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	<title>Helfrich Peter Sturz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helfrich_Peter_Sturz&amp;diff=1173016&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-01-10T17:49:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Helfrich Peter Sturz 1.jpg|miniatur|Helfrich Peter Sturz. [[Carl Gottlieb Rasp]] nach [[Johann Philipp Ganz]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helfrich Peter Sturz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Helferich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Helfrecht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sturtz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stortz&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Februar]] [[1736]] in [[Darmstadt]]; † [[12. November]] [[1779]] in [[Bremen]]) war ein [[deutscher Schriftsteller]] der [[Aufklärung (Literatur)|Aufklärung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helfrich Peter Sturz wurde als Sohn des fürstlichen Kabinettkassierers Johann Peter Friedrich Sturz († 1741) in Darmstadt geboren. Nach dem Besuch des &amp;#039;&amp;#039;[[Pädagogium]] Darmstadtinum&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig-Georgs-Gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039;) begann er im Mai 1753 ein Studium der Rechtswissenschaften in [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]]. Hier wurde er in den Bund der [[Freimaurer]] aufgenommen. Im März 1755 wechselte Sturz an die [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und im Mai 1756 an die [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]]. In Gießen traf er auf seinen Jugendfreund [[Johann Heinrich Merck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Karl von Moser]] versuchte vergeblich, Sturz [[Ludwig VIII. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt]] als Erzieher des Erbprinzen zu empfehlen. 1759 war er in [[München]] als Sekretär des kaiserlichen Gesandten [[Johann Wenzel von Widmann]] (1700–1772) tätig und 1760 trat er als Privatsekretär in den Dienst von [[Friedrich von Eyben (1699–1787)|Friedrich von Eyben]] (1699–1787)&amp;lt;ref&amp;gt;Schon in ADB und nachfolgend häufiger ist dieser mit seinem Neffen und Nachfolger [[Adolf Gottlieb von Eyben]] verwechselt worden; dieser war aber 1760 erst 19 Jahre alt und wurde erst 1780 Kanzler in Glückstadt&amp;lt;/ref&amp;gt;, der in [[Glückstadt]] die Regierungskanzlei des königlichen Anteils von Holstein leitete. Aus Anlass einer diplomatischen Reise nach Wien erhielt er 1762 den Titel eines &amp;#039;&amp;#039;Fürstlichen [[Bernburg (Saale)|Bernburgischen]] Rates&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinz [[Friedrich Albrecht (Anhalt-Bernburg)|Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg]] machte ihn 1764 mit dem dänischen [[Kammerherr]]n Reichsgraf [[Schack Carl von Rantzau]] (1717–1789) bekannt, der ihm eine Anstellung im Außenministerium in [[Kopenhagen]] vermittelte. 1765 wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;wirklichen [[Kanzleirat]]&amp;#039;&amp;#039; befördert. Außerdem war er Privatsekretär des dänischen Außenministers [[Johann Hartwig Ernst von Bernstorff]], durch den er Zutritt zum norddeutschen literarischen Zirkel um [[Friedrich Gottlieb Klopstock]] und [[Heinrich Wilhelm von Gerstenberg]] in Kopenhagen bekam. Sturz verfasste Schriften zu staatsbürgerlichen Fragen. 1767 veröffentlichte er die Satireschrift „[[Die Menechmen]]“ sowie die Tragödie „Julie“&amp;lt;ref&amp;gt;Julie {{archive.org|bub_gb_WiM7AAAAcAAJ|online}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im selben Jahr begegnete er in Hamburg [[Gotthold Ephraim Lessing]], dessen Ansichten zur Reform der deutschen Bühnendichtung er teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von April 1768 bis Januar 1769 begleitete Sturz [[Christian VII. (Dänemark und Norwegen)|Christian VII.]] als [[Legationsrat]] auf seiner [[Grand Tour]] nach England und Frankreich. Ein weiterer wichtiger Begleiter war [[Johann Friedrich Struensee]], der spätere [[Leibarzt]] des Monarchen. Helfrich Peter Sturz knüpfte in London freundschaftlichen Kontakte zur Malerin [[Angelika Kauffmann]] und zum Schauspieler [[David Garrick (Schauspieler)|David Garrick]], in Paris zum Philosophen [[Claude Adrien Helvétius]], zu den [[Enzyklopädist (Encyclopédie)|Enzyklopädisten]] [[Denis Diderot]] und [[Jean Baptiste le Rond d’Alembert]] sowie zum Schriftsteller und Diplomaten [[Friedrich Melchior Grimm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1770 wurde [[Johann Friedrich Struensee]] Bernstorffs Nachfolger, zu dem Sturz ein gespanntes Verhältnis hatte. Struensee entfernte ihn aus seiner Position, doch blieb Sturz in verschiedenen Ressorts für die dänische Regierung tätig. Im Januar 1772 wurde Struensee von einer national eingestellten [[Hofpartei]] gestürzt, die den großen Einfluss der deutschen [[Zeitalter der Aufklärung|Aufklärer]] am dänischen Hof beargwöhnte. Sturz wurde am 22. Januar 1772 entlassen, am selben Tag im Haus seiner Braut verhaftet und vier Monate lang inhaftiert. Der Vorwurf der Komplizenschaft mit Struensee konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Trotzdem wurde Sturz aus Kopenhagen ausgewiesen. Ab März 1773 war er als Rat bei der Regierung der [[Oldenburg (Land)|Grafschaft Oldenburg]] beschäftigt. Er befreundete sich mit [[Gerhard Anton von Halem]], [[Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg]] und [[Gerhard Anton Gramberg]]. Während einer Reise nach Gotha lernte Sturz [[Heinrich Christian Boie]] kennen, der ihn zur Mitarbeit an seiner Literaturzeitschrift „[[Deutsches Museum (1776)|Deutsches Museum]]“ überredete. 1777 veröffentlichte Sturz das einzige Buch, das zu seinen Lebzeiten erschien, die „Erinnerungen aus dem Leben des Grafen Johann Hartwig Ernst von Bernstorf“. Am 12. November 1779 starb Helfrich Peter Sturz während einer Dienstreise nach Bremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Bereits von seinen Zeitgenossen wurde Helfrich Peter Sturz als kenntnisreicher und eleganter [[Essay]]ist gefeiert. Er nahm an der Literatur und Philosophie seiner Zeit lebhaften Anteil. Er vermochte es ebenso satirische Abhandlungen im Stil [[Georg Christoph Lichtenberg]]s zu verfassen wie [[Empfindsamkeit|empfindsame]] Beiträge über [[Jean-Jacques Rousseau]] oder Friedrich Gottlieb Klopstock. Sturz gilt als wichtiger Vermittler zwischen der älteren Schriftstellergeneration der [[Aufklärung (Literatur)|Aufklärung]] und der jüngeren des [[Sturm und Drang]]. Sein Interesse an mittelalterlichen Dichtungen ([[Edda]], [[Heliand]]) beeinflusste die Autoren der „Geniezeit“ und der [[Romantik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriften von Helfrich Peter Sturz&amp;#039;&amp;#039;. Johann Baptist Strobl, München 1785.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Erste Sammlung&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?lang=de&amp;amp;PPN=PPN825931932&amp;amp;PHYSID=PHYS_0009 Digitalisat] der Staatsbibliothek zu Berlin).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zweyte Sammlung&amp;#039;&amp;#039; ([https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?lang=de&amp;amp;PPN=PPN825932025&amp;amp;PHYSID=PHYS_0007 Digitalisat] der Staatsbibliothek zu Berlin).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reise nach dem Deister. Prosa und Briefe&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Karl Wolfgang Becker. Ruetten &amp;amp; Loening, Berlin 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Behrens: &amp;#039;&amp;#039;Sturz, Helferich, Peter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1971, ISBN 3-529-02642-5, S. 229f.&lt;br /&gt;
* Jörg Deuter: &amp;#039;&amp;#039;Helfrich Peter Sturz. Ein Oldenburger Schriftsteller als Wegbereiter der deutschen Klassik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oldenburgische Familienkunde&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 20 (1978), S. 690–706.&lt;br /&gt;
* Jörg-Ulrich Fechner: &amp;#039;&amp;#039;Helfrich Peter Sturz (1736–1779). 3 Essays.&amp;#039;&amp;#039; Ges. Hess. Literaturfreunde, Darmstadt 1981.&lt;br /&gt;
* Jaikyung Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Helfrich Peter Sturz (1736–1779). Der Essayist, der Künstler, der Weltmann. Leben und Werke mit einer Edition des vollständigen Briefwechsels.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität Stuttgart 1975. Akademischer Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-88099-028-X.&lt;br /&gt;
* Max Koch: &amp;#039;&amp;#039;Helferich Peter Sturz. Nebst einer Abhandlung über die Schleswigischen Literaturbriefe mit Benützung handschriftlicher Quellen.&amp;#039;&amp;#039; Kaiser, München 1879.&lt;br /&gt;
* {{ADB|37|59|61|Sturz, Helferich Peter|[[Max Koch (Literaturhistoriker)|Max Koch]]|ADB:Sturz, Helfrich Peter}}&lt;br /&gt;
* Ludwin Langenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Prosa Helferich Peter Sturz&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität Köln 1935. Noske, Borna, Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
* [[Adalbert Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Helferich Peter Sturz. Ein Kapitel aus der Schrifttumsgeschichte zwischen Aufklärung und Sturm und Drang.&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsschrift. Universität Wien 1939. Kraus, Reichenberg 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118619756}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Sturz,+Helfrich+Peter}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|sturz}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Helfrich+Peter+Sturz%22&amp;amp;and&amp;amp;#91;&amp;amp;#93;=languageSorter%3A%22German%22 Helfrich Peter Sturz] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118619756|titel=Sturz, Helfrich Peter|datum=2025-06-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118619756|LCCN=n/50/10747|VIAF=19772299}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sturz, Helfrich Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Aufklärung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1736]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1779]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sturz, Helfrich Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sturz, Helferich Peter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1736&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. November 1779&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
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