige Minderheiten|deutschen Minderheit]] in [[Estland]], Präsident der Estländischen Deutschen Kulturverwaltung und zeitweise Abgeordneter im [[Rahvuskogu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Sein Vater Robert Weiss stammte aus einer alten Revaler Familie und war Buchhändler und Ältermann der Großen Gilde. Seine Mutter stammte aus [[Klaipėda]] (deutsch Memel). Hellmuth Weiss besuchte die [[Ritter- und Domschule zu Reval|Domschule zu Reval]]. Im Herbst 1918, vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, studierte er Geschichte, Geographie und Germanistik an der unter deutscher Besatzung eröffneten [[Landesuniversität Dorpat]]. Von 1918 bis 1920 nahm er am [[Estnischer Freiheitskrieg|Estnischen Freiheitskrieg]] als Freiwilliger des [[Baltenregiment]]s teil. 1920/21 setzte er seine Studien an der [[Universität Greifswald]] und von 1921 bis 1925 an der [[Universität Tübingen]] fort. Er schloss sein Studium dort 1925 mit [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab. Zwei Jahre später wurde Weiss Leiter der Bibliotheken der [[Ehstländische Literärische Gesellschaft|Estländischen Literarischen Gesellschaft]] und der Estländischen Deutschen Kulturverwaltung in Tallinn, 1931 Leiter des Kulturamts und 1936 Vizepräsident der Estländischen Literarischen Gesellschaft. 1933 wurde er Vizepräsident und 1939 Präsident der Estländischen Deutschen Kulturverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellmuth Weiss wurde 1937 als Vertreter der Kulturverwaltungen der deutschen und jüdischen Minderheiten in die zweite Kammer (Riiginõukogu) der estnischen Nationalversammlung ([[Rahvuskogu]]) berufen. Als führender Repräsentant der deutschen Volksgruppe war er 1939/40 maßgeblich an den Verhandlungen über die [[Umsiedlung der Deutsch-Balten|Umsiedlung der Deutschen]] aus Estland beteiligt. Im Rahmen des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|Hitler-Stalin-Paktes]] hatte [[Hitler]] der [[Sowjetunion]] die Besetzung Estlands zugestanden. Die Deutschen wurden ins Reich umgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Durchführung der Umsiedlung war Hellmuth Weiss ab 1940 Sachverständiger der deutschen Delegation bei den Verhandlungen mit der estnischen Regierung über die Kulturgüterausfuhr. Im Januar 1941 wurde er Gebietsbevollmächtigter für die Nachumsiedlung zurückgebliebener Deutscher in Estland. Am 21. März 1940 erhielt er in [[Posen]] die [[deutsche Staatsangehörigkeit]] durch [[Einbürgerung]]. Am 10. Mai 1941 beantragte Weiss den Beitritt in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Januar 1942 aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 8.727.555). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;Nach dem [[Unternehmen Barbarossa|Angriff auf die Sowjetunion]] wurde das Baltikum 1941 von deutschen Truppen besetzt. Hellmuth Weiss kehrte nach Tallinn zurück und wurde dort von 1941 bis 1944 Leiter der Kulturpolitischen Abteilung im [[Reichskommissariat Ostland|Generalkommissariat Ostland]]. 1944 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen und leistete bis 1945 Kriegsdienst. Danach war er für kurze Zeit in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung arbeitete er zwei Jahre als Dolmetscher in [[Potsdam]], musste dann aber aus der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] in den Westen flüchten. Ab 1950 lebte er in [[Marburg]]. Dort wirkte er von 1952 bis 1959 als Leiter der Bibliothek des [[Herder-Institut (Marburg)|J.G. Herder-Instituts]] und von 1959 bis 1965 als dessen Direktor. Zudem war er von 1959 bis 1970 geschäftsführendes Vorstandsmitglied und 1974 bis 1975 Vizepräsident des [[Johann Gottfried Herder-Forschungsrat]]es in Marburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiss ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen historischen und bibliographischen Inhalts und Herausgeber von Zeitschriften und Forschungsreihen, z.&amp;amp;nbsp;B. der &amp;#039;&amp;#039;Marburger Ostforschungen&amp;#039;&amp;#039; (1960–1969) und der [[Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung|Zeitschrift für Ostforschung]] (1960–1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiss war Mitglied der [[Baltische Corporation Estonia Dorpat|Baltischen Corporation Estonia Dorpat]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nachtrag zum Album Estonorum von 1939&amp;#039;&amp;#039;. Bovenden 1961. Nr. 1196a&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ehren-[[Alter Herr (Studentenverbindung)|Philister]] der Corona Dorpatensis Marburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Corona Dorpatensis Marburg: ALBUM FRATRUM 1947–1967. Nr. III&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frankreichs Politik in den Rheinlanden am Vorabend des Hundertjährigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;. Wassermann, Reval 1927 (Dissertation Universität Tübingen).&lt;br /&gt;
* (Hrsg., mit [[Max Hildebert Boehm]]): &amp;#039;&amp;#039;Wir Balten&amp;#039;&amp;#039;. Akademischer Gemeinschaftsverlag, Salzburg/München 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Bibliotheksgeschichte Revals im 16. und 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Syntagma Friburgense. Historische Studien, [[Hermann Aubin]] dargebracht zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; am 23. Dezember 1955 (= Schriften des Kopernikuskreises, Freiburg im Breisgau, Bd. 1). Thorbecke, Lindau 1956, S. 279–291.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die sogenannten nationalen Schulen der osteuropäischen Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: Ebd., S. 301–322.&lt;br /&gt;
* (Mitbearb.): &amp;#039;&amp;#039;Bücherkunde Ostdeutschlands und des Deutschtums in Ostmitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; (= Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart, Bd. 8). Böhlau, Köln 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Bericht Philipp Christian Moiers über die kirchlichen und sozialen Verhältnisse in Estland um 1770&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Rudolf von Thadden]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Vergangene und die Geschichte. Festschrift für [[Reinhard Wittram]] zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1973, S. 164–173, ISBN 3-525-36161-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Schulwesen Estlands 1925–1939&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Ostforschung, Bd. 35 (1986), S. 182–190.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Umsiedlung der Deutschen aus Estland 1939–1941.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für Ostforschung, Bd. 39 (1990), S. 481–502.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mads Ole Balling]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel und Südosteuropa 1919–1945, Bd. 1: Einleitung, Systematik, Quellen und Methoden, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechoslowakei.&amp;#039;&amp;#039; 1. Ausgabe, 2. Auflage. Dokumentation-Verlag, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-3-4, S. 121.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Dr. Hellmuth Weiss.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ostforschung&amp;#039;&amp;#039; 41, 1992, S. 481–488.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen von Hehn]]/Csaba János Kenéz: &amp;#039;&amp;#039;Reval und die baltischen Länder. Festschrift für Hellmuth Weiss zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Marburg/Lahn 1980.&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|690|692|Weiss, Franz Robert Hellmuth|[[Peter Wörster]]|122797515}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122797515}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.utlib.ee/ee/naitused/weiss.html | archive-is=20130213140802 | text=Lebenslauf}} auf der Homepage der Universitätsbibliothek Tartu (estnisch), gesichtet am 11. August 2010&lt;br /&gt;
* [https://hds.hebis.de/herder/Search/Results?lookfor=hellmuth+weiss&amp;amp;trackSearchEvent=Einfache+Suche&amp;amp;type=allfields Publikationen von und über Hellmuth Weiss bei] im Bibliotheks- und Bibliographieportal / [[Herder-Institut (Marburg)]]&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000109092878|NAME=Weiss, Hellmuth}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122797515|LCCN=n/83/150651|VIAF=64134313}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weiss, Hellmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riigikogu-Abgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in Estland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Baltischen Historischen Kommission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weiss, Hellmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Weiss, Franz Robert Hellmuth&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-estnischer Politiker (NSDAP), Mitglied des Riigikogu, Präsident der Estländischen Deutschen Kulturverwaltung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tallinn|Reval]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. April 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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