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	<title>Heinrich Oidtmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:31:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Oidtmann&amp;diff=2093825&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-56008-2: /* Leben */ amtlicher Impfarzt ab 1862 nicht 1892. Oidtmann starb bereits 1890</title>
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		<updated>2025-09-09T13:43:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; amtlicher Impfarzt ab 1862 nicht 1892. Oidtmann starb bereits 1890&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinrich Oidtmann (1838-1890)571.JPG|mini|Heinrich Oidtmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Josef Oidtmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([&amp;#039;oːtman];&amp;lt;ref&amp;gt;[[Glasmalerei Oidtmann]]&amp;lt;/ref&amp;gt; * [[23. Juli]] [[1833]] in [[Linnich]]; † [[3. September]] [[1890]] ebenda) war ein deutscher [[Arzt]] sowie als [[Unternehmer]] Gründer der [[Glasmalerei Oidtmann]], die bis heute als [[Familienunternehmen]] existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schon als Student der [[Medizin]] stellte Heinrich Oidtmann sich ein kleines chemisches [[Laboratorium]] zusammen und entdeckte seine Vorliebe für bunte Gläser. Als Landarzt in Linnich gründete er 1857 die Werkstätten und stellte Glasmaler aus [[Böhmen]] und [[Sachsen]] ein. Ab 1860 wurden Kirchenfenster hergestellt. Der Durchbruch für das junge Unternehmen war der Auftrag, die [[Burg Hohenzollern]] von König [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] mit [[Bleiglasfenster]]n auszustatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Glasmalerei Oidtmann in Deutschland etabliert hatte, gründete Heinrich Oidtmann Zweigwerkstätten in [[Brüssel]] (1885) und [[Berlin]] (1886). 1890 hatte das Unternehmen über 100 Mitarbeiter, vor allem Glaszuschneider, Glasmaler und Glasverbleier, und [[export]]ierte in die ganze Welt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Westum(Sinzig) St.Peter Fenster812.JPG|mini|Signatur eines Fensters in der Kirche St. Peter in [[Westum (Sinzig)|Westum]]]]&lt;br /&gt;
Auf [[Weltausstellung]]en und anderen Ausstellungen erhielt das Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen, so in Dublin (1865), Porto (1865), [[Weltausstellung Paris 1867|Paris (1867)]], [[Weltausstellung 1873|Wien (1873)]], [[Sydney International Exhibition (1879)|Sydney (1879)]], London (1884), [[Weltausstellung Antwerpen 1885|Antwerpen (1885)]], Aachen (1886) und Köln (1888).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Oidtmann war weiterhin neben seiner Tätigkeit als Unternehmer auch als Landarzt in Linnich und Umgebung tätig. 1886 äußerte er in einer Eingabe an den [[Reichskanzler]] und in zwei Ausgaben seiner Zeitschrift „Der Impfgegner“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Florian Mildenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Aufbau eines „Hygienischen Staates“. Die Modernisierung des Herzogtums Sachsen-Meiningen durch Georg II. (1826–1914) und Georg Leubuscher (1858–1916).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 2014, S. 111–144, hier: S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht belegbare Vorwürfe gegen [[Robert Koch]] und den Direktor des [[Kaiserliches Gesundheitsamt|Kaiserlichen Gesundheitsamtes]], aufgrund derer ihn am 4. Januar 1887 die Strafkammer des [[Landgericht Aachen|Landgerichts in Aachen]] wegen Beleidigung zu 200 Mark Geldstrafe und Übernahme der Verfahrenskosten verurteilte. Ab 1862 war er amtlicher [[Impfung|Impfarzt]], veröffentlichte Studien zur [[Epidemiologie]] der [[Pocken]] und zur Impffrage. Oidtmann trat als [[Impfgegnerschaft|Impfgegner]] auf und behauptete, dass die Pocken durch Schafswolle und daraus hergestellte Lumpen übertragen werden würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Axel Helmstädter |Titel=Zur Geschichte der aktiven Immunisierung. Vorbeugen ist besser als Heilen |Hrsg= |Sammelwerk=Pharmazie in unserer Zeit |Band=37 |Nummer=1 |Auflage= |Datum=2008 |DOI=10.1002/pauz.200700247 |Seiten=12–18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit seien nicht [[Impfung]]en für den Rückgang der Pockenfälle verantwortlich, sondern der seinerzeit zurückgehende Lumpenhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich trotz seiner großen beruflichen Beanspruchung als Militärarzt am [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] von 1870/71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Oidtmann starb, erst 57 Jahre alt, am 3. September 1890 in seiner Heimatstadt Linnich, wo er auch beigeordneter Bürgermeister war. Sein Nachfolger im Unternehmen wurde sein Sohn [[Heinrich Oidtmann II]] (1861–1912).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Maria Margaretha Hubertina heiratete 1885 der Aachener Architekten [[Hermann Joseph Hürth]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glasdruckverfahren ==&lt;br /&gt;
Heinrich Oidtmann erfand das Verfahren Glas mit Farben zu bedrucken. Bei einer internationalen Ausstellung stellte er ein so bedrucktes Fenster vor. Man bezeichnete dieses Verfahren auch als „Mosaikfenster-Fabrikation“. Heinrich Oidtmann hat dieses Verfahren, das das Ende der traditionellen Glasmalerei bedeutet hätte, nicht weiter angewandt und alle Unterlagen darüber sind vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1867: preußischer [[Roter Adlerorden]] IV. Klasse&lt;br /&gt;
* 1871: [[Eisernes Kreuz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Stammbaum der Wettiner in Ahnenbildern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Herold&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Glasmalerei in ihrer Anwendung auf den Profanbau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kunstzeitung&amp;#039;&amp;#039; ([[Dioskuren (Zeitschrift)|Dioskuren]]), 1873.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. H. Oidtmann als Impfgegner vor dem Polizeigericht: weshalb ich meine Kinder nicht habe impfen lassen; eine Verteidigungsschrift&amp;#039;&amp;#039;. Bitter, Düsseldorf um 1877 ({{Digitalisat|IA=oidtmann-weshalb-ich-meine-kinder}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf der Anklagebank, weil ich gegen meine wissenschaftliche Ueberzeugung meine Kinder nicht wollte impfen lassen&amp;#039;&amp;#039;. Linnich 1878 ([https://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0003267200000000 Digitalisat] der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die letzten Verfechter der Impfschutzlehre&amp;#039;&amp;#039;. La Ruelle, Aachen 1882 ({{Digitalisat|1=https://resolver.sub.uni-hamburg.de/kitodo/PPN1025505166}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Glasmalerei als kirchliche Kunst&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für kirchliche Baukunst und Kirchenschmuck&amp;#039;&amp;#039; 6 (1882).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pocken. ein Culturkampf der Medicin.&amp;#039;&amp;#039; Foesser, Frankfurt 1882 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr24426-7 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der gotische Stil und die Glasmalerei&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für kirchliche Baukunst und Kirchenschmuck&amp;#039;&amp;#039; 6 (1882).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ahnenporträts, sowohl Bildstammbäume wie Einzelporträts, nach Originalgemälden in Glas gebrannt für Treppen, Salons und Erkerfenster&amp;#039;&amp;#039;.  1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alte und neue Glasmalerei im Bauwesen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Bauzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; 16 (1882) und 17 (1883).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Glasmalerei : allgemein verständlich dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. Bachem, Köln 1892 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-527322}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Hubertusschlacht bei Linnich in Dichtung, Sage und Geschichte : Der hohe Orden vom heiligen Hubertus&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Jena 1904 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-112156}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Beutler]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltausstellungen im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Neue Sammlung, Staatliches Museum für angewandte Kunst München, München 1973, S.&amp;amp;nbsp;62.&lt;br /&gt;
* Dunja Kielmann und Otto Wölbert: &amp;#039;&amp;#039;Die Verglasung der Kirche St. Peter und Paul in Bodman. Pyrophotographie und Glassteindruck der Firma Oidtmann&amp;#039;&amp;#039;. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 1/2022, S. 23–27.&lt;br /&gt;
* [[Erich Stephany]], [[Adam C. Oellers]], Ulf-Dietrich Korn u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Licht. Glas Farbe. Arbeiten aus Glas und Stein aus den rheinischen Werkstätten Dr. Heinrich Oidtmann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag M. Brimberg, Aachen 1982, ISBN 3-923773-00-5, S.&amp;amp;nbsp;207–217.&lt;br /&gt;
* Bernhard Möllers: &amp;#039;&amp;#039;Robert Koch. Persönlichkeit und Lebenswerk 1843-1910.&amp;#039;&amp;#039; Schmorl &amp;amp; von Seefeld Nachf., Hannover 1950, S.&amp;amp;nbsp;180–181.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.glasmalerei-oidtmann.de/chronik.html Internetauftritt der Glasmalerei Oidtmann]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117112852|VIAF=85768656}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oidtmann, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Kreis Düren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Kreis Düren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beigeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasmalerei Dr. H. Oidtmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oidtmann, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oidtmann, Heinrich Josef (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juli 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Linnich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. September 1890&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Linnich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-56008-2</name></author>
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