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	<title>Heinrich Schade - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. September 2025 um 21:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juli]] [[1907]] in [[Kiel]]; † [[10. Dezember]] [[1989]]) war ein deutscher Mediziner, [[Rassenhygiene|Rassenhygieniker]], [[Humangenetik]]er und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heinrich Schade war der Sohn des Arztes und Physikochemikers Heinrich Karl Wilhelm Schade (1876–1935).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://cau.gelehrtenverzeichnis.de/person/58547e96-5a06-87e7-f41c-4d4c60d53aa8?lang=de Kieler Gelehrtenverzeichnis].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser wendete ab etwa 1905 bahnbrechend die [[physikalische Chemie]] auf Physiologie und Pathologie an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende der Schullaufbahn absolvierte Heinrich Schade ein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]] an den Universitäten [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] und der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pross/Aly198&amp;quot;&amp;gt;C. Pross und G. Aly (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Der Wert des Menschen. Medizin in Deutschland 1918–1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1989: Hentrich 261-293. ISBN 3-926175-62-1, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war seit 1928 Mitglied des [[Corps Franconia München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1996, 38/993.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kiel wurde Schade 1932 zum [[Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend war er [[Medizinalassistent]] in München und [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pross/Aly198&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zum 1. März 1931 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 459.334)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/36560488&amp;lt;/ref&amp;gt; und schloss sich auch der [[Sturmabteilung|SA]] an. Von der SA wechselte er später zur [[Schutzstaffel|SS]], in der er 1944 zum [[SS-Sturmbannführer]] aufstieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee522&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 522.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er absolvierte vom 1. November 1934 bis 1. Juli 1935 den ersten rassehygienischen Lehrgang am [[Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik]] (KWI-A).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Walter Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945.&amp;#039;&amp;#039; Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Bd. 9. Wallstein, Göttingen 2005, S. 266f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war Schade bis 1939 Assistent [[Otmar von Verschuer]]s und Oberarzt am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene&amp;#039;&amp;#039; der [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main]]. In dieser Funktion trat Schade auch als Gutachter für heimlich&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt; durchgeführte [[Zwangssterilisierung]]en sogenannter [[Rheinlandbastard]]e auf. Schade [[Habilitation|habilitierte]] sich 1939 mit einer Schrift über die erbbiologische Erfassung der Bevölkerung der hessischen Schwalm und war anschließend als Dozent für „Erbbiologie und Rassenhygiene“ an der Universität Frankfurt/M. beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee522&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Schade zum [[Heer (Wehrmacht)]] eingezogen. Im Dezember 1942 erhielt Schade eine Anstellung als Oberarzt unter von Verschuer am KWI-A, die er jedoch kriegsbedingt zunächst nicht antreten konnte. Spätestens Anfang 1944 war er in Berlin stationiert und konnte sich daher am KWI-A im Rahmen eines Forschungsauftrages mit Auswertungsarbeiten zu seinem Habilitationsthema beschäftigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmuhl364&amp;quot;&amp;gt;Hans-Walter Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945.&amp;#039;&amp;#039; Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Bd. 9. Wallstein, Göttingen 2005, S. 364.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem trat er als Gutachter für das [[Reichssippenamt]] (zuvor Reichsstelle für Sippenforschung) auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee522&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später folgte jedoch wieder ein Fronteinsatz und Schade geriet bei Kriegsende in jugoslawische Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmuhl364&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war Schade ab 1950 freiberuflich für die Erstellung von Vaterschaftsgutachten tätig, zugelassen von der [[Deutsche Gesellschaft für Physische Anthropologie#Nach 1945|Deutschen Gesellschaft für Anthropologie]]. Ab 1952 war er als Lehrbeauftragter (Diätendozent) an der Universität Münster bei [[Otmar von Verschuer]], dem Leiter des Instituts für Humangenetik, beschäftigt und wechselte 1954 als außerplanmäßiger Professor für Humangenetik an die [[Westfälische Wilhelms-Universität Münster]]. 1961 gehörte er dem Beratungsgremium der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Mankind Quarterly&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 267 und 278, Anm. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1965 bis 1974 leitete er das Institut für Humangenetik und Anthropologie an der [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf#Medizinische Akademie (1907/1923 bis 1965)|Medizinischen Akademie Düsseldorf]], die ihn 1966 zum [[Lehrstuhl|o. Professor]] berufen wurde. Schade war Autor zahlreicher Publikationen, darunter die 1974 erschienene Schrift  &amp;#039;&amp;#039;Völkerflut und Völkerschwund&amp;#039;&amp;#039;. Zudem gehörte er der [[Deutsche Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft|Deutschen Akademie für Bevölkerungswissenschaft]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee522&amp;quot; /&amp;gt; In der Auseinandersetzung um die Umbenennung der Universität Düsseldorf in [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf]] gehörte Schade zu den Gegnern der Umbenennung.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Goltschnigg, Charlotte Grollegg-Edler, Peter Revers: &amp;#039;&amp;#039;Harry … Heinrich … Henri … Heine – Deutscher, Jude, Europäer.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Erich Schmidt, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-09840-8, S. 403.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schade war im Juni 1981 Mitunterzeichner des  fremdenfeindlichen und rassistischen [[Heidelberger Manifest]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Heidelberger%20Kreis.htm Infoseite und Faksimile der ersten Fassung, hrsg. vom antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum e.V.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Sparing: &amp;#039;&amp;#039;Von der Rassenhygiene zur Humangenetik – Heinrich Schade.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael G. Esch u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Medizinische Akademie Düsseldorf im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Essen 1997, S. 341–363.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|189413255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189413255|VIAF=167072399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schade, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humangenetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schade, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner, Humangenetiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juli 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Dezember 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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