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	<title>Heinrich Roessler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Roessler&amp;diff=2269363&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PhysVerein: Navigationsleiste eingefügt</title>
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		<updated>2025-05-28T14:02:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Navigationsleiste eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinrich Roessler.JPG|mini|Heinrich Roessler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Roessler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Januar]] [[1845]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[15. April]] [[1924]] ebenda) war ein deutscher [[Chemiker]] und [[Unternehmer]]. Er gründete die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gold- und Silber-[[Scheideanstalt]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Degussa AG]]) und entwickelte neuartige Reinigungs- und Umweltschutzverfahren bei der Herstellung von Silber und Gold. Er förderte [[Elektrolytische Raffination|elektrolytische Verfahren]] zur Gold- und Silbergewinnung. Ihm gelang die industrielle Produktion von [[Glanzgold]] zur Beschichtung von Glas, Porzellan, Keramik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutsam waren auch seine sozialen Anliegen für Mitarbeiter des Unternehmens, er richtete eine Unfalls- und Pensionskasse ein und verringerte die Arbeitszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heinrich Roessler war der zweite Sohn von [[Friedrich Ernst Roessler]] (1813–1883), [[Münzwardein]] in [[Frankfurt am Main]]. Seine Mutter war Marie Caroline Andreae-Willemer (1821–1906).&amp;lt;ref&amp;gt; {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118745808|titel=„Rößler, Heinrich“ (Genealogie der Rößler-Familie)}} - Die Mutter war eine [[Großcousin|Cousine 2. Grades]] von [[Albert Andreae de Neufville]] und anderen, die nach [[Alexander Dietz (Historiker)|Alexander Dietz]] ihre Abstammung auf [[Johann Valentin Andreae]] und [[Jakob Andreae]] zurückführen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war verheiratet mit Agnes Charlotte Friederike Schneider (1849–1934). Sein Sohn war der Chemiker und Industrielle [[Fritz Roessler]] (* 27. Juni 1870 [[Frankfurt am Main|Frankfurt]], † 17. November 1937 [[Königstein im Taunus|Königstein i.Ts.)]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117534250|titel=Rößler, Fritz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Besuch der Frankfurter Privatschule &amp;#039;&amp;#039;Abel &amp;amp; Simon&amp;#039;&amp;#039; wechselte Roessler im Jahr 1856 auf die Realschule in Darmstadt. Im Jahr 1861 bestand Roessler das Abitur und besuchte danach die Abteilung Chemie der Darmstädter höheren Gewerbeschule. Von 1862 bis 1866 studierte er Chemie und Metallurgie an der [[Bergakademie Freiberg]], wo er sich wie schon sein Bruder Hector dem [[Corps Franconia Fribergensis|Corps Franconia]] anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Corpsliste Corps Franconia in Freiberg, Sachsen, 5. März 1838 bis 27. Oktober 1935, und Corps Franconia Fribergensis zu Aachen seit 28. November 1953, Stand Sommersemester 1985, S. 7, Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei [[Friedrich Wöhler]] in Göttingen fertigte Roessler am 12. Februar 1866 seine Doktorarbeit &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Cyanverbindungen des Palladiums&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
Roessler bekam im Jahr 1866 ein Angebot von der [[Blei- und Silberhütte Braubach|Silberschmelzhütte in Braubach]].&lt;br /&gt;
Dort lernte er auch seine spätere Frau, die Tochter eines Inspektors der Hütte, kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frankfurt 1866 [[Preußen|preußisch]] wurde, verlor sein Vater die Rechte an der Frankfurter Münze. Der chemische Betrieb des Vaters wurde von der Münzgasse an die Schneidwallgasse verlegt. Ab 1. Januar 1868 führten Heinrich und [[Hector Roessler]] das Unternehmen unter der [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Roessler Söhne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 wurde Roessler Mitglied des [[Physikalischer Verein|Physikalischen Vereins]]. Ab 1871 hielt er dort wissenschaftliche Vorträge und führte von 1887 bis 1888 und von 1892 bis 1894 den Vereinsvorsitz. Von 1875 bis 1908 gehörte Roessler als Abgeordneter der [[Deutsche Volkspartei (Deutsches Kaiserreich)|Demokraten]] mit Unterbrechungen der Frankfurter [[Stadtverordnetenversammlung]] an, darunter von 1880 bis 1884 und von 1901 bis 1907 als stellvertretender Vorsitzender. Dort setzte er sich nachdrücklich für das [[Allgemeines Wahlrecht|Allgemeine Wahlrecht]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roessler war Mitglied der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] und Mitinitiator des [[Frankfurter Friedensverein]]s, der [[Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen|Deutschen Friedensgesellschaft]] sowie des [[Verband für internationale Verständigung|Verbands für internationale Verständigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmerische Erfolge ==&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss von Heinrich Roessler wuchs das Unternehmen schnell. Er entwickelte im Jahr 1870 ein Verfahren zur Ausfällung von [[Silber]] aus [[Schwefelsäure|schwefelsaurer]] [[Silbersulfat]]lösung, die beim Lösen von alten Silbermünzen entstand, mit [[Eisen]] statt mit dem teuren [[Kupfer]]. Das Verfahren war so vorteilhaft, dass es auch in den Scheideanstalten von München, Paris und London bis zur Einführung der Silberelektrolyse (1892) genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Währungsumstellung von [[Gulden]] und [[Taler]]n auf [[Mark (1871)|Mark]] wurden größere Mengen an Münzen und Münzmetall benötigt. Da den Roesslers das nötige Kapital zum Ankauf von Metall und Produktionseinrichtungen fehlte, gründeten sie im Jahr 1872 eine [[Aktiengesellschaft]], die Degussa AG. Dabei wurde der ganze private Besitz des Unternehmens &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Roessler Söhne&amp;#039;&amp;#039; in Eigenkapital der Degussa AG umgewandelt. Die Familie Roessler behielt 26 % des Kapitals der Aktiengesellschaft, Heinrich und Hector wurden zu Direktoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnell stieg das hergestellte Scheidemetall der Degussa von 29 Tonnen (1872) auf 550 Tonnen (1876). Im Jahr 1877 wurde ein zweiter Scheidebetrieb an der Gutleutstraße errichtet. Heinrich entwickelte auch ein Reinigungsverfahren gegen das bei der Produktion austretende [[Schwefeldioxid]]. Hierbei wurden die Abgase mit gesättigter [[Kupfersulfat]]lösung behandelt, wobei in Gegenwart von Luftsauerstoff die aus dem Schwefeldioxid entstandene [[Schweflige Säure]] zu [[Schwefelsäure]] oxidiert wurde. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Roessler’sche Verfahren&amp;#039;&amp;#039; zur Beseitigung von Schwefliger Säure aus [[Hüttenrauch]] und Fabrikgasen wurde 1882 [[patent]]iert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die elektrolytische Silberabscheidung verglich Roessler mehrere Verfahren. Erst 1892 wurde das Möbius-Verfahren zur elektrolytischen Silbergewinnung bei der Degussa AG eingeführt. Es wurden 70 große Bäder zur elektrolytischen Herstellung von Silber, Gasgeneratoren zur Stromerzeugung von Möbius auf dem Werksgelände aufgestellt. Mit dem elektrolytischen Verfahren konnte an einem Tag etwa 800 kg Silber gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1895 erwarb Roessler das Verfahren zur Goldgewinnung nach [[Emil Wohlwill]] von der &amp;#039;&amp;#039;Norddeutschen Affinerie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1880 wurde [[Glanzgold]], eine Lösung von Goldverbindungen in [[Etherisches Öl|etherischen Ölen]], zur Dekoration von Glas, Porzellan, Keramik durch Einbrennen industriell hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geschichte.evonik.de/sites/geschichte/de/zeitleiste/1870-1889/Pages/default.aspx#18801880 &amp;#039;&amp;#039;Eigendarstellung des Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;] auf geschichte-evonik.de, abgerufen am 22. September 2014 &amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einigen Verbesserungen – durch den Zusatz von etwas [[Rhodium]] wurde die Haftfestigkeit erhöht – entwickelte sich das Geschäft mit Glanzgold sehr gut. Es wurden weitere Produktionsstätten gegründet (in den [[Vereinigte Staaten|USA]] in [[Brooklyn]] im [[New York (Bundesstaat)|Staat New York]] und [[Perth Amboy]] im Staat [[New Jersey]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Entwicklung von Porzellanfarben bei der Degussa war Roesslers Verdienst. Er entwickelte ein besonderes Kobaltoxyd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roessler entwickelte auch ein Verfahren zur Entsilberung von Blei durch Zink.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt für die Forschung und Produktion war die Weiterentwicklung des [[Ofenbau]]s. Hierbei entstanden die Roesslerschen Gas-[[Muffelofen|Muffelöfen]] und die 1885 patentierten Gas- und Koksöfen mit Luftvorwärmung, womit man eine um 200 bis 300 °C höhere Ofentemperatur erzielen konnte. Dementsprechend wurden auch die Schmelzöfen bei der Degussa umgebaut, was zu erheblichen Brennmaterialersparnissen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen==&lt;br /&gt;
1909 erhielt Roessler den [[Titularprofessor|Professorentitel]] verliehen. Der Physikalische Verein ernannte ihn 1923 zum Ehrenmitglied. Die Bergakademie Freiberg verlieh ihm 1923 die [[Ehrendoktor]]würde. Nach Roessler ist die Heinrich-Roessler-Straße im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Dornbusch|Dornbusch]] benannt. Die Fachgruppe Chemieunterricht der [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]] benannte den [[Heinrich-Roessler-Preis]] für Chemiedidaktik nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3782904591|Seiten=207–208}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|746|747|Roessler, Johann Heinrich|Andrea Hohmeyer|118745808}}&lt;br /&gt;
* Mechthild Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Roessler 1845–1924.&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. von der Degussa AG) Frankfurt am Main 1984.&lt;br /&gt;
* Mechthild Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Das Porträt. Heinrich Roessler 1845–1924.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chemie in unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039; ({{ISSN|0009-2851}}), 20. Jahrgang 1986, Nr. 3, S. 84–89.&lt;br /&gt;
* Horst-Ulrich Textor: &amp;#039;&amp;#039;Hector und Heinrich Roessler. Die Gründer der „Degussa“ und ihre Studienzeit in Freiberg/Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 61 (2016), S. 273–300.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118745808|titel=Rößler, Johann Heinrich|datum=2020-05-09}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|915|Roessler, Heinrich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Physikalischen Vereins}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118745808|LCCN=n/2016/12545|VIAF=22936922}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roessler, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1845]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roessler, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roessler, Johann Heinrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Januar 1845&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PhysVerein</name></author>
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