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	<title>Hektorlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T23:34:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hektorlied&amp;diff=223268&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2025-06-22T13:07:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hektors Abschied von Andromache (Tischbein).jpg|mini|Hektors Abschied von Andromache, Gemälde von [[Johann Heinrich Wilhelm Tischbein]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hektors Abschied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gedicht von [[Friedrich Schiller]]. Es wird in Schillers [[Die Räuber|&amp;#039;&amp;#039;Räubern&amp;#039;&amp;#039;]] von Amalia von Edelreich in der 2. Szene des 2. Aktes gesungen, als Amalia mit dem Alten Moor spricht. Außerdem singt Amalia die erste Strophe des Liedes abermals im 4. Akt in der 4. Szene, als sie ihrem Karl letztmals im Garten begegnet. Karl Moor, der sich als Graf von Brand ausgibt, wurde von seiner Geliebten Amalia, die ihn für verschollen hält, zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkannt; er stimmt die zweite Strophe an und flieht mit den Worten des zweiten Verses: „Laß – mich fort – zum wilden Kriegestanze“ in den Wald zu seinen Räubern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich geht es im Gedicht um eine klassische Abschiedsszene – aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; [[Homer]]s, in der der Vorkämpfer der Trojaner, der Held [[Hektor]], sich zu seinem voraussehbar letzten Zweikampf gegen [[Achilleus]] von seiner Frau [[Andromache]] trennen muss. Motivisch wird damit gleichzeitig die Tiefe des Gefühls der beiden Singenden füreinander betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Schiller mehrfach überarbeitet, wurde dies Lied dann zu einem seiner berühmtesten Gedichte: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hektors Abschied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch als: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hektor und Andromache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; noch in: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte,&amp;#039;&amp;#039; 1800). Schiller nannte es „eins meiner besten“ (Brief an Körner, 27. Mai 1793).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.friedrich-schiller-archiv.de/briefe-schillers/briefwechsel-mit-gottfried-koerner/schiller-an-gottfried-koerner-27-mai-1793/ Brief Schillers an Körner, 27. Mai 1793] im [https://www.friedrich-schiller-archiv.de Friedrich Schiller Archiv]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sprachliche Besonderheit wird der Unterweltfluss [[Lethe (Mythologie)|Lethe]] von Schiller [[Genus|maskulin]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;isch bezeichnet, während es eigentlich „&amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039; Lethe“ heißt. Dieser Maskulingebrauch ist durch das maskuline Strom bzw. Fluss – „Lethefluss“ – motiviert, er findet sich auch bei anderen Autoren, z. B. bei [[Friedrich Hölderlin|Hölderlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block; vertical-align:top;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgültige Fassung (1800)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Andromache&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will sich Hektor ewig von mir wenden,&lt;br /&gt;
Wo Achill mit den unnahbarn Händen&lt;br /&gt;
Dem Patroklus schrecklich Opfer bringt?&lt;br /&gt;
Wer wird künftig deinen Kleinen lehren&lt;br /&gt;
Speere werfen und die Götter ehren,&lt;br /&gt;
Wenn der finstre Orkus dich verschlingt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hektor&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teures Weib, gebiete deinen Tränen,&lt;br /&gt;
Nach der Feldschlacht ist mein feurig Sehnen,&lt;br /&gt;
Diese Arme schützen Pergamus.&lt;br /&gt;
Kämpfend für den heilgen Herd der Götter&lt;br /&gt;
Fall ich, und des Vaterlandes Retter&lt;br /&gt;
Steig ich nieder zu dem stygschen Fluß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Andromache&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmer lausch ich deiner Waffen Schalle,&lt;br /&gt;
Müßig liegt dein Eisen in der Halle,&lt;br /&gt;
Priams großer Heldenstamm verdirbt.&lt;br /&gt;
Du wirst hingehn, wo kein Tag mehr scheinet,&lt;br /&gt;
Der Cocytus durch die Wüsten weinet,&lt;br /&gt;
Deine Liebe in dem Lethe stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hektor&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All mein Sehnen will ich, all mein Denken&lt;br /&gt;
In des Lethe stillen Strom versenken,&lt;br /&gt;
Aber meine Liebe nicht.&lt;br /&gt;
Horch! der Wilde tobt schon an den Mauern,&lt;br /&gt;
Gürte mir das Schwert um, laß das Trauern,&lt;br /&gt;
Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block; vertical-align:top;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ursprüngliche Version (1781)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Andromache&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willst dich, Hektor, ewig mir entreißen,&lt;br /&gt;
Wo des Äaciden mordend Eisen&lt;br /&gt;
Dem Patroklus schröcklich Opfer bringt?&lt;br /&gt;
Wer wird künftig deinen Kleinen lehren&lt;br /&gt;
Speere werfen und die Götter ehren,&lt;br /&gt;
Wenn hinunter dich der Xanthus schlingt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hektor&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teures Weib, geh, hol die Todeslanze,&lt;br /&gt;
Laß mich fort zum wilden Kriegestanze,&lt;br /&gt;
Meine Schultern tragen Ilium;&lt;br /&gt;
Über Astyanax unsre Götter!&lt;br /&gt;
Hektor fällt, ein Vaterlandserretter,&lt;br /&gt;
Und wir sehn uns wieder in Elysium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Andromache&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmer lausch ich deiner Waffen Schalle,&lt;br /&gt;
Einsam liegt dein Eisen in der Halle,&lt;br /&gt;
Priams großer Heldenstamm verdirbt!&lt;br /&gt;
Du wirst hingehn, wo kein Tag mehr scheinet,&lt;br /&gt;
Der Cocytus durch die Wüsten weinet,&lt;br /&gt;
Deine Liebe in dem Lethe stirbt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hektor&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All mein Sehnen, all mein Denken&lt;br /&gt;
Soll der schwarze Lethefluß ertränken,&lt;br /&gt;
Aber meine Liebe nicht!&lt;br /&gt;
Horch! der Wilde rast schon an den Mauren –&lt;br /&gt;
Gürte mir das Schwert um, laß das Trauren,&lt;br /&gt;
Hektors Liebe stirbt im Lethe nicht!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertonungen ==&lt;br /&gt;
Hektors Abschiedslied wurde von verschiedenen [[Komponist]]en vertont. Am bekanntesten wurde die Melodie von [[Franz Schubert]], der auch zahlreiche weitere Gedichte Schillers vertonte, aus dem Jahre 1815 bzw. in einer bearbeiteten Fassung aus dem Jahre 1826 (D 312, op. 58,1).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schubertlied.de/de/die-lieder/duette-terzette-etc/hektors-abschied-i-d-312 |titel=Hektors Abschied - Erste Fassung |abruf=2022-06-19 |archiv-datum=2021-12-03 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20211203172236/https://schubertlied.de/de/die-lieder/duette-terzette-etc/hektors-abschied-i-d-312 |offline=ja |archiv-bot=2025-06-22 13:07:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schubertlied.de/de/die-lieder/duette-terzette-etc/hektors-abschied-ii-d-312?highlight=WyJoZWt0b3JzIiwiYWJzY2hpZWQiLCJoZWt0b3JzIGFic2NoaWVkIl0= |titel=Hektors Abschied - Zweite Fassung |abruf=2022-06-19 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Räuber/2. Akt|Hektorlied}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.friedrich-schiller-archiv.de/dramen/die-raeuber/ Volltext &amp;#039;&amp;#039;Die Räuber&amp;#039;&amp;#039; einschließlich Zusammenfassung und Materialien im Friedrich Schiller Archiv]&lt;br /&gt;
* {{PGDW|schiller/gedichte/chap002|Hektors Abschied|[[Friedrich Schiller]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schillers Werke}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mythologie in der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rezeption der griechischen Mythologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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