<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heinz_Hummitzsch</id>
	<title>Heinz Hummitzsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heinz_Hummitzsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hummitzsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T07:16:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hummitzsch&amp;diff=511468&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hummitzsch&amp;diff=511468&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-07T18:16:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinz Hummitzsch.jpg|mini|Heinz Hummitzsch (vor 1938 als SS-Truppführer (Feldwebel).)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinz Hummitzsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Februar]] [[1910]] in [[Herzberg (Elster)]]; † [[28. Juli]] [[1975]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt; Sterberegister des Standesamtes Frankfurt am Main Nr. 4613/1975.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Sturmbannführer]], im Stab der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe IV]] in [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|Polen]], Leiter des Referates III B 1 (Volkstumsarbeit) im Amt III (SD-Inland) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA), 1944 [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Führer in [[Dresden]], nach dem Krieg praktischer Arzt in [[Ellingen]] und [[Bruchköbel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Studium ==&lt;br /&gt;
Heinz Hummitzsch war Sohn eines Bäckermeisters. In [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] studierte er [[Geschichte]], [[Geographie]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]]. Schon in seiner Studienzeit interessierte er sich für „[[volksdeutsche]] und [[Grenzlanddeutschtum|grenzlanddeutsche]] Aufgaben“ und unternahm Reisen ins [[Sudetenland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1935 bis 1945 ==&lt;br /&gt;
Entsprechend dieser Vorliebe wurde er zum [[Landjahr|Landdienstführer]] der [[Deutsche Studentenschaft|Deutschen Studentenschaft]] bestellt. Schließlich wurde auch der [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] (SD) auf ihn aufmerksam, so dass Hummitzsch seit dem Frühjahr 1935 für ihn tätig wurde (SS-Nummer 272.399). Nach erfolgreicher Erledigung einiger Aufträge in der [[Tschechoslowakei]] wurde er Ende 1935 als Sachbearbeiter im Referat II/212 (Volkstum und Volkskunde) im Berliner [[SD-Hauptamt]] eingestellt. Am 29. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.583.154).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] R 9361-IX KARTEI/17390727.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für sicherheitspolizeiliche Aufgaben wurde Hummitzsch 1938 beim [[Münchner Abkommen|Anschluss des Sudetenlandes]] und 1939 bei der [[Zerschlagung der Rest-Tschechei|Besetzung der „Resttschechei“]] eingesetzt. Am 11. September 1938 wurde Hummitzsch in den untersten Offiziersrang der SS als [[SS-Untersturmführer|Untersturmführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Überfall auf Polen]] nahm Hummitzsch im Stab der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe IV]] (Leiter SS-Brigadeführer [[Lothar Beutel]]) als „Fachmann für Minderheiten“ teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer Verlag Frankfurt 2003, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier erwarb er auch das Vertrauen des SD-Führers der Einsatzgruppe [[Erich Ehrlinger]], mit dem er als Referent für Volkstumsfragen zum Kommandeur der Sicherheitspolizei (KdS) nach [[Warschau]] ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul: &amp;#039;&amp;#039;Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien&amp;#039;&amp;#039;. WBG, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16654-X; 2. unv. Aufl. 2005; wieder Sonderausgabe WBG 2011 &amp;amp; Primus, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-89678-726-2. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Januar 1940 kam Hummitzsch ins Reichssicherheitshauptamt, wo er das Referat III B 1 (Volkstumsarbeit) im Amt III (Deutsche Lebensgebiete – SD-Inland) übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1941 wurde Hummitzsch als Chef des Stabes im Umsiedlungsstab des [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD|Kommandeurs der Sicherheitspolizei und des SD]] für die [[Untersteiermark]] nach [[Maribor]] abgestellt. Aufgabe dieses Umsiedlungsstabes war nach einer Anordnung vom 12. April 1941 (Az.: II A 1 (neu) Nr. 322/41-151-Sdb.), „alle im Bereich der Untersteiermark notwendig werdenden Umsiedlungen der [[Slowenen]] und – soweit rassisch und politisch erforderlich – auch der [[Windische]]n vorzubereiten und durchzuführen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Februar 1942 nahm Hummitzsch als Vertreter von Standartenführer [[Hans Ehlich]] an einer Besprechung im [[Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete]] (RMdfbO) teil,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerald Reitlinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Endlösung. Hitlers Versuch der Ausrottung der Juden Europas 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage. Berlin 1992, S. 144. &amp;lt;/ref&amp;gt; in der Fragen über die „Eindeutschung, insbesondere in den baltischen Ländern“ geklärt werden sollten. Der Verfasser des Berichts, [[Erhard Wetzel]] vom „[[Judenreferat]]“ im RMfdbO, merkte dabei an, dass Hummitzsch „obwohl er von der interessiertesten und stärksten Stelle der Dienststellen des Reichsführers SS kam – ich darf darauf hinweisen, daß der [[Generalplan Ost]] von dieser Stelle stammt – in der Sitzung überhaupt nicht das Wort ergriff“. Diskutiert wurde unter anderen darüber, „ob nicht durch die Industrialisierung des baltischen Raumes zweckmäßigerweise die rassisch unerwünschten Teile der Bevölkerung verschrottet werden könnten“. Die Teilnehmer dieser Sitzung kamen zu dem Schluss, „daß bezüglich der Frage des Ostlandes vorher eine genau Überprüfung der Bevölkerung zu erfolgen habe, die nicht als rassische Bestandsaufnahme firmiert werden dürfte, vielmehr als hygienische Untersuchung u. dgl. getarnt werden müsse, damit keine Unruhe in der Bevölkerung entstehe.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Madajczyk 38ff&amp;quot;&amp;gt;[[Czesław Madajczyk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Generalplan Ost zum Generalsiedlungsplan&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Einzelveröffentlichungen&amp;#039;&amp;#039; der [[Historische Kommission zu Berlin|Historischen Kommission zu Berlin]], Band 80; Teil von &amp;#039;&amp;#039;[[Anne-Frank-Shoah-Bibliothek]]&amp;#039;&amp;#039;. K. G. Saur, München / New Providence / London / Paris 1994, 3-598-23224-1, S. 38 ff. Reprint: de Gruyter, Berlin 2020. ISBN 978-3-11-096176-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1943 wurde Hummitzsch zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) nach [[Brüssel]] versetzt, um dort volkstumspolitische Fragen zur [[Flamen|flämischen]] nationalistischen Organisation VNV ([[Vlaams Nationaal Verbond]]) zu klären. 1944 betreute er flämische und [[Wallonen|wallonische]] [[Kollaboration#Belgien|Kollaborateure]] und versuchte, sie vor der Rache ihrer Landsleute zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Teilnahme an der [[Ardennenoffensive]] im Winter 1944 übernahm Hummitzsch nach einer wenige Wochen währenden Zwischenstation im RSHA die Stelle eines SD-Führers in [[Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] legte sich Hummitzsch eine neue Identität zu und begann 1947 in [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]] [[Medizin]] zu studieren. Nach [[Approbationsordnung|Approbation]] und [[Promotion (Doktor)|Promotion]] konnte er 1956 eine Praxis in [[Ellingen]] eröffnen. 1961 ließ er sich als praktischer Arzt in [[Bruchköbel]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ermittlungsverfahren der [[Staatsanwaltschaft]] [[Landgericht Kiel|Kiel]] gegen Hummitzsch und andere Ende der 1960er Jahre wurde hinsichtlich Hummitzsch’ im Februar 1975 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Ingrao]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Elite. Die Wegbereiter des nationalsozialistischen Massenmordes.&amp;#039;&amp;#039; Übers. Enrico Heinemann &amp;amp; Ursel Schäfer. Propyläen, Berlin 2012, ISBN 978-3-549-07420-6; wieder [[Bundeszentrale für politische Bildung]] BpB, Bonn 2012, ISBN 978-3-8389-0257-9 (zuerst Paris 2010).&lt;br /&gt;
* Olaf Meier: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Heinz Hummitzsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender für die Region Herzberg 2010&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Bücherkammer, Herzberg (Elster) 2010, S. 126–135.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt 2003, S. 275.&lt;br /&gt;
* [[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; [[Hamburger Edition]], Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
* SS-Personalkanzelei: &amp;#039;&amp;#039;[[Dienstalterslisten der SS|Dienstaltersliste]] der Schutzstaffel der NSDAP. Stand vom 1. Dezember 1938&amp;#039;&amp;#039;. Reichsdruckerei, Berlin 1938. Reprint: Biblio Verlag, Osnabrück 1996, ISBN 3-7648-2487-5, S. 413. Nr. 12183.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-09-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hummitzsch, Heinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Studentenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ellingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hummitzsch, Heinz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Sturmbannführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herzberg (Elster)|Herzberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>