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	<title>Helene Berner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T04:47:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helene_Berner&amp;diff=2798045&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rita2008: /* Leben und Tätigkeit */</title>
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		<updated>2024-11-16T22:27:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Tätigkeit&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helene Berner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helene Welker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Dezember]] [[1904]] in [[Berlin]]; † [[22. Dezember]] [[1992]] ebenda) war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]] und Funktionärin in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] (DDR). Sie war Referentin des Außenministers der DDR, [[Georg Dertinger]], den sie als [[Inoffizieller Mitarbeiter|inoffizielle Mitarbeiterin]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der DDR nachrichtendienstlich überwachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Welker, Tochter eines Bildhauers und Funktionärs der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD), arbeitete nach dem Abschluss der Volksschule von 1919 bis 1930 als Dienstmädchen und machte eine kaufmännische Ausbildung im Großbuchhandel. Ab 1927 war sie als Krankenschwester und Orthopädin tätig. 1923 trat sie in den [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] (KJVD) und 1927 in die [[Kommunistische Partei Deutschlands]] (KPD) ein, wo sie Mitarbeiterin des bis 1937 bestehenden Nachrichtendienstes der KPD, des [[Antimilitärischer Apparat|Antimilitärischen Apparates]], wurde. Bis 1931 wurde sie bei verschiedenen Gelegenheiten in der Industriespionage eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1931 bis 1935 war Welker Leiterin des Orthopädischen Turninstituts der Krankenkassen Berlin in der Frankfurter Allee. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] und dem Verbot kommunistischer Betätigung durch die sogenannte [[Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat|Reichstagsbrandverordnung]] unterstützte sie an der Seite [[Wilhelm Bahnik]]s die Partei auch in der Illegalität.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über Leni Berner in der [[Volksstimme]] vom 19. August 1985&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war als Kurier im Grenzapparat eingesetzt und arbeitete unter den Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Leni&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lore&amp;#039;&amp;#039; mit dem sowjetischen Geheimdienst [[Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije]] (GRU) zusammen. Im Juni 1935 drohte Welker die Verhaftung und sie emigrierte über die [[Tschechoslowakei]] in die [[Sowjetunion]]. 1936 wurde sie in Deutschland in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Anfang 1941 wurde Welkner in der „[[Sonderfahndungsliste]] UdSSR“ der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] (Gestapo) erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935/36 war Welker als Expertin für nachrichtendienstliche Operationen im Generalstab der [[Rote Armee|Roten Armee]] beschäftigt. Von April 1936 bis Mai 1937 war sie Mitarbeiterin in einer orthopädischen Klinik in [[Moskau]]. Im Juli 1936 nahm sie die sowjetische Staatsbürgerschaft an. Von 1937 bis 1941 war sie als Sprachlehrerin im Generalstab der Roten Armee tätig und wurde dann Lehrerin an einer Militärschule in Moskau, später in [[Stawropol]]. 1942/43 war sie Kursantin der Komintern-Schule in [[Kuschnarenkowo]], absolvierte danach eine Spezialausbildung als Fallschirmagentin und wurde Offizier der Roten Armee. 1944 war Welker Lehrerin in einer Frontschule für Kriegsgefangene im Bereich der [[2. Baltische Front|Zweiten Baltischen Front]] und war an der Vorbereitung von Spezialabteilungen für den Einsatz im deutschen Hinterland beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den nationalsozialistischen Polizeiorganen wurde Welker nach ihrer Emigration als Staatsfeindin eingestuft. Im Frühjahr 1940 setzte das [[Reichssicherheitshauptamt]] in Berlin – das sie irrtümlich in Großbritannien vermutete – sie auf die „[[Sonderfahndungsliste G.B.]]“, ein Verzeichnis von Personen, die der NS-Überwachungsapparat als besonders gefährlich oder bedeutend ansah, weshalb sie im Falle einer erfolgreichen Invasion und Besetzung der britischen Inseln durch die Wehrmacht von den Besatzungstruppen nachfolgenden Sonderkommandos der SS mit besonderer Priorität ausfindig gemacht und verhaftet werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forces-war-records.co.uk/hitlers-black-book/person/997/helene-welker/ Eintrag zu Welker/Berner auf der Sonderfahndungsliste G.B. (Wiedergabe auf der Website des Imperial War Museums in London)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] 1945 kehrte Welker, die sich jetzt &amp;#039;&amp;#039;Helene Berner&amp;#039;&amp;#039; nannte und diesen Namen fortan offiziell benutzte, als Angehörige der Roten Armee nach Deutschland zurück. Von Mai bis September 1945 hielt sie Lehrgänge im Kriegsgefangenenlager in [[Rüdersdorf bei Berlin|Rüdersdorf]] und war dann bis April 1948 Dozentin an der Schule der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetischen Militäradministration in Deutschland]] (SMAD) in [[Königs Wusterhausen]] und war dort für die Ausbildung von Kadern der [[Demokratischer Block der Parteien und Massenorganisationen|Blockparteien]] zuständig. 1949 wurde sie demobilisiert und beendete ihre Tätigkeit für den sowjetischen Geheimdienst und die Rote Armee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der DDR wurde Berner zunächst Funktionärin der [[Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft]] (DSF) und war dann bis 1959 als Leiterin der Abteilung Schulung Mitarbeiterin im [[Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR]]. Außerdem war sie 1952/53 die persönliche Referentin des damaligen Außenministers der DDR, [[Georg Dertinger]], den sie als [[Geheimer Mitarbeiter|Geheime Mitarbeiterin]] der Staatssicherheit der DDR nachrichtendienstlich überwachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Joachim Lapp, &amp;#039;&amp;#039;Georg Dertinger: Journalist – Außenminister – Staatsfeind&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Herder Freiburg im Breisgau 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1959 bis zu ihrer Pensionierung 1968 war Berner Leiterin des Zentralen Hauses der DSF im [[Palais am Festungsgraben]] in [[Ost-Berlin]]. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 blieb Berner Mitglied der SED-Nachfolgepartei [[Partei des Demokratischen Sozialismus]] (PDS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze&lt;br /&gt;
* 1957 [[Ehrennadel der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft]]&lt;br /&gt;
* 1965 Vaterländischer Verdienstorden in Silber&lt;br /&gt;
* 1970 [[Orden des Vaterländischen Krieges]] 1. Grades (sowjetisch)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]] vom 8. Mai 1970&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1974 Vaterländischer Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1979 Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1984 und 1989 Orden [[Stern der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Helene Berner&lt;br /&gt;
 |Titel=Mit der Sowjetarmee nach Berlin&lt;br /&gt;
 |TitelErg=Im Zeichen des roten Sterns&lt;br /&gt;
 |Auflage=&lt;br /&gt;
 |Verlag=&lt;br /&gt;
 |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 |Datum=1974&lt;br /&gt;
 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Scheidemann, Ch.&lt;br /&gt;
 |Titel=Gewandt, geschickt und abgesandt. Frauen im diplomatischen Dienst&lt;br /&gt;
 |TitelErg=Helene Berner – Im Dienst für den Außenminister&lt;br /&gt;
 |Auflage=&lt;br /&gt;
 |Verlag=&lt;br /&gt;
 |Ort=München&lt;br /&gt;
 |Datum=2000&lt;br /&gt;
 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=Grundmann, S.&lt;br /&gt;
 |Titel=Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo&lt;br /&gt;
 |TitelErg=&lt;br /&gt;
 |Auflage=&lt;br /&gt;
 |Verlag=&lt;br /&gt;
 |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 |Datum=2008&lt;br /&gt;
 |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=helene-berner|lemma=Helene Berner|autor=[[Peter Erler]], [[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=237}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1156678560|VIAF=6164152502937810800007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berner, Helene}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Vaterländischen Krieges I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berner, Helene&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Welker, Helene (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Referentin des Außenministers der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Dezember 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rita2008</name></author>
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