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	<title>Helene Gotthold - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:17:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helene_Gotthold&amp;diff=1739892&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben und Wirken */ Leerzeichen vor Zahl eingefügt</title>
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		<updated>2025-06-22T16:13:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Zahl eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helene Gotthold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1896]] in [[Dortmund]] als &amp;#039;&amp;#039;Helene Nieswand&amp;#039;&amp;#039;; † [[8. Dezember]] [[1944]] in [[Berlin-Plötzensee]]) leistete [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] und wurde deswegen 1944 hingerichtet. Sie gehörte zu den [[Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus|Zeugen Jehovas]], ehemals [[Bibelforscherbewegung|Bibelforscher]] und verhielt sich konsequent [[Pazifismus|pazifistisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Die Krankenschwester Helene Gotthold lebte überwiegend in [[Herne]], war mit dem Bergarbeiter Friedrich Gotthold verheiratet und hatte zwei Kinder, Gisela und Gerd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eheleute Gotthold waren zunächst [[Protestantismus|Protestanten]], schlossen sich aber – enttäuscht von der überwiegend militaristischen Haltung ihrer Kirche im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] – 1926 den Bibelforschern an, die Kriegsdienst ablehnten. Sie beteiligten sich an der öffentlichen Missionstätigkeit ihrer örtlichen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurz nach der [[Machtergreifung]] der [[NSDAP]] wurden [[Zeugen Jehovas|Jehovas Zeugen]], wie sie sich seit 1931 nannten, verboten. Einige trafen sich aber im privaten Rahmen weiterhin. [[Hitlergruß]], [[Führereid]] und den Militärdienst lehnten sie entschieden ab, da sie nur [[JHWH|Jehova]] als höchste Autorität anerkannten. Trotz des Verbots setzten die Gottholds die Missionstätigkeit für ihre Religionsgemeinschaft fort: Sie warfen beispielsweise Informationsblätter gegen den Kriegsdienst in Briefkästen, nahmen an religiösen Versammlungen in Privatwohnungen teil und verteilten illegal den &amp;#039;&amp;#039;[[Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich|Wachtturm]]&amp;#039;&amp;#039;. Deswegen wurden sie mehrmals inhaftiert, der Ehemann beispielsweise 1936. Wenige Monate später durchsuchte die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] die Wohnung der Gottholds in Herne und verhaftete die schwangere Helene Gotthold. Während der Verhöre schwer misshandelt, erlitt sie eine Fehlgeburt. Sie wurde damals zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt und anschließend in sogenannter ‚[[Schutzhaft]]‘ behalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ushmm.org/wlc/idcard.php?lang=en&amp;amp;ModuleId=10006434 | wayback=20090506093335 | text=Helene Gotthold}}. United States Holocaust Memorial Museum, Washington, D.C. Holocaust Encyclopedia, abgerufen am 27. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Entlassung Anfang der 1940er Jahre nahmen die Gottholds ihre verbotene Tätigkeit für die Zeugen Jehovas wieder auf. Im Februar 1944 wurden sie erneut im Gefängnis von [[Essen]] inhaftiert. Nach einem [[Luftangriffe auf das Ruhrgebiet|alliierten Bombenangriff]], bei dem das Essener Gefängnis getroffen worden war, wurden die Eheleute Gotthold nach [[Potsdam]] verbracht. Aus dem Gefängnis&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Frauengefängnis Barnimstrasse |url=http://www.ml-architekten.de/barnim/html/1933_1945.html |wayback=20090624011944 |archiv-bot=2018-04-14 12:02:49 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte Helene Gotthold, nach Auskunft ihrer Tochter Gisela Tillmanns, Botschaften an ihre Kinder schmuggeln, darunter diese:&lt;br /&gt;
:„Wir sind geächtet wie Schlachtschafe. Wenn es des Herrn Wille ist, so kann er es abwenden. Lässt er es aber zu, so wollen wir es mit seiner Hilfe geduldig ertragen. Ein Zurück gibt es nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/files/_InHerne/$file/nov_06.pdf |wayback=20160304093632 |text=Beitrag über Helene Gotthold. Aus: &amp;#039;&amp;#039;in Herne. Stadtmagazin&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2006, S. 29 |archiv-bot=2025-06-22 15:30:05 InternetArchiveBot }} (PDF; 7,0&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. August 1944 verurteilte der [[Volksgerichtshof]] in Berlin Helene Gotthold gemeinsam mit anderen Zeugen Jehovas, die ihrer Überzeugung nicht abschwören wollten, [[Todesstrafe|zum Tode]]. In dem Urteil hieß es:&lt;br /&gt;
:„Im Namen des deutschen Volkes wurde verkündet: Die Angeklagten haben sich sämtlich bis Dezember 1943 für die „Internationale Bibelforscher-Vereinigung“ betätigt. Sie werden deshalb wegen [[Wehrkraftzersetzung]] in Verbindung mit landesverräterischer Begünstigung des Feindes verurteilt, und zwar die Angeklagten [[Luise Pakull]], [[Else Woicziech]], [[Wilhelm Hengeveld|Wilhelm]] und [[Mathilde Hengeveld]], Helene Gotthold und [[Ernst Meyer (Bibelforscher)|Ernst]] und [[Henriette Meyer]] je zum Tode und zu lebenslangem Ehrverlust.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, RW 58-66320, Bl. 82 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helene Gotthold wurde am 8. Dezember 1944 in der [[Gedenkstätte Plötzensee|Hinrichtungsstätte des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee]] geköpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Larry Blades: &amp;#039;&amp;#039;Studying the Holocaust: Resistance, Rescue and Survival&amp;#039;&amp;#039;, The Seattle Times Newspapers in Education, Washington State Holocaust Education Resource Center, 3. Mai 2005, Kapitel 5, S. 9; und: Kirsten John-Stucke, Michael Krenzer, Johannes Wrobel: &amp;#039;&amp;#039;12 Jahre – 12 Schicksale, Fallbeispiele zur NS-Opfergruppe Jehovas Zeugen in Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW, Münster 2006, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Abschiedsbrief schrieb sie:&lt;br /&gt;
:„Berlin-Plötzensee, 8. Dezember 1944. Ihr könnt mir glauben, ich habe die letzte Nacht gut geschlafen. In meinem Herzen ist Frieden und Ruhe. … Mein Gebet war täglich, dass Euch der himmlische Vater auf allen Euren Wegen seinen Schutz angedeihen lassen möge. Nun seid alle herzl. gegrüßt und geküsst von Eurer stets liebenden Mutter. Nochmals reiche ich Euch im Geiste beide Hände u. drücke Euch herzlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Wrobel: &amp;#039;&amp;#039;„Auf Wiedersehen!“ Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas im NS-Regime.&amp;#039;&amp;#039; In Marcus Herrberger: &amp;#039;&amp;#039;Denn es steht geschrieben: „Du sollst nicht töten!“ Die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939–1945)&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Österreich, Wien 2005, Schriftenreihe Colloquium, Vol. 12, S. 237–326. ISBN 3-7046-4671-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zeugen Jehovas in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Monika Minninger: &amp;#039;&amp;#039;Eine bekennende Kirche. Zur Verfolgung von Zeugen Jehovas in Ostwestfalen und Lippe 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld, Bielefeld, 2001&lt;br /&gt;
* Kirsten John-Stucke; Michael Krenzer; Johannes Wrobel: &amp;#039;&amp;#039;12 Jahre, 12 Schicksale. Fallbeispiele zur NS-Opfergruppe Jehovas Zeugen in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Hg.  [[Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW]], Münster 2006. Ohne ISBN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ushmm.org/search/results/?q=Helene+Gotthold Helene Gotthold. Fotos.] Beim [[United States Holocaust Memorial Museum]], USHMM, abgerufen am 27. Juni 2016&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ushmm.org/wlc/idcard.php?lang=en&amp;amp;ModuleId=10006434 | wayback=20090506093335 | text=Helene Gotthold}} beim USHMM, ältere Fassung, abgerufen am 27. Juni 2016&lt;br /&gt;
* [[Ralf Piorr]]: „Ein Zurück gibt es nicht mehr.“ Die Hernerin Gisela Tillmanns über ihre Mutter Helene Gotthold, die 1944 Opfer des Nationalsozialismus wurde. Aus: &amp;#039;&amp;#039;in Herne. Das Stadtmagazin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2006, S. 29 ([http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/files/_InHerne/$file/nov_06.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gotthold, Helene}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge Jehovas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Herne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Christenverfolgung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gotthold, Helene&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nieswand, Helene (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Krankenschwester, Zeugin Jehovas und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dortmund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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