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	<title>Hellmuth Costard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:49:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hellmuth_Costard&amp;diff=479975&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TabellenBot: Einzelnachweis mit Die-Zeit-Online-Link formatiert</title>
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		<updated>2024-01-27T21:10:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis mit Die-Zeit-Online-Link formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hellmuth Costard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. November]] [[1940]] in [[Holzhausen (Leipzig)|Holzhausen bei Leipzig]]; † [[12. Juni]] [[2000]] in [[Oberhausen]]) war ein deutscher Filmregisseur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Costard war der Sohn des Chemikers Dr. Curt Costard und seiner Frau Käthe. 1946 erfolgte die Übersiedelung nach [[Hamburg]] und 1952 nach [[Bad Wildungen]], wo er das Gustav-Stresemann-Gymnasium besuchte. Ab 1962 studierte er Psychologie an der [[Universität Hamburg]]. Mitte der 60er-Jahre begann er, im Rahmen des Arbeitskreises Film und Fernsehen an der Universität Hamburg (AKFF) erste Kurzfilme zu drehen. 1968 gründete er mit anderen Hamburger Filmmachern wie [[Helmut Herbst]], [[Thomas Struck]], [[Werner Nekes]], [[Dore O.]], [[Klaus Wyborny]] und [[Heinz Emigholz]] die [[Hamburger Filmmacher Cooperative]], die sich das amerikanische [[New Cinema]] zum Vorbild nahm und gegen „den Schwachsinn der etablierten Filmindustrie“ antrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 sorgte Costard für einen Skandal auf den [[Internationale Kurzfilmtage Oberhausen|Kurzfilmtagen]] in Oberhausen: Sein Film &amp;#039;&amp;#039;[[Besonders wertvoll]]&amp;#039;&amp;#039; zeigt einen [[Penis]], der&lt;br /&gt;
die Rede des CDU-Bundestagsabgeordneten [[Hans Toussaint]] zum neuen Filmförderungsgesetz vorträgt. Die Festivalleitung weigerte sich, den Film zu zeigen, obwohl ihn der Auswahlausschuss – dem u.&amp;amp;nbsp;a. die Journalisten [[Wolfram Schütte]], [[Enno Patalas]] und [[Uwe Nettelbeck]] angehörten – angenommen hatte. Nettelbeck hatte zudem in der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; einen Artikel veröffentlicht, der für Costard Partei nahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor= | url=https://www.zeit.de/1968/14/besonders-wertvoll-nicht-in-oberhausen/komplettansicht | titel=Wie ein Film vom Programm der Westdeutschen Kurzfilmtage verschwand: Besonders wertvoll – nicht in Oberhausen | werk=[[zeit.de]] | datum=1968-04-05 |abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fast alle deutschen Regisseure zogen daraufhin ihre Beiträge zurück, der Schriftsteller [[Peter Handke]] verließ aus Protest gegen die Absage der Filmvorführung die Jury, der Filmemacher [[Werner Herzog]] dagegen wollte weiter am Festival teilnehmen. Erst nach heftigen Diskussionen und einer Intervention des Festivalleiters [[Hilmar Hoffmann]] konnte das Festival fortgesetzt werden. &amp;#039;&amp;#039;Besonders wertvoll&amp;#039;&amp;#039; wurde inzwischen zum [[Studienkreis Film]] an der [[Ruhr-Universität Bochum]] geschafft, wo er entgegen der angeordneten Beschlagnahmung doch noch gezeigt werden konnte, weil der damalige [[Rektor]] [[Kurt Biedenkopf]] der Legende nach der [[Staatsanwaltschaft]] den Zutritt zum [[Campus (Universität)|Campus]] verweigerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Costard wurde in der Folge vorübergehend zum bekanntesten Vertreter des [[Neuer Deutscher Film|Neuen Deutschen Films]] und einem der prominentesten Vertreter des deutschen [[Experimentalfilm]]s. Seine weiteren Filme entstanden meist im Auftrag des Fernsehens. Dazu gehört der Film &amp;#039;&amp;#039;Fußball wie noch nie&amp;#039;&amp;#039;, in dem die Kamera während der gesamten Länge eines Fußballspiels den britischen Spieler [[George Best]] beobachtet. Er beschäftigte sich intensiv mit der Entwicklung eines [[Super 8 (Filmformat)|Super-8-Kamerasystems]], das vollsynchrone Tonaufnahmen ermöglichte. In der Super8-Produktion &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Godard&amp;#039;&amp;#039; arbeitete er mit Regiekollegen wie [[Jean-Luc Godard]], [[Hark Bohm]] und [[Rainer Werner Fassbinder]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zog 1968 nach West-Berlin, wo er einen Lehrauftrag an der [[Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin|Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin]] erhielt. Mit dem ehemaligen Filmkritiker Jürgen Ebert gründete er die Firma &amp;#039;&amp;#039;B-Pictures&amp;#039;&amp;#039;. Er interessierte sich vor allem für die Verwendung von Zeitcodierung beim gleichzeitigen Drehen mit mehreren [[16-mm-Film|16-mm-Kameras]] und den Einsatz des Digitaltons. Im Rahmen dieser Beschäftigung entstanden die Filme &amp;#039;&amp;#039;Witzleben&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Echtzeit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Krieg um Zeit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 80er Jahre wurde es für Costard jedoch immer schwieriger, für seine Projekte die nötige Finanzierung zu bekommen. Er zog sich zwar nicht völlig aus der filmischen Arbeit zurück, widmete sich jedoch zunehmend auch anderen Themen, vor allem der sogenannten [[sun-machine]], einer Maschine, die Sonnenenergie in nutzbare Energie umwandeln sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Costard starb im Juni 2000 an den Folgen einer Krebserkrankung. Seine letzte Produktion, der dokumentarisch gedrehte Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Vladimir Günstig – Eine trojanische Affäre&amp;#039;&amp;#039;, hatte er unvollendet hinterlassen. Sie wurde von seinem langjährigen Freund und Kameramann [[Bernd Upnmoor]] zu Ende geführt und postum im April 2004 im [[Westdeutscher Rundfunk|WDR]] erstmals ausgestrahlt. Die Aufführung der Rohschnitt-Fassung fand auf Initiative seiner Freunde und Weggefährten bereits 2000 im Hamburger Kommunalen &amp;#039;&amp;#039;[[Metropolis Kino]]&amp;#039;&amp;#039; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
=== Kurzfilme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tom ist doof&amp;#039;&amp;#039; (1965)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klammer auf, Klammer zu&amp;#039;&amp;#039; (1966)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;After Action&amp;#039;&amp;#039; (1967)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum hast Du mich wachgeküßt?&amp;#039;&amp;#039; (1967)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Besonders wertvoll]]&amp;#039;&amp;#039; (1968)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Postkarte&amp;#039;&amp;#039; (1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Elefantenfilm&amp;#039;&amp;#039; (1971)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Nachmittag mit Onkel Robert&amp;#039;&amp;#039; (1975)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langfilme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Unterdrückung der Frau ist vor allem an dem Verhalten der Frauen selber zu erkennen]]&amp;#039;&amp;#039; (1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Und niemand in Hollywood, der versteht, dass schon zu viele Hirne umgedreht wurden&amp;#039;&amp;#039; (1970)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fußball wie noch nie&amp;#039;&amp;#039; (1970)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Teilweise von mir – Ein Volksstück&amp;#039;&amp;#039; (1972–74)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Godard an das Kuratorium Junger Deutscher Film&amp;#039;&amp;#039; (1978)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Witzleben&amp;#039;&amp;#039; (1980/81)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Echtzeit (Realtime)&amp;#039;&amp;#039; (1981–83)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krieg um Zeit&amp;#039;&amp;#039; (1984/85)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufstand der Dinge&amp;#039;&amp;#039; (1987–93)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wunder von Chile&amp;#039;&amp;#039; (1996)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vladimir Günstig – Eine trojanische Affäre&amp;#039;&amp;#039; (1994–2000, postum veröffentlicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1967/68: Exprmtl [[Knokke]]: Preis für &amp;#039;&amp;#039;Warum hast Du mich wachgeküßt?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1969: [[Preis der deutschen Filmkritik]] für &amp;#039;&amp;#039;Die Unterdrückung der Frau ist vor allem am Verhalten der Frauen selber zu erkennen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1972: [[Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg|Filmfestival Mannheim]]: Preis als bester Fernsehfilm für &amp;#039;&amp;#039;Teilweise von mir&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1974: Filmfestival [[Toulon]]: Spezialpreis der Jury für &amp;#039;&amp;#039;Teilweise von mir&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1978: Preis der deutschen Filmkritik für &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Godard&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1979: [[Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste]] für &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Godard&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &amp;lt;!-- = Sek.-Lit. + Filme über Costard --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die kritische Masse&amp;#039;&amp;#039; (1998), Regie: Christian Bau. (Über Hellmuth Costard und die Hamburger Filmmacher Cooperative)&lt;br /&gt;
* [[Lars Henrik Gass]]: Hellmuth Costard. Das Wirkliche war zum Modell geworden. Brinkmann und Bose, Berlin 2021. ISBN 978-3-940048-40-0. &lt;br /&gt;
* Ann Harris: &amp;#039;&amp;#039; Taking Time Seriously. Technology, Politics and Filmmaking Practice in the Films of Hellmuth Costard.&amp;#039;&amp;#039; Doctoral Dissertation, Cinema Studies Department, New York University, January 1993&lt;br /&gt;
* [[Hans-Michael Bock]]: &amp;#039;&amp;#039;Hellmuth Costard – Filmmacher.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Essay von [[Dietrich Kuhlbrodt]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]&amp;#039;&amp;#039;, Lieferung 1, 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|a11c17845fdb46759046a10206a0b415}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsches-filmhaus.de/bio_reg/c_bio_regiss/costard_hellmuth_bio.htm Biografie und Filmliste] (deutsches-filmhaus.de)&lt;br /&gt;
* [http://www.goethe.de/ges/pok/dos/dos/wdp/kuk/de3010681.htm „Filmemachen in West-Deutschland, 1968“] (Goethe-Institut)&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/print-welt/article518768/Hellmuth-Costard-war-der-kleine-Godard.html „Hellmuth Costard war der kleine Godard“.] Nachruf (&amp;#039;&amp;#039;Die Welt&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123049652|LCCN=no96043576|VIAF=52586712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Costard, Hellmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Costard, Hellmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Filmregisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. November 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Holzhausen (Leipzig)|Holzhausen bei Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oberhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TabellenBot</name></author>
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