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	<title>Heinrich Reincke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 27. Februar 2026 um 13:23 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Theodor Reincke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. April]] [[1881]] in [[Hamburg]]; † [[3. November]] [[1960]] ebenda) war ein deutscher [[Archivar]] und [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Arztes [[Julius Reincke]] besuchte ab 1891 die [[Gelehrtenschule des Johanneums]] und legte dort 1900 das Abitur ab. Anschließend studierte er an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] Rechts- und Staatswissenschaft. Dort wurde er 1900 Mitglied der [[Burschenschaft der Bubenreuther]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Höhne: &amp;#039;&amp;#039;Die Bubenreuther. Geschichte einer deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Erlangen 1936, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1902 ging er nach Bonn. 1904 bestand er vor dem Oberlandesgericht Köln die Referendarprüfung. Anschließend vertiefte er seine historischen und juristischen Kenntnisse bei dem Rechtshistoriker [[Aloys Schulte]] und dem Historiker [[Wilhelm Levison]]. Mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Der alte Reichstag und der neue Bundesrat&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1906 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. In Hamburg bestand Reincke 1909 vor dem [[Hanseatisches Oberlandesgericht|Hanseatischen Oberlandesgericht]] die zweite juristische Staatsprüfung und begann im selben Jahr als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter seine Tätigkeit beim [[Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg|Staatsarchiv Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1915 war er als [[Musketier]] Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und kämpfte an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. 1918 wurde er wissenschaftlicher Assistent am Staatsarchiv. 1920 erfolgte die Ernennung zum Archivrat. 1925 erhielt Reincke ohne Habilitationsschrift von der [[Universität Hamburg|Hamburger Universität]] die [[Lehrberechtigung|Venia Legendi]] für hamburgische und hansische sowie niederdeutsche Landesgeschichte. 1928 bekam er den Professorentitel und 1931 wurde er von der Universität Hamburg zum außerordentlichen Professor am [[Historisches Seminar (Universität Hamburg)|Historischen Seminar]] ernannt. Von 1933 bis 1947 war Reincke Direktor des Staatsarchivs. Vorübergehend übernahm er in den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges auch die Leitung der [[Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg]]. Dem [[Nationalsozialismus]] stand Reincke weitgehend kritiklos gegenüber. Bereits 1933 erschien seine Geschichte Hamburgs in einer überarbeiteten Ausgabe, die sich durchgehend am nationalsozialistischen Gedankengut orientierte. Reincke war Mitglied im [[Reichsbund der deutschen Beamten]] (1933), in der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NS-Volkswohlfahrt]] (1934), im [[Nationalsozialistischer Altherrenbund|NS-Altherrenbund]] (1934) und im [[Kyffhäuserbund|NS-Reichskriegerbund]] (1936). Mit der Aufhebung der [[Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP|Mitgliedersperre]] trat er 1937 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Mitgliedschaften vgl. Gunnar B. Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliche Geschichtswelten im Nationalsozialismus. Der Verein für Hamburgische Geschichte zwischen Beharrung und Selbstmobilisierung.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2019, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1945 wurde er zwar von der [[Control Commission for Germany/British Element|britischen Militärregierung]] abgesetzt, jedoch im September 1946 wieder eingesetzt. 1948 trat er in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reinckes Forschungsschwerpunkte waren die hansische Geschichte, eng verknüpft mit der hamburgischen Geschichte. Seine Arbeiten befassten sich mit dem 12. bis 13. Jahrhundert, der Frühzeit der [[Hanse]], [[Hermann Langenbeck]], dem Stadtrecht von 1497, der Reformationsgeschichte Hamburgs und dem Lebensbild der [[Agneta Willeken]] aus der Zeit [[Jürgen Wullenwever|Wullenwevers]]. Einige Arbeiten wie beispielsweise zu den Bevölkerungsproblemen der Hansestädte umspannen auch die ganze Hansezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reincke war seit 1907 Mitglied des [[Verein für Hamburgische Geschichte|Vereins für Hamburgische Geschichte]] und seit 1910 Mitglied des [[Hansischer Geschichtsverein|Hansischen Geschichtsvereins]], dessen Zeitschrift [[Hansische Geschichtsblätter]] er mit [[Fritz Rörig]] von 1938 bis 1950 herausgab. 1930 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/heinrich-theodor-reincke/| titel=Mitglieder: Heinrich Theodor Reincke| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Universität Hamburg verlieh ihm zum 75. Geburtstag die [[Ehrendoktorwürde]] und der [[Verein für Hamburgische Geschichte]] die [[Lappenberg-Medaille]]. Im Jahr 1975 wurde der Reinckeweg in [[Hamburg-Hummelsbüttel]] nach ihm und seinem Vater benannt. Wegen seines Wirkens in der NS-Zeit wurde die Widmung 2024 gelöscht, sie gilt jetzt nur noch seinem Vater.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.luewu.de/docs/anzeiger/docs/3079.pdf &amp;#039;&amp;#039;Amtlicher Anzeiger&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 6 vom 19. Januar 2024], abgerufen am 22. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bilderhandschrift des hamburgischen Stadtrechts von 1497.&amp;#039;&amp;#039; Neu herausgegeben von [[Jürgen Bolland]], Hamburg 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburg am Vorabend der Reformation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur Kirchengeschichte Hamburgs.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). Aus dem Nachlass herausgegeben, eingeleitet und ergänzt von [[Erich von Lehe]]. Wittig, Hamburg 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Alster als Lebensader Hamburgs.&amp;#039;&amp;#039; Schmidt, Hamburg 1958.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Skizzen zur hamburgischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Hofmann und Campe, Hamburg 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Agneta Willeken. Ein Lebensbild aus Wullenwevers Tagen.&amp;#039;&amp;#039; Pfingstblätter des Hansischen Geschichtsvereins, Lübeck 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburg ein Abriß der Stadtgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Friesen-Verlag, Bremen 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Machtpolitik und Weltwirtschaftspläne Kaiser Karls IV.&amp;#039;&amp;#039; Schmidt-Römhild, Lübeck 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der alte Reichstag und der neue Bundesrat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen aus dem Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2,1). Mohr, Tübingen 1906.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Kellinghusen]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Reincke: Professor Dr. iur. Dr. phil. h.c., Direktor des Staatsarchivs. Nachruf, gehalten am 19. April 1961.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 47 (1961), S. 1–15 ([https://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh/cntmng?type=pdf&amp;amp;did=c1:16231 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Erich von Lehe]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Reincke als Hanseforscher. Ein Nachruf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hansische Geschichtsblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 79 (1961), S. 1–14.&lt;br /&gt;
* [[Joist Grolle]]: &amp;#039;&amp;#039;Reincke, Heinrich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franklin Kopitzsch]], [[Dirk Brietzke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburgische Biografie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Christians, Hamburg 2001, ISBN 3-7672-1364-8, S. 248f.&lt;br /&gt;
* Joist Grolle: &amp;#039;&amp;#039;Von der Verfügbarkeit des Historikers. Heinrich Reincke in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg und seine Historiker&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichung des Vereins für Hamburgische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 43). Verlag Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1997, ISBN 3-923356-79-X, S. 123–149. Zuerst veröffentlicht in: [[Frank Bajohr]], Joachim Szodrzynski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg in der NS-Zeit. Ergebnisse neuerer Forschungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forum Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5). Ergebnisse-Verlag, Hamburg 1995, ISBN 3-87916-030-9, S. 25–57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12027129X}}&lt;br /&gt;
* [https://recherche.staatsarchiv.hamburg.de/ScopeQuery5.2/detail.aspx?ID=7025 Staatsarchiv Hamburg, Nachlass 622-2/50]&lt;br /&gt;
* David Tamplin: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliches Gutachten zur NS-Belastung Hamburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, erstellt im Auftrag des Staatsarchivs Hamburg, November 2017, veröffentlicht von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg im Januar 2020 ([https://epub.sub.uni-hamburg.de/epub/volltexte/2020/112621/pdf/abschlussbericht_ns_belastete_strassennamen.pdf online])&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/715 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
* Eintrag zu [https://www.hpk.uni-hamburg.de/resolve/id/cph_person_00000256?_search=1a8b6a61-cdd9-4340-9136-b0b88e98a6fb&amp;amp;_hit=0 Heinrich Reincke] im Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12027129X|LCCN=n/84/182958|VIAF=57441106}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reincke, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hansehistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliotheksleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsbibliothekar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reincke, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reincke, Heinrich Theodor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Archivar und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. April 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. November 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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