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	<title>Helga Seibert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:11:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helga_Seibert&amp;diff=117879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Godihrdt: /* Bundesverfassungsgericht */ Überflüssiges Wort entfernt</title>
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		<updated>2025-07-15T10:17:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bundesverfassungsgericht: &lt;/span&gt; Überflüssiges Wort entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F083316-0007, Bundesverfassungsgericht, Richterin Helga Seibert.jpg|mini|Helga Seibert 1989]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helga Seibert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1939]] in [[Witzenhausen]]; † [[12. April]] [[1999]] in [[München]]) war von 1989 bis 1998 [[Richter]]in des [[Bundesverfassungsgericht]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000019404|Abruf=2023-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Seibert studierte von 1958 bis 1960 Englisch und Französisch am Auslands- und Dolmetscherinstitut in Germersheim. Ab 1960 studierte sie [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] und [[Freie Universität Berlin|Berlin]]. 1964 legte sie die [[Staatsexamen|Erste Juristische Staatsprüfung]] ab. Danach studierte sie ein Jahr am Bologna Center der [[School of Advanced International Studies]] der [[Johns Hopkins University]] und von 1966 bis 1967 an der [[Yale University|Yale Law School]], wo sie mit dem [[Magister Legum]] abschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Helga Seibert |Sammelwerk=Juristinnen in Deutschland |Seiten=245}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1966 bis 1970 absolvierte sie als wissenschaftliche Hilfskraft den juristischen Vorbereitungsdienst am Institut für Öffentliches Recht in Marburg. Eine Dissertation mit dem Titel „Case Law im Völkerrecht“ schloss sie nie ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung im Oktober 1970 war sie zunächst als Referentin beim Arbeitskreises Rechtswesen der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-[[Fraktion (Bundestag)|Bundestagsfraktion]] tätig. Sie unterstützte dabei den damaligen Bundesjustizminister [[Gerhard Jahn]] in seinem Bestreben, eine Familienrechtsreform durchzuführen. Vorsitzender des SPD-Arbeitskreises war [[Martin Hirsch (Politiker, 1913)|Martin Hirsch]], der Ende 1971 ans [[Bundesverfassungsgericht]] berufen wurde. Ab 1. Februar 1972 war Seibert bis 1974 dessen wissenschaftliche Mitarbeiterin in Karlsruhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1974 bis 1989 arbeitete sie unter Minister [[Hans-Jochen Vogel]] im [[Bundesministerium der Justiz]]. Dort war sie Referentin für Europafragen und Beauftragte für Menschenrechtsfragen. Seit 1982 leitete sie als Ministerialrätin das Grundrechtsreferat. Ihre Englischkenntnisse setzte sie unter anderem ein bei der Neuübersetzung des Grundgesetzes ins Englische und als Expertin für amerikanisches Recht ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesverfassungsgericht ===&lt;br /&gt;
Am 28. November 1989 wurde sie zur Richterin im [[Erster Senat|Ersten Senat]] des Bundesverfassungsgerichtes ernannt. Sie war die fünfte Frau, die in das deutsche Bundesverfassungsgericht gewählt wurde. Ihre Vorgängerin war [[Gisela Niemeyer]]. Vorsitzender Richter des Ersten Senats war damals [[Roman Herzog]]. Anlässlich ihrer Wahl zweifelte die FAZ an ihrer richterlichen Kompetenz und charakterisierte sie außerdem:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eine in den Tiefen des Marxismus gründende Ideologin ist Frau Seibert sicherlich nicht, eher eine Gefühlssozialistin: mehr Gerechtigkeit, mehr Gleichheit, Milde des Staates gegenüber denen, die sich abweichend von den Normen verhalten.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. November 1989&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der langjährige Kollege und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts [[Johann Friedrich Henschel|Johann Friedrich Hentschel]] zog dagegen im Rückblick auf ihr Engagement am Bundesverfassungsgericht und kurz vor ihrem Tod gegenüber der SZ eine ganz andere Bilanz:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wenn alle Richterinnen wie sie wären, wünschte ich mir nur noch Frauen am Bundesverfassungsgericht.&lt;br /&gt;
 |Autor=Johann Friedrich Hentschel&lt;br /&gt;
 |Quelle=Süddeutsche Zeitung vom 6. April 1999&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiberts Dezernat beschäftigte sich vor allem mit dem [[Familienrecht]], einschließlich Fragen des [[Namensrecht]]s, des [[Personenstand]]srechts, des [[Transsexuellengesetz]]es und des [[Achtes Buch Sozialgesetzbuch|Kinder- und Jugendhilferechts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie prägte die Rechtsprechung zur verfassungsgerichtlichen Überprüfung familienrechtlicher Normen und erwarb sich Verdienste in der Vollendung der Rechtsprechung zur Durchsetzung der Gleichstellung nichtehelicher und ehelicher Kinder, der Stellung des nichtehelichen Vaters bei Adoption des Kindes, dem Anspruch des nichtehelichen Kindes gegenüber der Mutter auf Nennung des Vaters und der Vornamensänderung für [[Transmensch]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1998 wurde sie aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/1998/bvg98-105.html |titel=Bundespräsident verabschiedet und ernennt Verfassungsrichter |hrsg=Bundesverfassungsgericht |datum=1998-09-25 |abruf=2023-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfolgerin wurde [[Christine Hohmann-Dennhardt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaften ===&lt;br /&gt;
Seibert trat Ende 1966 der SPD bei und war aktives Mitglied in der [[Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen|Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Helga Seibert |Sammelwerk=Juristinnen in Deutschland |Seiten=246}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1971 war Seibert Mitglied im [[Deutscher Juristinnenbund|Deutschen Juristinnenbund]]. Bei der Eröffnung der 30. Arbeitstagung des Juristinnenbundes 1993 in Weimar führte sie in einem Festvortrag aus, dass vollkommene Gerechtigkeit nicht möglich sei, dass der Rechtsstaat aber in erheblichem Maße Unrecht verhindern könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Helga Seibert |Sammelwerk=Juristinnen in Deutschland |Seiten=248}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
Als eine der wenigen Frauen wurde Seibert noch zu Lebzeiten in das Buch &amp;#039;&amp;#039;Women in Law&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Februar 1999 wurde Helga Seibert das Große Verdienstkreuz mit Stern und am Schulterband verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor ihrem Tod wurde sie von der [[Humanistische Union|Humanistischen Union]] mit dem [[Fritz-Bauer-Preis]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.humanistische-union.de/themen/veranstaltungen/buergerrechtspreise/fritz-bauer-preis/ |hrsg=Humanistische Union |titel=Fritz Bauer Preis |abruf=2023-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Begründung hieß es:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Daß eine Bürgerrechtsorganisation eine oberste Richterin ehrt, mag ungewöhnlich erscheinen, für uns zählt jedoch Ihre Arbeit zu den besonderen Leistungen des Umgangs mit Grundrechten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die Feierstunde zur Preisverleihung am 30. April 1999 erlebte sie nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Mit Alfred Schickel, Erich Röper |Titel=Das Münchner Abkommen |Sammelwerk=Aus Politik und Zeitgeschichte |Band=26 |Verlag=Bundeszentrale für Politische Bildung |Ort=Bonn |Datum=1971 |OCLC=915678375}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Europäische Menschenrechtskonvention und Bundesverfassungsgericht |Sammelwerk=Freiheit des Anderen. Festschrift für Martin Hirsch |Verlag=Nomos Verlagsgesellschaft |Ort=Baden-Baden |Datum=1981 |ISBN=9783789006999 |Seiten=519-528}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=U.S. Supreme Court: Rechtsprechungsbericht 1981 bis 1984 |Sammelwerk=Europäische Grundrechte-Zeitschrift |Datum=1985 |ISSN=0341-9800 |OCLC=718674064}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Mit Ernst-Joachim Mestmäcker |Titel=The internal market, federalism and German-EC relations. The Forum for US-EC Legal-Economic Affairs: 12th-13th march 1993. Working session summary document |TitelErg=Konferenzschrift |Verlag=Mentor Group |Ort=Boston |Datum=1993 |OCLC=1335403335}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Admissibility requirements for constitutional complaints and mechanisms for avoiding an excessive case load |Sammelwerk=Protection des droits fondamentaux par la Cour constitutionnelle |Verlag=Conseil de Europe |Ort=Strasbourg |Datum=1996 |ISBN=9789287129598}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deutscher Juristinnenbund e.V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juristinnen in Deutschland. Die Zeit von 1900 bis 2003.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2003, ISBN 3-8329-0359-3.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Cynthia Epstein |Titel=Women in Law |Auflage=2 |Verlag=University of Illinois Press |Datum=1993 |ISBN=0252062051}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/1998/bvg98-105.html Presseinformation BVerfG]&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=1012576345}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000019404|Helga Seibert}}&lt;br /&gt;
* [https://whoswho.de/bio/helga-seibert.html Helga Seibert im Who’s who]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012576345|VIAF=171485592}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seibert, Helga}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Bundesverfassungsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seibert, Helga&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Richterin des Bundesverfassungsgerichts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Witzenhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. April 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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