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	<title>Helios Mendiburu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T06:27:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-03-08T15:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helios Mendiburu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Februar]] [[1936]] in [[Madrid]]&amp;lt;ref&amp;gt;August-Bebel-Institut: [http://issuu.com/august-bebel/docs/kalender-2011 &amp;#039;&amp;#039;Wegmarken der Berliner Sozialdemokratie: Historischer Kalender 2011&amp;#039;&amp;#039;]; Seite 6&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[2024]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.findagrave.com/memorial/282331501/helios-mendiburu |titel=Helios Mendiburu (1936-2024) |werk=findagrave.com |sprache=de |abruf=2025-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Berlin]]&amp;lt;!--gestorben 09. Juni 2024 in Berlin--&amp;gt;) war ein deutsch-spanischer Ingenieur und [[Kommunalpolitiker]]. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende im Jahr 1990]] war er der erste frei gewählte [[Bezirksbürgermeister (Berlin)|Bezirksbürgermeister]] des Berliner [[Berlin-Friedrichshain|Bezirks Friedrichshain]] und bis zum Jahr 2000 im Amt. Wegen „[[Kriegs- und Boykotthetze|Boykotthetze]]“ verbrachte er zwischen 1957 und 1959 zweieinhalb Jahre in Gefängnissen und Haftarbeitslagern der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mendiburus Vater war [[Basken|Baske]] und [[Kommunismus|Kommunist]], seine Mutter eine Spanierin, die ebenfalls in der [[Kommunistische Partei|Kommunistischen Partei]] engagiert war. Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] kämpfte sein Vater aufseiten der [[Zweite Spanische Republik|Republik]]. Nach der Niederlage flüchtete die Familie ins Exil nach Frankreich und wurde dort [[Internierung|interniert]]. Der Vater Mendiburus schloss sich der französischen [[Résistance]] an und wurde 1944 von den deutschen Besatzern erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter versuchte, mit ihren drei Kindern nach [[Südamerika]] auszuwandern. Dies Vorhaben scheiterte jedoch in [[Casablanca]], von wo die Familie wieder nach [[Marseille]] zurückkehrte. 1944 flüchtete die Mutter mit den Kindern über die [[Pyrenäen]] ins spanische [[Irun]]. 1946 gelang es ihr, nach Deutschland auszuwandern; sie gingen nach [[Cottbus]] zu einem deutschen Kommunisten, den die Mutter in Spanien in den [[Internationale Brigaden|internationalen Brigaden]] kennengelernt hatte und der zu dieser Zeit Polizeichef in Cottbus war. Mendiburus Mutter heiratete ihn, ließ sich nach einiger Zeit jedoch wieder scheiden, auch weil der Stiefvater die Kinder aus geringfügigen Anlässen schlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helios Mendiburu machte eine Schlosserlehre im [[Ausbesserungswerk|Reichsbahnausbesserungswerk]] (RAW) Cottbus. Wegen guter Leistungen wurde er 1955 zum Studium der [[Romanistik]] an die [[Arbeiter-und-Bauern-Fakultät]] der Berliner [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]] delegiert. In Berlin bekam er Kontakt zu Mitarbeitern des [[Ostbüro der SPD|Ostbüros der SPD]]. Ein Kommilitone gab Mendiburu [[Margarete Buber-Neumann]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Als Gefangene bei [[Josef Stalin|Stalin]] und [[Adolf Hitler|Hitler]]&amp;#039;&amp;#039; zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung und Gefängnisaufenthalt ==&lt;br /&gt;
Der [[Ungarischer Volksaufstand|Aufstand in Ungarn]] brach Mendiburu nach eigener Aussage politisch „das Genick“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat Mendiburu nach Thomas Heubner: [https://www.friedrichshainer-chronik.de/spip.php?article199 &amp;#039;&amp;#039;Sonnengott oder Parteisoldat. Der Ex-Bürgermeister Helios Mendiburu&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1956 war er Mitorganisator eines Demonstrationszuges, der vor der [[Russische Botschaft in Berlin|sowjetischen Botschaft]] endete. Am 17. Mai 1957 wurde Mendiburu verhaftet und verbrachte ein halbes Jahr in Untersuchungshaft in der Haftanstalt der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] in der Berliner Magdalenenstraße. Bei den stundenlangen Verhören mit Schlägen und Misshandlungen wurden ihm zwei Zähne ausgeschlagen. Im Oktober 1957 wurde er in [[Potsdam]] wegen Boykotthetze nach Artikel 6 der [[Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik|DDR-Verfassung]] zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Gefängnis in [[Neuruppin]] und im Haftarbeitslager in [[Eisenhüttenstadt]] (damals Stalinstadt) verbrachte. Am 4. November 1959 wurde Mendiburu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben in Berlin und Wahl zum Bezirksbürgermeister ==&lt;br /&gt;
Seine Mutter arbeitete zu dieser Zeit als Telefonistin bei der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Reichsbahn]]; sie vermittelte ihm eine Arbeit als Hilfsrohrleger beim VEB Energieversorgung Cottbus. Wegen guter Leistungen wurde er von hier wiederum zu einem Ingenieurstudium nach [[Markkleeberg]] bei [[Leipzig]] delegiert. Im August 1968 sollten alle Mitarbeiter des Betriebes, in dem Mendiburu beschäftigt war, mit ihrer Unterschrift den [[Prager Frühling#Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes|Einmarsch der Sowjet-Truppen in die CSSR]] befürworten. Mendiburu war der Einzige, der nicht unterschrieb; sein Chef empfahl ihm daraufhin zunächst zu kündigen. Der Vorfall hatte jedoch keine weiteren Folgen, heimlich erntete er Anerkennung von Kollegen für seinen Mut. 1974 ging Mendiburu nach Berlin, wo er bei der Firma Monsator als Kundendienstingenieur und Gruppenleiter arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der Wende des Jahres 1989 sympathisierte er mit dem Programm des [[Neues Forum|Neuen Forums]] und seinen Forderungen nach mehr Demokratie in der DDR. Er trat eine Woche nach deren Gründung der sozialdemokratischen [[Sozialdemokratische Partei in der DDR|SDP]] bei, die sich später der [[SPD]] anschloss. Mendiburu fiel in der Bürgerbewegung sowohl durch seine Biographie als auch durch seine akkurate Kleidung auf. Im Mai 1990 wurde er Spitzenkandidat der SPD im Stadtbezirk Friedrichshain und zum Bezirksbürgermeister gewählt. Er blieb bis 2000 im Amt, ließ sich jedoch nach der [[Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg|Fusion des Bezirks mit Kreuzberg]] nicht mehr als Kandidat aufstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Bundestagswahl 1998]] trat Helios Mendiburu als Direktkandidat der SPD im [[Bundestagswahlkreis Berlin-Friedrichshain – Lichtenberg|Wahlkreis Berlin-Friedrichshain – Lichtenberg]] an, unterlag jedoch der PDS-Kandidatin [[Christa Luft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2002 trat Mendiburu aus Protest gegen die [[rot-rote Koalition]], die sich auf Berliner Landesebene gebildet hatte, aus der SPD aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Link, Michael Posch: [https://www.welt.de/print-welt/article370139/Friedrichshain-Ex-Buergermeister-tritt-aus-der-SPD-aus.html &amp;#039;&amp;#039;Friedrichshain: Ex-Bürgermeister tritt aus der SPD aus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 24. Januar 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Ein Spanier im Rathaus&amp;#039;&amp;#039; über Mendiburu von [[Karlheinz Mund]] entstand 1992.&amp;lt;ref&amp;gt;Filmportal.de: [https://www.filmportal.de/film/ein-spanier-im-rathaus-helios-mendiburu_c5d462979d044b93a0d3081e6f9e8793 &amp;#039;&amp;#039;Ein Spanier im Rathaus – Helios Mendiburu&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mendiburu lebte zuletzt in [[Berlin-Hellersdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Heubner: [https://web.archive.org/web/20130219080016/https://www.friedrichshainer-chronik.de/Sonnengott-oder-Parteisoldat-Der.html &amp;#039;&amp;#039;Sonnengott oder Parteisoldat: Der Ex-Bürgermeister Helios Mendiburu&amp;#039;&amp;#039;]; in: Friedrichshainer Chronik Mai 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirksbürgermeister von Berlin-Friedrichshain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123282559X|VIAF=3567162062757851650002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mendiburu, Helios}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksbürgermeister des Bezirks Friedrichshain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Ost-Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mendiburu, Helios&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunalpolitiker (SPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Februar 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Madrid]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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