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	<title>Heinrich Zdik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Zdik&amp;diff=619326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Melchior2006: ÖHL &quot;Belege&quot; entfernt, da genügend andere, bessere</title>
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		<updated>2026-01-02T07:30:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ÖHL &amp;quot;Belege&amp;quot; entfernt, da genügend andere, bessere&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zdik.jpg|mini|hochkant|Heinrich Zdik, Widmungsblatt des [[Horologium Olomucense]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Zdik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach der Bischofsliste von Olmütz: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich II. Zdik&amp;#039;&amp;#039;; {{csS|Jindřich Zdík}}; * etwa [[1080]]; † [[25. Juni]] [[1150]]) war [[Bischof]] von [[Bistum Olmütz|Olmütz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Heinrich Zdik soll ein Sohn des Prager [[Domherr]]en und Geschichtsschreibers [[Cosmas von Prag|Cosmas]] und dessen Frau Božetěcha gewesen sein. Da der Prager Bischof [[Daniel I. (Prag)|Daniel I.]], selbst Sohn des Prager [[Kanoniker|Kanonikers]] Magnus, als Zdiks Neffe bezeichnet wird, kann die manchmal vermutete Herkunft Zdiks aus der Familie der [[Přemysliden]] ausgeschlossen werden. Zdik verfügte über eine umfassende Bildung, die er an der Prager Bischofsschule und wahrscheinlich auch durch Studien an einer ausländischen Kirchenschule erworben hatte. Er gehörte zu den herausragenden, politisch klugen Persönlichkeiten seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich um das Jahr 1120 wurde er zum [[Priesterweihe|Priester geweiht]]. Für das Jahr 1123 ist seine Pilgerreise in das [[Heiliges Land|Heilige Land]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischof von Olmütz ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Olmützer Bischofs [[Johannes II. (Olmütz)|Johannes II.]] wurde Heinrich Zdik am 23. März 1126 zu dessen Nachfolger gewählt. Im Sommer des Jahres war er in [[Worms]], um dort von König [[Lothar III. (HRR)|Lothar]] die [[Investitur]] zu erlangen. Die Bischofsweihe erfolgte am 3. Oktober des Jahres durch den Mainzer [[Metropolit]]en [[Adalbert I. von Saarbrücken|Adalbert I.]] Auf dem Rückweg in sein Bistum weihte Zdik die [[St.-Georgs-Kapelle (Říp)|St.-Georgs-Rotunde]] auf dem Berge [[Říp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Olmütz gründete Zdik ein bedeutendes [[Skriptorium]], in dem liturgische Bücher, theologische und juristische Abhandlungen, Predigten, Briefe u. a. erstellt wurden. Hierfür wurden häufig Vorlagen verwendet, die Zdik von seinen Reisen aus Jerusalem, Deutschland und Italien mitgebracht hatte. Aus den zahlreich vorhandenen bischöflichen Urkunden und Schriftstücken kann Zdiks kirchliches und diplomatisches Wirken gut erschlossen werden. Besonders kostbar ist das von ihm in Auftrag gegebene, reich illuminierte [[Horologium Olomucense]], das auch als „Collectae seu Horae“ oder auch als „Breviarium Bohemicum“ bezeichnet wird. Es ist eine  Sammlung liturgischer Texte, die zum [[Brevier (Liturgie)|Brevier]] bzw. [[Liturgia horarum|Stundengebet]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Zdiks Amtszeit erfolgte die Aufteilung der [[Diözese]] in sechs [[Archidiakonat]]e. Die Archidiakone gehörten dem Olmützer [[Domkapitel]] an und residierten in landesherrlichen Burgen. Zdik bemühte sich um die moralische und geistige Bildung des Diözesanklerus und vergrößerte die bischöfliche Bibliothek. Außerdem führte er die [[Gregorianische Reformen|Gregorianischen Reformen]] ein und veranlasste die Anlage eines [[Kodex|kodifizierten]] Güterverzeichnisses der [[Mähren|mährischen]] Kirche. Nachdem Zdik in [[Blansko]], das zu den Gütern der mährischen Kirche gehörte, eine Kirche erbauen ließ, kam es zu Streitigkeiten mit dem [[Brno|Brünner]] Teilfürsten [[Vratislav von Brünn|Vratislav]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1137/1138 unternahm Zdik erneut eine Pilgerreise nach Palästina. Dort nahm er für sich die [[Ordensregel]] der [[Augustinerorden|Augustiner]] an und bestätigte die Echtheit eines Splitters des [[Heiliges Kreuz|Heiligen Kreuzes]]. 1139 nahm er in Rom am [[Zweites Laterankonzil|Zweiten Laterankonzil]] teil, auf dem unter anderem der [[Zölibat]] für Priester beschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer päpstlichen Erlaubnis vom 31. Januar 1141 unternahm Zdik einen [[Missionar|Missionszug]] gegen die [[Prußen]]. Nachdem das Unternehmen erfolglos war, kehrte er bald nach Olmütz zurück. Vermutlich in der zweiten Jahreshälfte 1141 wurde die Olmützer [[Wenzelsdom|St.-Wenzel-Kathedrale]] fertiggestellt. Deren unvollendeten Bau hatte Zdik schon 1130 von [[Svatopluk II.|Svatopluks]] Sohn [[Wenzel I. (Mähren)|Wenzel]] erhalten und 1131 eingeweiht. Sie wurde nunmehr anstelle der St.-Peters-Kirche als [[Kathedrale]] genutzt. Gleichzeitig wurde, mit vorheriger Genehmigung des Mainzer Metropoliten, der Bischofssitz von St. Peter in die [[Vorburg]] der St.-Wenzel-Kathedrale verlegt und ein [[Domkapitel]] mit zwölf [[Domherr]]en begründet. Das Kapitel bei St. Peter blieb mit vier [[Kanoniker]]n bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Jahreswende 1141/1142 kam es zum Aufstand der mährischen Teilfürsten aus dem Geschlecht der [[Přemysliden]] ([[Otto III. (Mähren)|Otto von Olmütz]], [[Vratislav von Brünn]] und [[Konrad II. von Znaim]]) sowie anderer Adeliger gegen den böhmischen Herzog [[Vladislav II.]] Zdik blieb dem Prager Herzog treu und [[Exkommunikation|exkommunizierte]] die Aufständischen. Nachdem er ein [[Interdikt (Kirchenrecht)|Interdikt]] über seine Diözese verhängte, verließ er sie. Er nahm an der Schlacht am Berg Vysoká in Ostböhmen teil, die für Vladislav zu keinem Erfolg führte. Während sich Vladislav mit seinen Getreuen zum [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]] [[Konrad III. (HRR)|Konrad]] nach Frankfurt am Main begab, suchte Zdik Hilfe in Bayern. Dort weihte er am 21. und 22. Mai 1142 den Chorraum und zwei Altäre der Klosterkirche des [[Kloster Windberg|Klosters Windberg]], einer Gründung der [[Bogen (Adelsgeschlecht)|Grafen von Bogen]]. Die in diesem Zusammenhang häufig genannte Reise Zdiks nach [[Steinfeld (Kall)|Steinfeld]] in der Eifel ist nicht belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg über die Aufständischen schloss Vladislav 1144 Mähren endgültig an Böhmen an. Bischof Zdik konnte sicher nach Olmütz zurückkehren. Seine Position war nunmehr gestärkt, da den weltlichen Fürsten und dem mährischen Adel die Herrschaft über die kirchlichen Güter sowie die bischöflichen Untertanen entzogen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1147 sollte Zdik im päpstlichen Auftrag mit dem [[Zweiter Kreuzzug|Zweiten Kreuzzug]] nach [[Palästina (Region)|Palästina]] gehen, um zusammen mit dem [[Päpstlicher Legat|Päpstlichen Legaten]] die Streitigkeiten zwischen den französischen und deutschen [[Kreuzzug|Kreuzfahrern]] zu schlichten. Außerdem sollte er König Konrad III. bewegen, an den Verhandlungen über die Union der westlichen und östlichen Kirche in Konstantinopel teilzunehmen. Dazu kam es nicht, da Zdik im selben Jahr am sogenannten [[Wendenkreuzzug]] mit [[Albrecht I. (Brandenburg)|Albrecht dem Bären]] und [[Heinrich der Löwe|Heinrich dem Löwen]] gegen die [[Elbslawen]] teilnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Zdik starb am 25. Juni 1150. Sein Leichnam wurde in der Kirche des von ihm gegründeten [[Kloster Strahov|Klosters Strahov]] beigesetzt. Von der Olmützer bischöflichen Residenz, die während seiner Amtszeit errichtet worden war, ist noch heute die nördliche Mauer mit einer Reihe von Fenstern erhalten. Sie sind reich mit romanischen Ornamenten verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderung von Ordensniederlassungen ==&lt;br /&gt;
Heinrich Zdik gilt als Förderer zahlreicher Ordensniederlassungen in Böhmen und Mähren:&lt;br /&gt;
* Mit Zustimmung des Herzogs Vladislavs II., des Prager Bischofs [[Otto (Prag)|Otto]] und Heinrich Zdiks gründete das [[Kloster Waldsassen]] 1142 das erste böhmische Zisterzienserkloster in [[Kloster Sedlec|Sedletz]].&lt;br /&gt;
* Mit Unterstützung des Herzog Vladislav II. und seiner Gemahlin [[Gertrud von Babenberg]] gründete Zdik 1143 das [[Kloster Strahov]], das mit [[Prämonstratenser-Chorherren]] aus dem [[Kloster Steinfeld]] besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
* 1145 übertrug Zdik das [[Benediktiner]]kloster in [[Litomyšl|Leitomischl]] den in der Rodungstätigkeit erfahrenen [[Prämonstratenser]]n.&lt;br /&gt;
* Auf Betreiben Zdiks rief der Prager Bischof [[Daniel I.]] 1148 Prämonstratenser-Chorherren des Klosters Steinfeld nach [[Kloster Želiv|Seelau]].&lt;br /&gt;
* Die von Zdik veranlasste Übertragung des Olmützer Benediktinerklosters [[Kloster Hradisko|Hradisch]] an den Orden der Prämonstratenser erfolgte erst nach seinem Tod 1151.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan Bistřický]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Urkunden-, Brief- und Handschriftenwesen des Bischofs Heinrich Zdík von Olmütz&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Archiv für Diplomatik]], Bd. 26, Köln 1980, S. 135–258&lt;br /&gt;
* Miloslav Pojsl: &amp;#039;&amp;#039;Jindřich (Heinrich) Zdík, Bischof von Olmütz (1126–1150)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Olomouc v době biskupa Jindřicha Zdíka&amp;#039;&amp;#039;. Olomouc 1996 (dt. Zusammenfassung S. 65–66)&lt;br /&gt;
* [[Joachim Bahlcke]], [[Winfried Eberhard]], Miloslav Polívka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Böhmen und Mähren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 329). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070626195325/http://www.bautz.de/bbkl/z/zdik.shtml |band=14|spalte=366|autor=Ekkart Sauser|artikel=ZDIK, Heinrich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jn20000728259}}&lt;br /&gt;
* [http://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/premysliden_herzoege_von_boehmen_maehren/heinrich_bischof_von_olmuetz_1150.html Heinrich Zdik bei &amp;#039;&amp;#039;genealogie-mittelalter.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Johannes II. (Olmütz)|Johannes II.]]|NACHFOLGER=[[Johannes III. (Olmütz)|Johannes III.]]|AMT=[[Liste der Bischöfe und Erzbischöfe von Olmütz|Bischof von Olmütz]]|ZEIT=1126–1150}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=122174631|VIAF=5807430}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heinrich Zdik}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Olmütz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzfahrer (Wendenkreuzzug)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1150]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heinrich Zdik&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heinrich II. Zdik; Jindřich Zdík (tschechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof von Olmütz, Klostergründer und Kreuzfahrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1080&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1150&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Melchior2006</name></author>
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