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	<title>Heinrich Sequenz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Sequenz&amp;diff=1522526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. Oktober 2025 um 23:36 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-11T23:36:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Sequenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Jänner]] [[1895]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[11. Mai]]  [[1987]] ebenda) war ein österreichischer Elektrotechniker und Rektor der TU Wien in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heinrich Sequenz entstammt einer Seidenzeugmacher-Familie. Er wollte Marineingenieur werden und begann im Herbst 1913 sein Studium an der Maschinenbauschule der [[Technische Universität Wien|Wiener Technischen Hochschule]], an der Unterabteilung für Schiffbau und Schiffsmaschinenbau. Er wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Eisen Wien&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Weidinger |Titel=&amp;quot;Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen&amp;quot;. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945 |Verlag=Böhlau |Ort=Wien / Köln / Weimar |Datum=2015 |ISBN=978-3-205-79600-8 |Seiten=176}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1914 meldete er sich freiwillig zur &amp;#039;&amp;#039;Akademischen Legion&amp;#039;&amp;#039; und besuchte die für die Freiwilligen errichtete Wiener Chargenschule. In Ostrowiec geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, wurde im September 1915 nach Sibirien verlagert und Januar 1920 befreit. Im Herbst 1920 nahm er sein Maschinenbaustudium an der TH Wien wieder auf, wandte sich dann aber dem Studium der Elektrotechnik zu, das er 1924 beendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichte er in der Vereinszeitschrift „Elektrotechnik und Maschinenbau“ des [[Österreichischer Verband für Elektrotechnik|Elektrotechnischen Vereins Wien]] (EVW) einen Artikel über die Messung des Widerstandes von Gleichstromankerwicklungen. Das brachte ihn in Verbindung mit dem langjährigen Schriftleiter Hofrat Alfred Grünhut (1871 – Feb. 1938) und er arbeitete darauf in der Schriftleitung dieser Zeitschrift mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde er zum Lehrer an der Bundeslehranstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik in Wien ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte Physik und Mathematik an der Wiener Universität und schrieb 1929 seine Dissertation. Bereits am 16. November 1931 trat er der [[NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 614.529), allerdings 1934 wieder aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesarchiv&amp;quot;&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/22770824&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Studienaufenthalt an der Technischen Hochschule in Aachen wurde er 1932 Privatdozent an der TH Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Doktorat an der Technischen Hochschule in Karlsruhe (Wicklungen) wurde er 1937 an die Technische Hochschule in Stuttgart berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] ans Reich am 13. März 1938 wurde er kommissarischer Leiter des [[Österreichischer Verband für Elektrotechnik|Elektrotechnischen Vereins Wien]] (EVW). Grünhuts Tod im Februar machte es ihm unmöglich, diesem als Juden &amp;#039;&amp;#039;den Schreibtisch wegzunehmen&amp;#039;&amp;#039;. Kurz darauf wurden er und [[Leonhard Kneissler]] mit der Schriftleitung der EVW betraut. Er ließ sämtliche Akten und Unterlagen des Vereins vernichten, so dass für die Zeit vor 1938 keine Originalquellen außer der Vereinszeitschrift existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde er als Professor für Elektromaschinenbau an die TH Wien berufen. Dort amtierte er zwischen 1939 und 1942 als Nachfolger von [[Herbert Schober]] als lokaler Repräsentant des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbundes]], eine der einflussreichsten Positionen an der Hochschule. Zum 1. Januar 1941 trat er erneut der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 9.025.398).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bundesarchiv&amp;quot; /&amp;gt; Im Dezember 1942 ernannte ihn das [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung|Reichswissenschaftsministerium]] zum Rektor der TH Wien. Mit seiner Antrittsrede, in der er die Eigenarten des „österreichischen Menschen“  herausstrich, sorgte er für Unruhe in NS-Kreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 wurde ihm die Lehrbefugnis aberkannt und als letzter Rektor der TH Wien verhaftet. Bis 1947 blieb er in verschiedenen Gefängnissen und [[Anhaltelager]]n wie dem [[Lager Glasenbach]] inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde er durch Bemühungen Kneisslers wieder als EVW Schriftleiter eingesetzt. 1952 wurde ihm die Lehrbefugnis wieder erteilt und 1954 war er wieder Ordinarius und Vorstand des Instituts für Elektrische Anlagen der TH Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man in den 1960er Jahren mehrfach versuchte, ihn als wirkliches Mitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] zu wählen, legte das Akademiemitglied [[Paul Funk (Mathematiker)|Paul Funk]], das seit 1945 an der TH Wien Professor für Mathematik war, beharrlich Eingaben und Bedenken dagegen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Oberkofler, Gerhard (2005). „Der Mathematiker Paul Funk wird mit der ‚Vergangenheitsbewältigung‘ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konfrontiert“. In: DÖW – Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2005. Schwerpunkt Frauen in Widerstand und Verfolgung&amp;#039;&amp;#039;. Wien: LIT. S. 200–217. Online onter https://www.doew.at/cms/download/10447/web_jahrbuch_05.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sequenz heiratete 1952 die Wiener Architektin [[Ilse Sequenz|Ilse Wildt]] (1912–2010). Er wurde am [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verstorbenensuche&amp;quot;&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Heinrich Sequenz |Friedhof=Zentralfriedhof |Jahr=1987}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen &amp;amp; Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1954 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien&lt;br /&gt;
* 1966 Großes Silbernes [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)]]&lt;br /&gt;
* 1967 [[Liste der Ehrensenatoren der Technischen Universität Wien|Ehrensenator der Technischen Hochschule Wien]]&lt;br /&gt;
* 1970 [[Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien]] in Gold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer allgemeinen Theorie der Gleichstrom-Ankerwicklungen&amp;#039;&amp;#039;;  Berlin, Springer, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Gleichung der Hysterese-Schleife&amp;#039;&amp;#039;; In: Archiv f. Elektrotechnik, 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Maschinen&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Springer, Erstauflage 1942, letzte Auflage 1971 (mit [[Theodor Bödefeld]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wicklungen elektrischer Maschinen&amp;#039;&amp;#039;, mehrere Bände, Wien, Springer, 1950 bis 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Geist der Technik : Reden und Vorträge bei der 150-Jahr-Feier der Technischen Hochschule in Wien, 8. bis 13. November 1965&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Springer, 1966&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jahrgang 1895. Mir zur Feier meines 75. Geburtstages&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Becvar, 1970&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Herstellung der Wicklungen elektrischer Maschinen&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Springer, 1973&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Elektrotechnik in Österreich 1873–1973&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Springer, 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Synchron – Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 160 (&amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 6).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bericht über feierliche Inauguration des am 10. Dezember 1942 ernannten Rector Magnificus Dipl.-Ing. Dr. techn. habil., Dr-Ing. Dr. phil. Heinrich Sequenz&amp;#039;&amp;#039;; Wien, Verlag der TH Wien, 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Exner-db|Name=Heinrich Sequenz}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000006228}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140123695|VIAF=39823630}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sequenz, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Technische Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Wilhelm-Exner-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDDB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sequenz, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Elektrotechniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Mai 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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