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	<title>Helene Elisabeth von Isenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T13:33:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helene_Elisabeth_von_Isenburg&amp;diff=913663&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-25T16:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. April]] [[1900]] in [[Darmstadt]] als Gräfin von Korff genannt Schmising-Kerssenbrock; † [[24. Januar]] [[1974]] in [[Heiligenhaus]]) war nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erste Präsidentin des Vereins [[Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg wurde als Tochter des Forstmeisters von [[Hatzfeld (Eder)]], Graf Alfred [[Korff (Adelsgeschlecht)|von Korff]], genannt Schmising-Kerssenbrock, und seiner Frau Helene, geb. Freiin von Hilgers, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wuchs in einer Familie auf, die stark vom [[Katholizismus]] geprägt war. In den 1920er und 1930er Jahren arbeitete sie als Heilpraktikerin. Am 30. April 1930 heiratete sie [[Wilhelm Prinz von Isenburg und Büdingen]] (1903–1956), der 1937 Professor für Sippen- und Familienforschung in [[München]] wurde und die [[Rassenideologie]] des [[Nationalsozialismus]] vertrat. Sie selbst wurde von der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] als „politisch zuverlässig“ eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee279&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Zweite aktualisierte Auflage, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ehepaar blieb ohne Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Fürstlichen Häuser. (Hofkalender). 1942&amp;#039;&amp;#039;. II. Abt., Jahrgang 179, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschwägert war man u. a. mit Herzog [[Georg von Sachsen-Meiningen (1892–1946)|Georg von Sachsen-Meiningen und Hildburghausen]], der 1946 als Major starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte und Gründung der Stillen Hilfe ==&lt;br /&gt;
Bereits kurz nach Kriegsende bildete sich eine Vielzahl von Gruppierungen und Vereinen (z.&amp;amp;nbsp;B. die „Arbeitsgemeinschaft zur Rettung der Landsberger Häftlinge“ oder der „Arbeitsausschuss für Wahrheit und Gerechtigkeit“), die alle das Ziel hatten, verhaftete und internierte NS-Kriegsverbrecher und SS-Funktionsträger in der Haft zu unterstützen, sei es durch Interventionen bei den alliierten Besatzungsbehörden oder durch juristische Hilfe. Gleichzeitig unterstützten diese Organisationen die Familien der Inhaftierten. Daneben leisteten sie aber auch Fluchthilfe über die von Bischof [[Alois Hudal]] organisierte so genannte [[Rattenlinien|Rattenlinie]] über [[Südtirol]] und [[Rom]] vor allem nach [[Südamerika]], aber auch in den Nahen Osten ([[Syrien]], [[Ägypten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit 1946 war Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg bei mehreren Gruppierungen aktiv. Ihre Kontakte zum Hochadel, zu konservativ-großbürgerlichen Kreisen und ihre enge Bindung an die [[Katholische Kirche]] ließen sie rasch zur Integrationsfigur werden. Sie gewann führende Vertreter der Katholischen Kirche wie den Münchener Weihbischof [[Johannes Neuhäusler]], aber auch den evangelischen Landesbischof von [[Württemberg]], [[Theophil Wurm]], für eine Mitarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem so die wesentlichen Akteure des späteren Vereins bereits längst ein aktives Netzwerk gebildet hatten, sollte ein [[gemeinnütziger Verein]] gegründet werden, in erster Linie, um steuerbegünstigtes Spendenaufkommen zu erhöhen. Am 7. Oktober 1951 wurde schließlich die [[Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte]] e.&amp;amp;nbsp;V. formell gegründet und am 15. November 1951 als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Wolfratshausen]] eingetragen, mit Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg als erster Präsidentin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Gründungsvorstand gehörten neben der Präsidentin u.&amp;amp;nbsp;a. Weihbischof Neuhäusler, Landesbischof Wurm, der Münchener Rechtsanwalt [[Rudolf Aschenauer]] als juristischer Betreuer sowie mehrere hochrangige frühere NS-Funktionäre an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Mutter der Landsberger“ ==&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1947 richtete die US-Militärverwaltung im [[Gefängnis Landsberg]] das [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] ein. Am selben Ort hatte [[Adolf Hitler]] 1923/24 knapp neun Monate [[Festungshaft]] verbüßt, und auch [[Rudolf Heß]], [[Julius Streicher]] und [[Gregor Strasser]] waren in dieser Zeit dort inhaftiert gewesen. Fast alle in den [[Nürnberger Nachfolgeprozesse]]n ([[Fliegermorde|Fliegerprozesse]], [[Malmedy-Prozess]], [[Nürnberger Ärzteprozess]], [[Einsatzgruppen-Prozess]], [[Krupp-Prozess]], [[Prozess Oberkommando der Wehrmacht|OKW-Prozess]], [[Prozess Rasse- und Siedlungshauptamt der SS|Rasse- und Siedlungshauptamt-Prozess]], [[Wilhelmstraßen-Prozess]]) angeklagten und verurteilten Beschuldigten saßen in Landsberg ein. Insgesamt wurden dort bis zum 7. Juni 1951 288 [[Todesstrafe|Todesurteile]] vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die NS-Verbrecher wurden in Presseaktionen in der Regel als schuldlose Opfer und reine Befehlsempfänger und Mitläufer dargestellt. Auch an Papst [[Pius XII.]] appellierte Helene Elisabeth von Isenburg mit Schreiben vom 4. November 1950: „Ich kenne jeden, um den es geht. Niemand kann mehr von Schuld und Verbrechen reden, der in ihre Seelen geschaut hat […] Es bittet Dich, heiliger Vater, ganz im Vertrauen, die Mutter der Landsberger.“ Sechs Tage später versprach Pius XII. der Prinzessin, „dass von Rom aus alles getan wird, um den Landsbergern das Leben zu retten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] wurde zur Aktion „Weihnachten in Landsberg“ aufgerufen. Es sollten Protestbriefe an den amerikanischen [[Hoher Kommissar (Deutschland)|Hohen Kommissar]] [[John Jay McCloy]], und führende Politiker geschrieben und Spenden gesammelt werden. Die Aktionen der Prinzessin und der Stillen Hilfe nahmen derartig zu, dass McCloy öffentlich vor einem „Wiederaufleben des Nazismus“ warnen musste. Die meisten der Gnadengesuche hatten aber schließlich Erfolg, fast alle Todesstrafen wurden in lebenslange Freiheitsstrafen umgewandelt. Bundespräsident [[Theodor Heuss]] weigerte sich zwar, Prinzessin Isenburg persönlich zu empfangen, setzte sich aber dennoch in Einzelfällen für zum Tode verurteilte Inhaftierte ein, weil die neu gegründete Bundesrepublik die [[Todesstrafe]] abgeschafft hatte&amp;amp;nbsp;– nicht etwa aus Sympathie mit den Verurteilten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den letzten vollstreckten Todesurteilen im Jahr 1951 wurden die Inhaftierten in den folgenden Jahren Zug um Zug durch [[Gnadenrecht|Begnadigungen]] oder aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig entlassen, bis 1958 der letzte Häftling das [[Kriegsverbrecher]]gefängnis Landsberg verlassen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg gab ihr Amt als Präsidentin der Stillen Hilfe am 26. Oktober 1959 aus gesundheitlichen Gründen ab, blieb aber weiterhin dem Verein als „Ehrenvorsitzende“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee279&amp;quot;/&amp;gt; und Kontaktperson bis zu ihrem Tod am 24. Januar 1974 in Heiligenhaus eng verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Oliver Schröm]], [[Andrea Röpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Stille Hilfe für braune Kameraden: Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis – Ein Inside-Report.&amp;#039;&amp;#039; Christoph Links Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-86153-231-X.&lt;br /&gt;
* [[Christine Wittrock]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaisertreu und führergläubig: Impressionen aus dem Altkreis Gelnhausen; 1918–1950.&amp;#039;&amp;#039; CoCon-Verlag, Hanau, 2006, ISBN 3-937774-27-0, S. 132–137.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christine Wittrock |url=http://www.autorenhessen.de/autoren/wittrock/0004.html |titel=Kaisertreu und führergläubig. Der Altkreis Gelnhausen 1918–1950 |kommentar=Auszug, wiedergegeben auf Autorenhessen.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070928120432/http://www.autorenhessen.de/autoren/wittrock/0004.html |archiv-datum=2007-09-28 |abruf=2021-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord&amp;#039;&amp;#039; (= Fischer Taschenbuch; 4364). 12. Auflage, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-24364-5.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;[[Persilschein]]e und falsche Pässe: Wie die Kirchen den Nazis halfen&amp;#039;&amp;#039; (= Fischer Taschenbuch; 10956). 5. Auflage, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-10956-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1955&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Band 10 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]]&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Glücksburg (Ostsee) 1955, {{ISSN|0435-2408}}, S. 206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ernst Klee, Gunnar Petrich, Hansjakob Stehle |url=https://www.youtube.com/watch?v=ZOrh2YJB4FA&amp;amp;spfreload=10 |titel=Persilscheine und falsche Pässe Teil 3 von 3 |werk= |hrsg=Dokumentation des Hessischen Rundfunks |datum=1991  |format=Video auf YouTube; 14:51&amp;amp;nbsp;Minuten |kommentar=ab Minute 3:40 bzw. ab Minute 8:43 ff. |abruf=2021-10-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11720806X|LCCN=n2020066929|VIAF=20451511}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isenburg, Helene Elisabeth Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Fluchthelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Korff)|Helene Elisabeth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Korff (Linie Kerssenbrock)|Helene Elisabeth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Isenburg (Linie Birstein)|⚭Helene Elisabeth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isenburg, Helene Elisabeth von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schmising-Kerssenbrock, Gräfin von Korff&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Präsidentin des Vereins Stille Hilfe für Kriegsgefangene&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. April 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Januar 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heiligenhaus]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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