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	<title>Helenamausoleum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:04:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helenamausoleum&amp;diff=1783981&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Literatur ergänzt; Rechtschreibung; passendere Verlinkung; Wikilinks aktualisiert; weitere Formalien</title>
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		<updated>2025-11-17T17:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt; Rechtschreibung; passendere Verlinkung; Wikilinks aktualisiert; weitere Formalien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mausoleo di Sant&amp;#039;Elena, vista da Villa De Sanctis.JPG|mini|Helenamausoleum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mausoleo di Elena 2.jpg|mini|Rundbogenfenster in großen Mauernischen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Helenamausoleum-Kuppel.jpg|mini|Leere Amphoren im Kuppelansatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helenamausoleum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[spätantike]]s monumentales Grabmonument ([[Mausoleum]]) in [[Rom]] an der Via Casilina, der früheren [[Via Labicana]]. Es wurde unter Kaiser [[Konstantin der Große|Konstantin]] zwischen 326 und 330 errichtet und diente zunächst als Grablege für [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|Helena]], die Mutter des Kaisers († um 329).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Zum [[Mausoleum]] gelangt man von der Via Casilina durch die Via Marcellino. Unmittelbar benachbart befinden sich die [[Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus]] (seit dem 3.&amp;amp;nbsp;Jh.), die Reste der [[Umgangsbasilika Santi Marcellino e Pietro]] (um 315) sowie die Pfarrkirche [[Santi Marcellino e Pietro]] (von 1751).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach antiken Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;Kapitel über Papst Silvester (Regierungszeit 314–335) im [[Liber Pontificalis]] aus dem 6. Jh.&amp;lt;/ref&amp;gt; erstreckte sich außerhalb der [[Aurelianische Mauer|Aurelianischen Stadtmauer]] ein großer kaiserlicher Besitz mit [[Villa rustica|Landgut]] von der [[Porta Maggiore]] bis zum dritten Meilenstein der Via Labicana. Dazu gehörte auch das &amp;#039;&amp;#039;ad duas lauros&amp;#039;&amp;#039; (‚zu den zwei Lorbeerbäumen‘) genannte Gelände, wo sich der [[exerzieren|Exerzierplatz]] und der [[Friedhof]] der [[Equites singulares]], einer berittenen kaiserlichen [[Garde]] befanden. Zahlreiche, mit Inschriften versehene Grabsteine sind in den später an dieser Stelle errichteten Gebäuden wiederverwendet und bei den 1956 begonnenen Ausgrabungen aufgefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ChristPeterPaul.jpg|mini|Christus zwischen Petrus und Paulus, darunter die Märtyrer Marcellinus, Petrus, Gorgonius und Tiburtius vor dem Gotteslamm. Wandgemälde in der Katakombe der hll. Marcellinus und Petrus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SS. Marcellino e Pietro, Rom, Querschnitt.jpg|mini|Querschnitt von Umgangsbasilika und Mausoleum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Umgangsbasilika Santi Marcellino e Pietro}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unmittelbarer Nähe des Reiterfriedhofs wurde in der zweiten Hälfte des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine christliche Katakombe errichtet, in der auch einige [[Märtyrer]] bestattet wurden, darunter die besonders verehrten [[Petrus und Marcellinus|&amp;#039;&amp;#039;Petrus exorcista&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marcellinus presbyter&amp;#039;&amp;#039;]], nach denen man die [[Katakombe]] später benannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der [[Christenverfolgung]] und der [[Konstantinische Wende|konstantinischen Wende]] hatte Kaiser Konstantin selbst die Initiative ergriffen, erste große Kirchen zu errichten (unter anderem die [[Grabeskirche]] in [[Jerusalem]] und die [[Lateranbasilika]] in Rom). Um 315 ließ er auch auf dem kaiserlichen Grundstück an der Via Labicana, und zwar genau auf dem bisherigen Friedhofsgelände, eine 65&amp;amp;nbsp;m lange und 29&amp;amp;nbsp;m breite [[Umgangsbasilika]] zu Ehren der genannten Märtyrer errichten. Die These ist durchaus plausibel, dass Konstantin den vorgefundenen Friedhof zur Errichtung der Basilika bewusst zerstört habe, da die &amp;#039;&amp;#039;Equites singulares&amp;#039;&amp;#039; bei der [[Schlacht an der Milvischen Brücke]] auf Seiten seines Gegners [[Maxentius]] gekämpft hatten. Wohl aus den gleichen Gründen hatte er einige Jahre zuvor auch die Lateranbasilika an der Stelle errichten lassen, wo bis dahin die Kaserne dieser kaiserlichen Leibgarde seines Vorgängers gestanden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgangsbasilika diente von Anfang an als Begräbnisstätte; sie war ein überdachter Friedhof (&amp;#039;&amp;#039;coemeterium subteglatum&amp;#039;&amp;#039;). Der Wunsch, in der Nähe der in den Katakomben bestatteten [[Heiliger|Heiligen]] begraben zu werden, war derart ausgeprägt, dass nahezu der gesamte Boden der Umgangsbasilika mit Gräbern belegt war. Auch die Mitglieder der christlich gewordenen Kaiserfamilie wollten auf ein solches Grab &amp;#039;&amp;#039;ad sanctos&amp;#039;&amp;#039; (‚nahe bei den Heiligen‘) nicht verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer zweiten Bauphase wurde um 326 auf Geheiß Konstantins an den [[Narthex]] auf der Ostseite der Umgangsbasilika ein großes Rundmausoleum mit Vorhalle angebaut. Auf diese Weise entstand eine enge axiale Verbindung von [[Sakralbau]] und Mausoleum mit je einem von Konstantin gestifteten [[Altar]] in der [[Apsis]] der Basilika und vor dem [[Sarkophag]] im Mausoleum; der kaiserliche Grabbau wurde auf diese Weise in die christliche Kirche integriert. „Durch diese architektonische Einbindung von Märtyrerkult und Verehrung des Kaisers hat Konstantin offenbar versucht, die traditionelle [[Divus|Divinisierung]] des Herrschers, die Erhebung des Kaisers nach dem Tode in den Kreis der Gottheiten, zu ersetzen und damit den traditionellen [[Kaiserkult]], ein wesentliches Element der Verfassung des römischen Staates, zu verchristlichen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2013, S. 56ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese enge Verbindung von Sakralbau und Mausoleum war bis dahin ohne Vorbild; in vergleichbarer Weise wiederholt wurde sie bei der Verbindung der Umgangsbasilika Sant´Agnese mit dem Mausoleum der Constantina (Tochter Konstantins des Großen), heute bekannt unter dem Namen [[Santa Costanza]] in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Helenas Tod gehörten die Ländereien &amp;#039;&amp;#039;ad duas lauros&amp;#039;&amp;#039; der Kirche. Im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert diente das Mausoleum als Festung, nachdem durch den Raub der [[Reliquie]]n der Titelheiligen Marcellinus und Petrus&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9. Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg, 2. Auflage 2017, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Umgangsbasilika und auch das Mausoleum ihre Bedeutung verloren hatten. In den folgenden Jahrhunderten wurden beide Komplexe als Steinbruch benutzt und vor allem das Mausoleum seines Marmorschmucks beraubt, so dass heute nur noch eine malerische Ruine von dem alten Glanz zeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Piranesi-3016.jpg|mini|Grundriss und Aufriss des Helenamausoleums mit Erläuterung der Konstruktion. Radierung von Giovanni Battista Piranesi, Rom 1756]]&lt;br /&gt;
Um 326 – nach Vollendung der Umgangsbasilika – wurde auf Veranlassung Konstantins das Mausoleum an den leicht abgeschrägten [[Narthex]] der Basilika angebaut. Als Zwischenglied diente eine querrechteckige Vorhalle des Mausoleums. Die Basilika musste nunmehr vom südlichen [[Seitenschiff]] aus betreten werden. Die besondere Lage und die stattliche lichte Weite des Rundmausoleums von 20&amp;amp;nbsp;m im Erdgeschoss verweisen bereits auf die große Bedeutung der dort bestatteten Person. In die 3,75&amp;amp;nbsp;m starken Außenmauern waren acht [[Nische]]n eingelassen, rechteckig in den Hauptachsen, halbrund in den [[Diagonale (Geometrie)|Diagonalen]], wodurch der Innenraum auf Kosten der Mauerstärke erheblich erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung des Mausoleums hält sich zwar an die Vorbilder des spätantiken kaiserlichen Rundmausoleums, präsentiert aber in dem zurückgesetzten Obergeschoss neue architektonische Formen. Dort befinden sich sieben, nach außen gerichtete und bis an den Kuppelansatz reichende, abgerundete Nischen mit großen Rundbogenfenstern, die für eine beeindruckende Helligkeit im Inneren gesorgt haben dürften. Darüber wölbte sich eine [[Kuppel]], in deren Auflager leere [[Amphore]]n zur Erleichterung des Abbindungsprozesses in die Betonmasse ([[opus caementicium]]) eingemauert waren. Diese Amphoren sind im Kuppelansatz noch heute sichtbar. Sie wurden als [[Tor Pignattara]] (‚Topfturm‘) namengebend für diese Bauweise und auch für das römische Stadtviertel, in dem das Helenamausoleum liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2013, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Spuren lassen darauf schließen, dass der gesamte Bau außen rot [[Putz (Baustoff)|verputzt]] war. Die gesamte Ausstattung soll der Bedeutung dieser kaiserlichen Stiftung entsprochen haben. Im Inneren bedeckten aufwendige [[Inkrustation (Baukunst)|Inkrustationen]] in mehreren Reihen hochrechteckiger [[Marmor]]platten beide Geschosse. Auch der Boden war mit quadratischen Platten (1,80&amp;amp;nbsp;m Seitenlänge) aus [[Cipollino]]-Marmor ausgelegt. Im Gewölbe der Kuppel haben sich Abdrücke von [[Mosaik]]steinen erhalten. Das Motiv des Kuppelmosaiks ist nicht mehr bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Sarkophag der Helena“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sarcofago di sant&amp;#039;elena 01.jpg|mini|Porphyr-Sarkophag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der dem Haupteingang des Mausoleums gegenüberliegenden breiteren Hauptnische stand der [[Sarkophag]]. Er war aus [[Porphyr]], ringsum mit Schlachtenszenen geschmückt und mit einer Länge von 2,70&amp;amp;nbsp;m und einer Höhe von 1,80 überaus repräsentativ. Vor allem diese Schlachtenszenen stützen die These, dass Mausoleum und Sarkophag ursprünglich für den Kaiser selbst bestimmt waren, aber aufgrund der Verlegung der kaiserlichen [[Residenzstadt|Residenz]] von Rom nach [[Konstantinopel]] nicht mehr benötigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller Zerstörungen und Umbauten verblieb der Sarkophag bis ins 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an seinem Standort. Dann wurde er zunächst in die Lateranbasilika übertragen (zur Aufnahme der Gebeine von Papst [[Anastasius IV.]]) und später in die [[Vatikanische Museen|Vatikanischen Museen]], wo er sich bis heute befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv| url=http://www.imagoromae.com/sanctaelena1_IT.ashx| text=&amp;#039;&amp;#039; Il mausoleo di Elena e la basilica dei SS. Marcellino e Pietro sulla Labicana.&amp;#039;&amp;#039; Imago Romae (italienisch, mit alten Ansichten und Grundrissen)| archive-is=20130126}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Brandenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst.&amp;#039;&amp;#039; 3., komplett überarbeitete, aktualisierte deutsche Auflage, Schnell + Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2200-4, S. 54 ff.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm Deichmann]], [[Arnold Tschira]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mausoleum der Kaiserin Helena und die Basilika der heiligen Marcellinus und Petrus an der Via Labicana vor Rom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts]].&amp;#039;&amp;#039; Band 72, 1957, S. 44–110.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen J. Rasch]], Friedrich Wilhelm Deichmann u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Mausoleum der Kaiserin Helena in Rom und der „Tempio della Tosse“ in Tivoli&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spätantike Zentralbauten in Rom und Latium.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Philipp von Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-1851-0.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom. Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Ein Vademecum.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg, 2. durchgesehene und ergänzte Auflage, Herder, Freiburg / Basel / Wien 2017, ISBN 978-3-451-38300-7, S. 71 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=41/52/44.2/N|EW=12/32/55.7/E|type=landmark|region=IT-RM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1025657187|VIAF=268938294}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mausoleum in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabmal in Rom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antiker Sakralbau in Rom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Grabmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Helena (Mutter Konstantins des Großen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralbau in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Rom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Municipio V]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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