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	<title>Heinrich Sahm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Sahm&amp;diff=978147&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ammonius: /* Familie */+ Schwiegersohn (Beleg siehe dort)</title>
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		<updated>2026-04-01T20:56:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie: &lt;/span&gt;+ Schwiegersohn (Beleg siehe dort)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-12970, Heinrich Sahm.jpg|mini|Heinrich Sahm, 1932]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13046, Heinrich Sahm.jpg|mini|Heinrich Sahm eröffnet 1932 die [[Grüne Woche]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Friedrich Wilhelm Martin Sahm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. September]] [[1877]] in [[Anklam]], [[Provinz Pommern|Pommern]]; † [[3. Oktober]] [[1939]] in [[Oslo]]) war ein deutscher und [[Freie Stadt Danzig|Danziger]] [[Politiker]] und [[Diplomat]]. Von 1920 bis 1931 war er Präsident des [[Senat der Freien Stadt Danzig|Senats der Freien Stadt Danzig]] und von 1931 bis 1935 [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Oberbürgermeister von Berlin]]. Danach war er bis zu seinem Tod [[Liste der deutschen Botschafter in Norwegen|Botschafter in Norwegen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Studium ===&lt;br /&gt;
Heinrich Sahm entstammte einer ursprünglich aus [[Ostpreußen]] zugewanderten [[Pommern|pommerschen]] Handwerkerfamilie, die seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Anklam lebte. Sein Urgroßvater, der Seiler Johann Sahm, war zwischen 1759 und 1799 aus Ostpreußen zugewandert. Sein Großvater Johann Joachim David Sahm war ebenfalls Seiler, sein Vater Heinrich Alexander Wilhelm Sahm († 1901), ein Kaufmann,&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ulrich Sahm (Diplomat)|Ulrich Sahm]] |Titel=Sahm, Heinrich Friedrich Wilhelm Martin |Sammelwerk=Altpreußische Biographie |Band=2 |Verlag=N. G. Elwert Verlag |Ort=Marburg |Datum=1969 |Seiten=582}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte ursprünglich den Beruf eines [[Drahtzieher (Beruf)|Drahtziehers]] erlernt. Die Mutter, Wilhelmine Friederike Sahm geborene Schußmann († 1920), die der Vater 1875 in zweiter Ehe geheiratet hatte, war die Tochter eines [[Bürstenbinder|Bürstenbinders]] aus [[Greifswald]]. Aus der Ehe der Eltern ging als ältester Sohn Johannes Sahm (* 1876, † 1927) hervor, der das elterliche Geschäft später übernahm. Der zweite und letzte Sohn war Heinrich Sahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1883 besuchte Heinrich die [[Volksschule]] und danach das Gymnasium seiner Heimatstadt. Auch wenn er ein Schuljahr wegen seiner angeschlagenen Gesundheit wiederholen musste, machte er im Frühjahr 1896 sein Abitur mit sehr guten Noten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sahm studierte ab Sommer 1896 in [[Universität München|München]] Rechts- und Staatswissenschaften. Nach einem Semester wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]], bevor er im Sommer 1898 zur [[Universität Greifswald]] wechselte. Während des Studiums wurde er Mitglied der Turnerschaften Cimbria Greifswald und Rhenania Berlin (heute Turnerschaft Berlin). Im Frühjahr 1900 bestand er am [[Oberlandesgericht Stettin]] die erste Staatsprüfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 bis 1904 war er als Gerichtsreferendar an Gerichten und bei Anwälten in [[Wollin (Stadt)|Wollin]], [[Greifswald]] und [[Stettin]] tätig. Nebenher arbeitete er als Repetitor für Rechtsstudenten. Sein Vater war 1901 gestorben. Im Oktober 1904 bestand er auch die zweite Staatsprüfung im preußischen Innenministerium mit der Note „gut“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunalpolitische Karriere in Magdeburg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Studium arbeitete er kurzzeitig als unbesoldeter Assessor am [[Amtsgericht Anklam]] und als Rechtsanwalt. Im Mai 1905 wurde er in Stettin als Magistratsassessor angestellt. Dort lernte er auch seine künftige Frau Dorothea „Dora“ Sahm, geborene Rolffs, Tochter eines Apothekers, kennen. Am 29. Dezember 1905 erfolgte die Verlobung, am 10. Oktober 1906 – nach der Wahl als Stadtrat in [[Magdeburg]] – heiratete das Paar. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und zwei Töchter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sahm schlug eine Beamtenlaufbahn in der Kommunalverwaltung ein.&lt;br /&gt;
1906 wurde er zum Stadtrat in Magdeburg gewählt und am 16. August 1906 in sein Amt eingeführt. Im gleichen Jahr wurde auch [[Hans Luther]], der spätere Reichskanzler, als weiterer Stadtrat gewählt. Die langjährige Freundschaft der beiden sollte Sahm in der Danziger Zeit nützlich sein. Im Magistrat war er nacheinander für verschiedene Dezernate zuständig. Als Spezialauftrag war er für die Eingemeindungen vom 1. April 1910 (Cracau und Prester ([[Landkreis Jerichow I|Kreis Jerichow I]]), Fermersleben, Lemsdorf, Salbke, Westerhüsen (alle [[Kreis Wanzleben]])) zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Bürgermeister in Bochum ===&lt;br /&gt;
Von September 1912 bis Juni 1918 (mit Unterbrechung in Warschau) war er Zweiter [[Bürgermeister]] in [[Bochum]]. Dort war er für Finanz- und Steuersachen, Sparkasse, Auflassungen, das Stadtarchiv, Rechtsfragen und Volksschulsachen verantwortlich. Er war maßgeblich an der Gründung der Bochumer Hypothekenanstalt und der Einführung des Stadtschuldbuches beteiligt.  Mit dem Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde er zusätzlich für Kriegsernährung und Volksernährung in Bochum zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr aus Warschau 1918 war er noch vier Monate in Bochum tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilverwaltung in Warschau ===&lt;br /&gt;
Am 15. August 1915 wurde er telegrafisch in das [[Reichsamt des Innern]] bestellt, wo ihm Unterstaatssekretär Lewald die Aufgabe als kommunalpolitischer Referent der deutschen Zivilverwaltung in im [[Generalgouvernement Warschau (1915–1918)|Generalgouvernement Warschau]] antrug. Er nahm das Angebot an und traf am 20. August in [[Warschau]] ein. Einer der Kollegen in der Zivilverwaltung war [[Hubertus Schwartz]], der später unter ihm Senator in [[Danzig]] werden sollte. In Warschau war er vor allem für Fragen der Kriegswirtschaft, also schwerpunktmäßig der Lebensmittelversorgung, zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1917 verlangte der Bochumer Magistrat seine Rückkehr. Er verließ Warschau am 11. Februar 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsführer des Deutschen und Preußischen Städtetages ===&lt;br /&gt;
Anfang 1918 bewarb Sahm sich um die Aufgabe als Oberbürgermeister der Stadt [[Essen]]. Die [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] hatte jedoch Vorbehalte gegen den parteilosen Sahm und so wurde stattdessen Hans Luther gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 1918 wurde er auf einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände des deutschen und des preußischen Städtetages zum Geschäftsführer des [[Deutscher Städtetag#Geschichte|Deutschen und Preußischen Städtetages]] und damit als Nachfolger Luthers gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Danzig ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Free City of Danzig 1927.jpg|mini|Die Völkerbundanleihe der Stadt Danzig von 1927, signiert vom Senatspräsidenten der Freien Stadt Danzig Sahm und Finanzsenator Volkmann.]]&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 starb der Oberbürgermeister von [[Danzig]], [[Heinrich Scholtz]]. Am 2. Februar 1919 wurde Sahm durch die Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister gewählt und am 25. Februar 1919 in sein Amt eingeführt. In die ersten Monate seiner Tätigkeit fällt die Gründung der [[Freie Stadt Danzig|Freien Stadt Danzig]] und die damit einhergehende Loslösung Danzigs vom [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] infolge der Bestimmungen des [[Friedensvertrag von Versailles|Friedensvertrags von Versailles]]. Sahm führte die Verhandlungen in Paris über den zukünftigen Status des Freistaats und seine Beziehungen zu Polen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 wurde er als Präsident des [[Staatsrat (Danzig)|Danziger Staatsrates]] berufen. Nach Inkrafttreten des Versailler Vertrags wirkte er vom 6. November 1920 bis zum 9. Januar 1931 ununterbrochen durch drei Senatslegislaturen als [[Senatspräsident]] der Freien Stadt Danzig, die durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und politische Spannungen gekennzeichnet waren. Aus Warschau wurde ihm zudem unterstellt, während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] die Beschaffung von  Zwangsarbeit aus Polen befördert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norman Davies]]: &amp;#039;&amp;#039;White Eagle, Red Star: The Polish-Soviet War 1919–20 and `the miracle on the Vistula´. &amp;#039;&amp;#039; Pimlica, London 2003, [https://books.google.de/books?id=o3FWGRxVlSYC&amp;amp;pg=PA185 S 185.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine politische Hauptaufgabe in Danzig sah er darin, nach der Abtrennung vom Deutschen Reich den deutschen Charakter der Stadt zu erhalten und ihre politische Eigenständigkeit, die er durch Polen bedroht wähnte, zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sahm verhinderte den Durchzug der polnischen [[Blaue Armee|Blauen Armee]], die – nach dem [[Vilnius|Wilnaer]] Beispiel – die Unabhängigkeit des neuen Staatswesens hätte gefährden können. Er sorgte für die Formulierung einer Verfassung für den Freistaat und den Abschluss der Danzig-polnischen Konvention. Wiederholt vertrat er die Interessen Danzigs vor dem Rat des [[Völkerbund]]es. Obwohl er die Schaffung der Freien Stadt Danzig wie auch die Einrichtung des [[Polnischer Korridor|Polnischen Korridors]] als falsch und auf die Dauer unhaltbar ansah, hielt er sich in der Außenpolitik loyal an die internationalen Verträge und die Entscheidungen des Völkerbundes, da er im aktuell geltenden Völkerrecht den stärksten Schutz für den schwachen Kleinstaat sah. Nach wiederholter Wiederwahl zum Präsidenten wurde er 1931 durch eine Rechtskoalition gestürzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister von Berlin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DettenSahmGoeringLippertErnstGoerlitzer.jpg|400px|mini|Sahm (zweiter von links) im Kreis führender Nationalsozialisten im Herbst 1933: Außer ihm im Bild [[Georg von Detten (SA-Mitglied)|Georg von Detten]] (Leiter des Politischen Amtes der Obersten SA-Führung), [[August Wilhelm von Preußen (1887–1949)|August Wilhelm Prinz von Preußen]], [[Hermann Göring]] (Preußischer Ministerpräsident), [[Julius Lippert (Politiker)|Julius Lippert]], [[Karl Ernst (SA-Mitglied)|Karl Ernst]] (Führer der Berliner SA-Gruppe) und [[Artur Görlitzer]] (stellvertretender Gauleiter von Berlin).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. April 1931 wurde er mit den Stimmen der Stadtverordneten von SPD und bürgerlich-liberalen Parteien (insgesamt 110) gegen die von KPD und DNVP (98) bei Enthaltung der NSDAP-Vertreter (15) zum [[Oberbürgermeister]] von [[Berlin]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Büsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Entstehung und Leistung der ersten Berliner Demokratie. Das neue Groß-Berlin als Hauptstadt der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: Otto Büsch, Wolfgang Haus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin als Hauptstadt der Weimarer Republik 1919–1933.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, West-Berlin/New York 1987, S. 1–156, hier S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.zlb.de/viewer/image/16046606_1931/439/ Punkt 2: Wahl von Magistratsmitgliedern] In: Amtlicher stenographischer Bericht über die außerordentliche Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung am 14. April 1931. 16. Sitzung. S.&amp;amp;nbsp;423–424, abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vereidigung durch den preußischen [[Oberpräsident]]en [[Adolf Maier (Jurist)|Adolf Maier]], und damit die Amtsübernahme, fand am 20.&amp;amp;nbsp;April 1931 im Oberpräsidium statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP24328558-19310420-0-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=5&amp;amp;cHash=2d4a4b9334a649ef615b8035573348d0 Oberbürgermeister Dr. Sahm im Amt. Vereidigung und Amtsübernahme.] In: &amp;#039;&amp;#039;Spandauer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. 38.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, Nummer&amp;amp;nbsp;91, vom 20.&amp;amp;nbsp;April 1931, 1.&amp;amp;nbsp;Beiblatt (S.&amp;amp;nbsp;5), abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Oberbürgermeister von Berlin war er gleichzeitig auch Präsident des Deutschen und Preußischen Städtetages. Durch Einleitung energischer Sparmaßnahmen sanierte er die Wirtschafts- und Finanzlage der Hauptstadt. Angesichts der von Seiten der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] drohenden politischen Gefahr gründete er einen Ausschuss, der die Wiederwahl [[Paul von Hindenburg]]s zum [[Reichspräsident]]en gewährleisten sollte. Nachdem der Ausschuss über eine Million Unterschriften zugunsten Hindenburgs gesammelt und dieser sich zu einer erneuten Kandidatur bereit erklärt hatte, zog Sahm sich von der Leitung des Ausschusses zurück, um seine überparteiliche Stellung nicht zu gefährden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] im Jahr 1933 blieb Sahm zunächst im Amt. Jedoch wurde er zunehmend persönlichen Angriffen ausgesetzt, um ihn aus dem Amt zu verdrängen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bis zur Nachkriegszeit letzte demokratisch bestimmte Stadtoberhaupt wirkte am [[Gleichschaltung|Ausbau der NS-Herrschaft]] auf kommunaler Ebene mit: Sahm setzte seine Unterschrift unter die Entlassungen dem neuen Regime nicht genehmer Mitarbeiter und den Ausschluss kommunistischer sowie sozialdemokratischer Stadtverordneter. Als ihm im März 1933 [[Julius Lippert (Politiker)|Julius Lippert]] als Staatskommissar zur Seite gestellt wurde, verlor sein Amt an Entscheidungsbefugnissen. Am 18. Dezember 1935 trat er zurück und ging am 11. Mai 1936 als [[Liste der deutschen Botschafter in Norwegen|deutscher Botschafter nach Norwegen]], von wo ihn 1939 Reichsaußenminister [[Joachim von Ribbentrop]] abberufen wollte. Sahm starb als Gesandter in [[Oslo]] an den Folgen einer Blinddarmoperation. Sein Grab befindet sich auf dem [[Waldfriedhof Dahlem]]. Von 1932 bis 1937 war Sahm Mitglied des Senats der [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sahm trat zum 1. November 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.884.206).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/868751&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Uwe Schaper]] |Hrsg=Lars Lüdicke, Michael C. Bienert |Titel=Oberbürgermeister des Übergangs. Berlin unter Heinrich Sahm, 1931–1935 |Sammelwerk=Preußen zwischen Demokratie und Diktatur: Die Durchsetzung der NS-Herrschaft in den Zentren und der Peripherie, 1932-1934 |WerkErg=unter Mitarbeit von Leonie Kayser |Reihe=Zeitgeschichte im Fokus |BandReihe=6 |Verlag=[[be.bra wissenschaft verlag]] |Ort=Berlin |Datum=2020 |ISBN=978-3-947686-31-5 |Seiten=165}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lilla, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Ausschluss 1935 per Parteigerichtsverfahren wegen Einkaufs in jüdischen Geschäften wurde auf ausdrücklichen Wunsch [[Adolf Hitler]]s aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Lilla, S. 233&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Ein Sohn von Heinrich Sahm war der deutsche Diplomat [[Ulrich Sahm (Diplomat)|Heinz Ulrich Sahm]]. Dessen Sohn, Enkel von Heinrich Sahm, war der Nahostkorrespondent [[Ulrich W. Sahm]], der im Februar 2024 gestorben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Widerstandskämpfer [[Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld]] war sein Schwiegersohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
Heinrich Sahm war ein Kenner und Förderer der Kunst. Ein Teil dieser Kunstförderung bestand darin, dass er namhafte Künstler beauftragte, Bilder von ihm zu malen. So wurde er 1917 in Warschau von [[Henryk Berlewi]], in Danzig von [[Fritz Pfuhle]] und [[Otto Dix]] und in Berlin von [[Konrad von Kardorff]], [[Heinrich von Luckner]] und [[Leo von König]] gemalt. [[Fritz Gruson]] erstellte eine Porträtbüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldfriedhof dahlem ehrengrab sahm, heinrich.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
* Sein Grab auf dem [[Waldfriedhof Dahlem]] war von 1952 bis 2001 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin/Ehemalige Ehrengräber|Ehrengrab der Stadt Berlin]] gewidmet.&lt;br /&gt;
* 1924 Verleihung der Ehrendoktorwürde ([[Dr.-Ing.]] [[Honoris causa|h. c.]])  durch die [[Technische Universität Danzig|Technische Hochschule Danzig]]&lt;br /&gt;
* 1927 Verleihung des [[Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes|Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes]]&lt;br /&gt;
* 1928 Verleihung der Ehrendoktorwürde ([[Dr. jur.]] h. c.) durch die juristische Fakultät der [[Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
* 1928 Ernennung zum Ehrensenator der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinrich Sahm |Titel=Material zur Geschichte der Freien Stadt Danzig |Verlag=Verlag A. W. Kafemann |Ort=Danzig |Datum=1930 |DNB=576352594 |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinrich Sahm |Titel=Erinnerungen aus meinen Danziger Jahren 1919–1930 |TitelErg=Bearbeitung und biografische Einleitung von [[Ulrich Sahm (Diplomat)|Ulrich Sahm]] |Verlag=Johann Gottfried Herder Institut |Ort=Marburg |Datum=1955 |DNB=454254881 |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinrich Sprenger |Titel=Heinrich Sahm. Kommunalpolitiker und Staatsmann |Verlag=G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung |Ort=Köln/West-Berlin |Datum=1969 |Reihe=Wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte und Landeskunde Ostmitteleuropas |NummerReihe=84 |DNB=458197343 |Online=[https://www.osmikon.de/id/ostdok/BV005230003 Digitalisat] bei Ostdok: Osteuropa-Dokumente online |Abruf=2024-01-21}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|353|355|Sahm, Heinrich|Martin Otto|118750755}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Joachim Lilla]] |Titel=Der preußische Staatsrat 1921-1933. Ein biographisches Handbuch. Mit einer Dokumentation der im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot; berufenen Staatsräte |Verlag=Droste Verlag |Ort=Düsseldorf |Datum=2005 |Reihe=Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien |BandReihe=13 |ISBN=3-7700-5271-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871-1945 |Hrsg=Auswärtiges Amt |Band=4, S |Verlag=Schöningh Verlag |Ort=Paderborn |Datum=2012 |ISBN=978-3-506-71843-3 |Seiten=5 f.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Uwe Schaper]] |Hrsg= |Titel=Oberbürgermeister des Übergangs. Berlin unter Heinrich Sahm, 1931–1935 |Sammelwerk=Preußen zwischen Demokratie und Diktatur: Die Durchsetzung der NS-Herrschaft in den Zentren und der Peripherie, 1932-1934 |WerkErg=Unter Mitarbeit von Leonie Kayser |Reihe=Zeitgeschichte im Fokus |BandReihe=6 |Verlag=be.bra wissenschaft verlag |Ort=Berlin |Datum=2020 |ISBN=978-3-947686-31-5 |Seiten=141–168}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118750755}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/015303}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister (Berlin)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Senatspräsidenten (Freie Stadt Danzig)&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118750755|VIAF=15565065}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sahm, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbürgermeister (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrat (Danzig)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Norwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turnerschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Danzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sahm, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sahm, Heinrich Friedrich Wilhelm Martin (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Danziger Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. September 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Anklam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oslo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ammonius</name></author>
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