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	<title>Heinrich Muth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Muth&amp;diff=2627771&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Allonsenfants: /* Politischer Werdegang */</title>
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		<updated>2026-04-02T09:28:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politischer Werdegang&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Ernst Muth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Januar]] [[1903]] in [[Elberfeld]]; † [[10. Juli]] [[1989]] in [[Haan]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Haan Nr. 237/1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Funktionär und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er als [[V-Mann]] der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] (Gestapo) verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Werdegang ==&lt;br /&gt;
Heinrich Muth lernte den Beruf eines [[Polsterer]]s. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder [[Willi Muth|Willi]] schloss er sich nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] der [[Freie Jugend Morgenröte|Freien Jugend Morgenröte]] (FJM) an, einer [[Syndikalismus|syndikalistischen]] Organisation, deren Vorsitzender sein Bruder Willi Anfang der 1920er Jahre wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 zog Muth nach [[Lüdenscheid]], trat dort der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) bei und wurde Sprecher der KPD-Fraktion im Stadtrat und hauptamtlicher Landessekretär für die Landarbeit der Partei. 1932 war er einige Monate Sekretär des Unterbezirks [[Mönchengladbach]] der KPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand und V-Mann ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die Nationalsozialisten wurde Heinrich Muth im März 1933 im [[Schutzhaft]]lager [[KZ Benninghausen|Benninghausen]] und anschließend bis Mai 1934 im [[Emslandlager|Lager Papenburg]] inhaftiert. Nach seiner Haftentlassung zog er nach Wuppertal und arbeitete dort im Widerstand mit. Als sein Bruder Willi verhaftet wurde, organisierte er die Flucht von dessen Frau [[Cläre Quast|Cläre]] in die [[Niederlande]]. Anfang Februar 1935 wurde er selbst von der Gestapo verhaftet. Um einer längeren Inhaftierung zu entgehen, stellte Muth sich der Gestapo als V-Mann zur Verfügung. Er soll Genossen aus [[Hagen]] und Lüdenscheid an die Gestapo verraten haben, aber andererseits weiter illegal weitergearbeitet haben. Als die Gestapo dies erfuhr, verhaftete sie ihn am 14.&amp;amp;nbsp;Mai 1935 erneut. Das [[Oberlandesgericht Hamm]] verurteilte ihn im Rahmen der [[Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse]] zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Verbüßung seiner Strafe in verschiedenen Haftanstalten wurde Heinrich Muth in das [[KZ Sachsenhausen]] verlegt. Im Oktober 1943 wurde er entlassen und kurze Zeit später von der Gestapo in der [[Dortmund-Hörder Hüttenunion]] als V-Mann eingesetzt. Anfang Februar 1945 verhaftete die Gestapo aufgrund seiner Informationen 44 Männer und Frauen, von denen 28 zusammen mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen Ostern 1945 in [[Mahnmal Bittermark|Dortmund]] [[Endphaseverbrechen|ermordet]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der alliierten Truppen engagierte sich Muth in der Lüdenscheider [[Antifa]]. Im Mai 1945 wurde er festgenommen, den britischen Besatzungsbehörden übergeben und blieb bis Januar 1948 in Haft. Er bekam Arbeit beim Möbelunternehmen [[Fudickar]] in Wuppertal und wurde zum Betriebsrat gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muth, der seine Tätigkeit als V-Mann immer abstritt, wurde am 3.&amp;amp;nbsp;Oktober 1948 aufgrund eines Haftbefehls des [[Amtsgericht Dortmund|Amtsgerichts Dortmund]] erneut verhaftet. In einem Prozess gegen ihn und Dortmunder Gestapobeamte erhielt Muth die höchste Strafe von zehn Jahren Zuchthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Publikation &amp;#039;&amp;#039;Dortmund unter dem Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039; der [[Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft]] schreiben die Autoren: {{&amp;quot;|Die Bedeutung des Spitzels Muth für die Durchführung der Verhaftungen ist heute nach neueren Nachforschungen umstritten. 1952 wurde der Prozeß gegen Muth und andere geführt. […] In dem Prozeß wurde Muth als der Hauptschuldige betrachtet. Er wurde zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. 15 Angeklagte wurden freigesprochen. Die Strafen für Mitglieder der Gestapo betrugen zwischen 1 und 2 Jahren Zuchthaus. Muth beteuerte in dem Prozeß, nicht der Hauptinformant der Gestapo gewesen zu sein. Dies scheint bei der Festlegung des Strafmaßes nicht berücksichtigt worden zu sein, dagegen wurde den Gestapomitgliedern die Kriegssituation zugute gehalten.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nrw.vvn-bda.de/bilder/dortmund_unterm_hakenkreuz.pdf |titel=Die Morde in der Bittermark&amp;amp;nbsp;– Ostern 1945 |titelerg=Der Widerstand |autor=Michael Brüx, Hans Frank, Renate Hetsch, Hajo Koch, Peter Velten, Ernst Weidlich |hrsg=GEW Stadtverband Dortmund |werk=Dortmund unterm Hakenkreuz. Exemplarisches aus dem Widerstand der Arbeiterbewegung in Dortmund |seiten=45 |datum=1983-09 |zugriff=2012-05-05 |format=PDF; 2,23&amp;amp;nbsp;MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Claus Jacobi&lt;br /&gt;
   |Titel=Es wächst noch kein Gras drüber&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Die Zeit]]&lt;br /&gt;
   |Nummer=7&lt;br /&gt;
   |Datum=1952&lt;br /&gt;
   |Seiten=&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.zeit.de/1952/07/es-waechst-noch-kein-gras-darueber/ zeit.de]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Matthias Wagner&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Polizei in Lüdenscheid zur Zeit der Nationalsozialisten. Vom Beschützer der Gesellschaft in der Weimarer Republik zum Vollstrecker der NS-Diktatur&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Der Reidemeister. Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land&lt;br /&gt;
   |Nummer=177&lt;br /&gt;
   |Ort=Lüdenscheid&lt;br /&gt;
   |Datum=2009-02-03&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.ghv-luedenscheid.de/download/der-reidemeister/Reidemeister%20177.pdf ghv-luedenscheid.de]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=10230&lt;br /&gt;
   |Abruf=2012-05-05}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Dortmund, 4. April 1952.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs, [[C. F. Rüter]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;[[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966.&amp;#039;&amp;#039; Band VIII, University Press, Amsterdam 1972, ISBN 90-6042-008-X, Nr. 312, S. 389–556. {{Webarchiv | url= http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd312.htm | wayback= 20140513215946 | text=&amp;#039;&amp;#039;Denunziation einer kommunistischen Widerstandsgruppe durch einen V-Mann der Gestapo Dortmund. Misshandlung von Häftlingen bei Verhören. Massenerschiessung in insgesamt 10 Teilexekutionen von zirka 240 deutschen und ausländischen Gestapohäftlingen in den letzten Kriegswochen in der Bittermark, im Rombergpark und auf dem Eisenbahngelände Dortmund-Hörde&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://fau-duesseldorf.org/archiv/menschen/willi-heinrich-muth &amp;#039;&amp;#039;Willi &amp;amp; Heinrich Muth.&amp;#039;&amp;#039;] FAU Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-11-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muth, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Agent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dortmund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Muth, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Muth, Heinrich Ernst (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KPD-Funktionär, Widerstandskämpfer, Gestapo-V-Mann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Januar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Haan]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Allonsenfants</name></author>
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