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	<title>Heinrich Strobel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:56:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-05-29T09:05:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Musikwissenschaftler &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Strobel&amp;#039;&amp;#039;; für den Politiker siehe [[Heinrich Ströbel]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Strobel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Mai]] [[1898]] in [[Regensburg]]; † [[18. August]] [[1970]] in [[Baden-Baden]]) war ein deutscher [[Musikwissenschaft]]ler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heinrich Strobel, der Sohn eines Großkaufmanns, besuchte in Regensburg das Gymnasium, nahm am Ersten Weltkrieg teil und arbeitete ab 1918 am [[Theater Regensburg|Stadttheater Regensburg]] als [[Korrepetitor]]. Danach studierte er an der  [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] Musikwissenschaft bei [[Adolf Sandberger]] und [[Theodor Kroyer]]. 1921 wurde er Musikkritiker der &amp;#039;&amp;#039;Thüringischen Allgemeinen&amp;#039;&amp;#039; in Erfurt. 1922 wurde er mit seiner Dissertationsschrift über [[Johann Wilhelm Häßler]] zum Dr. phil promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Strobel |Titel=Johann Wilhelm Hässlers Leben und Werke. Ein Beitrag zur Geschichte der Klaviermusik der klassischen Periode |Ort=München [o. O.] |Datum=1924 |Umfang=228 |DNB=571270573 |Kommentar=Phil. Diss., 9. März 1922. Das Jahr der Veröffentlichung wird mit 1923 oder 1924 angegeben }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neues Musikblatt 1934 Titel (cropped).png|mini|150px|rechts]]&lt;br /&gt;
1927–1932 betätigte er sich als Musikkritiker beim &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Börsen-Courier]]&amp;#039;&amp;#039;. 1933 und 1934 war er Schriftleiter (Munzinger spricht hier schon von &amp;#039;&amp;#039;Herausgeber&amp;#039;&amp;#039;) der Zeitschrift für neue Musik &amp;#039;&amp;#039;[[Melos (Zeitschrift)|Melos]]&amp;#039;&amp;#039; und der Nachfolgezeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Neues Musikblatt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;&amp;gt;[[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Selbstverlag, Kiel 2009, S. 7.538.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934–1938 arbeitete er für das &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, wobei er unter dem Pseudonym Karl Frahm auch Kochrezepte verfasste und ein Kochbuch schrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; 1935 wurde er von der [[Kampfbund für deutsche Kultur|NS-Kulturgemeinde]] als „Musikbolschewist“ diffamiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 600.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Strobel in zweiter Ehe mit einer nach den [[Rassismus|rassistischen]] [[Nürnberger Gesetze]]n als „Jüdin“ bezeichneten Frau (Hilde Levy) verheiratet war, erhielt er vom NS-Regime eine Sondererlaubnis zum Publizieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; Seit dem 1. Februar 1939 arbeitete er für die [[Deutsche Allgemeine Zeitung (1919–1945)|Deutsche Allgemeine Zeitung]], seit April 1939 als Auslandskorrespondent in Paris, auch während der Zeit der deutschen Besetzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt; 1940 veröffentlichte er im Zürcher [[Atlantis Verlag (Hürlimann)|Atlantis Verlag]] eine Biographie über [[Claude Debussy]]. Unter Pseudonym schrieb er auch im Feuilleton von Goebbels Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Das Reich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 600, mit Bezug auf Frei und Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Journalismus im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strobel, der zunächst u.k. gestellt war, wurde nach der [[Operation Overlord|Invasion der alliierten Truppen]] in Nordfrankreich im Sommer 1944 zum [[Landsturm]] eingezogen und geriet bei der Befreiung von Paris in Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prieberg&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg (Dezember 1945) wurde Strobel an den neu gegründeten [[Südwestfunk]] in [[Baden-Baden]] geholt, wo er Leiter der Musikabteilung wurde. Von 1956 bis 1969 war er Präsident der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Gesellschaft für Neue Musik|Internationalen Gesellschaft für Neue Musik]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Strobel förderte die [[Neue Musik]] schon zu Beginn seiner Arbeit als Musikkritiker.  So nahm er Partei für die Werke von [[Paul Hindemith]], [[Igor Strawinsky]], [[Kurt Weill]] und [[Ernst Krenek]].  Seine Biographie Hindemiths erschien 1928 im [[Schott Musik International|Schott Verlag]]. Als Leiter der Musikabteilung des Südwestfunks holte er die Dirigenten [[Hans Rosbaud]] und [[Ernest Bour]], unter deren Leitung das Sinfonieorchester des [[Südwestfunk|SWF]] ein führendes Ensemble in Sachen Neuer Musik wurde. Er förderte zahlreiche junge Talente, z. B. die Komponisten [[Pierre Boulez]] und [[Krzysztof Penderecki]]. Ab 1947 war er Herausgeber von &amp;#039;&amp;#039;Melos&amp;#039;&amp;#039;. Die Wiederbelebung der [[Donaueschinger Musiktage]] in den frühen 1950er Jahren ist wesentlich seiner Initiative zu verdanken. Dort wurden in der Regel auch die zahlreichen Kompositionsaufträge uraufgeführt, die der SWF auf seine Veranlassung vergab. Aufträge erhielten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hans Werner Henze]], [[Wolfgang Fortner]], [[Bernd Alois Zimmermann]], [[Luigi Nono]], [[Werner Egk]] und viele weitere Vertreter der Neuen Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für drei Opern von [[Rolf Liebermann]] schrieb er die Libretti: &amp;#039;&amp;#039;[[Leonore 40/45]]&amp;#039;&amp;#039; (1952), &amp;#039;&amp;#039;Penelope&amp;#039;&amp;#039; (1954), &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schule der Frauen (Liebermann)|Die Schule der Frauen]]&amp;#039;&amp;#039; (1955).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm benannt sind die [[Heinrich-Strobel-Stiftung]] und das [[Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung]] des [[Südwestrundfunk]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1952: Arnold Schönberg-Medaille&lt;br /&gt;
* 1957: Kreuz der [[Ehrenlegion|Französischen Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
* 1961: Dr. phil. h. c. der [[Universität Basel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Strobel, Musikwissenschaftler&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Munzinger-Archiv|Munzinger]]. Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039;, 40/1970. 21. September 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strobel, Heinrich&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hugo Riemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Riemann Musiklexikon. Personenteil&amp;#039;&amp;#039;. 1961, S. 750.&lt;br /&gt;
* Manuela Schwartz,&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Strobel&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]]. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Personenteil Band 16. 2006. S. 184.&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Rundfunkarchiv]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auftragskompositionen im Rundfunk 1946–1975&amp;#039;&amp;#039; (Bild- und Tonträger-Verzeichnisse; Bd. 7). 1977.&lt;br /&gt;
* Manuela Schwartz: &amp;#039;&amp;#039;„Eine versunkene Welt“. Heinrich Strobel als Kritiker, Musikpolitiker, Essayist und Redner in Frankreich (1939-1944)&amp;#039;&amp;#039;. In: Isolde von Foerster, Christoph Hust und [[Christoph-Hellmut Mahling]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikforschung – Faschismus – Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Are Musik Verlag, Mainz 2001, ISBN 3-924522-06-5, S. 291–317 [http://www.are-musikverlag.de/neuerscheinungen.html]&lt;br /&gt;
* Manuela Schwartz, &amp;#039;&amp;#039;Exil und Remigration im Wirken Heinrich Strobels&amp;#039;&amp;#039;, in: Musik. Transfer. Kultur (Festschrift für Horst Weber), hg. von Stefan Drees, Andreas Jakob und Stefan Orgas, Hildesheim, Olms 2009, S.&amp;amp;nbsp;385–406 (ISBN 978-3-487-13967-8).&lt;br /&gt;
* Manuela Schwartz, &amp;#039;&amp;#039;Visionen und Pflichten eines Förderers neuer Musik. Heinrich Strobel im Licht seiner Korrespondenz&amp;#039;&amp;#039;, in: Mitteilungen der Paul Sacher Stiftung, April 2013, S. 29–33.&lt;br /&gt;
* [[Michael Custodis]]/[[Friedrich Geiger (Musikwissenschaftler)|Friedrich Geiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Netzwerke der Entnazifizierung. Kontinuitäten im deutschen Musikleben am Beispiel von Werner Egk, Hilde und Heinrich Strobel&amp;#039;&amp;#039;. (= Münsteraner Schriften zur zeitgenössischen Musik 1), Münster u.&amp;amp;nbsp;a., 2013&lt;br /&gt;
* Manuela Schwartz, Heinrich Strobel, critique musical et observateur de la vie musicale à Erfurt, in: Créer, jouer, transmettre la musique, de la IIIeRépublique à nos jours. Mélanges en l’honneur de Myriam Chimènes, hg. von Alexandra Laederich und Anne Piégus, Paris, Centre de documentation Claude Debussy 2019, ISBN 978-2-9568421-0-1, S. 101–115&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Strobel.&amp;#039;&amp;#039; In: Fred K. Prieberg: Musik im NS-Staat. Frankfurt am Main 1982. Fischer Taschenbuch Verlag. ISBN 3-596-26901-6. Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeiten II&amp;#039;&amp;#039;, Seite 310–317. Dort eine Darstellung der Geschehnisse um Heinrich Strobel.&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 7538–7553. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Strobel, Heinrich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,2. Saur, München 1983, S. 1143.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118619349}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118619349|LCCN=n86138187|VIAF=66507973}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Strobel, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Librettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Südwestfunk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strobel, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musikkritiker und -redakteur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Mai 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Regensburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Baden-Baden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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