<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heinz_Hauenstein</id>
	<title>Heinz Hauenstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heinz_Hauenstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hauenstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T09:33:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hauenstein&amp;diff=1421668&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Guslar am 28. Dezember 2025 um 02:15 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Hauenstein&amp;diff=1421668&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-28T02:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinz Hauenstein (cropped).jpg|mini|hochkant|Heinz Hauenstein in München, 1934]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Guido Oskar Hauenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinz Oskar Hauenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1899]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto-Ernst Schüddekopf]]: &amp;#039;&amp;#039;Linke Leute von rechts. Die nationalrevolutionären Minderheiten und der Kommunismus in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1960, S. 460. Susanne Meinl: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialisten gegen Hitler. Die nationalrevolutionäre Opposition um Friedrich Wilhelm Heinz.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 2000, ISBN 3-88680-613-8, S. 378.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Dresden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister StA Dresden I, Nr. 3495/1899&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Franke]]: &amp;#039;&amp;#039;Albert Leo Schlageter. Der erste Soldat des 3. Reiches. Die Entmythologisierung eines Helden.&amp;#039;&amp;#039; Prometh Verlag, Köln 1980, ISBN 3-922009-38-7, S. 37; ebenfalls Meinl, &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 378. Nach den Angaben bei Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf Goebbels „Rabauken“. Zur Geschichte der SA in Berlin-Brandenburg] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2006.&amp;#039;&amp;#039; Gebr. Mann, Berlin 2007, ISBN 978-3-7861-2537-2, S. 107–164, hier S. 147, ist Hauenstein 1898 in [[Elberfeld]] geboren.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[14. Oktober]] [[1962]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister StA Frankfurt am Main, Nr. 6134/1962&amp;lt;/ref&amp;gt;), war ein deutscher [[Freikorps]]führer. Hauenstein führte die nach seinem Vornamen benannte „Organisation Heinz“, die 1921 als [[Spezialpolizei des Oberschlesischen Selbstschutz]]es an [[Fememorde in der Weimarer Republik|Fememorden]] in [[Oberschlesien]] und 1923 am aktiven Widerstand während der [[Ruhrbesetzung]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hauenstein meldete sich im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Kriegsfreiwilliger]] und war zuletzt [[Fähnrich]]. Nach Kriegsende schloss er sich der [[Marine-Brigade von Loewenfeld]] an. Überwiegend aus dieser Formation, aber auch aus anderen Freikorps, entstand die von Hauenstein geführte „Organisation Heinz“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberschlesien ===&lt;br /&gt;
Die straff organisierte „Organisation Heinz“ kam in Oberschlesien zum Einsatz. Dessen weitere Zugehörigkeit zum [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] oder zum neu entstandenen [[Zweite Polnische Republik|Polen]] sollte nach den Bestimmungen des [[Versailler Vertrag]]s im März 1921 durch eine [[Volksabstimmung in Oberschlesien|Volksabstimmung]] unter einer interalliierten Kontrollkommission entschieden werden. Die &amp;#039;&amp;#039;Organisation&amp;#039;&amp;#039; fungierte in dem daraus entstehenden [[Bürgerkrieg|bürgerkriegsähnlichen]] Konflikt als „eine Art illegale Geheimpolizei“, die die polnischen Aufständischen unter [[Wojciech Korfanty]] auskundschaftete und gegen deren Agenten vorging.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 47f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauensteins Organisation wurde von der „Organisation Spiecker“, benannt nach dem Zentrumspolitiker [[Carl Spiecker]], unterstützt. Spiecker war Vertreter des [[Reichskommissar für die Überwachung der öffentlichen Ordnung|Reichskommissars für die Überwachung der öffentlichen Ordnung]] in Breslau. In Spieckers Auftrag beschaffte die Organisation Heinz Beweismaterial und beteiligte sich an der Befreiung von Gesinnungsgenossen aus Gefängnissen, die der interalliierten Kontrollkommission für Oberschlesien unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hauensteins eigenen Angaben wurde in Oberschlesien keine Rücksichten auf das [[Völkerrecht]] oder traditionelle Kriegsgebräuche genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zw48&amp;quot;&amp;gt;Stefan Zwicker: &amp;#039;&amp;#039;»Nationale Märtyrer«: Albert Leo Schlageter und Julius Fučík. Heldenkult, Propaganda und Erinnerungskultur.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2006, ISBN 978-3-506-72936-1, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Organisation Heinz“ war an Fememorden beteiligt, denen Polen, Franzosen sowie aus Sicht der Freikorps als Verräter geltende Deutsche zum Opfer fielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/sauer_heft7_8_2006.pdf „Verräter waren bei uns in Mengen erschossen worden.“ Die Fememorde in Oberschlesien 1921.] (PDF; 108&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)|Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 54, 2006, {{ISSN|0044-2828}}, S. 644–662, hier S. 656.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein berief sich später darauf, dass die Morde im Einvernehmen und im Einverständnis mit Spiecker verübt worden waren und erklärte, seine Befehle von einem Spiecker unterstehenden Leutnant erhalten zu haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich habe alle Terrorakte und Abwehrmaßnahmen mit ihm durchgesprochen. […] Er sagte zu mir: ‚Da und dort ist der und der, er hat dies und das gemacht. Wir haben das genau festgestellt. Er ist zu beseitigen!‘ Dann beauftragte ich einen meiner Stoßtrupps mit der Beseitigung dieses Mannes und er wurde unter Anwendung aller Mittel, entweder mit Gift oder Bomben oder Granaten auf irgendeine Weise beseitigt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hauenstein im [[Berliner Tageblatt]] vom 25. April 1928, zitiert bei Sauer, &amp;#039;&amp;#039;„[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/sauer_heft7_8_2006.pdf Verräter] (PDF; 108&amp;amp;nbsp;kB)“&amp;#039;&amp;#039;, S. 657.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiecker widersprach stets diesen Behauptungen. Hauenstein wurde 1928 im Stettiner Fememordprozess gegen [[Edmund Heines]] zur Zahl der von seiner Organisation in Oberschlesien getöteten Menschen befragt: „Die genaue Zahl kann ich nicht angeben. Aber ich habe mir einen kleinen Überschlag gemacht, und bin auf die Zahl 200 gekommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert bei Sauer: &amp;#039;&amp;#039;„[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/sauer_heft7_8_2006.pdf Verräter] (PDF; 108&amp;amp;nbsp;kB)“&amp;#039;&amp;#039;, S. 657.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine strafrechtliche Verfolgung der in Oberschlesien verübten Fememorde unterblieb infolge einer am 21. Juni 1922 erlassenen [[Amnestie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Aufstände in Oberschlesien#Dritter Aufstand (Mai–Juli 1921)|Dritten Oberschlesischen Aufstand]] im Mai 1921 stellte Hauenstein ein etwa 2500 Mann starkes Sturmbataillon auf, das mit der zweiten Angriffswelle an der Eroberung des [[St. Annaberg#Politische Bedeutung und Schlachtfeld|Annabergs]] am 21. Mai beteiligt war. Hauensteins Einheit gehörte zu dem Teil der „Selbstschutzverbände“, der sich weigerte, Befehlen der deutschen Regierung zur Einstellung der Offensive zu folgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zw48&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisator der NSDAP ===&lt;br /&gt;
Von Oberschlesien ging Hauenstein nach Berlin, wo er im Zusammenhang mit dem Mord an dem deutschen Außenminister [[Walter Rathenau]] am 24. Juni 1922 festgenommen wurde. Da ihm eine direkte Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er nach sieben Wochen Untersuchungshaft im Polizeigefängnis Berlin-Alexanderplatz freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Reichswehr und Fememorde. Eine Milieustudie zum Rechtsradikalismus in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Metropol-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-936411-06-9, S. 37; Sauer, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf »Rabauken«] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1922 traf sich Hauenstein zusammen mit dem Freikorpsführer [[Gerhard Roßbach]] und [[Albert Leo Schlageter]] in München mit [[Adolf Hitler]]. Thema des Gesprächs war die Ausdehnung der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] nach Norddeutschland. In der Folgezeit entstanden dort zahlreiche [[NSDAP-Ortsgruppe]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Sauer, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf »Rabauken«] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 147; Martin Schuster: &amp;#039;&amp;#039;[http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2005/876/pdf/schuster_martin.pdf Die SA in der nationalsozialistischen »Machtergreifung« in Berlin und Brandenburg 1926–1934] (PDF; 4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, TU Berlin 2005, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein gab 1932 an, er sei von Hitler mit der Organisation der NSDAP in Berlin, Brandenburg und Schlesien beauftragt gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;In einem Brief an Hermann Hagen vom [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen]] (CV) vom 8. November 1932; siehe Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die für den 19. November 1922 geplante Gründung einer NSDAP-Ortsgruppe in Berlin kam nicht zustande, da der preußische Innenminister [[Carl Severing]] kurz zuvor die NSDAP verboten hatte. Unter Leitung Gerhard Roßbachs wurde stattdessen die [[Großdeutsche Arbeiterpartei]] (GAP) gegründet. Hauenstein gehörte zu den 194 Unterzeichnern des Gründungsaufrufes.&amp;lt;ref&amp;gt;Sauer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf „Rabauken“] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die GAP wurde im Januar 1923 als Ersatzorganisation der NSDAP verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhrbesetzung ===&lt;br /&gt;
Wegen der verzögerten Erfüllung deutscher [[Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg|Reparationsverpflichtungen]] besetzten ab dem 11. Januar 1923 französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet. Zwei Tage später rief Reichskanzler [[Wilhelm Cuno]] die Bevölkerung zum [[Passiver Widerstand|passiven Widerstand]] auf. Neben dem passiven gab es einen aktiven Widerstand unter Beteiligung der „Organisation Heinz“, der von Vertretern der Ruhrindustrie und der Reichsregierung, insbesondere dem [[Reichswehrministerium]] organisiert wurde. Dabei wurde nach Angaben Hauensteins&amp;lt;ref&amp;gt;Aussagen Hauensteins in deutscher Haft am 26. Mai 1923; siehe Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 54; Franke, &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039;, S. 38f.&amp;lt;/ref&amp;gt; das französische Militär beobachtet und der französische Spionagedienst überwacht. Ferner sollten die französischen Versuche, beschlagnahmte Kohlen abzufahren, durch Sprengstoffanschläge auf Eisenbahnlinien gestört werden. Hauenstein hielt sich weitgehend im unbesetzten [[Elberfeld]] auf und legte sich zeitweise den Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Heinz Hochberg&amp;#039;&amp;#039; zu. Ende Januar 1923 traf er sich nach eigenen Angaben in Berlin mit Offizieren im Reichswehrministerium, die ihm Unterstützung für den aktiven Widerstand im Ruhrgebiet zusicherten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zw55&amp;quot;&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den insgesamt drei Sabotagetrupps der „Organisation Heinz“ im Ruhrgebiet gehörten die späteren NSDAP-Gauleiter [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] und [[Erich Koch]] sowie [[Viktor Lutze]], Stabschef der [[Sturmabteilung|SA]] ab 1934.&amp;lt;ref&amp;gt;Sauer, &amp;#039;&amp;#039;Reichswehr&amp;#039;&amp;#039;, S. 46, 211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hauensteins Angaben war die „Organisation Heinz“ an 18 von insgesamt 180 Sabotageakten während der Ruhrbesetzung beteiligt. Zumindest ein von Hauenstein in Anspruch genommener Anschlag wurde jedoch von Mitgliedern des [[Freikorps Oberland]] gemeinsam mit kommunistischen Bergarbeitern verübt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin seien acht französische Spitzel getötet worden. Ein Agent der Franzosen wurde nachweislich in Essen erschossen. Zur Überwachung des französischen Spionagedienstes wurde eine sieben bis zehn Mann starke Gruppe eingesetzt, die unter der Leitung [[Albert Leo Schlageter]]s stand. Schlageter, der bereits in Oberschlesien zur „Organisation Heinz“ gehört hatte, wurde am 7. April 1923 von französischen Beamten festgenommen, wegen von ihm verübter Sabotageakte zum Tode verurteilt und am 26. Mai 1923 erschossen. In der [[Weimarer Republik]] und vor allem nach der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“ entwickelte sich Schlageter zu einer [[Märtyrer]]figur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zw55&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Mai wurde Hauenstein wegen Waffen- und Sprengstoffbesitzes von der preußischen Polizei in Elberfeld verhaftet. Später behauptete Hauenstein, er sei durch seine Verhaftung an der Befreiung Schlageters aus französischer Haft gehindert worden. Ob tatsächlich eine Befreiung Schlageters geplant war, bleibt ungewiss, der Gefangene selbst soll einen Befreiungsversuch abgelehnt haben. Hauensteins Angaben führten später zu Vorwürfen gegen den preußischen Innenminister Carl Severing, für den Tod Schlageters mitverantwortlich zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 54, 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Verhaftung Schlageters machte Hauenstein [[Gerhard Roßbach]] verantwortlich, der versucht habe die „Organisation Heinz“ auseinanderzubringen. Zwei Angehörige von Roßbachs Organisation, die Hauenstein namentlich beschuldigte, verklagten Hauenstein 1928 wegen Verleumdung. Dem Urteil zufolge gab es für Hauensteins Behauptungen keine Beweise, wenn auch bestimmte Verdachtsmomente.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 58, 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig sah es das Gericht als erwiesen an, dass Roßbachs Leute versucht hätten, Hauenstein zu verraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039;, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frontbann und SA in Berlin ===&lt;br /&gt;
Hauenstein schloss sich dem [[Frontbann]] in Berlin an, einer 1924 gegründeten Auffangorganisation der SA, die ebenso wie die NSDAP nach dem [[Hitlerputsch]] 1923 verboten worden war. Der Berliner Frontbann war nach Stadtteilen organisiert; Hauenstein führte die am [[Alexanderplatz]] beheimatete „Schlageter-Kompagnie“ mit einer Stärke von 30 bis 40 Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;Sauer, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf »Rabauken«] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. März 1926 wurde die Berliner SA unter anderem durch [[Kurt Daluege]] gegründet. Zahlreiche Frontbann-Mitglieder schlossen sich der SA an, die zur dominierenden Gruppe innerhalb der Berliner NSDAP wurde. Im Widerspruch zu Hitlers Kurs, die Macht auf legalem Wege zu erobern, hing die SA mehrheitlich weiterhin dem Freikorpsgedanken und der damit verbundenen putschistischen Linie an. Hitlers Kurs wurde in Berlin vom Gauleiter [[Ernst Schlange (Politiker, September 1888)|Ernst Schlange]] und den Brüdern [[Gregor Strasser|Gregor]] und [[Otto Strasser]] vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sauer, &amp;#039;&amp;#039;Reichswehr&amp;#039;&amp;#039;, S. 44; Sauer, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf »Rabauken«] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 17. Mai 1926 trat Hauenstein der neu gegründeten [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 36.916).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/372326&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auseinandersetzungen eskalierten auf einer Führersitzung der Berliner NSDAP und SA am 25. August 1926, auf der Daluege Hauenstein als neuen Berliner Gauleiter präsentierte. Otto Strasser beantragte bei Hitler ein Parteiausschlussverfahren gegen Hauenstein, wodurch dessen Kandidatur hinfällig wurde. Die Führersitzung endete in einer Prügelei zwischen beiden Parteiflügeln, die durch den Austausch von [[Ohrfeige]]n zwischen Hauenstein und Otto Strasser eingeleitet worden war. Im November 1926 wurde [[Joseph Goebbels]] neuer Berliner Gauleiter; in seinem ersten Rundschreiben untersagte Goebbels bei Strafe des Parteiausschlusses eine weitere Debatte des „Falls Hauenstein“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Broszat]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1960_1.pdf Die Anfänge der Berliner NSDAP 1926/27] (PDF; 5,6&amp;amp;nbsp;MB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8, 1960, S. 85–118, hier S. 90; Sauer, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf »Rabauken«]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB), S. 112f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein war offenbar auf Veranlassung Strassers am 15. September von Hitler aus der NSDAP ausgeschlossen worden;&amp;lt;ref&amp;gt;Schüddekopf, &amp;#039;&amp;#039;Leute&amp;#039;&amp;#039;, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt; am 7. November wurde er in der Berliner NSDAP-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nationaler Sozialist&amp;#039;&amp;#039; mit einem Art Steckbrief als Polizeispitzel verdächtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängige Nationalsozialistische Partei ===&lt;br /&gt;
Hauenstein übernahm den Vorsitz der am 24. November 1926 gegründeten Unabhängigen Nationalsozialistischen Partei (UNS).&amp;lt;ref&amp;gt;Zur UNS siehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Manfred Weißbecker: &amp;#039;&amp;#039;Unabhängige Nationalsozialistische Partei (UNS) 1926–1927.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Fricke (Historiker)|Dieter Fricke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789–1945).&amp;#039;&amp;#039; Band 4, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, S. 201f.&lt;br /&gt;
* Schüddekopf, &amp;#039;&amp;#039;Leute&amp;#039;&amp;#039;, S. 210, 460&lt;br /&gt;
* Schuster, &amp;#039;&amp;#039;[http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2005/876/pdf/schuster_martin.pdf SA] (PDF; 4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;#039;&amp;#039;, S. 126.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Horn: &amp;#039;&amp;#039;Führerideologie und Parteiorganisation in der NSDAP (1919–1933).&amp;#039;&amp;#039; Droste-Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3-7700-0280-6, S. 306.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Partei blieb mit etwa 1.500 Mitgliedern eine Splittergruppierung; die unter anderem in Berlin, Leipzig, Dresden und Halle (Saale) vertreten war. Der Partei angeschlossen war ein Verband der Arbeitslosen, von denen angenommen wurde, dass sie rasch zu radikalisieren seien. Als Parteizeitung erschien &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Freiheit, Kampfblatt für nationalsozialistische Politik&amp;#039;&amp;#039;, die auch Aufrufe an Mitglieder des kommunistischen [[Roter Frontkämpferbund|Roten Frontkämpferbundes]] enthielt. Programmatisch vertrat Hauensteins Partei einen wirtschaftlich begründeten [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]], war stark antiparlamentarisch und richtete sich gegen Hitlers Abkehr vom Putschismus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Bangend und zweifelnd fragt sich heute so mancher deutscher Parteigenosse: Was ist mit Hitler? Er ist nicht mehr der alte von 23 […] Seine Person tritt mehr und mehr in den Hintergrund. Mehrere Männer tauchen neben ihm auf, andere Männer und ein anderer Geist […] Mit neuen Männern kam die neue Parole: Heran an den Staat! Hinein in die Parlamente! Der Kampf um die Futterkrippe, um die Aussichten auf Pöstchen und Pensionen begann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Archivbestände des Reichskommissars für die Überwachung der öffentlichen Ordnung, zitiert bei Weißbecker, &amp;#039;&amp;#039;UNS&amp;#039;&amp;#039;, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der UNS gelang es nicht, SA-Mitglieder in nennenswertem Umfang zu gewinnen; 1927 löste sich die Partei auf. Hauenstein, der von Berlin nach Dresden gewechselt war, schloss sich ebenso wie die Mehrzahl der UNS-Mitglieder wieder der NSDAP an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlageterbund ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1927&amp;lt;ref&amp;gt;Schüddekopf, &amp;#039;&amp;#039;Leute&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;460.&amp;lt;/ref&amp;gt; gründete Hauenstein den „Bund der Freunde Schlageters“ als Vereinigung ehemaliger Ruhrkämpfer und Nachfolger der „Organisation Heinz“. Der Bund, in Dresden ins Vereinsregister eingetragen, hielt im Februar 1928 in Berlin eine erste Versammlung ab und arbeitete mit ähnlichen Organisationen wie der „Freischar Schill“, der „Grenzwehr West“ und dem „Reichsbund Völkischer Freiheitskämpfer“ zusammen. Der Schlageterbund stand der NSDAP nahe und verlieh den &amp;#039;&amp;#039;Schlageterschild&amp;#039;&amp;#039;, für dessen Verleihung die schriftliche Meldung des eigenen Mitwirkens bei Freikorps oder beim Ruhrkampf sowie die Überweisung von drei [[Reichsmark|RM]] Voraussetzung war.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1930 gab Hauenstein ein Mitteilungsblatt des Schlageterbundes heraus, das ab 1931 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Der Reiter gen Osten]]&amp;#039;&amp;#039; erschien. Im Jahre 1931 war Hauenstein im Auftrag der [[Reichswehr]] an der Organisation des [[Freiwilliger Arbeitsdienst|Freiwilligen Arbeitsdienstes]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kruppa, &amp;#039;&amp;#039;Rechtsradikalismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 410f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „[[Röhm-Putsch]]“ wurde er am 23. August 1934 durch [[Robert Ley]] seines Amtes bei der [[Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation|Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation]] (NSBO) enthoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Gerd Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus und Gewerkschaftsbewegung. Die Vernichtung der deutschen Gewerkschaften und der Aufbau der „Deutschen Arbeitsfront“.&amp;#039;&amp;#039; Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel, Hannover 1958, S. 104&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein, der innerhalb der NSBO einer der engsten Mitarbeiter des im September 1933 gestorbenen [[Reinhold Muchow]]s war, war vorgeworfen worden, er sei ein „Saboteur“ der Ley unterstehenden [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] und hätte die These vertreten, dass die „NSBO in den Mittelpunkt der Neuordnung des gesamten sozialen Lebens der Nation“&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Krüger: &amp;#039;&amp;#039;2. Mai 1933. Die Befreiung des deutschen Arbeiters. Ein Rechenschaftsbericht der NSBO.&amp;#039;&amp;#039; München 1934, S. 206f; zitiert bei Schumann, &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; gerückt werden müsse. Er erhielt Publikationsverbot und gab die Herausgeberschaft des „Der Reiter gen Osten“ formal an [[Ernst von Salomon]] ab. Fortan veröffentlichte Hauenstein seine Artikel bis zur Einstellung der Zeitschrift im Jahre 1944 unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Rolf Liemann&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Josef Klein: &amp;#039;&amp;#039;Ernst von Salomon. Eine politische Biographie. Mit einer vollständigen Bibliographie.&amp;#039;&amp;#039; Limburg a.d. Lahn 1994, ISBN 3-928906-03-8, S. 213f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Juni 1934 und Juli 1935 führte die [[Gestapo]] eine Untersuchung über die Umstände durch, die zu Schlageters Verhaftung geführt hatten. In dieser Untersuchung wurde Hauenstein als ein nicht unbedingt einwandfreier Zeuge eingeschätzt und ihm vorgehalten, er habe sich während der Ruhrbesetzung nicht genügend um die Angehörigen der „Organisation Heinz“ gekümmert und sich stattdessen „seine Zeit in Elberfeld mit Saufereien vertrieben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Gestapo vom 27. Juli 1935, S. 37; zitiert bei Franke &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039; S. 118. Siehe auch ebenda S. 41, 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich geriet der Schlageterbund in Konflikt mit der NSDAP und wurde im Herbst 1935 aufgelöst. Auslöser war seine Absicht, ein Schlageter-Gedächtnismuseum einzurichten; dies stand im Widerspruch zur beanspruchten alleinigen Deutungshoheit der Partei über die jüngste Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 116f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor war es zu Auseinandersetzungen zwischen Reichsarchiv und NSDAP-Parteiarchiv um die Sammlung von Akten, Erlebnisberichten, Tagebüchern, Fotos und Abzeichen gekommen, die der Freikorps-Traditionsverband zusammengetragen hatte. Die Auflösung des Bundes erfolgte auf Veranlassung von [[Franz Ritter von Epp|Franz von Epp]], der seine eigenen Verdienste und die bayerischer Freikorps durch den Schlageterbund nicht ausreichend gewürdigt sah. Hauenstein wurde verhaftet, dann jedoch auf Intervention von [[Wilhelm Canaris]], einem Bekannten aus Hauensteins Freikorpszeit, wieder freigelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meinl, &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein baute sich danach eine Existenz als [[Antiquar|Versandantiquar]] auf. 1938 trat er als Sargträger bei der Beerdigung von Schlageters Vater öffentlich in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauenstein nahm am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nach eigenen Angaben „bis zum Schluss in Berlin“ teil und wurde nach Kriegsende von der britischen Besatzungsmacht für ein halbes Jahr im Lager [[Fallingbostel]] infolge des &amp;#039;&amp;#039;[[Automatischer Arrest|automatic arrest]]&amp;#039;&amp;#039; interniert. Danach lebte er zunächst als Versandantiquar in [[Braunschweig]],&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Josef Klein: &amp;#039;&amp;#039;Ernst von Salomon. Eine politische Biographie. Mit einer vollständigen Bibliographie.&amp;#039;&amp;#039; Limburg a.d. Lahn 1994, S. 212, Fußnote 547.&amp;lt;/ref&amp;gt; später als Buch- und Kunsthändler in [[Frankfurt am Main]]. Dort starb er Anfang Oktober 1962 während einer von ihm geleiteten Auktion.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Antiquariat. Halbmonatsschrift für alle Fachgebiete des Buch- u. Kunstantiquariats&amp;#039;&amp;#039; 17 (1962), S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauenstein wird gelegentlich mit [[Friedrich Wilhelm Heinz]] verwechselt, einem Mitglied der [[Organisation Consul]]. Hauenstein und Heinz standen unter anderem während der Ruhrbesetzung in Verbindung; beide sollen die Existenz eines „Doppelgängers“ beispielsweise bei polizeilichen Vernehmungen bewusst eingesetzt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Meinl, &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 12; Zwicker, &amp;#039;&amp;#039;»Märtyrer«&amp;#039;&amp;#039;, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{AdR|123636140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123636140|VIAF=57525667}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hauenstein, Heinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Führer einer Freiformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Fememord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hauenstein, Heinz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hauenstein, Karl Guido Oskar; Hauenstein, Heinz Oskar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Führer des Freikorps „Organisation Heinz“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Guslar</name></author>
	</entry>
</feed>