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	<title>Heinz Ellenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinz_Ellenberg&amp;diff=142149&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mallle10: /* Leben und wissenschaftliche Stationen */ Präsident der FlorSoz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und wissenschaftliche Stationen: &lt;/span&gt; Präsident der FlorSoz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ETH-BIB-Ellenberg, Heinz (1913-1997)-Portrait-Portr 01778.tif|mini|Heinz Ellenberg (1962)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinz Ellenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1913]] in [[Harburg (Elbe)]]; † [[2. Mai]] [[1997]] in [[Göttingen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Biologie|Biologe]], [[Botanik]]er und [[Landschaftsökologie|Landschaftsökologe]]. Er gilt als Wegbereiter einer ganzheitlichen Sicht des [[Ökosystem]]s in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und wissenschaftliche Stationen ==&lt;br /&gt;
Ellenberg wuchs in [[Reinstorf]] ([[Lüneburger Heide]]) und [[Ehmen]] (Raum Braunschweig) auf. Sein Vater war Lehrer und fiel 1914 im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Von 1920 bis 1932 besuchte er in Hannover die Schule, wo er auch sein Abitur machte. Bereits in jungen Jahren interessierte er sich für die Flora und Vegetation seiner Heimat und hatte Kontakte mit dem Pflanzensoziologen [[Reinhold Tüxen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Tüxens Vermittlung bekam er 1932 eine Stelle als Hilfsassistent bei [[Josias Braun-Blanquet]] in [[Montpellier]], wo er von 1932 bis 1938 auch an der [[Universität Montpellier|Universität]] studierte. Weitere Studienorte waren [[Heidelberg]], [[Hannover]] und [[Göttingen]], wo er die Fächer [[Botanik]], [[Zoologie]], [[Chemie]] und [[Geologie]] belegte. Zum 1. Mai 1937 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 4.059.635).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7690182&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; Oliver Werner: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft „in jedem Gewand“?: Von der „Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung“ zur „Akademie für Raumforschung und Landesplanung“ 1935 bis 1955.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2020, ISBN 978-3-8353-5173-8, S. 261 ([https://books.google.de/books?id=P3xbEAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA269&amp;amp;dq=Boustedt+1995&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjOkOHLrM6GAxUM1gIHHYsrFoY4ChDoAXoECA0QAg#v=onepage&amp;amp;q=Boustedt%201995&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 wurde er in Göttingen bei [[Franz Firbas]] mit seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;„Über Zusammensetzung, Standort und Stoffproduktion bodenfeuchter [[Eichen]]- und Buchen-[[Mischwald]]gesellschaften [[Nordwestdeutschland]]s“&amp;#039;&amp;#039; promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studium arbeitete er zunächst an der &amp;#039;&amp;#039;Zentralstelle für Vegetationskartierung&amp;#039;&amp;#039; in Hannover unter der Leitung von Reinhold Tüxen und war während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als Oberleutnant in der &amp;#039;&amp;#039;„[[Forschungsstaffel z. b. V.]]“&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung von [[Otto Schulz-Kampfhenkel]]. In dieser erarbeiteten [[Geobotanik]]er, Pflanzensoziologen, [[Bodenkunde|Bodenkundler]], [[Forstwissenschaft]]ler, [[Klimatologie|Klimatologen]], [[Photogrammetrie|Photogrammeter]] und [[Geographie|Geographen]] durch Luftbildauswertung und Feldaufnahmen militärische Karten zur Geländebeurteilung. Von 1943 bis 1945 war er Leiter des Forschungskommandos Ost der Forschungsstaffel z.b.V., zudem war er Präsident der 1939 gegründeten Internationalen pflanzensoziologischen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Häusler |Titel=Geographen im Zweiten Weltkrieg: Die „Forschungsstaffel z.b.V.“ – Nutzung der Potenziale des Georaumes für militärische Zwecke |Sammelwerk=Mitteilungen der Österreichischen Geographischen Gesellschaft |Band=1 |Datum=2019 |ISSN=0029-9138 |DOI=10.1553/moeg160s9 |Seiten=9–56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 bekam Ellenberg eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent bei [[Heinrich Walter (Botaniker)|Heinrich Walter]] in [[Universität Hohenheim|Stuttgart-Hohenheim]], wo er sich 1948 habilitierte. 1953 übernahm er eine Professur an der [[Universität Hamburg]] und wurde 1958 als Nachfolger von [[Werner Lüdi (Botaniker)|Werner Lüdi]] Direktor am Geobotanischen Institut an der [[Eidgenössische Technische Hochschule Zürich|ETH Zürich]] ([[Eduard August Rübel|Stiftung Rübel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 nahm er einen Ruf der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] auf den Lehrstuhl für [[Geobotanik]] als Nachfolger von Franz Firbas als Direktor des Systematisch-Geobotanischen Instituts an. Von 1971 bis 1977 war er Präsident der [[Floristisch-soziologische Arbeitsgemeinschaft|Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft]]. 1981 wurde Ellenberg emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Aufgaben als Hochschulprofessor bekleidete Ellenberg weitere Funktionen, so als Leiter der &amp;#039;&amp;#039;„Forschungsstelle für Standortskunde Baden-Württemberg“&amp;#039;&amp;#039; (zunächst Forschungsstelle für Obstbauplanung) von 1953 bis 1958. 1966 übernahm er auch den Vorsitz des deutschen Landesausschusses für das [[International Biological Program|Internationale Biologische Programm IBP]]. Innerhalb dieses Programms wurde Ellenberg Koordinator des „[[Solling-Projekt]]s“. 1970 entwickelte er mit Mitarbeitern die Grundkonzeption für das 1970 von der [[UNESCO]] ausgerufene &amp;#039;&amp;#039;„Man and Biosphere-Programm (MAB)“&amp;#039;&amp;#039; für die damalige Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Emeritus beschäftigte er sich unter anderem mit Bauernhausformen und brachte eine völlig überarbeitete Auflage der &amp;#039;&amp;#039;„Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen“&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ellenberg als Forscher ==&lt;br /&gt;
Ellenberg hat in seiner wissenschaftlichen Laufbahn verschiedene Aspekte im Bereich der [[Vegetationsökologie]] bearbeitet und wesentliche Beiträge zu deren Weiterentwicklung geleistet. &lt;br /&gt;
Eine große Bedeutung haben seine Forschungsergebnisse im Bereich der [[Standort (Ökologie)|Standortskunde]], die vielfach auch Anwendung in der land- und [[forstwirtschaft]]lichen Praxis fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So konnte er mit einem Gutachten, das er als [[Habilitation]]sschrift einreichte, mit [[pflanzensoziologie|pflanzensoziologischen]] Methoden erstmals nachweisen, dass sich die Zusammensetzung von Grünlandflächen und deren Leistungsfähigkeit durch die Absenkung des Grundwasserspiegels verändern.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. (1952): Auswirkungen der Grundwasserabsenkung auf die Wiesengesellschaften am Seitenkanal westlich Braunschweig. Angew. Pflanzensoz. 6: 46 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige weitere Arbeiten, in denen Ellenberg seine reichen Erfahrungen in Methoden pflanzensoziologischer Kartierungen aus Reinhold Tüxens „&amp;#039;&amp;#039;Zentralstelle&amp;#039;&amp;#039;“ mit der Standortslehre von Heinrich Walter verbinden konnte, zeugen von seiner Fähigkeit zur Gesamtschau von Vegetation und Standort sowie zum Zusammenführen verschiedener Forschungsrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa ab 1950 bezog er verschiedene Standortsfaktoren wie Wasserhaushalt, Boden und Klima in seine Untersuchungen mit ein und konnte so zeigen, dass Pflanzen bzw. Pflanzengesellschaften als Zeiger ([[Bioindikator]]en) für die jeweiligen Standorte, auf denen sie vorkommen, verwendbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. (1950): Unkrautgemeinschaften als Zeiger für Klima und Boden. Landwirtschaftliche Pflanzensoziologie I. Stuttgart-Ludwigsburg (Ulmer): 141 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ergebnis dieser Untersuchungen legte Ellenberg erstmals eine tabellarische Übersicht mit wesentlichen Zeigerwerten für [[Acker]]- und [[Grünland]]arten vor, die er in der Folgezeit auf einen Großteil der in Mitteleuropa vorkommenden [[Gefäßpflanzen]] ausdehnte und die 1974 zur Veröffentlichung der sogenannten [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg-Zeigerwerte]] führte.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. (1974): Zeigerwerte der Gefäßpflanzen Mitteleuropas. Scripta Geobot. 9: 97 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seiner Frau Charlotte kartierte Ellenberg in seiner Hohenheimer Zeit anhand gut erkennbarer Testpflanzen den [[Phänologie|phänologischen Entwicklungsstand]] eines Raumes und konnte damit Gebiete mit gleichen &amp;#039;&amp;#039;Wärmestufen&amp;#039;&amp;#039; beschreiben. Neben phänologischen Daten (z. B. Blühzeitpunkt von [[Obstbäume]]n) wurden weitere Standortsmerkmale wie Böden mit erfasst. Als Ergebnis dieser Erhebungen legten Ellenberg und seine Mitarbeiter eine &amp;#039;&amp;#039;Wuchsklimakarte für Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; vor, in der die großräumigen und lokalen klimatischen Bedingungen in SW-Deutschland sowie ihre Eignung für die landwirtschaftliche Nutzung dargestellt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E., C. Ellenberg, M. Kohlmeyer u. O. Zeller (1955): Wuchsklimakarte Südwestdeutschland Baden-Württemberg 1:200000. Stuttgart Reise- und Verkehrsverlag: Nr. 77&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bezüglich [[Forstliche Standortskartierung|forstlicher Standortskartierungen]] trat Ellenberg für einen multidisziplinären Ansatz ein und legte dazu ein wegweisendes Konzept für Wälder des Schweizer Mittellandes vor.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. (1967): Vegetations- und bodenkundliche Methoden der forstlichen Standortskartierung. Veröff. Geobot. Inst. ETH Stiftung Rübel. Zürich 39: 296 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit [[Frank Klötzli]] legte er 1972 eine Zusammenschau der vegetationsökologisch-standortskundlichen Untersuchungen über die Waldgesellschaften und deren Standorte in der Schweiz vor, die an der ETH Zürich unter seiner Leitung erarbeitet worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. und Frank Klötzli (1972): Waldgesellschaften und Waldstandorte der Schweiz. Mitt. Schweiz. Anst. Forstl. Versuchsw. 48 (4): 587-930&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Konkurrenz (Ökologie)|Konkurrenzforschung]] hat Ellenberg bereits ebenfalls um 1950 mit seinem klassisch gewordenen [[Hohenheimer Grundwasserversuch]] einen wesentlichen Anschub gegeben. Er hat mit diesem Feldexperiment der kausalen Vegetationskunde wie der Pflanzensoziologie Einsichten vorgelegt, die deren methodisches Vorgehen in den darauf folgenden Jahren stark beeinflusst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wechsel von Zürich nach Göttingen hat Ellenberg auch den Vorsitz des deutschen Landesausschusses für das Internationale Biologische Programm (IBP) verbunden. Ellenberg, der sich bereits in Zürich mit diesem von der UNESCO ausgerufenen Projekt befasst hat, bekam dabei die Koordination für das Solling-Projekt übertragen. Damit verlegte sich Ellenbergs Forschungsschwerpunkt von der angewandten Vegetations- und Standortskunde zur &amp;#039;&amp;#039;[[Ökosystem]]forschung&amp;#039;&amp;#039;. Er konnte zusammen mit den am Solling-Projekt Beteiligten dieser Grundlagenwissenschaft wesentliche Impulse geben. Das Projekt lieferte grundlegende Erkenntnisse über Funktion und Bedeutung von Kompartimenten und Kreisläufen in mitteleuropäischen Ökosystemen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E., R. Mayer und J. Schauermann (1968): Ökosystemforschung – Ergebnisse des Solling-Projekts. Stuttgart. 507 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Floristik (Wissenschaft)|floristischen Kartierung Mitteleuropas]], die Ellenberg angestoßen und koordiniert hat, war Ellenberg dagegen wieder zu den „Wurzeln“ zurückgekehrt, ist doch ein fundiertes Wissen über die in einem Gebiet vorkommenden Pflanzenarten die Voraussetzung für die von Braun-Blanquet begründete floristische Klassifikation einer Pflanzengesellschaft. Die Kartierung, die von zahlreichen Floristen und Vegetationskundlern durchgeführt wurde, begann 1970 und dauerte etwa 10 Jahre lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bemerkenswertes Feld, auf dem Ellenberg gearbeitet hat, war die [[Sukzession (Biologie)|Sukzessionsforschung]]. So wurde 1968 im Experimentellen Botanischen Garten der Georg-August-Universität Göttingen der „&amp;#039;&amp;#039;Göttinger Sukzessionsversuch&amp;#039;&amp;#039;“ angelegt, mit dem die Entwicklung einheimischer Pflanzengesellschaften mit und ohne Kulturmaßnahmen verfolgt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Dieter Müller-Dombois|Müller-Dombois]] brachte Ellenberg einen verfeinerten Schlüssel zur Kennzeichnung von Pflanzengemeinschaften in Anlehnung an die [[Lebensform (Botanik)|Lebensform-Klassifizierung]] von [[Christen Raunkiær]] heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. und D. Müller-Dombois (1967): A key to Raunkiær plant life forms with revised subdivisions. Ber. Geobot. Inst. ETH Stift. Rübel 37: 56-73 Zürich&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Vegetation Mitteleuropas galt das Interesse Ellenbergs vor allem der Vegetation [[Südamerika]]s. Neben einer längeren Forschungsreise 1957 in [[Peru]] und einer Expedition 1970/1971, die Ellenberg und seine Frau über die Anden von [[Ecuador]] bis [[Chile|Mittelchile]] führte, war er später fast jährlich zu kurzen Aufenthalten in diesem Teil Amerikas. Seine Studien in verschiedenen Vegetationsformationen in unterschiedlichen Meereshöhen und Klimaten brachten neue Erkenntnisse auch zur Nutzung dieser Gebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. (1975): Vegetationsstufen in perihumiden bis periariden Bereichen der tropischen Anden. Phytocoenologia 2 (3/4): 368-387&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei konnte er ein Viehsterben aufklären, das seine Ursache darin hatte, dass die in Südamerika auf die Weide gestellten friesischen Milchkühe die giftigen Pflanzen nicht wie die dort heimischen Rinder kannten und damit meiden konnten. Auch in anderen Weltgegenden forschte Ellenberg und trug dabei mehrfach als Experte zur Verbesserung der Nutzungsbedingungen bei, so bei der Bekämpfung der [[Opuntie]]nplage im [[Jemen]], oder durch seine Untersuchungen zum sog. &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Kal&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, einem im Frühjahr sichtbar werdenden Absterben der Grasnarbe in [[Island]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ellenberg hat nicht nur zahlreiche Einzelbeiträge über seine Forschungsergebnisse veröffentlicht, sondern in mehreren Lehr- oder besser Handbüchern das Wissen seiner Zeit zu verschiedenen Aspekten der Vegetationsökologie zusammengefasst. Hervorzuheben sind dabei die frühen Bände zur Landwirtschaftlichen Pflanzensoziologie 1950: &amp;#039;&amp;#039;Unkrautgemeinschaften als Zeiger für Klima und Boden&amp;#039;&amp;#039; sowie 1952: &amp;#039;&amp;#039;Wiesen und Weiden und ihre standörtliche Bewertung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „&amp;#039;&amp;#039;der Ellenberg&amp;#039;&amp;#039;“ schlechthin ist jedoch sein erstmals 1963 erschienenes Werk „&amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, in kausaler, dynamischer und historischer Sicht&amp;#039;&amp;#039;“ ein Begriff in ökologischen Fachkreisen und darüber hinaus. Es erschien 1996 in 5. Auflage mit einem Umfang von fast 1100 Seiten und ist wohl die letzte Zusammenfassung über die Vegetation dieses Gebiets, die von einem Autor alleine bewältigt werden konnte. [[Christoph Leuschner (Geobotaniker)|Christoph Leuschner]] hat das Werk überarbeitet und 2010 in 6. Auflage herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit [[Vjekoslav Glavač]] bearbeitete er ein Manuskript des jugoslawischen Vegetationsökologen [[Ivo Horvat]] über die „&amp;#039;&amp;#039;Vegetation Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;“ und brachte es als Buch heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Publikation Ellenbergs im Jahre 1937 hatte den Titel: „&amp;#039;&amp;#039;Über die bäuerliche Wohn- und Siedlungsweise in NW-Deutschland in ihrer Beziehung zur Landschaft, insbesondere zur Pflanzendecke&amp;#039;&amp;#039;“. Die [[Bauernhof|Bauernhausforschung]] ist danach in Ellenbergs Schaffen in den Hintergrund getreten. Nach seiner Emeritierung wandte er sich diesem Feld wieder zu und veröffentlichte mit seinem Buch „&amp;#039;&amp;#039;Bauernhaus und Landschaft in ökologischer und historischer Sicht&amp;#039;&amp;#039;“ eine Zusammenfassung seiner Forschungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Belege fehlen}} Ellenberg arbeitete als erster erfolgreich an möglichst naturnahen Dachbepflanzungen von Bunkeranlagen, die sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügen und feindliche Flugzeuge täuschen sollten. Dabei ging er von bis zu zwei Meter dicken Erdschichten aus, die heute, wo noch vorhanden, einzigartige Biotope mit Baumbewuchs bilden. Aus seinen Arbeiten gingen Art und Aufbau der Intensiv[[Dachbegrünung|begrünung]] heutiger Dächer hervor. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1973: Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/heinz-ellenberg/| titel=Mitglieder: Heinz Ellenberg| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1977: Ehrenmitglied der [[Floristisch-soziologische Arbeitsgemeinschaft|Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* 1978: Umweltpreis der [[Friedrich-Flick-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* 1988: Ehrenmitglied der [[International Association for Vegetation Science|International Association of Vegetation Science]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[British Ecological Society]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Gesellschaft für Ökologie]]&lt;br /&gt;
* Ehrendoktorate der Universitäten [[TU München|München]], [[Zagreb]], [[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]] und [[Universität Lüneburg|Lüneburg]]&lt;br /&gt;
* korrespondierendes Mitglied der Wissenschaftlichen Akademien Helsinki, Prag, Hannover, Berlin, Florenz und Zagreb&lt;br /&gt;
* Nach Ellenberg benannt ist die Pflanzengattung &amp;#039;&amp;#039;[[Ellenbergia]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Cuatrec.}} aus der Familie der [[Korbblütler]] (Asteraceae).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Auswahl (Veröffentlichungen in Periodika werden nicht angeführt).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die bäuerliche Wohn- und Siedlungsweise in NW-Deutschland in ihrer Beziehung zur Landschaft, insbesondere zur Pflanzendecke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover.&amp;#039;&amp;#039; 81–87, S. 204–235 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/Jber-Naturhist-Ges-Hannover_81-87_0204-0235.pdf|KBytes=30800}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen]] in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Ulmer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8001-2824-2 (1. Auflage: 1963).&lt;br /&gt;
* mit [[Christoph Leuschner (Geobotaniker)|Christoph Leuschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ecology of Central European Forests Vegetation Ecology of Central Europe, Volume I.&amp;#039;&amp;#039; Springer International Publishing Switzerland 2017, ISBN 978-3-319-43042-3 ins Englisch übersetzte und erweiterte Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* ebenfalls mit Christoph Leuschner: &amp;#039;&amp;#039;Ecology of Central European Non-Forest Vegetation: Coastal to Alpine, Natural to Man-Made Habitats&amp;#039;&amp;#039;, Springer International Publishing Switzerland 2017, ISBN 978-3-319-43048-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zeigerwerte nach Ellenberg|Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scripta Geobotanica.&amp;#039;&amp;#039; 1974, 1979 und 1992, ISBN 3-88452-518-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bauernhaus und Landschaft in ökologischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-3087-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unkrautgemeinschaften als Zeiger für Klima und Boden. Landwirtschaftliche Pflanzensoziologie I.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1950.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Südosteuropas.&amp;#039;&amp;#039; (Mitautor), Urban &amp;amp; Fischer, München 1974, ISBN 3-437-30168-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiesen und Weiden und ihre standörtliche Bewertung.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufgaben und Methoden der Vegetationskunde.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ökosystemforschung.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) Springer Verlag, Heidelberg, Berlin, New York 1973, ISBN 3-540-05892-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ökologische Beiträge zur Umweltgestaltung.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1983, ISBN 3-8001-3064-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Friedrich Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Ellenberg zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tuexenia.&amp;#039;&amp;#039; 3, 1983, S. 9–18.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Heinz Ellenberg&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der Gesellschaft für Ökologie.&amp;#039;&amp;#039;  Band 11). Gesellschaft für Ökologie, Göttingen 1983, 512 Seiten.&lt;br /&gt;
* Frank Klötzli: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Heinz Ellenberg (1913 bis 1997).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen.&amp;#039;&amp;#039; 149 (3), 1998, S. 209–211, {{ISSN|0036-7818}}.&lt;br /&gt;
* N. N.: &amp;#039;&amp;#039;Professor Ellenberg gestorben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AFZ/DerWald.&amp;#039;&amp;#039; 52 (12), 1997, S. 349, {{ISSN|1430-2713}}.&lt;br /&gt;
* Hartmut Dierschke: &amp;#039;&amp;#039;Heinz Ellenberg (1913–1997).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tuexenia.&amp;#039;&amp;#039; 17, 1997, S. 5–10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118688723}}&lt;br /&gt;
* [https://idw-online.de/de/news74905Heinz Ellenberg - „Eine ungemein anregende Persönlichkeit“], 23. Januar 2004&lt;br /&gt;
* {{TIBAV |11305 |Linktext=Heinz Ellenberg - Ein Portrait |Herausgeber=IWF |Jahr=1995 |DOI=10.3203/IWF/C-1934 }}&lt;br /&gt;
* {{TIBAV |11306 |Linktext=Standortskartierung nach Heinz Ellenberg - Eine ökologische Landschaftsanalyse und Bewertung |Herausgeber=IWF |Jahr=1996 |DOI=10.3203/IWF/C-1945 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition.&amp;#039;&amp;#039; Teil I und II. [[Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem|Botanic Garden and Botanical Museum Berlin]], [[Freie Universität Berlin]], Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, [[doi:10.3372/epolist2018]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118688723|LCCN=n/50/12112|VIAF=22201609}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ellenberg, Heinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotaniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Leuphana Universität Lüneburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zagreb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ellenberg, Heinz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologie, Wegbereiter einer ganzheitlichen Sicht des Ökosystems in Deutschland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Harburg (Elbe)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mallle10</name></author>
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