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	<title>Heinrich Northe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T10:18:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Northe&amp;diff=2325109&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Socius sociologicus: Vorlage:Literatur, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-04-12T11:49:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage:Literatur, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Northe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juli]] [[1908]] in [[Halberstadt]]; † [[29. Mai]] [[1985]] in [[Bonn]]) war ein deutscher Diplomat und Mediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Northe war Sohn des Fabrikanten und Wollkaufmanns Otto Northe und seiner britischen Frau Emma geb. Battle. Er verbrachte seine Kindheit in Deutschland und in [[Chile]]. Er begann nach dem Abitur 1927 an der [[Philipps-Universität Marburg]] [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] zu studieren. Am 3. Dezember 1927 wurde er im [[Corps Teutonia Marburg]] [[Reception (Corps)|recipiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1996, 171/1232&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Inaktiver wechselte er an die [[Albertus-Universität Königsberg]] und die [[Georg-August-Universität Göttingen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBT&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1226 Northe, Heinrich&amp;#039;&amp;#039;, Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825 bis 2000, S. 316 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bestand 1931 das [[Juristenausbildung in Deutschland#Preußische Ausbildungsordnung von 1923|Erste Staatsexamen]] und wurde in Marburg zum [[Doktor der Rechte|Dr. iur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Juristische Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Sind die Reichsminister Reichsbeamte?&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomat bis 1945 und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach einem anschließenden Examen als [[Dolmetscher]] für die [[chinesische Sprache]] trat er in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] ein. Er war 1933–1935 Mitarbeiter an der [[Deutsche Botschaft Moskau#Die Botschaft bis 1941|Deutschen Botschaft in Moskau]] und dann an der Gesandtschaft in [[Bulgarien]] tätig. Zum 1. März 1935 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.604.851).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30840763&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Beendigung der [[Attachéausbildung]] war er zunächst im Juli 1935 Erster Sekretär der [[Auslandsvertretung]]en in [[Mexiko]]. In dieser Funktion war er zu Beginn der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mit der Wirtschafts-, Schul- und Sozialstruktur der [[Deutsche Minderheit in Mexiko|Deutschen Minderheit in Mexiko]] befasst.&amp;lt;ref&amp;gt;María Emilia Paz Salinas: &amp;#039;&amp;#039;Strategy, security, and spies. Mexico and the U.S. as Allies in World War II.&amp;#039;&amp;#039; Pennsylvania State University Press, University Park, Pa. 1997, ISBN 0-271-01665-5, S. 27 ([https://books.google.de/books?id=rhkT07L_PKMC&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;dq=Heinrich+Northe&amp;amp;hl=de Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Monica A. Rankin: &amp;#039;&amp;#039;¡México, la patria! Propaganda and production during World War II.&amp;#039;&amp;#039; University of Nebraska Press, Lincoln, Neb. 2010, ISBN 978-0-8032-2455-1, S. 19 ([https://books.google.de/books?id=uHTj6sXels8C&amp;amp;pg=PA19&amp;amp;dq=Heinrich+Northe&amp;amp;hl=de Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1974/10/eine-schatzkiste-in-schlechten-haenden &amp;#039;&amp;#039;Eine Schatzkiste in schlechten Händen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10/1974&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den Deutschen in Mexiko waren seit 1933 auch viele Juden und Sozialisten, da Mexiko ein wichtiges Zufluchtsland für vertriebene und geflohene Deutsche war. Danach war er nacheinander an den Auslandsvertretungen in [[Nanjing]], [[Tianjin]] tätig und übernahm als Legationssekretär im Sommer 1940 [[Chongqing]].&amp;lt;ref&amp;gt; Martin Kröger, Die Karawane des Gesandten und andere Reiseberichte deutscher Diplomaten, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht Verlag Göttingen 2009, S. 185f. &amp;lt;/ref&amp;gt; Er soll im gleichen Jahr als [[Legationsrat]] die Schwiegertochter eines deutschen Diplomaten wegen „antinazistischer Äußerungen“ beim [[Peking]]er [[Struktur der NSDAP#Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter der NSDAP]] denunziert haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Jetz: {{Webarchiv | url=http://www.ila-web.de/buchbesprechungen/special2003_nazis.htm | wayback=20120726120437 | text=&amp;#039;&amp;#039;Alte Kameraden. Nazi-Diplomaten in Bonner Diensten.&amp;#039;&amp;#039;}} 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss war er von 1941 bis 1945 als [[Gesandter|Gesandtschaftsrat]] Zweiter Klasse Mitglied der Wirtschaftsabteilung bei der Waffenstillstandskommission in [[Ho-Chi-Minh-Stadt|Saigon]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Nachkriegszeit in Deutschland]] studierte Northe 1945–1950 [[Medizin]]. Er legte nicht nur das [[Staatsexamen#Medizin|Medizinische Staatsexamen]] ab, sondern wurde am 25. Oktober 1950 an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] auch zum [[Doktor der Medizin|Dr. med.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Medizinische Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Experimenteller Beitrag zur Trinkwasserentseuchung durch das Präparat „Micropur“ der Katadyn-GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] war er 1950/51 Assistenzarzt für Chirurgie am [[Universitätsklinikum Freiburg]] und an der Medizinischen Poliklinik Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomat in der Bundesrepublik und Aufstieg zum Botschafter ===&lt;br /&gt;
Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. 1951 trat Northe erneut in den wiedergeschaffenen Auswärtigen Dienst ein und war zunächst 1952–1955 als [[Botschaftsrat]] und [[Geschäftsträger]] ad interim Leiter der Botschaft in Japan. Später stieg er zum [[Ministerialdirigent]]en im Auswärtigen Amt auf. Zwischen September 1961 und 1967 war er Botschafter in Peru.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0101/k/k1961k/kap1_2/kap2_30/para3_1.html Besetzung deutscher Auslandsvertretungen] (Kabinettsprotokolle, 27. September 1961)&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Zeit war er im Mai 1963 zusammen mit dem peruanischen Außenminister Luis Alvarado Garrido und dem Luftfahrtminister [[Generalleutnant]] Salvador Noya Ferré Unterzeichner des Deutsch-Peruanischen Luftverkehrsabkommens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.luftverkehr.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=401:g105&amp;amp;catid=45:zweiseitige-luftverkehrsabkommen-abkommen-der-eu&amp;amp;Itemid=93 | archive-is=20120805013236 | text=Gesetz zu dem Abkommen vom 30. April 1962 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Peru über den Luftverkehr vom 8. 5. 1963 (BGBl. II S. 373)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Ende dieser Tätigkeit war er als Nachfolger von [[Franz Krapf]] als Leiter der für alle Ost-West-Fragen zuständigen Politischen Abteilung II im Auswärtigen Amt im Gespräch. Diese Funktion übernahm allerdings der bisherige Botschafter in [[Indonesien]], [[Luitpold Werz]], während er selbst 1967–1969 Ständiger Vertreter beim Europarat in [[Straßburg]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/ringen-im-proporz-a-017cc4e9-0002-0001-0000-000046265589?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Auswärtiges Amt. Ringen im Proporz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 7/1966&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/luitpold-werz-a-9fe3d92c-0002-0001-0000-000046266428?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Luitpold Werz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 16/1966&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin war Northe als [[Ministerialdirektor]] und Botschafter z. b. V.für [[Osteuropa]] im Auswärtigen Amt tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBT&amp;quot; /&amp;gt; Als solcher bereitete er im Rahmen der [[Neue Ostpolitik|Neuen Ostpolitik]] von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Willy Brandt]] im Frühjahr 1971 Verhandlungen mit der [[Tschechoslowakei]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/go-slow-a-3ea9f338-0002-0001-0000-000043334740?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Prag-Verhandlungen. Go slow.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 16/1971&amp;lt;/ref&amp;gt; Er führte auch Gespräche mit der US-Regierung über Mitspracherechte [[Europa]]s zu [[Kommunikationssatellit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/glaenzender-stern-a-970e1c4f-0002-0001-0000-000045439929?context=issue &amp;#039;&amp;#039;Raumfahrt / Intelsat. Glänzender Stern.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 11/1970&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Er erhielt 1932 die [[Rettungsmedaille am Band (Preußen)|Rettungsmedaille am Band]] des [[Freistaat Preußen|Freistaats Preußen]]. Im Oktober 1972 gehörte er zu den Initiatoren der Anglo-German Foundation.&amp;lt;ref&amp;gt;Ray Cunningham: {{Webarchiv|url=http://www.agf.org.uk/cms/upload/pdfs/R/2009_R_e_agf_lifetime_report.pdf |wayback=20110608090022 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Anglo-German Foundation 1973–2009&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-05-27 13:14:07 InternetArchiveBot }} (PDF; 253&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verheiratet war er seit 1947 mit Eva-Maria Harhausen. Aus der Ehe gingen drei Söhne und eine Tochter hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Sind die Reichsminister Reichsbeamte? |Verlag=Friedrich |Ort=Marburg |Datum=1931}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der deutschen Botschafter in Japan]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der deutschen Botschafter in Peru]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der deutschen Botschafter beim Europarat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 3: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;L–R.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2008, ISBN 978-3-506-71842-6.&lt;br /&gt;
* Martin Kröger (Hrsg.), Die Karawane des Gesandten und andere Reiseberichte deutscher Diplomaten, Verlag Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht Göttingen 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000004786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Botschafter in Japan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1136638342|VIAF=62044978}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Northe, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Peru]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständiger Vertreter Deutschlands beim Europarat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens El Sol del Perú (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Northe, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halberstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Mai 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Socius sociologicus</name></author>
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