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	<title>Heliopolis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Hieroglyphen&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;O28-W24:O49&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME-TRANSKRIPTION =&amp;#039;&amp;#039;Jwnw&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|NAME-ERKLÄRUNG = Iunu&lt;br /&gt;
|BILD1 = Héliopolis200511.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-BREITE = 150px&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG = Säulenkapitell mit Kartuschen des [[Sethnacht]] (20. Dynastie)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heliopolis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] Ἡλιούπολις &amp;#039;&amp;#039;Hēlioúpolis&amp;#039;&amp;#039; „Sonnenstadt“; [[Altägyptische Sprache|altägyptisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iunu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; [[Altes Testament|alttestamentlich]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;On&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die Hauptstadt des 13. [[Unterägypten|unterägyptischen]] [[Gau (Ägypten)|Gaues]] ([[Heliopolites]]) und eine bedeutende Kultstätte im [[Nildelta]]. Ihre Überreste befinden sich heute im nordöstlichen Teil [[Kairo]]s, insbesondere in den Stadtteilen Matariya und Ain Schams.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der umfassenden Zerstörung der Tempelstrukturen kann die Geschichte von Heliopolis anhand archäologischer Funde, historischer Berichte und religiöser Texte im Detail rekonstruiert werden. Einige Überreste, wie der [[Obelisk]] von [[Sesostris I.]] und Teile der Umfassungsmauern aus dem 2.–1. Jahrtausend v. Chr., stehen noch an ihrem ursprünglichen Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte von Heliopolis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Frammenti di rilievo provenienti da un edificio cultuale del re Djoser - Museo Egizio (Turin) S 2671 f01.jpg|mini|hochkant|Fragment eines Kalksteinschreins des Königs [[Djoser]], [[Museo Egizio]], Turin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Funde belegen, dass Heliopolis bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt war. Während des [[Altes Reich|Alten Reiches]] (ca. 2686–2181 v. Chr.) entwickelte sich die Siedlung zu einer bedeutenden Stadt, was durch Inschriftenfragmente und [[Papyrus|Papyri]] belegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittleres Reich|Mittleren Reich]] erlebte Heliopolis unter [[Sesostris I.]] (ca. 1956–1911 v. Chr.) einen Aufschwung, der mit dem Bau von Tempelhäusern und der Errichtung eines 20,5 Meter hohen Obelisken verbunden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Neues Reich|Neuen Reich]] ließ zunächst [[Thutmosis III.]] eine massive Umfassungsmauer um die Stadt errichten und speziell in der [[Amarna-Zeit]] behielt Heliopolis mit seinem Sonnentempel seine religiöse Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DAI Heliopolis, S 88&amp;quot; &amp;gt;Deutsches Archäologisches Institut (DAI): &amp;#039;&amp;#039;Heliopolis. Supermarkt an mythischem Ort.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Abenteuer Archäologie]]. Kulturen, Menschen, Monumente.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2/2006, Spektrum-der-Wissenschaft-Verlag, Heidelberg 2006, S. 88 ([https://www.spektrum.de/pdf/abarch-06-02-s084-pdf/832811?file Volltext als PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[19. Dynastie]] ließ dann [[Ramses II.]] auf dem beim Volk beliebten Gelände unter anderem einen [[Sanktuarium|Sanktuarbau]] und dazu zahlreiche Götterplastiken errichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DAI Heliopolis, S 88&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Spätzeit des Alten Ägyptens|Spätzeit]] (664–332 v. Chr.) wurden unter [[Psammetich I.]] und [[Nektanebos I.]] umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. In der [[Ptolemäerzeit|ptolemäischen Zeit]] behielt Heliopolis seine religiöse Bedeutung bei, verlor jedoch an politischem Einfluss. Der griechische Historiker [[Herodot]] beschrieb die Stadt im 5. Jahrhundert v. Chr. als Zentrum der Gelehrsamkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.01.0126:book=2:chapter=3&amp;amp;highlightauth=tgn%2C7001297#match1 Herodot, Historien, II.3]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter [[Römisches Reich|römischer]] Herrschaft (30 v. Chr.–395 n. Chr.) wurde Heliopolis zu einem beliebten Touristenziel, wie Berichte antiker Autoren wie [[Strabon]] bezeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Christianisierung]] Ägyptens ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. verlor Heliopolis allmählich seine Bedeutung als religiöses Zentrum. Viele Tempel wurden abgetragen. Das Baumaterial fand Verwendung beim Bau von Kirchen und späteren [[Moschee]]n in Kairo. Im [[Mittelalter]] waren von Heliopolis nur noch [[Ruine]]n sichtbar, wie der arabische Historiker [[Al-Maqrizi]] im 15. Jahrhundert beschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur und Bauwerke ==&lt;br /&gt;
=== Tempelanlagen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lepsius-Projekt tav. 1-1-57 - estratto Heliopolis.jpg|mini|hochkant|Lageplan des Tempelbezirks zur Zeit der [[Lepsius-Expedition]] (1842–1845)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tempel des Atum (Heliopolis)|Haupttempelbereich]] von Heliopolis befindet sich heute im Kairoer Stadtteil Matariya.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dietrich Raue |url=https://bibelwissenschaft.de/stichwort/20953/ |titel=Heliopolis |werk=[[WiBiLex]] |datum=2006-05 |sprache= |abruf=2024-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ursprüngliche Tempelkomplex erstreckte sich über eine Fläche von etwa 0,9 Quadratkilometern und beinhaltete neben dem Haupttempel auch zahlreiche Nebenheiligtümer, Verwaltungsgebäude und Priesterwohnungen. Obwohl die meisten Tempelstrukturen im Laufe der Zeit zerstört wurden, sind einige bedeutende Überreste erhalten geblieben. Der [[Obelisk]] von Sesostris I. (ca. 1956–1911 v. Chr.) ist mit einer Höhe von 20,5 Metern der älteste noch stehende Obelisk Ägyptens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=S. Schoske, A. Schlüter |url=https://smaek.de/wp-content/uploads/2020/11/Obelisken_Plakate_neu-komprimiert.pdf |titel=Obelisken Dokumentation. Dokumentation anlässlich der Restaurierung des Münchner Obelisken |hrsg=Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München |datum=2009 |seiten=8 |format=PDF; 8,0 MB |abruf=2024-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem sind Teile der massiven Umfassungsmauern aus dem 2. bis 1. Jahrtausend v. Chr. sichtbar, die den heiligen Bezirk umgaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelkomplex von Heliopolis war einst weitläufig und beherbergte zahlreiche Heiligtümer und Kultorte. Im Zentrum stand der [[Tempel des Atum (Heliopolis)|Haupttempel des Atum-Re]]. Für den Kult des heiligen [[Mnevis]]-Stiers gab es einen eigenen Tempel innerhalb des Komplexes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätzeit ließ Nektanebos I. einen neuen Atum-Tempel errichten, von dem Teile bei aktuellen Ausgrabungen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obelisken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:CairoObeliskSesostris1.jpg|mini|hochkant|Obelisk des [[Sesostris I.]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der römische Kaiser Augustus veranlasste 13 v. Chr. den Transport einiger heliopolitanischer Obelisken nach Alexandria und [[Rom]]. Zwei Obelisken von Thutmosis III. wurden nach Alexandria vor das [[Caesarium]] gebracht. Dort standen sie bis ins 19. Jahrhundert. 1878 wurde einer von ihnen in London am Ufer der Themse aufgestellt und der andere 1881 in New York im Central Park.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Haase |Titel=Die Obelisken des Augustus in Rom |Sammelwerk=Sokar |Nummer=28 |Ort=Berlin |Datum=2014 |Seiten=82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rom wurde 10 v. Chr. auf dem Marsfeld der [[Obelisco di Montecitorio|Obelisk von Psammetich II.]] errichtet und diente dort als [[Gnomon]] für einen Meridian. Er stand vermutlich noch im 11. Jahrhundert, als er während der Plünderung von Rom durch die [[Normannen]] 1084 umstürzte und in mehrere Teile zerbrach. Im 16. Jahrhundert wurden erste Fragmente in einem privaten Garten wiederentdeckt. Der damalige [[Julius II.|Papst Julius II.]] zeigte jedoch kein Interesse an den Funden. Erst [[Sixtus V.|Papst Sixtus V.]] plante den Obelisken wieder zusammenzusetzen, jedoch wurde die Freilegung der Fragmente im März 1587 aufgegeben. Im Frühjahr 1748 ließ [[Benedikt XIV. (Papst)|Papst Benedikt XIV.]] die einzelnen Stücke ausgraben und abtransportieren, aber erst 40 Jahre später unter [[Pius VI.|Papst Pius VI.]] wurde der Obelisk wieder aufgebaut. Nach vier Jahren Restaurierungsarbeiten wurde er am 14. Juli 1792 auf der Piazza di Monte Citorio aufgerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Haase |Titel=Die Obelisken des Augustus in Rom |Sammelwerk=Sokar |Nummer=28 |Ort=Berlin |Datum=2014 |Seiten=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Obelisco Flaminio|Der letzte heliopolitanische Obelisk]], den Augustus nach Rom bringen ließ, stammt von Sethos I. Er wurde ebenfalls 10 v. Chr. im [[Circus Maximus]] errichtet. Zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert stürzte der Obelisk um und zerbrach in mindestens zwei Teile. Nach der Freilegung 1586 durch Papst Sixtus V. wurde er nach einer Restaurierung 1589 auf der [[Piazza del Popolo]] wieder aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Haase |Titel=Die Obelisken des Augustus in Rom. |Sammelwerk=Sokar |Nummer=28 |Ort=Berlin |Datum=2014 |Seiten=85}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nekropolen ===&lt;br /&gt;
Die Stiernekropole des Mneviskultes befand sich in Arab el-Tawila und wurde 1902 vom [[Supreme Council of Antiquities|Ägyptischen Antikenministerium]] erforscht. Sie enthielt Hinweise auf Bestattungen der heiligen Stiere von der Zeit [[Ramses II.]] bis in ptolemäische Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aidan Dodson |Titel=Bull Cults |Sammelwerk=Divine Creatures. Animal Mummies in Ancient Egypt |Datum=2005-04 |Sprache=en |DOI=10.5743/cairo/9789774248580.003.0004 |Seiten=92–95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Elite-Nekropole mit Gräbern aus dem Alten Reich und der Spätzeit wurde in den Jahren 1916 bis 1936 untersucht. In den 1950er Jahren führte die Antikenbehörde Rettungsgrabungen in den Nekropolen von Matariya und Ain Schams durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religiöse Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Heliopolis war ein bedeutendes religiöses Zentrum im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] und hatte eine herausragende Stellung in der [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Mythologie]], [[Kosmologie]] und [[Astronomie im Alten Ägypten|Astronomie]]. Insbesondere als Ursprungsort der Schöpfung und Sitz des Sonnengottes [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]] war die Stadt ein religiöser Anziehungspunkt. Gemäß der heliopolitanischen Schöpfungslehre entstand die Welt hier, als sich der Urgott [[Atum]] aus dem Urozean [[Nun (ägyptische Mythologie)|Nun]] erhob und auf dem [[Urhügel]] niederließ. Diese Schöpfungslehre ist unter anderem in den [[Pyramidentexte|Pyramidentexten]] des Alten Reiches dokumentiert und hatte später einen weitreichenden Einfluss in ganz Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Ennead Arabic.jpg|mini|hochkant|[[Neunheit von Heliopolis]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptgott von Heliopolis war [[Atum-Re]], eine [[Synkretismus|synkretische]] Verschmelzung des Sonnengottes Re mit dem Schöpfergott Atum. Atum stand an der Spitze der [[Neunheit von Heliopolis]], einer Gruppe von neun Gottheiten, die die Grundordnung des [[Universum|Kosmos]] repräsentierten. Zur Neunheit, die kosmologische Prinzipien verkörpert, gehörten neben Atum auch [[Schu]] und [[Tefnut]], [[Geb (ägyptische Mythologie)|Geb]] und [[Nut (ägyptische Mythologie)|Nut]], sowie [[Osiris]], [[Isis]], [[Seth (ägyptische Mythologie)|Seth]] und [[Nephthys]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelkomplex von Heliopolis beherbergte zahlreiche Heiligtümer und Kultorte. Eine zentrale Rolle in der religiösen Praxis spielte der Kult des Mnevis-Stiers, der als lebende Verkörperung des Sonnengottes Re verehrt wurde. Die Bestattung dieser heiligen Stiere fand in einer eigenen Nekropole in [[Arab el-Tawila]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heliopolis galt als Sitz des „[[Fürstenhaus von Heliopolis|Fürstenhauses]]“, des mythischen Gerichtshofs des Sonnengottes Re. Nach ägyptischem Glauben fand hier das [[Totengericht]] statt, bei dem über den Eintritt des Verstorbenen ins [[Jenseits (Altes Ägypten)|Jenseits]] entschieden wurde. Diese Vorstellung hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der ägyptischen Totenreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priesterschaft von Heliopolis genoss einen Ruf als herausragende [[Gelehrte]]. Sie erarbeitete komplexe theologische Konzepte und leistete wesentliche Beiträge zur Entwicklung des [[Ägyptischer Kalender|ägyptischen Kalenders]] und der Astronomie. Die Priester von Heliopolis bewahrten heiligen Texte und Wissen, die die religiösen Vorstellungen in ganz Ägypten beeinflussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Verlusts an politischer Bedeutung bewahrte Heliopolis seine religiöse Ausstrahlung bis in die ptolemäische und römische Epoche. Noch in der [[Spätantike]] war die Stadt ein Ziel für [[Pilger]] und Gelehrte, die die alte Weisheit Ägyptens suchten. Mit der [[Christentum in Ägypten|Christianisierung Ägyptens]] verlor Heliopolis endgültig seine Stellung als religiöses Zentrum, doch sein Erbe wirkte in der ägyptischen Kultur und Religion noch lange nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiaparelli&amp;#039;s excavations - Heliopolis, Temenos and nearby areas, Moment of excavation, 1903-1906, photo 2 of 27 - Archivio fotografico Museo Egizio, Turin C01377.jpg|mini|hochkant|Ausgrabungen von Schiapparelli]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue of Egyptian King Psamtik I excavation 1 (cropped).jpg|mini|hochkant|Bergung des Torsos der Statue von Psammetich I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste systematische Ausgrabung in Heliopolis leitete der italienische Ägyptologe [[Ernesto Schiaparelli|Ernesto Schiapparelli]] von 1903 bis 1906. Die ältesten der von ihm entdeckten Statuen- und Schreinfragmente datieren in die Zeit König Djosers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Raue |Titel=Ausgrabungen unter Kairo |Hrsg=Aiman Ashmawy, Klara Dietze, Dietrich Raue |Sammelwerk=Heliopolis – Kultzentrum unter Kairo |Ort=Heidelberg |Datum=2020 |Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Winter 1911/12 untersuchte der Brite William Matthew Flinders Petrie den Tempelbezirk und erstellte einen Plan des Geländes. Er untersuchte unter anderem die von Schiapparelli entdeckte Mauer, in welcher er ein Fort aus der Hyksos-Zeit vermutete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Matthew Flinders Petrie, Ernest Mackay |Titel=Heliopolis, Kafr Ammar and Shurafa |Sammelwerk=British School of Archaeology in Egypt and Egyptian Research Account |Band=24 |Ort=London |Datum=1915 |Seiten=1–3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelverwaltung im Norden wurde zwischen 1976 und 1981 von der Universität Kairo unter der Leitung von Abdel-Aziz Saleh ausgegraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Abdel-Aziz Saleh |Titel=Excavations at Heliopolis |Ort=Kairo |Datum=1981}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2012 führt ein ägyptisch-deutsches Archäologenteam Ausgrabungen an verschiedenen Stellen des Tempelbezirks durch. Die Leitung teilen sich Aiman Ashmawy vom Antikenministerium und [[Dietrich Raue]] von der [[Universität Leipzig]]. Das Team kooperiert dabei mit &amp;#039;&amp;#039;i3Mainz – Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.heliopolisproject.org/site-information/ |titel=Heliopolis Project Site Information |abruf=2021-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüngste Entdeckungen ===&lt;br /&gt;
* 2006: Entdeckung eines [[Sonnenheiligtum (Altes Ägypten)|Sonnentempels]] mit Statuen von Ramses II.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ägypten: Sonnentempel mit Ramses-Statue entdeckt |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2006-02-27 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/aegypten-sonnentempel-mit-ramses-statue-entdeckt-a-403445.html |Abruf=2024-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015: Fund von [[Basalt]]-Fragmenten einer geographischen [[Prozession]] und Säulenfragmenten mit dem Namen von Nektanebos I.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Julke |url=https://www.l-iz.de/bildung/forschung/2015/10/leipziger-archaeologen-machen-wieder-aussergewoehnliche-funde-im-tempel-von-heliopolis-113021 |titel=Leipziger Archäologen machen wieder außergewöhnliche Funde im Tempel von Heliopolis |werk=[[Leipziger Zeitung (seit 2015)|Leipziger Zeitung]] |datum=2015-10-28 |sprache= |abruf=2024-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2017: Fund der Kolossalstatue von Psammetich I.&lt;br /&gt;
* 2021: Freilegung von Reliefs, Inschriften und Statuenfragmenten aus verschiedenen Epochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.l-iz.de/bildung/forschung/2021/11/neue-erfolge-fuer-aegyptisch-deutsche-forschungskampagne-grabungsteam-findet-zeugnisse-aus-der-geschichte-des-heliopolis-tempels-420793 |titel=Neue Erfolge für ägyptisch-deutsche Forschungskampagne: Grabungsteam findet Zeugnisse aus der Geschichte des Heliopolis-Tempels |werk=[[Leipziger Zeitung (seit 2015)|Leipziger Zeitung]] |datum=2021-11-16 |sprache= |abruf=2024-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|VIII,1|49|50|Heliopolis 3|[[Max Pieper]]|RE:Heliopolis 3}}&lt;br /&gt;
* [[William Flinders Petrie]], [[Ernest Mackay|Ernest J. Mackay]]: &amp;#039;&amp;#039;Heliopolis, Kafr Ammar and Shurafa.&amp;#039;&amp;#039; School of Archaeology in Egypt (u.&amp;amp;nbsp;a.), London 1915 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/petrie1915 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{EAAE|Bodil Mortensen|Heliopolis, the Predynastic cemetry|366–67|}}&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Raue]]: &amp;#039;&amp;#039;Heliopolis und das Haus des Re. Eine Prosopographie und ein Toponym im Neuen Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo.&amp;#039;&amp;#039; Ägyptologische Reihe, Band 16). Achet-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-9803730-6-1.&lt;br /&gt;
* [[Hans Bonnet (Ägyptologe)|Hans Bonnet]]: &amp;#039;&amp;#039;On.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 543–545.&lt;br /&gt;
* Deutsches Archäologisches Institut (DAI): &amp;#039;&amp;#039;Heliopolis. Supermarkt an mythischem Ort.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Abenteuer Archäologie]]. Kulturen, Menschen, Monumente.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2/2006, Spektrum-der-Wissenschaft-Verlag, Heidelberg 2006, {{ISSN|1612-9954}}, S. 88 ([https://www.spektrum.de/pdf/abarch-06-02-s084-pdf/832811?file Volltext als PDF]).&lt;br /&gt;
* Gabriele Höber-Kamel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Iunu – die Sonnenstadt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kemet.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3/2009). Kemet-Verlag, Berlin 2009, {{ISSN|0943-5972}}.&lt;br /&gt;
* Dietrich Raue: &amp;#039;&amp;#039;Reise zum Ursprung der Welt. Die Ausgrabungen im Tempel von Heliopolis.&amp;#039;&amp;#039; wbg von Zabern, Darmstadt 2020, ISBN 978-3-8053-5252-9.&lt;br /&gt;
* Aiman Ashmawy, Klara Dietze, Dietrich Raue (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heliopolis – Kultzentrum unter Kairo&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). Propylaeum, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-96929-002-6 ([https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/755 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/die-sonnenstadt-der-pharaonen-100.html &amp;#039;&amp;#039;Terra X, Die Sonnenstadt der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039;] TV-Dokumentation von Sandra Papadopoulos, D/I 2019, Auf: &amp;#039;&amp;#039;[[ZDF]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Juli 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Heliopolis, ancient Egypt|Heliopolis}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|20953|Heliopolis|Autoren=Dietrich Raue|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heliopolisproject.org/ Website des deutsch-ägyptischen Ausgrabungsprojektes]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20100103105943/http://www.mythologische-tafeln.de/heliopolis.htm Mythologische Tafel Heliopolis]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/erstmals-einblick-in-die-frueheste-geschichte-der-tempelstadt-heliopolis-4500/ Erstmals Einblick in die früheste Geschichte der Tempelstadt Heliopolis].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologie Online.&amp;#039;&amp;#039; 6. Dezember 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4096184-9|VIAF=247201963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=30/7/45.6/N|EW=31/18/27.1/E|type=city|region=EG-C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike ägyptische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kairo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heliopolis| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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