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	<title>Heinrich Michaelis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-28T11:23:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Michaelis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* März [[1627]] in [[Lübeck]] (?); † [[13. Januar]] [[1678]] ebenda) war ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und [[Syndicus der Hansestadt Lübeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Michaelis war der Sohn des gleichnamigen Juristen und Doktors der Rechte Heinrich Michaelis, der als Rat des [[Hochstift Lübeck|Fürstbischofs von Lübeck]] in Lübeck lebte. Er besuchte das [[Katharineum zu Lübeck]] und das [[Akademisches Gymnasium|Akademische Gymnasium]] in [[Danzig]], bevor er an den Universitäten [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], [[Universität Greifswald|Greifswald]] und [[Universität Rostock|Rostock]] [[Rechtswissenschaft]]en studierte. Nachdem er in Greifswald 1650 zum Doktor der Rechte [[Promotion (Doktor)|promoviert]] worden war, wurde er hier auf die durch den Weggang von [[David Mevius]] zum [[Wismarer Tribunal|Wismarer Gerichtshof]] freigewordene Professur der Jurisprudenz berufen. Schon 1654 ging er jedoch als [[Syndikus]] nach [[Stralsund]]. Im August 1666 erhielt er eine Berufung an die neugegründete [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] als ordentlicher &amp;#039;&amp;#039;Professor des [[Codex Iustinianus|Codex]]&amp;#039;&amp;#039;. 1668 verließ er Kiel und wurde Syndikus seiner Heimatstadt und vertrat sie auch bei diplomatischen Missionen. Sein Nachfolger auf der Professur wurde [[Magnus von Wedderkop (Jurist, 1637)|Magnus von Wedderkop]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Johann Gotthard Michaelis wurde lutherischer Geistlicher und war von 1710 bis 1712 Pastor an der [[Kirche Nusse|Kirche]] der [[Historische Lübecker Exklaven|Lübecker Exklave]] [[Nusse]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jacob von Melle]]: &amp;#039;&amp;#039;Gründliche Nachricht von der Kaiserl. freyen und des H. R. Reichs Stadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;, Lübeck 1787, [https://books.google.de/books?id=KXgAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA417 S. 417 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Nach Auskunft von [[Johann Moller (Schriftsteller)|Johann Mollers]] &amp;#039;&amp;#039;Cimbria Litterata&amp;#039;&amp;#039; hat Michaelis 1666 und 1667 vier Dissertationen &amp;#039;&amp;#039;De inquisitione criminum&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, von denen jedoch nur eine teilweise erhalten ist. In der von der Kieler Juristen-Fakultät 1669 herausgegebenen Sammlung der Entscheidungen und Gutachten, die die Facultät als Spruchkollegium gegeben oder einzelne ihrer Mitglieder erstattet hatten, unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Consilia Chiloniensia&amp;#039;&amp;#039; wurden zehn von Michaelis verfasste Gutachten angekündigt. Ihre Herausgabe verzögerte sich aber durch seine Übersiedlung nach Lübeck, und erst 1673 erschien &amp;#039;&amp;#039;Responsorum sive deductorum juris Kiloniensium aliorumque selectorum liber&amp;#039;&amp;#039;, das 26 &amp;#039;&amp;#039;Responsa&amp;#039;&amp;#039; enthält. Sie betreffen vor allem Fragen des Ehe- und Nachlassrechts nach [[Lübisches Recht|Lübischem Recht]]; gegen das 23. Gutachten, wie weit auf den Gütern des [[Domkapitel]]s und der Lübecker Landbegüterten in Holstein (wie etwa [[Gotthard von Höveln]]) zum Besten der nahen Stadt Lübeck das Bierbrauen und die Ansiedlung von Handwerkern unterbleiben müsse, erschien eine von Moller erwähnte Gegenschrift.&amp;lt;ref&amp;gt;Vermutlich &amp;#039;&amp;#039;Julii Themicolae Juridische und Historische darstellung der Gerechtigkeit zu brauen und Handwercker zu halten: Welche Etliche HochAdeliche der Stadt Lübeck Originarii, oder die Adelichen Landbegütherten daselbst/ in ihren/ dem Territorio des Hertzogthumbs Hollstein eingeschlossenen Güthern … außüben und treiben/ Dem unlängst an Tag gekommenen Responso … Hn. D. Heinrici Michaelis, ICti und Syndici bey der Stadt Lübeck/ entgegen gestellet/ Darinnen mancherley so hieher gehöret/ auch die meisten Sachen vom Territorial-Rechte … erkläret werden.&amp;#039;&amp;#039; [S.l.], 1685.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das 26. Gutachten bezieht sich auf eine Detailfrage des langwierigen Prozesses zwischen Lübeck und [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg|Sachsen-Lauenburg]] wegen [[Mölln]] und der [[Möllner Pertinenzien]], nämlich die Wertermittlung des Erstattungsbetrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lübeck ließ Michaelis nach 1676 seinen juristischen Traktat &amp;#039;&amp;#039;De inquisitione criminum&amp;#039;&amp;#039; drucken, der 1686 und 1689 von seinem gleichnamigen Sohn (* 1652) wieder aufgelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaelis ist wegen seiner kritischen Haltung zur [[Hexenverfolgung]] bekannt geblieben. Er lehnte in seinen Gutachten die von lokalen Gerichten herausgestellten Indizien wie die erfolgreiche [[Nadelprobe]] und die Tränenlosigkeit während der Verhöre unter der Folter ab und bestand auf der Befolgung von rein juristischen Prozessregeln, was die Anklage nahezu in allen Fällen aussichtslos machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Henrici Michaelis JC. Reipublicae Lubecensis Syndici Responsorum sive deductorum iuris, kiloniensium aliorumque selectorum liber, quorum argumenta in indice praefixo exhibentur.&amp;#039;&amp;#039; Wetstein, Lubecae 1673; {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb10349200-6|resolver=mdz}} (Exemplar der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Wilhelm Dittmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogische und biographische Nachrichten über Lübeckische Familien aus älterer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Dittmer, 1859, S. 61/62; {{archive.org|bub_gb_-ahAAAAAcAAJ |Blatt=n72}}.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Bruns]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lübecker Syndiker und Ratssekretäre bis zur Verfassungsänderung von 1851&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Lübeckische Geschichte|ZVLGA]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 29, 1938, S. 111.&lt;br /&gt;
* R.: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der juristischen Facultät (Fortsetzung).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Universität Kiel&amp;#039;&amp;#039;, Mohr, Kiel 1858, S. 5–7.&lt;br /&gt;
* Rolf Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand gegen Hexenverfolgung&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_16/Demokratische_Geschichte_Band_16_Essay_2.pdf Volltext] (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004931378}}&lt;br /&gt;
* [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100050063 Heinrich Michaelis] im [[Rostocker Matrikelportal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124904130|LCCN=n94048095|VIAF=13254663}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Michaelis, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syndicus der Hansestadt Lübeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanseatischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1627]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1678]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Michaelis, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Syndikus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=März 1627&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=unsicher: [[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Januar 1678&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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