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	<title>Heinrich Toeplitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T00:22:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Toeplitz&amp;diff=768622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: diverse kleinere Änderungen</title>
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		<updated>2025-12-25T18:19:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;diverse kleinere Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-76791-0013, Berlin, 15. Volkskammersitzung, Dr. Toeplitz.jpg|mini|hochkant|Heinrich Toeplitz (1960)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Theodor Toeplitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juni]] [[1914]] in [[Berlin]]; † [[22. November]] [[1998]] ebenda) war ein deutscher Jurist und Politiker der [[Blockpartei]] [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]]. Er war von 1951 bis 1990 Mitglied der [[Volkskammer]], von 1960 bis 1986 Präsident des [[Oberstes Gericht der DDR|Obersten Gerichts]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und von 1966 bis 1989 stellvertretender Parteivorsitzender der Ost-CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Toeplitz war der Sohn des promovierten Juristen und Gerichtsassessors Georg Toeplitz und seiner Frau Margarete (geb. Sticher). Er besuchte das König-Wilhelm-Gymnasium in [[Breslau]], legte 1932 das [[Abitur]] ab und studierte bis 1936 Rechts- und Staatswissenschaften an den [[Universität Leipzig|Universitäten Leipzig]] und [[Universität Breslau|Breslau]]. 1937 promovierte er zum Dr.&amp;amp;nbsp;jur., wurde als „[[Halbjude]]“ nach den [[Nürnberger Rassengesetze]]n aber nicht zum Assessorexamen zugelassen. Er emigrierte 1938 zunächst nach [[Wien]], dann nach [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]], wo er erfolglos versuchte, eine Existenz als Kaufmann aufzubauen. Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kehrte er nach Deutschland zurück und war als Rechtsanwalt und in Industriebetrieben tätig. Da er nicht in der [[Wehrmacht]] dienen durfte, wurde er zur [[Organisation Todt]] dienstverpflichtet und von April 1944 bis zum Kriegsende 1945 als Bauarbeiter in Frankreich und den Niederlanden eingesetzt. Nach drei Monaten in sowjetischer [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Gefangenschaft]] kehrte Toeplitz nach Berlin zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|26|328|330|Toeplitz, Heinrich Theodor|Rudi Beckert|125603096}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1947 war er [[Rechtsreferendariat|Referendar]] und Hilfsrichter in Berlin und legte das zweite juristische [[Staatsexamen]] beim [[Kammergericht]] Berlin ab. Bis 1950 war er juristischer Hauptreferent beim [[Magistrat von Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Staatssekretär Dr. Toeplitz |Sammelwerk=[[Neue Zeit]] |Datum=1950-11-18 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 trat er der CDU bei, war 1950 stellvertretender [[Generalsekretär]] der CDU und 1950 bis 1960 Staatssekretär im [[Ministerium der Justiz (DDR)|Ministerium für Justiz]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. In dieser Funktion war Toeplitz Mitglied des Redaktionskollegiums der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Justiz]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Toeplitz, Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Zum Ausscheiden des Chefredakteurs Prof. Dr. Nathan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Justiz. Zeitschrift für Recht und Rechtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Ost), Jahrgang 1953, S. 480&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1990 war er Abgeordneter der [[Volkskammer]] der DDR. In der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Ost-CDU]] war er ab 1952 Mitglied des Politischen Ausschusses bzw. von 1954 bis 1989 des Präsidiums des Hauptvorstandes. 1955 bis 1987 war er Vorsitzender des Zentralen Untersuchungsausschusses der CDU, 1966 bis 1989 stellvertretender Parteivorsitzender. Von 1951 bis 1953 war Toeplitz zudem stellvertretender Vorsitzender des Zentralvorstands der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten]] ([[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten|VVN-BdA]])&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Staatssekretär Dr. Toepltz&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. November 1950, S. 2 [&amp;quot;... übte Funktionen in der VVN aus&amp;quot;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach deren Auflösung in der DDR war er 1953 Mitbegründer und bis 1990 Präsidiumsmitglied der Zentralleitung des [[Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer|Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer]] sowie ab 1954 Mitglied im Generalrat der [[Fédération Internationale des Résistants]] (FIR, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Vereinigung der Widerstandskämpfer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-B0709-0004-002, Oberstes Gericht, Globke-Prozess, Toeplitz.jpg|mini|Toeplitz (Mitte) leitet den [[Globke-Prozess]] vor dem Obersten Gericht (1963)]]&lt;br /&gt;
Von 1960 bis 1986 war Toeplitz [[Gerichtspräsident|Präsident]] des [[Oberstes Gericht der DDR|Obersten Gerichts der DDR]]. Dessen Präsidium und Plenum konnten jeweils Beschlüsse und Richtlinien fassen, die für die nachgeordneten Gerichte bindend waren. Toeplitz bekannte sich zur SED-gesteuerten Rechtspolitik und zentral gelenkten Rechtsprechung in der DDR. Bei bestimmten Verfahren war der [[Oberstes Gericht der DDR#Der 1. Strafsenat|1. Strafsenat]] des Obersten Gerichts in erster Instanz zuständig, das gefällte Urteil war dann unanfechtbar. Toeplitz hatte den Vorsitz in Schauprozessen, in denen politische Gegner ausgeschaltet oder die DDR als antifaschistisch-demokratischen Staat dargestellt werden sollte, z. B. gegen den Fluchthelfer [[Harry Seidel]] (1962; lebenslanges Zuchthaus), im [[Globke-Prozess]] gegen den abwesenden Chef des Bundeskanzleramts (1963) und gegen den KZ-Arzt von Auschwitz [[Horst Fischer (Mediziner)|Horst Fischer]] (1966; Todesurteil).&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Willy Brandt]] kommentierte 1962 als [[Regierender Bürgermeister]] von West-Berlin den Prozess gegen Harry Seidel: {{&amp;quot; |Text=Es gibt kein Wort, das genügen würde, um der Empörung über dieses Schandurteil der modernen Inquisition eines Unrechtsstaates Ausdruck zu verleihen. |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;mauz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gerhard Mauz]] |Titel=Sensibler Bereich |Sammelwerk=[[Der Spiegel|Spiegel special]] |Nummer=2 |Datum=1990 |Seiten=71 |Online=[https://web.archive.org/web/20160115054617/https://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-52397651.html Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war Toeplitz von 1962 bis 1985 Präsident des Verbands der Juristen (VdJ) der DDR und 1975 bis 1990 Präsident der Freundschaftsgesellschaft DDR–Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Herbst/Winfried Ranke/Jürgen Winkler: &amp;#039;&amp;#039;So funktionierte die DDR&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Funktionäre&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1994, Stichwort: Toeplitz, Heinrich; ISBN 3-499-16350-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin war er Vorsitzender des DDR-Komitees für die Kampfdekade gegen Rassismus und Rassendiskriminierung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Generalsekretär der UNO eröffnete Beratung in Genf.&amp;#039;&amp;#039; In: Neues Deutschland. 2. August 1983 ([https://www.nd-archiv.de/artikel/1581013.generalsekretaer-der-uno-eroeffnete-beratung-in-genf.html nd-archiv.de] Link kostenpflichtig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-1201-044, Dr. Heinrich Toeplitz.jpg|mini|Heinrich Toeplitz in der Volkskammer 1989]]&lt;br /&gt;
Während der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|friedlichen Revolution in der DDR]] berief die Volkskammer Toeplitz im November 1989 zum Vorsitzenden des zeitweiligen Ausschusses zur „Überprüfung von Fällen des Amtsmißbrauchs, der Korruption, der persönlichen Bereicherung und anderer Handlungen“ durch ehemalige DDR-Staats- und Parteifunktionäre. Da Toeplitz selbst langjähriger Staatsfunktionär der DDR-Justiz war, löste seine Ernennung öffentliche Empörung aus. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde er im April 1995 vor dem [[Landgericht Berlin]] wegen [[Rechtsbeugung]] angeklagt, das Hauptverfahren fand jedoch wegen Toeplitz’ [[Verhandlungsfähigkeit (Deutschland)|Verhandlungsunfähigkeit]] nicht statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toeplitz war ab 1947 mit der Stenotypistin und technischen Zeichnerin Ruth Gaudlitz (1921–2010) verheiratet, die 1950 ebenfalls der Ost-CDU beitrat, Stadtverordnete in Ost-Berlin wurde und von 1954 bis 1987 dem Bundesvorstand des [[Demokratischer Frauenbund Deutschlands|Demokratischen Frauenbunds Deutschlands]] (DFD) angehörte. Das Paar bekam einen Sohn und eine Tochter. Toeplitz ist auf dem [[Parkfriedhof Marzahn]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen in der DDR ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischer Verdienstorden (VVO)]] in Bronze&lt;br /&gt;
* 1959 Vaterländischer Verdienstorden in Silber&lt;br /&gt;
* 1969 [[Carl-von-Ossietzky-Medaille (Friedensrat der DDR)|Carl-von-Ossietzky-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1970 Vaterländischer Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1974 Ehrenspange zum VVO in Gold&lt;br /&gt;
* 1964 Orden „[[Banner der Arbeit]]“&lt;br /&gt;
* 1979 [[Ehrendoktor]] der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität Leipzig]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php |titel=Verzeichnis der Ehrenpromotionen |hrsg=Archiv der Universität Leipzig |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201019231702/https://geschichte.archiv.uni-leipzig.de/ws/ehrenpromotionen.php |archiv-datum=2020-10-19 |abruf=2020-11-14 |kommentar=Ordnung nach Graduierungsjahr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1989 Großer [[Stern der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Verdienstmedaille der DDR]]&lt;br /&gt;
* Stern der Völkerfreundschaft in Gold&lt;br /&gt;
* [[Ernst-Moritz-Arndt-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberstes Gericht der DDR, höchstes Organ wahrhaftiger demokratischer Rechtsprechung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus Reden und Aufsätzen 1952–1973.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=heinrich-toeplitz|lemma=Toeplitz, Heinrich|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=2|idNum=3549}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|328|330|Toeplitz, Heinrich Theodor|Rudi Beckert|125603096}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125603096|VIAF=62515356}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Toeplitz, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FIR-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Funktionär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille (Friedensrat der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberstes Gericht der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Toeplitz, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Toeplitz, Heinrich Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Präsident des Obersten Gerichts der DDR und Politiker (CDU), MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. November 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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