<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hellmuth_Vetter</id>
	<title>Hellmuth Vetter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hellmuth_Vetter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hellmuth_Vetter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T00:22:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hellmuth_Vetter&amp;diff=528178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 23. November 2025 um 00:03 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hellmuth_Vetter&amp;diff=528178&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-23T00:03:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner Hellmuth Vetter. Zum Philosophen siehe [[Helmuth Vetter]], zu anderen Personen siehe [[Helmut Vetter]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hellmuth Waldemar Vetter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. März]] [[1910]] in [[Rastenberg]]; † [[2. Februar]] [[1949]] in [[Landsberg am Lech|Landsberg]]) war ein deutscher Mediziner, der verschiedenenorts [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern]] durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die aus [[Thüringen]] stammende Familie Vetters zog 1914 nach [[Frankfurt am Main|Frankfurt/Main]] um. Dort studierte Hellmuth Vetter [[Studium der Medizin|Medizin]] an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität|Johann-Wolfgang-Goethe-Universität]] und wurde Mitglied der [[Liste der Studentenverbindungen in Frankfurt am Main|Alten Straßburger Turnerschaft Alsatia]] im [[Coburger Convent|CC]]. Das Sommersemester 1933 verbrachte Vetter in [[Graz]]; er kehrte im Juli nach Frankfurt zurück und wurde im Oktober 1933 Mitglied der [[Schutzstaffel]] (SS-Nummer 126.917&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee416&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2013, S. 416&amp;lt;/ref&amp;gt;). Anfang 1934 begann er seine [[Promotion (Doktor)|Promotionsarbeit]], sein Doktorvater war der spätere Gaudozentenführer [[Heinrich Guthmann]]. Ende 1935 erhielt er den [[Doktorgrad]] und arbeitete ab 1936 im [[Saarbrücken|Saarbrücker]] [[Rastpfuhl]]-Krankenhaus. Daneben war er als SS-Arzt bei der Sanitätsstaffel I/85 tätig. Im Jahr 1937 wurde er schließlich noch Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 5.393.805&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee416&amp;quot;/&amp;gt;). Mit dem Wechsel zum [[Bayer AG|Chemiekonzern Bayer]] in [[Leverkusen]] 1938 begann Vetters Karriere im System der Konzentrationslager. Bei Bayer als wissenschaftlicher Mitarbeiter eingestellt, testete Vetter in mehreren KZ neue [[Präparat]]e an den Häftlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeit begann am 29. Juli 1941 im [[KZ Dachau]], wo er [[Sulfonamid]]präparate von Bayer auf ihre Wirkung gegen [[Gonorrhoe]], [[Pneumonie]] und andere [[Indikation]]en testete. Seine menschenverachtende Einstellung geht aus Briefen an seine Kollegen in Leverkusen hervor, in denen er über Dachau schreibt, es wäre eines der „besteingerichtetsten K.L.“ im Reich und er käme sich vor „wie im Paradies“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiges Zitat bei [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 640, Brief vom 4. August 1941 (Nbg. Dok. NI-9402).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einrichtung des Modellprojektes [[KZ Arbeitsdorf|Arbeitsdorf]] 1942 wurde Vetter dorthin versetzt. Nach der Auflösung von Arbeitsdorf wechselte er am 13. Oktober 1942 in das gerade neu eingerichtete Konzentrationslager [[KZ Auschwitz III Monowitz|Auschwitz-Monowitz]]. Monowitz wurde zunächst als Außenlager des [[KZ Auschwitz]] errichtet. Die dort untergebrachten Häftlinge wurden zum Aufbau der [[Buna-Werke]] für die [[I.G. Farben]] herangezogen. Obwohl als [[KZ-Arzt|Lagerarzt]] angestellt, erschien Vetter meist nur einmal pro Woche im Lager; auch dann ging es nicht um die Versorgung der Häftlinge, sondern um die [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektion]] der Todgeweihten, die in die [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Gaskammern]] geschickt wurden. Auch in Monowitz setzte er die Versuchsreihen an Menschen fort. Hier ging es um Tests von [[Fleckfieber]]präparaten der I.G. Farben. Sein Arbeitgeber Bayer schrieb 1942 in einem Brief an die Firma [[Hoechst]]: „Herr Dr. Vetter hat, wie schon im vorigen Jahr, eine große Fleckfieberstation in Auschwitz, wo er Gelegenheit zur gründlichen Prüfung neuer Medikamente hat.“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vetters letzte Stationen sind&amp;amp;nbsp;– mit der 1944 erfolgten Beförderung zum [[SS-Hauptsturmführer]]&amp;amp;nbsp;– die [[KZ Gusen|Konzentrationslager Gusen]] im Lagersystem des [[KZ Mauthausen]]. Dort fungierte Vetter von März 1943 bis Kriegsende als Lagerarzt der Konzentrationslager Gusen sowie als „Amtsarzt i.V.“ um auch die Totenbeschau der unzähligen zivilen Opfer im Zusammenhang mit Errichtung und Betrieb des unterirdisch angelegten Flugzeugwerkes [[B8 Bergkristall]] effizient durchführen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Haunschmied|Rudolf A. Haunschmied]], Jan-Ruth Mills, Siegi Witzany-Durda: &amp;#039;&amp;#039;St. Georgen-Gusen-Mauthausen - Concentration Camp Mauthausen Reconsidered&amp;#039;&amp;#039;. BoD, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8334-7440-8. S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seiner Amtszeit wurden arbeitsunfähigen Lagerinsassen im berüchtigten Block 31 Benzininjektionen verabreicht. Die Häftlinge soll er eigens zu diesem Zweck selektiert haben (siehe [[Aktion 14f13]]). Auch soll er gefälschte Todeszertifikate ausgestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde im Rahmen der [[Dachauer Prozesse]] gegen Hellmuth Vetter und vier weitere Angeklagte in einem der letzten Nachfolgeverfahren zum [[Mauthausen-Hauptprozess]] (Aktenzeichen 000-50-5-31) vor einem US-amerikanischen [[Militärgericht]] in [[Dachau]] ab dem 28. Juli 1947 ein Prozess durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zeuge in eigener Sache bekundete Hellmuth Vetter, während seiner Tätigkeit in Gusen weder Häftlinge für Injektionen bestimmt noch Kenntnis von solchen Vorgängen besessen zu haben. Dennoch befand ihn das Gericht für den Tod von Hunderten von Häftlingen in Gusen für schuldig und verurteilte ihn (und einen weiteren Mitangeklagten) am 12. August 1947 [[Todesstrafe|zum Tode]]. Nachdem die eingereichten Gnadengesuche seiner Frau Maria und seines Bruders Adolf Vetter verworfen worden waren, wurde das Urteil am 2. Februar 1949 im [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/Main, 2004&lt;br /&gt;
* [[Stefan Hörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Profit oder Moral. Strukturen zwischen I.G. Farbenindustrie und Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2012, ISBN 978-3-86741-763-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125523858}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1998/SWB03_98/KZ-Arzt_Dr__Vetter/kz-arzt_dr__vetter.html Coordination gegen BAYER-Gefahren: Dr. Vetter&amp;amp;nbsp;– Bestie von Auschwitz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125523858|VIAF=50191799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vetter, Hellmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Dachauer Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Arbeitsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vetter, Hellmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vetter, Hellmuth Waldemar (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KZ-Arzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rastenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Februar 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Landsberg am Lech|Landsberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>