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	<title>Helfersyndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:37:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helfersyndrom&amp;diff=63929&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2026-04-20T11:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helfersyndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man negative Auswirkungen übermäßiger Hilfe auf den Helfenden, die häufig in sozialen Berufen (wie Lehrer, Arzt, Kranken- und Altenpfleger, Pfarrer, Diakone, Psychologe, Sozialarbeiter) anzutreffen sind. Es wurde erstmals 1977 von dem [[Psychoanalytiker]] [[Wolfgang Schmidbauer]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Die hilflosen Helfer]]&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Schmidbauer |Titel=Die hilflosen Helfer : Über die seelische Problematik der helfenden Berufe. |Verlag=Rowohlt |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=1978 |ISBN=3-498-06123-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Störung, die übermäßiger Hilfe zugrunde liegt, wurde später auch als [[pathologisch]]er [[Altruismus]] (krankhafte [[Nächstenliebe]]) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept von Wolfgang Schmidbauer ==&lt;br /&gt;
Nach diesem Konzept hat ein vom Helfersyndrom Betroffener ein schwaches [[Selbstwertgefühl]] und ist auf seine Helferrolle fixiert; das Helfen bzw. &amp;#039;&amp;#039;Gebraucht-werden-Wollen&amp;#039;&amp;#039; wird zur [[Abhängigkeitssyndrom|Sucht]]. Dabei versucht er ein [[Ideal (Philosophie)|Ideal]] zu verkörpern, das er selbst bei seinen Eltern oder generell in seiner Kindheit vermisst hat. Seine Hilfsbereitschaft geht bis zur Selbstschädigung und Vernachlässigung von Familie und Partnerschaft; dabei übersieht oder unterschätzt er die Grenzen des Möglichen und ignoriert auch die Frage, ob seine Hilfe überhaupt erwünscht oder sinnvoll ist. Hilfe anderer bei seiner Mission lehnt er ab. Als Folge kann es zu [[Burn-out]] oder [[Depression]]en kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Schmidbauer |Titel=Helfersyndrom und Burnout-Gefahr. |Auflage=1. |Verlag=Urban &amp;amp; Fischer |Ort=München [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Datum=2002 |ISBN=3-437-26940-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzen zwischen gesundem und pathologischem Helfen ==&lt;br /&gt;
Die Bedürfnisse und Nöte anderer Menschen zu sehen, ist ein Zeichen von [[Empathie]]. Zu helfen oder etwas Gutes zu tun, ist grundsätzlich etwas Positives und ein natürliches und gesundes Bedürfnis des Menschen. Das gilt auch dann, wenn zeitweilig eigene Interessen hintangestellt werden. Dabei gilt es, eine gesunde Balance zwischen Geben und Nehmen zu finden und beim Helfen die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und körperlichen Grenzen zu beachten – ebenso wie  Nutzen und Bedürfnisse desjenigen, dem man Hilfe angedeihen lässt. Man sollte sich darüber im Klaren sein, aus welchen [[Motiv (Psychologie)|Motiven]] man hilft und ob die geleistete Hilfe für den Hilfeempfänger wirklich dienlich ist (ihm einen Dienst im positiven Wortsinn erweist). Verliert der Helfende über seinem eigenen Bedürfnis des Helfen-Wollens das Bedürfnis des Anderen, wie auch seine eigenen Wünsche, Ziele und körperlichen Grenzen aus dem Blick und hilft vor allem deshalb, um die eigene Person aufzuwerten, wird sein Helfen [[pathologisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Melody Beattie |Titel=Die Sucht, gebraucht zu werden |Auflage=14. |Verlag=Heyne |Ort=München |Datum=2011 |ISBN=978-3-453-08520-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Heinz-Peter Röhr |Titel=Wege aus der Abhängigkeit: Destruktive Beziehungen überwinden |Verlag=Dt. Taschenbuch-Verlag |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-423-34463-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff ‚Helfersyndrom‘ versteht man auch die Neigung einer Person, sich in [[Zwischenmenschliche Beziehung|zwischenmenschlichen Begegnungen]] überwiegend als Helfer anzubieten. Dabei hängt der Helfende wegen seines eigenen Bedürfnisses nach Bestätigung, [[Sozialkontakt]] oder gesellschaftlicher [[Anerkennung#Psychologie|Anerkennung]] so sehr von Dank, Zuwendung oder Bestätigung durch den Hilfeempfänger oder die Gesellschaft ab, dass er seine Hilfsbereitschaft auch dann nicht reduziert, wenn seine Hilfe nicht benötigt wird oder er sich überlastet, ausgelaugt, ausgenutzt oder missbraucht fühlt. Der Helfer befriedigt durch seine „Selbstaufopferung“ sein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und nach Bestätigung des Eigenwerts ([[Selbstwertgefühl]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pia Mellody |Titel=Verstrickt in die Probleme anderer: Über Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit |Verlag=Kösel |Ort=München |Datum=1991 |ISBN=3-466-30309-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während solidarische Hilfe primär am Nutzen dessen ausgerichtet ist, der die Hilfe empfängt, ist pathologisches Helfen an [[Egozentrik|egozentrischen]] Motiven und unbewussten psychischen Bedürfnissen des Helfers ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist wird das Muster, sich von der Anerkennung durch andere abhängig zu machen, bereits in der Kindheit erlernt. Betroffene halten sich nur dann für liebenswert und wertvoll, wenn sie sich opfern, dafür Bestätigung durch andere bekommen und so eine Aufwertung ihres Selbst erfahren („Märtyrer-Rolle“). Dabei verlernen sie, ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und körperlichen Grenzen zu sehen, wie auch selbst Hilfe anzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bertold Ulsamer |Titel=Zum Helfen geboren: Antworten für hilflose Helfer aus dem Familien-Stellen. |Auflage=1. |Verlag=Vier-Türme-Verlag |Ort=Münsterschwarzach |Datum=2004 |ISBN=3-87868-644-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologischer Altruismus ==&lt;br /&gt;
Während bei dem psychoanalytischen Konzept des Helfersyndroms nach W. Schmidbauer der Fokus auf dem Helfer liegt, ist der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;pathologischen Altruismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID25422978&amp;quot;&amp;gt;E. B. Tone, E. C. Tully: &amp;#039;&amp;#039;Empathy as a “risky strength”: a multilevel examination of empathy and risk for internalizing disorders.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Development and psychopathology&amp;#039;&amp;#039;, 2014, Band 26, Nummer 4, Pt 2, 11, S.&amp;amp;nbsp;1547–1565; [[doi:10.1017/S0954579414001199]], PMID 25422978, {{PMC|4340688}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Oakley, Ariel Knafo, Guruprasad Madhavan, David Sloan Wilson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pathological Altruism&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, USA 2012, ISBN 978-0-19-973857-1; [https://legiochristi.com/static/lit/Pathological_Altruism.pdf#page=77 legiochristi.com] (PDF; 6,4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID23754434&amp;quot;&amp;gt;B. A. Oakley: &amp;#039;&amp;#039;Concepts and implications of altruism bias and pathological altruism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]]&amp;#039;&amp;#039;, Juni 2013, Band 110 Suppl 2, S.&amp;amp;nbsp;10408–10415; [[doi:10.1073/pnas.1302547110]], PMID 23754434, {{PMC|3690610}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; (krankhafte [[Nächstenliebe#Verhaltensbiologie|Nächstenliebe]]) breiter gefasst und beschreibt unter anderem [[Neuropsychologie|neuropsychologische]] Zusammenhänge und mögliche negative Auswirkungen auf das Objekt der Hilfe oder den sozialen Kontext, also auf die Person oder Gruppe, der geholfen werden soll, aber auch außenstehende Personen oder Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[evolution]]sbiologische Grundlage liege in dem Zusammentreffen von angeborenem Fürsorgeverhalten und fehlender oder mangelnder Information über seine möglicherweise schädlichen Folgen. Ein klassisches Beispiel sei die Brutpflege von Nestparasiten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kuckuck#Parasitierungsgrad|Kuckucksvögeln]]). Ein anderes klassisches Beispiel seien negative Folgen einzelner „Entwicklungshilfeprojekte“, insbesondere in [[Entwicklungszusammenarbeit#Beispiel Afrika|Afrika]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID23754434&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die medizinischen Risiken von übermäßigem Altruismus für die helfende Person selbst sind Erschöpfung ([[Burn-out]]), [[Schuldgefühl]]e, [[Schamgefühl]]e, [[Angst]] und [[Depression]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID25422978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Co-Abhängigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gutmensch]]&lt;br /&gt;
* [[Paternalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2006/18/Interview Interview über Burn-out- und Helfersyndrom] mit [[Thea Bauriedl]] ([[Universität München]]). In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 18/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
* B. A. Oakley: &amp;#039;&amp;#039;Concepts and implications of altruism bias and pathological altruism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; Band 110 Suppl 2, Juni 2013, S.&amp;amp;nbsp;10408–10415, [[doi:10.1073/pnas.1302547110]], PMID 23754434, {{PMC|3690610}}.&lt;br /&gt;
* Barbara Oakley, Ariel Knafo, Guruprasad Madhavan, David Sloan Wilson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pathological Altruism&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, USA 2012, ISBN 978-0-19-973857-1; [https://legiochristi.com/static/lit/Pathological_Altruism.pdf#page=77 legiochristi.com] (PDF; 6,4&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* E. B. Tone, E. C. Tully: &amp;#039;&amp;#039;Empathy as a &amp;quot;risky strength&amp;quot;: a multilevel examination of empathy and risk for internalizing disorders.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Development and psychopathology.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, Nummer 4 Pt 2, 11 2014, S.&amp;amp;nbsp;1547–1565, [[doi:10.1017/S0954579414001199]], PMID 25422978, {{PMC|4340688}} (Review).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ratgeber ===&lt;br /&gt;
* [[Barbara Messer]]: &amp;#039;&amp;#039;Helfersyndrom? – Strategien für verantwortungsvolle Pflegekräfte&amp;#039;&amp;#039;. Schlütersche, Hannover 2014, ISBN 978-3-8426-8587-1.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schmidbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die hilflosen Helfer: Über die seelische Problematik der helfenden Berufe.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, 1978, ISBN 3-498-06123-2.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schmidbauer: &amp;#039;&amp;#039;Helfersyndrom und Burnout-Gefahr.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2002, ISBN 3-437-26940-2.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schmidbauer: &amp;#039;&amp;#039;Das Helfersyndrom. Hilfe für Helfer.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, 2023, ISBN 978-3-644-01123-6.&lt;br /&gt;
* Bertold Ulsamer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Helfen geboren: Antworten für hilflose Helfer aus dem Familien-Stellen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2004, ISBN 978-3-87868-644-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Delna Antia: [https://www.jetzt.de/politik/helfersyndrom-bei-frauen &amp;#039;&amp;#039;Wo ist die Grenze zwischen helfen und bemuttern? – Vor dieser Frage stehen viele Frauen, die sich um Flüchtlinge kümmern.&amp;#039;&amp;#039;] [[Süddeutsche Zeitung]] – jetzt, 21. Mai 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113877-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychische Störung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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