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	<title>Helle Hirsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T06:23:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helle_Hirsch&amp;diff=326524&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-19T14:57:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem Widerstandskämpfer Helle Hirsch. Für seine Mitkämpferin Hella Hirsch siehe [[Hella Hirsch|hier]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut „Helle“ Hirsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Januar]] [[1916]] in [[Stuttgart]]; † [[4. Juni]] [[1937]] in [[Justizvollzugsanstalt Plötzensee|Strafanstalt Plötzensee]]) war ein [[Deutschland|deutsch]]-jüdischer Student und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]], der im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Helmut Hirsch wurde als [[Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten|amerikanischer Staatsbürger]] geboren. Seine Eltern hatten die amerikanische Staatsbürgerschaft durch einen mehrjährigen Aufenthalt in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] erhalten, sie nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] jedoch wieder verloren. Sie waren 1910 nach Stuttgart zurückgekehrt. Hirsch wuchs in Stuttgart auf und legte dort am [[Dillmann-Gymnasium]] sein Abitur ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Stolpersteine Stuttgart über [https://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=325 Helle Hirsch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 15 Jahren trat er in Stuttgart der bündischen [[Horte]] (Gruppe) von Helmut Haug, genannt schnipp, in der [[Deutsche Jungenschaft vom 1. November 1929|dj.1.11]] bei, in der er wesentliche Prägungen erfuhr. Diese Organisation wurde 1933 nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] verboten. Nachdem Juden im Sommer 1935 ein Studium an einer deutschen Hochschule infolge der [[Nürnberger Gesetze]] untersagt worden war, emigrierte Hirsch im Herbst desselben Jahres nach [[Prag]], wo er ein Architekturstudium aufnahm. Den Kontakt zu den Stuttgarter Freunden der inzwischen verbotenen dj.1.11 hielt er weiterhin aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geplanter Anschlag ===&lt;br /&gt;
In Prag kam Hirsch auf Anregung von [[Eberhard Koebel]] in Verbindung zu der von dem nationalsozialistischen Dissidenten [[Otto Strasser]] gegründeten, hitlerfeindlichen&amp;lt;!-- &amp;quot;hitlerfeindlich&amp;quot;?, eher nur &amp;quot;hitlerkritisch&amp;quot;, oder &amp;quot;gegenüber Hitler kritisch&amp;quot;, oder? --&amp;gt; [[Schwarze Front|Schwarzen Front]]. Strasser und Friedrich Beer-Grunow, der Organisationsleiter der Schwarzen Front, versuchten Hirsch davon zu überzeugen, sich aktiv am [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand gegen den NS-Staat]] zu beteiligen. Hirsch sollte einen Anschlag in Deutschland verüben, um die Deutschen und auch das Ausland aufzurütteln. Sie erklärten ihm außerdem, dass von seinem Verhalten die zukünftige Behandlung der Juden in einem von der Schwarzen Front revolutionierten Deutschland abhänge. Nach anfänglichem Zögern willigte Hirsch ein, am 24. Dezember 1936 einen Sprengstoffanschlag auf eine Säule des [[Reichsparteitagsgelände]]s in [[Nürnberg]] zu verüben. Hirsch bestand darauf, mit der Sprengung kein Menschenleben in Gefahr zu bringen – es sollte ein Symbol des [[NS-Staat|NS-Regimes]] getroffen werden. Hirsch trat seine Reise nach Nürnberg am 20. Dezember mit dem Zug an. In Stuttgart legte er einen Zwischenaufenthalt ein: Unter Angabe einer falschen Adresse nahm er sich in Bahnhofsnähe im Hotel „Pelikan“ ein Zimmer. Doch bereits am nächsten Tag, dem 21. Dezember 1936, wurde er dort von der [[Staatspolizeileitstelle Stuttgart|Stuttgarter Gestapo]] verhaftet. Spitzel bei der „Schwarzen Front“ hatten praktisch jeden der Schritte Hirschs verfolgt. Der geplante Sprengstoffanschlag in Nürnberg kam somit nicht zustande, hätte auch nicht ausgeführt werden können, da sich der Überbringer der „Höllenmaschine“ nach dem Grenzübertritt aus der [[Tschechoslowakei]] der Polizei stellte. Wer Hirsch bei der Gestapo verraten hat, ist ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung und Hinrichtung ===&lt;br /&gt;
Am 8. März 1937 wurde Hirsch vom [[Volksgerichtshof]] in Berlin wegen der „Vorbereitung eines [[Hochverrat|hochverräterischen]] Unternehmens unter erschwerenden Umständen“ [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]. Er habe nicht nur die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], sondern auch das deutsche Volk und den Staat auf das Schwerste geschädigt, insbesondere in einer Zeit des verstärkten „Weltkampfs internationaler Machtgruppen gegen Deutschland“. Hirschs Familie ging an die Öffentlichkeit, um sein Leben zu retten. Tschechoslowakische und amerikanische Zeitungen sowie die deutsche Exilpresse berichteten von dem Fall. Auf Drängen der Familie gaben die Vereinigten Staaten Hirsch die Staatsbürgerschaft nun zurück. [[William Edward Dodd|William Dodd]], der amerikanische Botschafter, intervenierte zugunsten Hirschs persönlich bei [[Adolf Hitler]], der das [[Gnadenbefugnis|Gnadengesuch]] aber ablehnte. Hirsch wurde am 4. Juni 1937 in der [[Justizvollzugsanstalt Plötzensee|Strafanstalt Plötzensee]] durch das [[Guillotine|Fallbeil]] hingerichtet. Er war damit der erste von den Nationalsozialisten hingerichtete US-Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Stuttgart - Seestraße 89 - Helmut Hirsch.jpg|mini|hochkant|Zur Erinnerung an Helmut „Helle“ Hirsch verlegter Stolperstein]]&lt;br /&gt;
Von der Gestapo und dem Volksgerichtshof wurde Hirsch auch nach seiner [[Hinrichtung]] als „Zeuge“ für die staatsgefährdende Gesinnung der [[Bündische Jugend|Bündischen Jugend]] und insbesondere von dj.1.11 genutzt. So wird 1938 in der Anklageschrift gegen einen anderen Angehörigen einer illegalen Jungenschaftsgruppe das Reichslager der dj.1.11 auf Langeoog als Ort der „Zersetzung“ genannt, an dem „etwa 150 Jungen, darunter der 1937 wegen Vorbereitung zum [[Hochverrat]] in Tateinheit mit einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz zum Tode verurteilte Helmut Hirsch“ teilgenommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenken ===&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 2007 wurde vor dem Elternhaus von Hirsch in der &amp;#039;&amp;#039;Seestraße&amp;#039;&amp;#039; 89 im Stuttgarter Norden ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.&lt;br /&gt;
Der Nachlass von Helmut Hirsch befindet sich in Besitz der [[Brandeis University]] (Waltham, USA), die eine Online-Ausstellung erarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter C. Behrmann (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;helmut hirsch. 27.1.1916–4.6.1937.&amp;#039;&amp;#039; Voggenreiter-Verlag, Bad Godesberg ca. 1965 (Schriften des Bundes deutscher Jungenschaften; 31).&lt;br /&gt;
* Bernd Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Liebe Eltern ..., ich bin zum Tode verurteilt&amp;quot;. Helmut Hirsch – jüdisch und jugendbewergt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ausstellungsreihe Stuttgart im Dritten Reich. Anpassung, Widerstand, Verfolgung. Die Jahre von 1933 bis 1939.&amp;#039;&amp;#039; Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart 1984, S. 391–401.&lt;br /&gt;
* [[Paulus Buscher]]: &amp;#039;&amp;#039;das helle-hirsch-heft&amp;#039;&amp;#039;. Puls 15. Südmarkverlag, Heidenheim 1987, {{ISSN|0342-3328}}.&lt;br /&gt;
* Paulus Buscher: &amp;#039;&amp;#039;Helmut „helle“ Hirsch – ein junger Jude und bündischer Künstler im Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. In: Hinrich Siefken, Hildegard Vieregg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Resistance to National Socialism: Kunst und Widerstand. Forschungsergebnisse und Erfahrungsberichte. Third Nottingham Symposium.&amp;#039;&amp;#039; Iudicum Verlag, München 1995, ISBN 3-89129-232-5.&lt;br /&gt;
* Fritz Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Mord droht den Männern auf der andern Seite: Bedrohung und Ermordung jugendbewegter Menschen im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Achims Verlag, Edermünde 2003, ISBN 3-932435-12-5.&lt;br /&gt;
* Fritz Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Hirsch. Ein junges Leben vom Nationalsozialismus gewaltsam ausgelöscht&amp;#039;&amp;#039;. Spurbuchverlag, Baunach 2015, ISBN 978-3-88778-468-3.&lt;br /&gt;
* Christopher Dowe: &amp;#039;&amp;#039;Helle Hirsch (1916–1937) – mit 21 Jahren in Stuttgart hingerichtet&amp;#039;&amp;#039;. In: Angela Borgstedt u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mut bewiesen. Widerstandsbiographien aus dem Südwesten,&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2017 (&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;chriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs; 46), ISBN 978-3-945414-37-8, S. 321–330.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichtsort-hotel-silber.de/fragen-sie-die-historiker/antwort/thema/haben-sie-informationen-ueber-helmut-hirsch-der-1936-in-stuttgart-verhaftet-und-1937-in-berlin Über Helmut Hirsch im Haus der Geschichte]&lt;br /&gt;
* [https://lts.brandeis.edu/research/archives-speccoll/exhibits/hirsch/index.html Information über Helmut Hirsch], Brandeis University (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142431966|LCCN=no/2004/2907|VIAF=53851865}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hirsch, Helle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Stuttgart ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hirsch, Helle&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hirsch, Helmut&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Student und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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