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	<title>Heldenreise - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heldenreise&amp;diff=399903&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Entinator: /* Etymologie */ Übersetzungen aus dem englischen korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-04T08:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie: &lt;/span&gt; Übersetzungen aus dem englischen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Taten eines [[Held]]en in [[Mythos|Mythen]], [[Roman]]en, [[Film]]en und Videospielen ereignen sich auf einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heldenfahrt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heldenreise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch [[Quest]] genannt, die durch typische Situationsabfolgen und Figuren gekennzeichnet ist. Diese [[Archetyp (Psychologie)|archetypische]] Grundstruktur&amp;lt;ref&amp;gt;Trude Kalcher, Oliver Martin: &amp;#039;&amp;#039;Arbeit mit Archetypen.&amp;#039;&amp;#039; Trigon Entwicklungsberatung ([https://static1.squarespace.com/static/5a95bf8a5b409bcee6965bb3/t/5c80000b15fcc0b52de5c582/1551892506510/Archetypen.pdf] auf static1.squarespace.com)&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Typus (Literatur)|Typus]]) wird nach einem Begriff von [[James Joyce]] (1939)&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Joyce]]: [[Finnegans Wake]]. 1939 (deutsch [[Dieter H. Stündel]], Verlag Jürgen Häusser, Darmstadt 1993, ISBN 3-927902-74-8, S.&amp;amp;nbsp;581)&amp;lt;/ref&amp;gt; auch als „Monomythos“ bezeichnet. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Monomythos&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine einzelne konsistente [[Erzählung]], die in ubiquitärer Weise und Ausprägungen ihren Ausdruck findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der Heldenreise schließt an [[Narratologie|narratologische]] Arbeiten russischer Philologen, wie etwa die &amp;#039;&amp;#039;[[Vladimir Propp#Morphologie des Märchens|Morphologie des Märchens]]&amp;#039;&amp;#039; (1928) von [[Vladimir Propp]]  und [[Juri Michailowitsch Lotman|Jurij M. Lotmans]] &amp;#039;&amp;#039;Struktur literarischer Texte&amp;#039;&amp;#039; (1970), an&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; Frühere Versionen dieser Strukturanalyse wurden außerdem von Autor und Psychoanalytiker [[Otto Rank]] und &amp;#039;&amp;#039;The Hero: A Study in Tradition, Myth and Drama&amp;#039;&amp;#039; (1936) von [[Baron Raglan|Lord Raglan]] getätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.researchgate.net/publication/351634281_The_Sympathetic_Plot_Its_Psychological_Origins_and_Implications_for_the_Evolution_of_Fiction |titel=(PDF) The Sympathetic Plot, Its Psychological Origins, and Implications for the Evolution of Fiction |sprache=en |offline=1 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20251003154520/https://www.researchgate.net/publication/351634281_The_Sympathetic_Plot_Its_Psychological_Origins_and_Implications_for_the_Evolution_of_Fiction |archiv-datum=2025-10-03 |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein Grundmuster der [[Mythologie]]n hat der amerikanische Mythenforscher [[Joseph Campbell]] (1904–1987) das Motiv der Heldenfahrt erforscht und bekannt gemacht. Beeinflusst wurde er dabei von Carl Jung’s Analytischer Psychologie. Campbell nutzte das Konzept des Monomyth, um Religionen zu analysieren und zu vergleichen. Seiner Theorie folgend können die analysierten Strukturen des Monomythos in unterschiedliche Stadien und diese wiederum in mehrere Stationen unterteilt werden. Dabei setzt sich der einheitliche Kern des Monomythos aus der chronologischen Abfolge von [[Separation (Verhalten)|Separation]], [[Initiation]] und Rückkehr der zentral handelnden [[Figur (Fiktion)|Figur]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik für das Konzept eines Monomythos kam besonders von Gelehrten der Folkloristen, die es als nicht ausreichend wissenschaftlich ansehen, da es unter anderem bei den Quellen zur Stichprobenverzerrung gekommen sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde die Heldenreise als Beispiel für einen sympathetic plot (deutsch: mitfühlenden Plot) analysiert. Dies ist eine universelle narrative Struktur, in der ein zielorientierter Protagonist Hindernisse konfrontiert, überwindet und dafür Belohnungen einstreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.psychologytoday.com/us/blog/overthinking-tv/202107/why-are-so-many-movies-basically-the-same |titel=Why Are So Many Movies Basically the Same? {{!}} Psychology Today |sprache=en-US |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Erzählung]]en gehören zur anthropologischen Grundausstattung, sie sind, wie es [[Roland Barthes]] ([[Literaturjahr 1985|1985]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roland Barthes]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das semiologische Abenteuer]].&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1991, S.&amp;amp;nbsp;102&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieb, international, transhistorisch, transkulturell. Erzählte Geschichten sind eine anthropologische Universalie. Ein wichtiger Aspekt des Erzählens, wie er auch in der [[Erzähltheorie]] erfasst wird, sind die in der ([[Fiktion|fiktiven]]) Welt dargestellten und [[Handlung (Erzählkunst)|handelnden]] [[Figur (Fiktion)|Figuren]], als [[Symbol|symbolische]] Träger.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tilmann Köppe]], [[Tom Kindt]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzähltheorie. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-15-017683-2, S.&amp;amp;nbsp;13; 115&amp;lt;/ref&amp;gt; In allen Erzählungen begegnen den Rezipienten Figuren mit Zielen, Wünschen und Emotionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Friedmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Storytelling: Einführung in Theorie und Praxis narrativer Gestaltung.&amp;#039;&amp;#039; (=5237 UTB) UVK-Verlag, München 2018, ISBN 978-3-8252-5237-3, S.&amp;amp;nbsp;15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach [[Christopher Vogler|Vogler]] hat Joseph Campbell in seiner globalen Analyse der verschiedensten „Heros-Mythen“ erkannt, dass es sich letztlich immer um die gleiche Geschichte handelte, die in vielfältigen Variationen immer wieder verarbeitet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christopher Vogler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Odyssee der Drehbuchschreiber, Romanautoren und Dramatiker. Mythologische Grundmuster für Schriftsteller.&amp;#039;&amp;#039; Autorenhaus, Berlin 2018, ISBN 978-3-86671-147-1, S.&amp;amp;nbsp;42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Entwicklungsweg einer Figur kann symbolisch als „mythologische Heldenreise“ dargestellt werden. Im Verlaufe dieses Entwicklungsweges begegnet der Rezipient unterschiedlichen Ausgestaltungen, das heißt die Figur wird zu unterschiedlichen Gestalten bzw. nimmt unterschiedliche Rollen ein. Solche Ausgestaltungen der Figuren und deren Rollen können als [[Archetyp (Psychologie)|Archetypen]] interpretiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Heldenmythen-Narrativen kann auf Beobachtungen des Anthropologen [[Edward B. Tylor|Edward Burnett Tylor]] in 1871 zurückgeführt werden, welcher die sich wiederholenden Bestandteile in dem Plot der Geschichten bemerkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Rank |Hrsg=Princeton |Titel=In Quest of the Hero |Verlag=Princeton University Press |Ort=N.J. |Datum=1990 |ISBN=0-691-02062-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Philologe [[Johann Georg von Hohenzollern|Johann Georg von Hahn]] erstellte außerdem eine Liste verbreiteter Motive, Charaktereigenschaften und Situationen, die oft in [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen]] Heldengeschichten in seinem Text &amp;#039;&amp;#039;Sagwissenschaftliche Studien&amp;#039;&amp;#039; von 1876.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://northangerlibrary.com/documentos/THE%20HEROIC%20BIOGRAPHY%202.%20THE%20MODELS.pdf |titel=The narratological study of the &amp;quot;heroic biography&amp;quot; |werk=Manuel Aguirre |hrsg=The Northanger library Projekt |datum=2020-10 |format=PDF |sprache=en |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Erzähltheorie|Narratologie]] und der Studie der vergleichenden Mythologie wurden narrative Muster bereits von verschiedenen Theoretikeren, beispielsweise [[Otto Rank]] im Jahr 1909 und 1936 von Amateur-Anthropologist [[Baron Raglan|Lord Raglan]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Folklore: an encyclopedia of beliefs, customs, tales, music, and art |Verlag=ABC-CLIO |Ort=Santa Barbara, Calif |Datum=1997 |ISBN=0-87436-986-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide erstellen Listen von Eigenschaften in mythischen Helden, die sich über die verschiedenen Kulturen hinweg überschneiden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=In quest of the hero |Reihe=Mythos |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton, N.J |Datum=1990 |ISBN=0-691-02062-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lord Reglan |Hrsg=Dover Publications |Titel=The Hero: A Study in Tradition, Myth and Drama |Datum=1936 |ISBN=0-486-42708-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und diskutieren Muster der Heldennarrative im Rahmen des [[Ritualismus]] und der Freud’schen [[Psychoanalyse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.researchgate.net/publication/351634281_The_Sympathetic_Plot_Its_Psychological_Origins_and_Implications_for_the_Evolution_of_Fiction |titel=(PDF) The Sympathetic Plot, Its Psychological Origins, and Implications for the Evolution of Fiction |sprache=en |offline=1 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20251003154520/https://www.researchgate.net/publication/351634281_The_Sympathetic_Plot_Its_Psychological_Origins_and_Implications_for_the_Evolution_of_Fiction |archiv-datum=2025-10-03 |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Monomythus kam ursprünglich aus [[Finnegans Wake]] (1939) von [[James Joyce]]. Campbell studierte dessen Arbeit bekanntermaßen und war Mitverfasser von &amp;#039;&amp;#039;A Skeleton Key to Finnegans Wake&amp;#039;&amp;#039; (1944), der den Roman entschlüsseln und analysieren soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jcf.org/works.php?id=331 |titel=Wayback Machine |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170711190723/https://www.jcf.org/works.php?id=331 |archiv-datum=2017-07-11 |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der singuläre Artikel in &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039; Monomythos impliziert, dass die Heldenreise die einzige narrative Urform ist, der Begriff Monomythos wurde aber auch allgemeiner genutzt, um mythologische Strukturen oder scheinbare Mythems zu beschreiben, die sich durch verschiedene Kulturen ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steven Ashe |Titel=Qabalah of 50 Gates |Verlag=Glastonbury Books |Datum=2008 |ISBN=978-0-9556932-3-6 |Online=https://books.google.de/books?id=IRy2kdYuR04C&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mabel Dodge Luhan |Titel=Edge of Taos Desert: An Escape to Reality |Verlag=UNM Press |Datum=1987 |ISBN=0-8263-0971-2 |Online=https://books.google.de/books?id=zLih07OrpiQC&amp;amp;pg=PR8&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Die Heldenreise“, der nach Campbell’s Monomythos benutzt wird, gelangte durch zwei Dokumentationen in den allgemeinen Diskurs. Die erste, engl. &amp;#039;&amp;#039;The Hero&amp;#039;s Journey: The World of Joseph Campbell&amp;#039;&amp;#039; (1987), wurde 1990 begleitet von dem Buch engl. &amp;#039;&amp;#039;The Hero&amp;#039;s Journey: Joseph Campbell on His Life and Work&amp;#039;&amp;#039; (Mit Phil Cousineauj und Stuart Brown). Die Zweite Dokumentation (mit dazugehörigem Buch) war von [[Bill Moyers]], dabei handelt es sich um eine Interviewreihe mit Campbell, veröffentlicht 1988 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Mythen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://search.worldcat.org/title/52133247 |titel=The hero&amp;#039;s journey : Joseph Campbell on his life and work {{!}} WorldCat.org |sprache=de |abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stationen einer Heldenreise (nach Campbell) ==&lt;br /&gt;
Die Stationen einer Heldenreise (nicht alle finden in jeder mythologisch relevanten Story&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Friedmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Storytelling: Einführung in Theorie und Praxis narrativer Gestaltung.&amp;#039;&amp;#039; (= 5237 UTB) UVK Verlag, München 2018, ISBN 978-3-8252-5237-3, S.&amp;amp;nbsp;144–146&amp;lt;/ref&amp;gt; statt) stellen sich nach Campbell&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Heros in tausend Gestalten]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Insel-Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; 2556). Insel-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1953/1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie folgt dar:&lt;br /&gt;
[[Datei:Jonas-und-der-Wal.jpg|mini|[[Jona]] wird vom Wal verschlungen. 16. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
# Der Ruf des Abenteuers (Berufung): Erfahrung eines Mangels oder plötzliches Erscheinen einer Aufgabe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Heros in tausend Gestalten.&amp;#039;&amp;#039; (= 424 Suhrkamp Taschenbuch), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-518-06924-1, S.&amp;amp;nbsp;55–63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Weigerung: Der Held zögert, dem Ruf zu folgen, beispielsweise, weil es gilt, Sicherheiten aufzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Heros in tausend Gestalten.&amp;#039;&amp;#039; (= 424 Suhrkamp Taschenbuch), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-518-06924-1, S.&amp;amp;nbsp;63–72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Übernatürliche Hilfe: Der Held trifft unerwartet auf einen oder mehrere [[Mentoring|Mentoren]].&lt;br /&gt;
# Das Überschreiten der ersten Schwelle: Er überwindet sein Zögern und macht sich auf die Reise.&lt;br /&gt;
# Der Bauch des Walfischs: Die Probleme, die dem Helden gegenübertreten, drohen ihn zu überwältigen – zum ersten Mal wird ihm das volle Ausmaß der Aufgabe bewusst.&lt;br /&gt;
# Der Weg der Prüfungen: Auftreten von Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können (Auseinandersetzungen, die sich als Kämpfe gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen können).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Heros in tausend Gestalten.&amp;#039;&amp;#039; (= 424 Suhrkamp Taschenbuch), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-518-06924-1, S.&amp;amp;nbsp;97–106&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die Begegnung mit der Göttin (oder dem Gott): Dem Helden (oder der Heldin) wird die gegengeschlechtliche Macht offenbar.&lt;br /&gt;
# Die Frau als Versucherin: Die Alternative zum Weg des Helden kann sich auch als vermeintlich sehr angenehme Zeit an der Seite einer (verführerischen) Frau offenbaren (vgl. Odysseus/Kirke).&lt;br /&gt;
# Versöhnung mit dem Vater: Die Erkenntnis steht dem Helden bevor, dass er Teil einer genealogischen Kette ist. Er trägt das Erbe seiner Vorfahren in sich bzw. sein Gegner ist in Wahrheit er selbst oder in ihm selbst.&lt;br /&gt;
# [[Apotheose]]: In der Verwirklichung der Reise des Helden wird ihm offenbar, dass er göttliches Potenzial in sich trägt (in Märchen oft symbolisiert durch die Erkenntnis, dass er königliches Blut in sich trägt).&lt;br /&gt;
# Die endgültige Segnung: Empfang oder Raub eines [[Elixier]]s oder Schatzes, der die Welt des Alltags, aus der der Held aufgebrochen ist, retten könnte. Dieser Schatz kann auch aus einer inneren Erfahrung bestehen, die durch einen äußerlichen Gegenstand symbolisiert wird.&lt;br /&gt;
# Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert, in die Welt des Alltags zurückzukehren.&lt;br /&gt;
# Die magische Flucht: Der Held wird durch innere Beweggründe oder äußeren Zwang zur Rückkehr bewegt, die sich in einem magischen Flug oder durch Flucht vor negativen Kräften vollzieht.&lt;br /&gt;
# Rettung von außen: Eine Tat oder ein Gedanke des Helden auf dem Hinweg wird nun zu seiner Rettung auf dem Rückweg. Oftmals handelt es sich um eine empathische Tat einem vermeintlich „niederen Wesen“ gegenüber, die sich nun auszahlt.&lt;br /&gt;
# Rückkehr über die Schwelle: Der Held überschreitet die Schwelle zur Alltagswelt, aus der er ursprünglich aufgebrochen war. Er trifft auf Unglauben oder Unverständnis und muss das auf der Heldenreise Gefundene oder Errungene in das Alltagsleben integrieren. (Im [[Märchen]]: Das Gold, das plötzlich zur Asche wird)&lt;br /&gt;
# Herr der zwei Welten: Der Held vereint Alltagsleben mit seinem neu gefundenen Wissen und damit die Welt seines Inneren mit den äußeren Anforderungen.&lt;br /&gt;
# Freiheit zum Leben: Das Elixier des Helden hat die „normale Welt“ verändert; indem er sie an seinen Erfahrungen teilhaben lässt, hat er sie zu einer neuen Freiheit des Lebens geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Samira El Quassil]], [[Friedemann Karig]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzählende Affen. Mythen, Lügen, Utopien. Wie Geschichten unser Leben bestimmen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Ullstein, Berlin 2021, ISBN 978-3-550-20167-7, S. 27–37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Modell der Heldenreise wurde von einigen Autoren wie z. B. [[Christopher Vogler]], [[Blake Snyder]] und [[Carol S. Pearson]] adaptiert und teilweise anders unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feministische Literatur und die Heldinnenreise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jane Eyre ===&lt;br /&gt;
[[Charlotte Brontë]]s Figur [[Jane Eyre]] aus dem gleichnamigen Roman illustriert, welchen Platz Heldinnen in der Heldenreise einnehmen. Das Bestreben der Autorin war es, eine einzigartige weibliche Figur zu kreieren, die dem Titel „Heldin“ gerecht werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harold Bloom |Titel=The hero&amp;#039;s journey |Auflage=1st ed |Verlag=Facts On File, Incorporated |Ort=New York |Datum=2009 |ISBN=978-0-7910-9803-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dem Roman handelt es sich um einen [[Bildungsroman]], eine [[Adoleszenzroman|Coming-of-Age]] Geschichte wie sie typisch für viktorianische fiktionale Literatur war, die die moralische und psychologische Entwicklung der Protagonistin zeigt, während sie erwachsen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jane, als eine [[Viktorianisches Zeitalter|viktorianische]] Frau der Mittelklasse, erfährt ganz andere Schwierigkeiten und Konflikte als einer ihrer männlichen Counterparts wie beispielsweise Pip in &amp;#039;&amp;#039;[[Große Erwartungen (Roman)|Große Erwartungen]]&amp;#039;&amp;#039;. Das veränderte den Verlauf der Heldenreise, da Brontë die fundamentalen Probleme bemerkte, die Frauen zu dieser Zeit plagten (eine besonders relevante Quelle für diese Konflikte war oft die Beziehung von Frauen zu Macht, Reichtum und wie weit sie oft davon entfernt waren, diese zu erreichen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nadya Aisenberg |Titel=Ordinary heroines |Verlag=Continuum |Datum=1994 |ISBN=0-8264-0652-1 |Online=http://archive.org/details/ordinaryheroines00aise |Abruf=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charlotte Brontë geht noch einen Schritt weiter mit der Figur, indem sie Jane zu einer leidenschaftlichen und direkten Person machte, ganz im Vergleich zu anderen Frauen ihrer Zeit. Der Missbrauch und das psychologische Trauma, dass Jane als Kind von den Reeds erfährt, führt zu der Entwicklung von zwei zentralen Zielen der Figur, die sie erreichen muss, um die Heldinnenreise zu vervollständigen: Der Drang zu lieben und geliebt zu werden und ihr Wunsch nach Freiheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Sie erreicht letzteres, indem sie Mrs. Reed damit konfrontiert, wie sie Jane in deren Kindheit behandelt hat. Dadurch erreicht sie Freiheit des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jane im Verlauf des Romans wächst, wird es deutlich, dass sie nicht gewillt ist, ein Ziel für das andere zu Opfern. Als Rochester, der „Verführer“ in ihrer Geschichte sie fragt, ob sie als seine Geliebte bei ihm bleiben will, lehnt sie ab, da es ihre gewonnene Freiheit aufs Spiel setzen würde. Stattdessen kommt sie wieder, nachdem Rochesters Frau gestorben ist, heiratet ihn und ist somit in der Lage, beide ihrer Ziele zu erreichen und ihre Rolle in der Heldenreise zu erfüllen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Geschichte mit einer Hochzeits-Trope endet, kehrt Brontës Figur erst nach vielen Jahren zurück, in denen sie die Chance hatte, zu wachsen. Dadurch kommt sie so nah an gleichberechtigte Partner wie möglich, während sie außerdem ihre Entwicklung in der Heldinnenreise vollständig ausgeschöpft hat. Da Jane in der Lage war, Rochester als seine ebenbürtige und durch ihren eigenen Antrieb zu heiraten, wird sie zu einer der befriedigendsten Heldinnen in der Literatur und der Heldinnenreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amor und Psyche ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte von Amor und Psyche ist eine von dreizehn Geschichten von &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; von Apuleius (158 n. Chr.) und behandelt ebenfalls eine Heldengeschichte. Die zentrale Heldin der Erzählung, deren Heldengeschichte startet, da sie eine wunderschöne Frau ist und sich der Konflikt daraus entwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evans Lansing Smith |Titel=The hero journey in literature: parables of poesis |Verlag=University Press of America |Ort=Lanham |Datum=1997 |ISBN=0-7618-0508-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Schönheit isoliert Psyche von der Gesellschaft, denn kein Mann traut sich, um ihre Hand anzuhalten, da sie sich ihrer scheinbar gottgleichen Schönheit und ihrer Freundlichkeit nicht angemessen fühlen. Psyches Ruf des Abenteuer ist ungewollt: Durch ihr Äußeres wird sie von Männern angebetet, was die Göttin Venus eifersüchtig werden lässt und schlussendlich dafür sorgt, dass Psyche verbannt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Sie gerät in eine ihr unbekannte Welt und wird von einem Orakel angewiesen, auf einem Berg in Beerdigungskleidung zu warten. Von dort wird Psyche von dem Westwind zu einer scheinbar göttlichen Umgebung gebracht, wo der Gott Amor ihr Mann wird. Er verheimlicht allerdings seine wahre Identität und als Psyche versucht, diese herauszufinden, flieht er, sodass sie auf eine Reise gehen muss, um ihren Mann wieder zu finden. Dafür muss sie vier scheinbar unlösbare Aufgaben von der Venus lösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Trotz der Schwierigkeiten ist Psyche in der Lage, diese Aufgaben zu lösen und erreicht ihr Ziel, indem sie selbst eine Göttin wird und auf den Olymp zieht, um dort mit ihrem Mann für immer zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Vladimir Propp]]: &amp;#039;&amp;#039;Morphologie des Märchens&amp;#039;&amp;#039;. [1928]. Hrsg. von Karl Eimermacher. München: Hanser 1972. (Literatur als Kunst.)&lt;br /&gt;
* [[Juri Michailowitsch Lotman|Jurij M. Lotman]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur literarischer Texte&amp;#039;&amp;#039; [1970]. München: Fink 1972, ISBN 978-3-7705-0631-6.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kraft der Mythen. Bilder der Seele im Leben des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Artemis &amp;amp; Winkler, Zürich u. a. 1994, ISBN 3-7608-1101-9.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Campbell]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Heros in tausend Gestalten]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Insel-Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; 2556). Insel-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1999, ISBN 3-458-34256-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Monomyth|Heldenreise|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jcf.org/ Website der &amp;#039;&amp;#039;Joseph Campbell Foundation&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.mrt-essen.de/ Homepage der Essener Mythology RoundTable-Gruppe, die die Heldenreise mythologisch und kulturgeschichtlich untersucht und präsentiert.]&lt;br /&gt;
* Klaus Uhrig: [https://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/star-wars-heldenreise100.html &amp;#039;&amp;#039;Die Heldenreise – Typologie einer Erzählung.&amp;#039;&amp;#039;] Beitrag mit Podcast von &amp;#039;&amp;#039;[[Radiowissen]] [[Bayern 2]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. Februar 2013. (Audio; 22:38 min)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoff oder Motiv in der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur|!Heldenreise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Entinator</name></author>
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