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	<title>Heinz Lilienthal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altarbild der Ev.-luth. Paulusgemeinde Melle.jpg|thumb|Das 1972 von Lilienthal geschaffene Altarbild der evangelisch-lutherischen Pauluskirche in [[Melle]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinz Lilienthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. April]] [[1927]] in [[Nidzica|Neidenburg]] in [[Ostpreußen]]; † [[6. Juni]] [[2006]] in [[Javea]], [[Spanien]]) war einer der für den [[Kirchenbau]] der Nachkriegsjahre wegweisenden deutschen Glasmaler. Darüber hinaus entwarf er Wanddekorationen in [[Metall]], [[Holz]] und [[Beton]], richtete Schiffe für die griechischen [[Reederei|Reeder]] [[Aristoteles Onassis]] und [[Stavros Niarchos]] ein und wurde schließlich erfolgreicher [[Designer]] von Tischmöbeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lilienthals erster Berufswunsch war Marineoffizier, so trat er in die Marine ein und besuchte in Folge die [[Marineschule Mürwik]] ein. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erlebte er unter anderem die Bombenangriffe auf [[Kiel]] und [[Wilhelmshaven]]. Er gehörte zu der Generation junger Männer, die die [[Wehrmacht]] in die aussichtslosen Abwehrkämpfe nach [[Pommern]] und in die Schlacht um [[Berlin]] schickte. Schließlich kam er in britische [[Kriegsgefangenschaft]]. Nach dem Krieg versammelte sich die aus Ostpreußen geflohene Familie Lilienthals in [[Bremen]], wo der älteste Bruder eine Anlaufstelle bot. Dieser hatte noch zu Friedenszeiten in der [[Hansestadt]] eine Anstellung gefunden. Lilienthal begann hier zu zeichnen. Seine [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnungen]] und [[Aquarell]]e fanden bald Liebhaber, die im [[Tauschhandel]] der Nachkriegszeit eine Skizze des [[Weser]]ufers gegen ein Kilogramm Kartoffeln oder ein Dutzend Eier erwarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Nach einem Baupraktikum wurde Lilienthal Schüler an der 1946 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Staatlichen Kunstschule – Meisterschule für das gestaltende Handwerk&amp;#039;&amp;#039;. Bevor das Semester beginnen konnte, räumten Dozenten und Schüler gemeinsam die Trümmer des im Krieg beschädigten Gebäudes. Lilienthals Lehrer waren Walter Ohlsen und August Welp, die Zeichnen, Malen und „dekorative Malerei“ unterrichteten. Als einziger Schüler hatte Lilienthal sich für das Fach [[Glasmalerei]] entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einstieg in den Beruf ===&lt;br /&gt;
Noch während des Studiums bewarb sich Lilienthal 1949 um seinen ersten Auftrag. Es handelte sich um die Reparatur des im Krieg zerstörten Fenster der evangelischen Kirchengemeinde in seinem Heimatort [[Blumenthal (Bremen)|Bremen-Blumenthal]]. Ein Zusammentreffen mit dem Konsistorialbaumeister der [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Evangelischen Landeskirche]] in [[Hannover]], dem Architekten [[Ernst Witt (Architekt)|Ernst Witt]] (1898–1971), erwies sich für Lilienthal als wegweisend für die Zukunft. Witt war auf der Suche nach jungen Künstlern, die den Wunsch der Gemeinden nach neuzeitlichen und dennoch spirituellen Kirchenfenstern befriedigen konnten. Daraufhin erklärte Lilienthal sein Studium für beendet. Er richtete einen ersten Arbeitsraum in der Bremer Händelstraße ein, im Haus der Eltern einer Mitstudentin und späteren Ehefrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lilienthal koe-Galerie.jpg|mini|Glasdach von Heinz Lilienthal in der Düsseldorfer [[Kö-Galerie]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lilienthalfenster.jpg|mini|Glasfenster von Heinz Lilienthal in einem Wohnhaus ([[Bassum]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:H-lilienthal-fenster.jpg|mini|Kirchenfenster von Heinz Lilienthal in der Ev. Paul-Gerhardt-Kirche in Unna-Königsborn]]&lt;br /&gt;
Lilienthal machte sich selbstständig und gründete 1952 das &amp;#039;&amp;#039;Atelier für kirchliche Kunst&amp;#039;&amp;#039; in Bremen-Lesum. Für die Herstellung der [[Kirchenfenster]] bediente er sich sowohl der klassischen Bleiverglasung als auch der erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten Technik der [[Beton]]verglasung. Letztere sollte die größere Bedeutung für sein Werk erlangen. Stilistisch sind sowohl gegenständliche als auch völlig abstrakte Darstellungen in seinem Werk vorhanden und zwar auch in einem einzigen Bauwerk in harmonischer Koexistenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Glasmalereien erarbeitete sich Lilienthal weitere gestalterische Tätigkeitsfelder. So schuf er schuf Mosaike, entwarf [[Tisch]]möbel und experimentierte seit den 1960er Jahren mit den Materialien Metall, Beton, Naturstein und Holz für großangelegte Wandgestaltungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Er fand zu einem künstlerischen Ausdruck, der vom Kontrast zwischen kreisrunden und linearen Formen sowie hellen und dunklen Materialien lebt. Seine innovative Metallschmelzarbeiten bescherten ihm Anerkennung im In- und Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glasmalerei ===&lt;br /&gt;
Seine ersten Arbeiten entstanden in Bremen in Zusammenarbeit mit dem [[Architekt]]en [[Eberhard Gildemeister]]. Es handelte sich um die Fenster der [[Evangelisch-methodistische Kirche|evangelisch-methodistischen]] [[Erlöserkirche (Bremen)|Erlöserkirche]] in Bremen-[[Schwachhausen]] und der [[Rembertikirche]]. 1952 schuf er Fenster für St. Sylvester in [[Quakenbrück]], in [[Bremerhaven]] für die [[Pauluskirche (Bremerhaven)|Pauluskirche in Lehe]] und die [[Christuskirche Bremerhaven-Geestemünde]]. In Kiel gestaltete er 1956 die Fenster der vom Architekten [[Gerhard Langmaack]] wiederaufgebauten [[Nikolaikirche]] mit der Glasmalerei „Der versinkende [[Simon Petrus|Petrus]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Werke:&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche in [[Bergkamen]]&lt;br /&gt;
* Katholische Kirche [[St. Hedwig (Bevern)|St. Hedwig]] in Bevern bei Holzminden&lt;br /&gt;
* Kirche [[St.-Petrus-Kirche (Quakenbrück)|St. Petrus]] in Quakenbrück–Neustadt&lt;br /&gt;
* Friedhofskapelle in [[Vahlde]]&lt;br /&gt;
* Taufkapelle der Evangelischen Kirche in Altenhagen&lt;br /&gt;
* Friedhofskapelle in [[Wagenfeld]]&lt;br /&gt;
* Altenwohnheim in [[Seesen]]&lt;br /&gt;
* Evangelische Inselkirche auf [[Spiekeroog]]&lt;br /&gt;
* Eingangshalle der [[Handwerkskammer Bremen]]&lt;br /&gt;
* Martin-Luther-Kirche in Hannover-[[Ahlem-Badenstedt-Davenstedt|Ahlem]]&lt;br /&gt;
* Kirche in [[Bad Oeynhausen]]-[[Dehme]]&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche in [[Wehrda (Marburg)|Wehrda]] bei [[Marburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.trinitatis-kirche.de/gemeinde/kirchenbau.html trinitatis-kirche.de] Ausführlicher Bericht über die Gestaltung des Kirchenfensters in Marburg-Wehrda&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Petruskirche in Ovelgönne bei [[Hambühren]]&lt;br /&gt;
* Lobetalarbeit, Heime und Einrichtungen für Behinderte e.&amp;amp;nbsp;V. in [[Celle]]&lt;br /&gt;
* [[Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft]] in [[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
* Stephanskirche in [[Schenefeld (Kreis Pinneberg)]]&lt;br /&gt;
* Jakobi-Kirche in [[Rinteln]]&lt;br /&gt;
* Altarraum der Felicianus-Kirche in [[Kirchweyhe]]&lt;br /&gt;
* Ostgiebelwand der Kirche in [[Nordwohlde]]&lt;br /&gt;
* Evangelische Paul-Gerhardt-Kirche in [[Unna-Königsborn]]&lt;br /&gt;
* [[St.-Petri-Kirche (Wilstedt)|St.-Petri-Kirche]] in Wilstedt&lt;br /&gt;
* [[Christuskapelle Soltendieck|Christus-Kapelle]] in Soltendieck&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Wiechel-Kramüller |Titel=Kirchen, Klöster und Kapellen im Landkreis Uelzen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=WIEKRA Edition, Bahn-Media Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Suhlendorf |Datum=2015 |ISBN=978-3-940189-14-1 |Seiten=142-144}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mosaik ===&lt;br /&gt;
Neben der Glasmalerei arbeitete Lilienthal an [[Mosaik]]en, beispielsweise für die Christuskirche in Spradow bei [[Bielefeld]], die [[Christuskirche (Uelzen)|Christuskirche]] in [[Uelzen]] und die Kirche von [[Leybuchtpolder]], Kreis [[Norden (Ostfriesland)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holzintarsien ===&lt;br /&gt;
* Sparkasse in Bremen-Lesum&lt;br /&gt;
* Autobahnraststätte [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]]-Wardenburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallwände ===&lt;br /&gt;
Für die Inneneinrichtung von Schiffen suchten die griechischen Großreeder Onassis und Niarchos nach feuerfesten Lösungen. Lilienthal entwarf für ihre Luxusliner aus [[Stahl]] und metallbeschichteten Materialien Gestaltungselemente für den Innenraum. Die Auseinandersetzung mit dem Metall als künstlerischen Werkstoff setzte er in der Folge auch für die Gestaltung an Land ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stadtpark [[Nürnberg]] (1970)&lt;br /&gt;
* [[Physikalisch-Technische Bundesanstalt]], [[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
* [[Tierärztliche Hochschule Hannover]], Dreier-Institut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturstein ===&lt;br /&gt;
* Landesversicherungsanstalt in Hannover: Außenwand im Eingangsbereich&lt;br /&gt;
* [https://elisabethschule.de/schule/elisabeth/ Elisabethschule Marburg (1978)]&lt;br /&gt;
* Knappschaftskrankenhaus in [[Recklinghausen]] (1982)&lt;br /&gt;
* Altarbild der ev.-luth. Paulusgemeinde Melle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plastiken ===&lt;br /&gt;
* [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]] in Hannover (1978)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reliefs in Beton ===&lt;br /&gt;
* Außenwand des [[Lesumsperrwerk]]es in Bremen&lt;br /&gt;
* Sparkasse [[Versmold]]&lt;br /&gt;
* Kirche in Bremen-Ellenerbrook&lt;br /&gt;
* ehemaliges Zollamt in Wilhelmshaven &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tisch-Design ===&lt;br /&gt;
Einen Namen machte sich Lilienthal auch als Entwerfer/Konstrukteur von Tischmöbeln für Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachlass ===&lt;br /&gt;
Der künstlerische Nachlass Lilienthals wurde 2008 an das „Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern e.&amp;amp;nbsp;V., Hamburg“ übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
Seit 1950 nahm Lilienthal an zahlreichen Ausstellungen teil, etwa 1964 an der internationalen Sonderschau „Das beste Glasbild“.&lt;br /&gt;
* Heinz Lilienthal (1927–2006). Kunst am Bau in Glas, Stein, Beton und Metall. [[Künstlerhaus Sootbörn]], [[Hamburg]] (Veranstalter: [[Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern]]). 7. Juni bis 28. Juni 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1965 Bayerischer Staatspreis und Goldmedaille&lt;br /&gt;
* 1970 Preis der Sparkasse Bremen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Kloos]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Lilienthal. Werdegang und Werk. Gestaltung in Glas, Stein und Metall.&amp;#039;&amp;#039; [[Schünemann Verlag]], Bremen 1985, ISBN 3-7961-1764-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kuenstlernachlaesse.de/blog/portfolio/heinz-lilienthal/ Künstlerseite] beim Forum für Nachlässe von Künstlern und Künstlerinnen&lt;br /&gt;
* [https://www.trinitatis-kirche.de/gemeinde/kirchenbau.html Trinitatis-Kirche]&lt;br /&gt;
* [https://www.marktkirche-hameln.de/marktkirche/kirchenfenster.htm Marktkirche Hameln]&lt;br /&gt;
* [https://www.glasmalerei-ev.net/pages/k9239.shtml Künstlerseite] beim Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [https://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-bremen.de/kuenstler/heinz-lilienthal.html &amp;#039;&amp;#039;Heinz Lilienthal&amp;#039;&amp;#039;] auf kunst-im-oeffentlichen-raum-bremen.de (mit einem Foto)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118800833|LCCN=n/86/93313|VIAF=267727456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lilienthal, Heinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasmaler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Designer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (christliche Kunst der Moderne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Blumenthal, Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Burglesum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lilienthal, Heinz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Glasmaler und Designer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1927&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nidzica|Neidenburg]], Ostpreußen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juni 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Javea]], Spanien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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