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	<title>Heinrich von Stephan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:38:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_von_Stephan&amp;diff=30476&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Museum für Kommunikation Berlin: /* Ehrungen */ fehlende Satzzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-20T13:53:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen: &lt;/span&gt; fehlende Satzzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Georg Barlösius Heinrich von Stephan.jpg|mini|hochkant|[[Georg Barlösius]]: Heinrich von Stephan, Gemälde (1897)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Heinrich Wilhelm Stephan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1885 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Stephan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1831]] in [[Słupsk|Stolp]], [[Pommern]]; † [[8. April]] [[1897]] in [[Berlin]]) war Generalpostdirektor des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]], Organisator des deutschen Postwesens und Mitbegründer des [[Weltpostverein]]s. Er war kaiserlicher [[Geheimrat|Wirklicher Geheimrat]], [[Staatssekretär]] des [[Reichspostamt]]s (1880–1897) und [[Preußisches Staatsministerium|königlich preußischer Staatsminister]] (1895–1897), Mitglied des [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Preußischen Staatsrates]] und des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]] (1872–1897) und [[Domherr]] von [[Merseburg]]. Besondere Bedeutung erlangte er als Sprachpfleger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Stephan entstammte einer pommerschen Familie und war das achte von zehn Kindern des Schneidermeisters Friedrich Stephan (1792–1860), [[Stadtverordneter]] und [[Ratsherr]] in Stolp, und der Marie Luise Weber genannt Döring (1794–1869).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephan heiratete in erster Ehe am 16. Juli 1855 in [[Hannover]] Anna Tomala (* 18. Oktober 1827 in [[Bonyhád]], [[Ungarn]]; † 22. Mai 1862 in Berlin). In zweiter Ehe heiratete er am 24.&amp;amp;nbsp;September 1863 in [[Potsdam]] Elisabeth Balde (* 13.&amp;amp;nbsp;August 1841 in Berlin; †&amp;amp;nbsp;6.&amp;amp;nbsp;Februar 1926 ebenda).&amp;lt;!-- Am 19. März 1885 wurde er in den [[Preußen|preußischen]] [[Adel]]sstand erhoben. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Schon als Schüler des Stolper Gymnasiums fiel Heinrich Stephan durch außergewöhnliche Begabung auf. Die Reifeprüfung legte er vorzeitig und mit besten Noten ab. Daneben hatte er bei einem privaten Musiklehrer Geige und Klavier spielen gelernt. Mit guten Leistungen fiel Heinrich Stephan auch in seiner Lehrstelle bei der Stolper Post ab 20. Februar 1848 auf, so dass er, versehen mit einem ausgezeichneten Zeugnis, 1849 als Beamtenanwärter nach [[Malbork|Marienburg]] kam. Bereits ein Jahr später war er Postassistent in der Oberpostdirektion [[Danzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn bei der Post ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan1855.jpg|mini|hochkant|Heinrich Stephan, um 1855]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ableistung seines [[Einjährig-Freiwilliger|einjährigen Dienstes]] in der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] wurde er nach einer kurzen Zwischenstation beim Berliner Generalpostamt zur [[Oberpostdirektion Köln]] versetzt. Hier hatte er hauptsächlich mit der Bearbeitung überseeischer Postrechnungen zu tun, und dabei entstanden wohl die ersten Ideen für die Vereinheitlichung des internationalen Postverkehrs. 1855 schloss Stephan seine Ausbildung ab und absolvierte mit Auszeichnung die Prüfung zum [[Höherer Dienst|höheren Postdienst]]. Anschließend kehrte er in das Generalpostamt Berlin zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-biographie.de/sfz81312.html |autor=Jan-Otmar Hesse |titel=Stephan, Ernst Heinrich Wilhelm von (preußischer Adel 1885) |titelerg=Leiter der Reichspost, * 7. 1. 1831 Stolp (Hinterpommern), † 8. 4. 1897 Berlin. |werk= Deutsche Biographie |hrsg=Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften |abruf=2024-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen ersten Aufgaben im Generalpostamt zählte die Ausarbeitung eines Paketposttarifs für das Gebiet des [[Deutsch-Österreichischer Postverein|Deutsch-Österreichischen Postvereins]]. Dieser wurde bei der deutschen Postkonferenz in München 1857 wie von ihm vorgeschlagen angenommen. Stephan versuchte auch, den Annahme- und Abfertigungsdienst durch die Einführung der Post[[stenographie]] zu beschleunigen, konnte diese Ideen aber nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 war er als Vertreter auf der deutschen Postkonferenz in Frankfurt am Main, wo ihn die durch die zersplitterten Kleinstaaten verursachten organisatorischen Probleme in seinem Reformwillen bekräftigten. 1862 und 1863 erreichte er Postverträge mit Belgien und den Niederlanden, 1864 mit Spanien und Portugal. 1865 veröffentlichte er eine Denkschrift zur Einführung der [[Postkarte]], die zwar vom preußischen Generalpostmeister wegen der „unanständigen Form“ der Mitteilungen und zu erwartender Einnahmeausfälle abgelehnt wurde, aber auf der fünften Konferenz des Deutschen Postvereins in Karlsruhe im November 1865 Gehör fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieges]] im Juni 1866 veröffentlichte Stephan eine [[Denkschrift]], in der er der [[Otto von Bismarck|preußischen Regierung]] nahelegte, die [[Thurn-und-Taxis-Post]] in Besitz zu nehmen, sobald die militärischen Gegebenheiten dies zuließen. Nach dem Sieg im [[Deutscher Krieg |Deutschen Krieg]] besetzte Preußen die Freie Stadt Frankfurt und zwang [[Maximilian Karl von Thurn und Taxis|Thurn und Taxis]], in einem Abtretungsvertrag dem [[Königreich Preußen]] die Posteinrichtungen zu überlassen. Der Vertrag wurde am 28. Januar 1867 ratifiziert und die Übergabe erfolgte zum 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1867. Stephan schloss unterdessen Postverträge mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Norwegen, Dänemark, der Schweiz, Italien und Schweden. [[1868]] wurde er zum Geheimen Oberpostrat befördert. Er verfasste weiter zahlreiche Schriften, darunter [[1868]] seine „Denkschrift betreffend den allgemeinen Postkongreß“, in der er Grund- und Leitsätze für eine weltumspannende Postgemeinschaft darlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalpostdirektor ===&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] 1870 ernannte Reichskanzler [[Otto von Bismarck]] Stephan zum Generalpostdirektor und damit zum Chef der Postverwaltung des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]]. Stephan schuf während des Krieges einen rationellen [[Feldpost]]apparat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende und Gründung des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]] 1871 stand Stephan als Generalpostdirektor der gesamten Reichspostverwaltung vor. Er besiegelte im Winter 1872/73 den bereits länger verhandelten deutsch-französischen Postvertrag und schloss neue Verträge mit Spanien, Portugal und einigen südamerikanischen Staaten. Zudem führte er einschneidende Reformen der Beamten- und Betriebsverhältnisse der [[Reichspost]] durch: für die Postbediensteten wurde eine Unfall-, Kranken- und Altersversicherung eingeführt und die etwa 2000 unter seiner Leitung neu errichteten Postgebäude wurden mit modernen und zweckmäßigen Arbeitsräumen ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kaiserliche Generalpostamt regte am 4. Januar 1872 durch Erlass von Stephan die Gründung von „Spar- und Vorschussvereinen“ für Postbeamte an. 1872 erfolgte die Gründung von 36 Vereinen mit 12.067 [[Genossenschaft#Mitgliedschaft in einer Genossenschaft|Mitgliedern]]. Aus diesen später &amp;#039;&amp;#039;Post-Spar- und Darlehnsvereine&amp;#039;&amp;#039; genannten Organisationen entstand die bis heute bestehende [[PSD Bank|PSD-Bankengruppe]] mit etwa 1,2 Millionen Kunden, 600.000 Mitgliedern und 14 selbstständigen Banken (Stand 2015).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.psd-bank.de/psd-banken/die-psd-bankengruppe/zahlen-daten-fakten/c162.html |titel=Zahlen, Daten, Fakten |abruf=2020-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutendste Leistung von Heinrich von Stephan gilt die Schaffung des [[Weltpostverein]]s. Es gelang ihm auch mit diplomatischem Geschick, am 15. September 1874 Postvertreter aus 22 Staaten zum ersten [[Weltpostkongress]] in [[Bern]] zusammenzuführen. Aus dem dort gegründeten „Allgemeinen Postverein“ entstand später der „Weltpostverein“, dem am Ende des [[19. Jahrhundert]]s außer [[Kaiserreich China|China]] alle wichtigen Staaten der Erde angehörten. Mit ihm gelang es, im internationalen Postverkehr einheitliche Standards einzuführen und separatistische Hemmnisse abzubauen.&lt;br /&gt;
{{Externes Bild | url=https://www.briefmarken-bilder.de/brd-briefmarken-1949-bilder/75-jahre-weltpostverein-gr.jpg  | text=75 Jahre Weltpostverein, 30 Pf Deutsche Post }}&lt;br /&gt;
Stephan ließ 1872 das Reichspostmuseum (heute [[Museum für Kommunikation Berlin]]) gründen. Die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] verlieh ihm 1873 für seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen die Ehrendoktorwürde. 1875 schloss er das [[Telegrafie|Telegrafenwesen]] der Post an und ließ alle wichtigen Städte Deutschlands mit [[ Telegrafenleitung]]en verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssekretär des Reichspostamts ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stephan.jpg|mini|hochkant|Porträt als Staatssekretär (1885)]]&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1876 übernahm Stephan das Amt des [[Postmeister#Generalpostmeister|Generalpostmeisters]], dessen Zuständigkeitsbereich die vormaligen Abteilungen I (Postwesen) und II (Telegraphenwesen) des Reichskanzleramts zusammenfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Einweihung des Post- und Telegraphen-Gebäudes in Stolp in Pommern&amp;#039;&amp;#039;, in: [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11389883?q=%28Archiv+f%C3%BCr+Post+und+Telegraphie+7.+1879%29&amp;amp;page=774,775 Archiv für Post und Telegraphie, 1879, S. 760–769.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus ging 1880 schließlich das [[Reichspostamt]] hervor, dem Stephan als erster [[Staatssekretär]] vorstand. Am 26. Oktober 1877 ließ er erste Fernsprechversuche in Berlin zwischen dem Generalpostamt und dem Generaltelegrafenamt durchführen. Dieses Datum gilt als Geburtstag der [[Telefonie]] in Deutschland. Zwischen 1877 und 1881 baute er mit der leitenden Absicht, „jedem Bürger womöglich ein Telephon zu jedem anderen zur Disposition zu stellen“, das [[Telefonnetz]] in Deutschland auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Aschoff: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte der Nachrichtentechnik&amp;#039;&amp;#039;. In: Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vorträge N&amp;amp;nbsp;244. 24.&amp;amp;nbsp;Jahresfeier am 22.&amp;amp;nbsp;Mai&amp;amp;nbsp;1974&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 2013, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Deutsche Kolonien|deutschen Kolonien]] und Schutzgebieten ließ von Stephan das Post- und Fernmeldewesen aufbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kulturstiftung.org/biographien/stephan-heinrich-von-3 |autor=Peter Mast |titel=Stephan, Heinrich von |titelerg=Biographie |hrsg=Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung |abruf=2024-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1885 wurde Stephan durch Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] in den [[Adelsstand]] erhoben,&amp;lt;ref&amp;gt;A. Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918&amp;#039;&amp;#039;. Görlitz 1939, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1895 wurde er Staatsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stephan als Schriftsteller und Sprachpfleger ===&lt;br /&gt;
Noch während der Ausbildung zog es ihn zur Schriftstellerei und zum Journalismus. Bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Kölnische Zeitung|Kölnischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb er über Theater und Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schultze, Walter Ernst Richard |Titel=Post und Presse |Sammelwerk=Zeitungs-Verlag |Nummer=25 |Datum=1924-06-20 |Seiten=1014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Brandt, Berthold. „Stephan“. in: Küsgen, Wilhelm et al. (Hrsg.). &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Postwesens&amp;#039;&amp;#039;. Julius Springer, Berlin und Heidelberg 1927, S. 610 ([https://books.google.de/books?id=2B2gBgAAQBAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;lpg=PA611&amp;amp;dq=leitfaden%20f%C3%BCr%20die%20schriftlichen%20Arbeiten%20im%20Postwesen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA610#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 verfasste der 27-Jährige einen &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für die schriftlichen Arbeiten im Postwesen&amp;#039;&amp;#039;, der lange als Ausbildungshandbuch „Kleiner Stephan“ in Gebrauch blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im selben Jahr vollendete er auch sein umfangreiches Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Preußischen Post von ihrem Ursprung bis auf die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, das entgegen dem Titel nicht nur die [[Postgeschichte und Briefmarken Preußens|Geschichte der Post in Preußen]], sondern die gesamte postalische Entwicklung in Europa darstellt. Dieses Standardwerk zur Postgeschichte erschien 1859 im Verlag des Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, Decker, in Berlin. Außerdem erschien im selben Jahr im Amtsblatt sein Aufsatz „Über die britische Portoreform Rowland Hills von 1840“, in der er die Einführung des britischen Einheitsportos unter [[Rowland Hill (Postmann)|Rowland Hill]] begrüßt. Für das [[Rotteck-Welckersches Staatslexikon|&amp;#039;&amp;#039;Rotteck-Welckersche&amp;#039;&amp;#039;]] [[Rotteck-Welckersches Staatslexikon|&amp;#039;&amp;#039;Staatslexikon&amp;#039;&amp;#039;]]  verfasste er mehrere größere Aufsätze über das Post- und Telegraphenwesen. In [[Friedrich von Raumer]]s beliebtem Almanach &amp;#039;&amp;#039;Historisches Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; für 1868 und 1869 schrieb er Aufsätze über das Verkehrswesen im Altertum und Mittelalter. In der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeit&amp;#039;&amp;#039; (bei F. A. Brockhaus, Leipzig) erschienen 1870 seine Aufsätze „Der Suezkanal und seine Zukunft“ sowie „Die Weltverkehrstraßen zur Verbindung des Atlantischen und des Stillen Ozeans“. Seine Hinwendung zu internationalen Themen, Kolonien und exotischen Zielen führte ihn zu seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Das heutige Aegypten. Ein Abriss seiner physischen, politischen, wirthschaftlichen und Cultur-Zustände, das&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus in Leipzig 1872 verlegte. Seine letzte, recht visionäre postfachliche Publikation war ein Vortrag zu „Weltpost und Luftschiffahrt“ (1874). Darüber hinaus initiierte Stephan zahlreiche Arbeiten anderer Autoren, amtliche und halbamtliche Schriften und Handbücher, und hatte Anteil an der Gründung der amtlichen Zeitschrift [[Archiv für Post und Telegraphie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit seinem schriftstellerischen Interesse stehen seine Verdienste auf dem Gebiet der [[Sprachpflege]]. Er bemühte sich um verständliche deutsche Ausdrücke im behördlichen Sprachverkehr. Mit Erlass vom 21. Juni 1875 führte er 671 Verdeutschungen im Postwesen ein, darunter „[[Briefumschlag]]“ (statt des bis dahin üblichen französischen &amp;#039;&amp;#039;couvert&amp;#039;&amp;#039;), „[[Einschreiben]]“ (statt &amp;#039;&amp;#039;recommandé&amp;#039;&amp;#039;), „[[Postkarte]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Correspondenzkarte&amp;#039;&amp;#039;), „[[postlagernd]]“ &amp;#039;&amp;#039;(poste restante)&amp;#039;&amp;#039;, „[[Nachnahme]]“ &amp;#039;&amp;#039;(remboursement)&amp;#039;&amp;#039; und „[[Einlieferungsschein]]“ &amp;#039;&amp;#039;(récépissé)&amp;#039;&amp;#039;. Er gilt daher als ein Vertreter des [[Deutscher Sprachpurismus|deutschen Sprachpurismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Blume: [http://gfds.de/erfolge-und-misserfolge-des-lexikalischen-purismus-in-deutschland-zur-zeit-des-allgemeinen-deutschen-sprachvereins-und-heute/#footnote-1769-44-backlink &amp;#039;&amp;#039;Erfolge und Misserfolge des lexikalischen Purismus in Deutschland zur Zeit des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins und heute&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv »Muttersprache«&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3/2013 (Gesellschaft für deutsche Sprache).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1887 ernannte ihn der [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeine Deutsche Sprachverein]] zu seinem ersten Ehrenmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephan schrieb privat Lyrik. Kurz nach der Kapitulation von Straßburg im September 1870 eröffnete Stephan ein neues Hauptpostamt. Aus diesem ersten Besuch im [[Elsass]] entstand eine besondere Beziehung zur Region. Sie drückte sie sich aus in einer Sammlung von Gedichten, die 1895 als &amp;#039;&amp;#039;Klänge aus den Vogesen&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gachot, H. „Postgeschichtliche Skizzen aus Rappoltsweiler (Elsaß)“. &amp;#039;&amp;#039;Archiv für deutsche Postgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, 1972, Seite 80–82, hier S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Heinrich von Stephan“. &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Deutsche Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1908, Seite 497.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erschienen unter dem Pseudonym Curt Rappolt – eine Anspielung auf einen Sommeraufenthalt im Ort [[Ribeauvillé|Rappoltsweiler (heute Ribeauvillé)]] –, aber es war bekannt, wer der Autor war. So machte im Erscheinungsjahr eine Beilage der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Börsen-Courier]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Titel „Der Generalpostmeister als Lyriker“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. „Der Generalpostmeister als Lyriker“. 2. Beilage, &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Börsen-Courier]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 493, 20. Oktober 1895. ([https://books.google.de/books?id=JI6uVJGRNHkC&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=kl%C3%A4nge%20der%20vogesen%20rappolt&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA80-IA1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Volltext Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Grabstätte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Mehringdamm, Dreifaltigkeitsfriedhof I, Grab Heinrich von Stephan.jpg|mini|hochkant|Ehrengrab von Heinrich von Stephan in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
Eine schwere [[Diabetes mellitus|Diabeteskrankheit]] und eine daraufhin erfolgte Beinamputation setzten seinem Schaffen ein Ende. Heinrich von Stephan erlag seiner Krankheit im Alter von 66&amp;amp;nbsp;Jahren am 8.&amp;amp;nbsp;April 1897 im Reichspostamt, Leipziger Straße&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Stephan †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. April 1897, Morgen-Ausgabe [sic], S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauerfeier, geleitet von [[Ernst Dryander]], fand am 11.&amp;amp;nbsp;April im Beisein zahlreicher Honoratioren, angeführt von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] und Reichskanzler [[Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst]], im Lichthof des noch nicht fertiggestellten Erweiterungsbaus des Reichspostamtes an der Ecke von Leipziger Straße und Mauerstraße statt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Staatssecretair Heinrich von Stephan †.&amp;#039;&amp;#039; In: [https://archive.org/details/bub_gb_1_w-AQAAMAAJ/page/205/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Post und Telegraphie (APT)&amp;#039;&amp;#039;], 25. Jahrgang 1897, Nr. 7, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend erfolgte mit viel Prunk und unter starker Anteilnahme der Berliner Postbediensteten sowie der Öffentlichkeit in einem eine Dreiviertelstunde andauernden Trauerzug die Überführung des Sarges zum [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof I der Dreifaltigkeitsgemeinde|Dreifaltigkeitsfriedhof&amp;amp;nbsp;I]] vor dem [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]], wo Heinrich von Stephan beigesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich v. Stephans Leichenfeier&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;, 12. April 1897, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von [[Joseph Uphues]] gestaltete Grabdenkmal aus [[Marmor]] zeigt eine an einen [[Obelisk]]en gelehnte Trauernde. Die Ausführung des Denkmals erfolgte in der Werkstatt von Valentino Casal.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;228.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Winter wird das Grabmal zum Schutz vor Frostschäden von der [[Museumsstiftung Post und Telekommunikation]], die von der [[Deutsche Post AG|Deutschen Post AG]] und der [[Deutsche Telekom|Deutschen Telekom]] getragen wird, eingehaust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1884 wurde Stephan zum Ehrenmitglied der Göttinger [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1888: [[Stephansort]] in [[Neuguinea]]&lt;br /&gt;
* 1902/1903 wurde bei der [[Stettiner Maschinenbau AG Vulcan|Stettiner-Maschinenbau-AG-Vulcan]]-Werft für die [[Norddeutsche Seekabelwerke|Norddeutschen Seekabelwerke Nordenham]], ein [[Kabelleger|Kabeldampfer]] gebaut, der zu Ehren von Heinrich von Stephan den Namen &amp;#039;&amp;#039;Stephan&amp;#039;&amp;#039; erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen0/firmadet1746.shtml Kabeldampfer „Stephan“.] Albert Gieseler&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nach seinem Tode errichtete man im Lichtsaal des von ihm geschaffenen Postmuseums ein monumentales Denkmal, das jedoch in den 1950er Jahren auf Geheiß der DDR-Führung vernichtet wurde.&lt;br /&gt;
* In vielen deutschen Städten wurden Straßen und Plätze nach ihm benannt (Berlin,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=02|id=S1148|zlb98=1900|kaupert=Stephanstrasse-10559-Berlin|name=Stephanstraße (Tiergarten)}}; Stephan wohnte ab 1894 in dieser Straße, die schon 1889 nach ihm benannt wurde. {{LuiseLexStr|art=a|bez=02|id=S1146|zlb98=1900|kaupert=Stephanplatz-10559-Berlin|name=Stephanplatz (Tiergarten)|abk=Luise}} {{LuiseLexStr|art=a|bez=12|id=S1147|zlb98=1900|kaupert=Stephanstrasse-12167-Berlin|name=Stephanstraße (Steglitz)|abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bonn, Chemnitz, Darmstadt, Düren, Emden, Frankfurt am Main, Freiburg, Gelsenkirchen, Göttingen, [[Stephansplatz (Hamburg)|Hamburg]], [[Stephanplatz (Karlsruhe)|Karlsruhe]], Köln, Leverkusen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.leverkusen.com/strasse/index.php?view=Stephan Heinrich-von-Stephan-Str.] im Leverkusener Straßenverzeichnis&amp;lt;/ref&amp;gt; Mannheim, Naumburg, Münster, Oberhausen, Pforzheim, Rostock, Stuttgart).&lt;br /&gt;
* Die reformpädagogische [[Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule]] in Berlin trägt seinen Namen.&lt;br /&gt;
* Die Ehrenbürgerschaft verliehen ihm die Städte Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Köln, Schwerin und Stolp.&lt;br /&gt;
* Seit 1998 erinnert vor dem [[Hauptpost Schwerin|Hauptpostamt]] in Schwerin ein 1898 enthülltes Denkmal mit einem marmornen Porträtrelief von Bildhauer [[Wilhelm Wandschneider]], das ursprünglich am Nordufer des Schweriner Pfaffenteichs aufgestellt war, an Heinrich von Stephan.&lt;br /&gt;
* Ihm zu Ehren wurden mehrere Briefmarken veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sondermarke]]n, die Heinrich von Stephan zu Ehren herausgegeben wurden, siehe [[commons:Category:Heinrich von Stephan on stamps]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Westerland]] auf Sylt steht ein Denkmal vom Bildhauer [[Hugo Berwald]], da Stephan als Erster konkrete Pläne für einen Damm zwischen der Insel [[Sylt]] und dem Festland ausarbeitete.&lt;br /&gt;
* Die [[Heinrich-von-Stephan-Stiftung]] wurde am 25. April 1947 aus Anlass des 50. Wiederkehr seines Todestages von der Deutschen Bundespost gestiftet.&lt;br /&gt;
* Seit 1952 wird die nach ihm benannte [[Heinrich-von-Stephan-Plakette]] an verdiente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und auf dem Gebiet der Post- und Telekommunikationsdienstleistungen verliehen. Ursprünglich verlieh der Bundespostminister, später der [[Bundeswirtschaftsminister]].&lt;br /&gt;
* Seit 1858 war Heinrich von Stephan ein Mitglied im Bund der [[Freimaurer]], er wurde in die [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Teutonia zur Weisheit&amp;#039;&amp;#039; in [[Potsdam]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Lennhoff, Oskar Posner, [[Dieter-Anton Binder|Dieter A. Binder]]: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Freimaurerlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932. München 2003, ISBN 3-7766-2161-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] ist die letzte Ruhestätte von Heinrich von Stephan auf dem Berliner Dreifaltigkeitsfriedhof&amp;amp;nbsp;I (Grablage&amp;amp;nbsp;DV2-SA-9) seit 1952 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung wurde im Jahr 2016 um die inzwischen übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/friedhoefe_begraebnisstaetten/downloads/eg-liste.pdf#page=85 &amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: November 2018)&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 413&amp;amp;nbsp;kB) Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, S.&amp;amp;nbsp;85; abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;April 2019. [https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-3105.pdf &amp;#039;&amp;#039;Anerkennung und weitere Erhaltung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 205&amp;amp;nbsp;kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;17/3105 vom 13.&amp;amp;nbsp;Juli 2016, S.&amp;amp;nbsp;1 und Anlage&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;15; abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachpflege ==&lt;br /&gt;
Eines seiner großen Anliegen war die Sprachpflege. Um die überwiegend französischen Begriffe aus der deutschen Postsprache zu entfernen, erließ er 671 Verdeutschungen, die ab dem 21. Juni 1875 im Postwesen verwendet werden mussten. Sein Ziel war, der deutschen Sprache die „zahllosen Wildlinge“ auszutreiben. Er schuf somit „eine Gasse, die sich schnell erweiterte und bald von dem einzelnen Verwaltungsgebiete der Post siegreich eindrang, in alle Gebiete unserer Behörden, in die Gesetzgebung, das Heerwesen, die Eisenbahn- und Bauverwaltung, die Schule und das gesamte Schrifttum.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Techentin: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Stephan. General-Postmeister.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1899, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Errungenschaften für den gesamten deutschsprachigen Raum ernannte ihn der [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeine Deutsche Sprachverein]] 1887 zu seinem ersten Ehrenmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
German Medal Heinrich von Stephan 1887 as Secretary of State of Postal Services, obverse.jpg|[[Medaille]] des Porträts Heinrich von Stephans 1887 …&lt;br /&gt;
German Medal Heinrich von Stephan 1887 as Secretary of State of Postal Services, reverse.jpg|… nach seiner Erhebung in den Adelsstand&lt;br /&gt;
 Schwerin Stephan memorial.jpg|Denkmal in [[Schwerin]] vor dem ehemaligen [[Hauptpost Schwerin|OPD]]-Gebäude&lt;br /&gt;
Statue von Heinrich von Stephan.jpg|Denkmal in Westerland&lt;br /&gt;
Stolp - 1,50Mark ND a.png|Heinrich von Stephan auf einem [[Notgeld]]schein aus [[Słupsk|Stolp]] von 1922&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Beyrer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kommunikation im Kaiserreich. Der Generalpostmeister Heinrich von Stephan&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kataloge der Museumsstiftung Post und Telekommunikation.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Eine Publikation der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Edition Braus, Heidelberg 1997, ISBN 3-89466-211-5.&lt;br /&gt;
* Jan-Otmar Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Stephan, Ernst Heinrich Wilhelm v.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Biographie (NDB).&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Verlag Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2013, S. 258–259.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter dem Zeichen des Verkehrs.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Julius Springer, Berlin 1895.&lt;br /&gt;
* {{ADB|54|477|501|Stephan, Heinrich (v.)|Hermann von Petersdorff|ADB:Stephan, Heinrich von}}&lt;br /&gt;
* Friedrich Adolf Risch: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Stephan. Die Idee der Weltpost.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1948.&lt;br /&gt;
* Gottfried North: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Stephan / Zum 150. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Archiv|Archiv für deutsche Postgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 1/1981, S. 6–25; in dieser Ausgabe sind weitere Artikel über ihn enthalten.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Maassen: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer in der Philatelie?&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, S, Phil Creativ, Schwalmtal, 3. Auflage, 2023, ISBN 978-3-928277-46-4, S. 253–255.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Norddeutschen Bundes. Vom 29. April 1870|Ernennung H. v. Stephans zum Mitglied des Bundesrates vom 29. April 1870}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Der erste Generalpostmeister des Deutschen Reichs|&amp;#039;&amp;#039;Der erste Generalpostmeister des Deutschen Reichs&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Gartenlaube, 1887, Heft 51, 52, S. 857–859, 870–871.}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118798715}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/030641}}&lt;br /&gt;
* [http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/HeinrichvonStephan.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein Postbeamter macht Außenpolitik – Heinrich von Stephan und die koloniale Expansion Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 921 kB) freiburg-postkolonial.de&lt;br /&gt;
* [http://www.gerhildkomander.de/noch-mehr-biographien/562-heinrich-stephan.html berliner-lindenblatt.de]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ruhr-uni-bochum.de/kanal-168/pro/1997/stephan.htm |text=ruhr-uni-bochum.de |wayback=20050426033037}}&lt;br /&gt;
* [http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=549&amp;amp;language=german germanhistorydocs.ghi-dc.org]&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|stephan-heinrich-von}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Stephan%2C+Heinrich+von%2C+1831-1897%22 Heinrich von Stephan] im Internet Archive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118798715|LCCN=n/88/613056|VIAF=59880350}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stephan, Heinrich Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (1817–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichspost]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Postwesen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Philatelie (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ehrenbürger von Dortmund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Remscheid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Schwerin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (Merseburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heinrich von Stephan| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Hamburgischen Ehrendenkmünze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1831]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Wilhelm-Ordens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stephan, Heinrich von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stephan, Ernst Heinrich Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Generalpostdirektor des Deutschen Reichs&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1831&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Słupsk|Stolp]], Pommern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. April 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Museum für Kommunikation Berlin</name></author>
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