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	<title>Heinrich Stroband - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Stroband&amp;diff=2181238&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Moctezuma1466 am 6. März 2026 um 10:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stroband.jpg|miniatur|Heinrich Stroband]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Stroband&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. November]] [[1548]] in [[Toruń|Thorn]]; † [[20. November]] [[1609]] ebenda) war ein deutscher [[Jurist]] und Erster [[Bürgermeister]] sowie königlich polnischer [[Burggraf]] von Thorn, der Gründer des [[Thorner Gymnasium|Evangelischen Akademischen Gymnasiums in Thorn]] und Mitbegründer der Kodifizierung des [[Kulmer Recht]]s. Nach ihm wurde in Thorn die [[Strobandstraße]] (heute: ul. Mały Garbary) benannt. Sein Grabmal und [[Epitaph]] befindet sich in der [[Marienkirche (Toruń)|Marienkirche zu Thorn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Der [[Patrizier]]&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Ranft, Der Hoftag in Quedlinburg 973: Von den historischen Wurzeln zum neuen Europa, 2006, [https://books.google.de/books?id=PbFJAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA137&amp;amp;lpg=PA137&amp;amp;dq=heinrich+stroband+thorn&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=0VVMwsAJQz&amp;amp;sig=6fsWZjhwpuhtu3u1-Z4HV1Nf18A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwilvaTE77_bAhXHchQKHVHYAVIQ6AEwDXoECAEQAQ#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 137 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Heinrich Stroband wurde als Sohn des in [[Danzig]] geborenen Thorner [[Ratsherr]]n Johann Stroband (1511–1585),&amp;lt;ref name=&amp;quot;ADB&amp;quot;&amp;gt;{{ADB|36|601|603|Stroband, Heinrich|[[Karl Lohmeyer (Historiker)|Karl Lohmeyer]]|ADB:Stroband, Heinrich}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erbherrn auf Niederbriesen (Brzezno)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GLO&amp;quot;&amp;gt;Hans Maercker, Geschichte der ländlichen Ortschaften und der drei kleineren Städte des Kreises Thorn, Danzig 1899/1900, [https://books.google.de/books?id=tscKAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA209&amp;amp;lpg=PA209&amp;amp;dq=heinrich+stroband&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=WLVvk2qJd9&amp;amp;sig=VoIZixRHSwho7bRikvgewhqEEJ8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjL3ZGkq77bAhWDYVAKHRGKBnUQ6AEIRjAF#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 208 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Preußisch Lanke,&amp;lt;ref name=&amp;quot;TE&amp;quot;&amp;gt;Carl Gotthelf Praetorius: &amp;#039;&amp;#039;Thorner Ehrentempel oder Verzeichnis der Bürgermeister und Rathmänner&amp;#039;&amp;#039;, 1832, [https://books.google.de/books?id=FxpbAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA35 S. 34 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und seiner Frau, der Thorner Bürgermeisterstochter Margarete Esken, in Thorn geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GU&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste|Grosses vollständiges Universal Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 40, 1744, [https://books.google.de/books?id=BflfAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA995 S. 996 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Vater 1551 zum Thorner Bürgermeister gewählt worden war, ernannte ihn König [[Sigismund II. August]] auch zum [[Burggraf]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Vierhaus, Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 9, München 2008, [https://books.google.de/books?id=vt0P6_HDwpIC&amp;amp;pg=PA781&amp;amp;lpg=PA781&amp;amp;dq=strohband+wappen&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=gGAOcCCvfn&amp;amp;sig=zTsZzcVl164wHvMcXj_UHr8KwC8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj3rI62s8LbAhUFb1AKHa0aBjg4ChDoATAGegQIBBAB#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 781]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1557 bekannte er sich offen zur [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherischen Konfession]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Er erhielt 1569 auf dem [[Union von Lublin|Reichstag zu Lublin]] für sich und seine Nachkommen das polnische [[Indigenat]]. Die Familie gehörte seitdem dem polnischen [[Adel]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZR&amp;quot; /&amp;gt; Der Großvater Christian Stroband (1482–1531),&amp;lt;ref name=&amp;quot;ADB&amp;quot; /&amp;gt; Erbherr auf Niederbriesen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;TE&amp;quot; /&amp;gt; entstammte einem kurmärkischen Geschlecht, aus dem schon seit Beginn des 15. Jahrhunderts [[Berlin]]er regierende Bürgermeister hervorgegangen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BG&amp;quot;&amp;gt;Berliner Geschlechter, Tafel 1–9, [https://books.google.de/books?id=wpMNAAAAQAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Tafel 3.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Großvater, Sohn eines Ratsherrn, hatte sich als Zwanzigjähriger in Danzig niedergelassen und hatte unter dem Deutschen Hochmeister und Herzog [[Albrecht (Preußen)|Albrecht von Preußen]] 1520/1521 im [[Reiterkrieg]] Kriegsdienste geleistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Frieden ließ er sich zu Thorn nieder, wo er als Ratsherr verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig von Baczko]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften aus dem Gebiete der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1796, [https://books.google.de/books?id=4cgAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA207 S. 207.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Heinrich Stroband ab 1566 in [[Frankfurt (Oder)]] [[Philosophie]], [[Rechtswissenschaften|Rechts-]] und [[Politikwissenschaften]], ab 1568 in [[Tübingen]] [[Zivilrecht]] und [[Kirchenrecht]]. Seit dieser Zeit interessierte er sich für alte [[Geschichte]], und ab 1570 studierte er [[Theologie]] in [[Wittenberg]]. Er reiste auch nach [[Straßburg]] und [[Basel]] und kehrte im Jahre 1574 nach Thorn zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken ===&lt;br /&gt;
Er wurde 1578 [[Schöffe (historisch)|Schöffe]] des altstädtischen Gerichts in Thorn, wenig später auch des kulmerländischen Landgerichts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1586 war er als Ratsherr Mitglied im [[Stadtrat]], und schon 1587 wurde er zum [[Bürgermeister]] und [[Stadtpräsident]]en gewählt. Das blieb er bis zu seinem Tod. Der polnische König ernannte ihn zum Burggrafen von Thorn, welches Amt sein Vater schon bekleidete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ADB&amp;quot; /&amp;gt; Er war auch in den städtischen Schulen Oberschulrat und leitete das Thorner [[Konsistorium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war für Thorn eine der herausragendsten Personen an der Wende des sechzehnten zum siebzehnten Jahrhundert. Die erste Phase seiner Tätigkeiten zeichnete sich durch Studien über das [[Kulmer Recht]] und die städtische [[Bildungsreform]] aus. Dank seiner Bemühungen wurde das Bildungsniveau der Thorner Schule deutlich erhöht; sie wandelte sich von sechs Schuljahren, die einen [[mittelalter]]lichen Ursprung haben, in ein modernes System mit 10 Schulklassen und erhielt den Status einer [[Universität]], die zu einem der führenden Zentren des intellektuellen Lebens im [[Preußen Königlichen Anteils|Königreich Preußen]] wurde. Im Jahr 1595 realisierte Stroband auch den Vorschlag zur Einrichtung der [[Evangelische Akademie|Evangelischen Akademie]] in Thorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Berufung in den Rat von Thorn erhielt er einen signifikanten Einfluss auf das Funktionieren der Stadt. Ein wichtiges Element der Aktivitäten waren Strobands Bauvorhaben: Anpassung des Gebäudes nach Ordnung eines [[Franziskanerkloster]]s an die Bedürfnisse der [[Mittelschule]], auch ein [[Studentenwohnheim|Wohnheim für Studenten]] wurde gebaut. Zu den wichtigsten Umsetzungen gehören die Entwicklung des [[Altstädtisches Rathaus (Thorn)|Altstädtischen Rathauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1591 begann die Planung des Umbaus des Abwehrsystems der Stadt in eine moderne Befestigungsanlage; die Umsetzung erfolgte in den Jahren 1597–1601. Hinzu kam der Bau einer [[Waffenkammer]] und der [[Stadtwache (Mittelalter)|Stadtwache]]. Auf seine Initiative hin errichtete der Thorner Stadtrat 1608 in [[Przysiek (Zławieś Wielka)|Wiesenburg]] bei Thorn eine erste [[Wiesenburger Brauerei|Brauerei]], die der Stadt große Gewinne einbrachte und später u. a. auch von seinem Schwiegersohn [[Ernst Lichtfuß]] zeitweise gepachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Familie_Stroband.jpg|Epitaph der Familie Stroband in der St. Marienkirche zu Thorn&lt;br /&gt;
Datei:Epitaph_Stroband.jpg|Epitaph der Familie Stroband in der St. Marienkirche zu Thorn&lt;br /&gt;
Datei:Torun epitafium Strobandow herb.jpg|[[Redendes Wappen]] derer Stroband am Epitaph: In Silber eine rote Rose, umgeben von einem goldenen Kranz, bestehend aus zwei Strohbünden (= „Srohband“). Auf dem schwarz-silbern [[Helmwulst|bewulsteten]] [[Kolbenturnierhelm]] mit schwarz-silbernen [[Helmdecke]]n zwei schwarze Büffelhörner mit je einer silbernen Spange&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon Vater und Großvater, war auch Heinrich Stroband Erbherr auf Niederbriesen (Brzezno).&amp;lt;ref name=&amp;quot;GLO&amp;quot; /&amp;gt; Zuletzt hatte ihn der Kurfürst von Brandenburg noch zum [[Geheimer Rat|Geheimen Rat]] ernannt. In seiner Ehe mit der gebürtigen Danzigerin Katharina Soldavin (Soldau) zeugte er, gleich seinem Vater, 13 Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GU&amp;quot; /&amp;gt; Heinrich Strobands Sohn Christian war Sekretär des polnischen Königs [[Sigismund III. Wasa]]; sein gleichnamiger Neffe war Sekretär des Brester [[Woiwode]]n [[Rafal Leszczyński]] in Lissa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZR&amp;quot;&amp;gt;[[Michael G. Müller|Michael Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Zweite Reformation und städtische Autonomie im königlichen Preussen&amp;#039;&amp;#039;, 1997, [https://books.google.de/books?id=s2imDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA180 S. 180.] &amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Sohn namens Heinrich Stroband (um 1570–1620) war ebenfalls Bürgermeister von Thorn, ebenso dessen gleichnamiger Sohn (1599–1657).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|36|601|603|Stroband, Heinrich|[[Karl Lohmeyer (Historiker)|Karl Lohmeyer]]|ADB:Stroband, Heinrich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.turystyka.torun.pl/index.php?jezyk=1&amp;amp;strona=121#stroband Heinrich Stroband]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115639233|LCCN=n/2011/85363|VIAF=20414330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stroband, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Toruń)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patrizier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1548]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1609]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stroband, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Bürgermeister sowie Burggraf von Thorn&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. November 1548&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Toruń|Thorn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. November 1609&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Toruń|Thorn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Moctezuma1466</name></author>
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