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	<title>Heinrich Levin von Wintzingerode - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Levin_von_Wintzingerode&amp;diff=522210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SailE: Navigationsleiste hinzugefügt.</title>
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		<updated>2024-03-09T15:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Navigationsleiste hinzugefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinrich Levin Graf von Wintzingerode.png|mini|Ölgemälde von Albert Grégorius, ca. 1811, verschollen]]&lt;br /&gt;
Graf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Heinrich Levin von Wintzingerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard von Wintzingerode: &amp;#039;&amp;#039;Stammbaum der Familie von Wintzingerode&amp;#039;&amp;#039;. Dieterich, Göttingen 1848&amp;lt;/ref&amp;gt; (fälschlich auch &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Karl Friedrich Levin von Wintzingerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|43|505|507|Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin Graf|[[Eugen von Schneider|Eugen Schneider]]|ADB:Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin Graf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, *&amp;amp;nbsp;[[16. Oktober]] [[1778]] in [[Kassel]]; † [[15. September]] [[1856]] in [[Burg Bodenstein|Bodenstein]]) war ein [[Königreich Württemberg|württembergischer]] Diplomat, Staatsminister sowie Erb- und Gerichtsherr zu Bodenstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Wintzingerode war der Sohn des württembergischen Kabinettsministers [[Georg Ernst Levin Graf von Wintzingerode]]. Er wuchs als Stiefsohn der Landgräfin [[Philippine von Hessen-Kassel]] auf und unterhielt in seiner turbulenten Jugend enge Beziehungen zu deren Neffen Prinz [[Louis Ferdinand von Preußen (1772–1806)|Louis Ferdinand von Preußen]]. In Berlin wurde er von Friedrich Kirmeyer als Pianist ausgebildet. Seine Erfolge bewirkten, dass fortan auch die damalige Kronprinzessin [[Luise von Preußen (1770–1836)|Luise]] von Kirmeyer unterrichtet wurde. 1802 folgte er seinem Vater in den württembergischen Staatsdienst und wurde nacheinander Regierungsrat, Kammerherr, Kreishauptmann in Öhringen, Gesandter in Karlsruhe und München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Württembergischer Diplomat ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1810 wurde er zum Bevollmächtigten Minister und Gesandten in Paris ernannt, wo er [[Württemberg]]s Interessen gegenüber [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] energisch zu vertreten suchte. 1814 wechselte er ins Hauptquartier der Alliierten, machte im Gefolge des Zaren [[Alexander I. (Russland)|Alexander I.]] den Frankreichfeldzug mit, unterzeichnete für Württemberg den Ersten Pariser Frieden, ging mit dem Zaren nach London und wurde anschließend als [[Liste der württembergischen Gesandten in Russland|Gesandter]] nach [[Sankt Petersburg]] geschickt, wo er den [[Russischer Orden der Heiligen Anna|St. Annen-Orden]] 1. Klasse erhielt. 1815 begleitete er Alexander I. erneut, um Napoleon nach den Hundert Tagen endgültig zu stürzen. 1816 trug ihm König [[Friedrich I. (Württemberg, König)|Friedrich]] den Posten des Innenministers an, den er aber infolge des kurz darauf erfolgten Thronwechsels nicht annahm, sondern von König [[Wilhelm I. (Württemberg)|Wilhelm I.]] zum [[Liste der württembergischen Gesandten in Österreich|Gesandten]] in [[Wien]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außenminister des Königreichs Württemberg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1819 wurde er entgegen seinen Wünschen zum Staatsminister des Äußeren berufen, vom 17. Mai 1819 bis 2. Oktober 1823 war er damit auch Mitglied des [[Geheimer Rat (Württemberg)|Geheimen Rats]] und verfolgte eine liberal grundierte Realpolitik. Er nahm im August 1819 an der [[Karlsbader Beschlüsse|Karlsbader Konferenz]] teil. Als einziger der anwesenden Außenminister protestierte er gegen die reaktionären Karlsbader Beschlüsse zur [[Demagogenverfolgung]]. Er sah in ihnen eine Gefahr für die Akzeptanz der Regierungen des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] in der Bevölkerung und eine Quelle neuer Unruhen. Außerdem betrachtete er die Beschlüsse als Eingriff in die Souveränität der Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgreich war dagegen sein Widerstand gegen den Versuch [[Klemens Wenzel Lothar von Metternich|Metternichs]], den Artikel XIII der [[Deutsche Bundesakte|Deutschen Bundesakte]] dahingehend zu interpretieren, liberale Repräsentativverfassungen in den Ländern des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] auszuschließen und lediglich landständische Verfassungen zu gestatten. Er sah es als Treubruch gegenüber dem Volk, ihm den 1815 versprochenen Anteil an der Souveränität vorzuenthalten. Damit machte er sich zu Beginn seines [[Mitglieder des Geheimen Rats (Württemberg)|Ministeriums]] zum Wortführer der liberalen Ambitionen der süddeutschen Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Pläne König Wilhelms I. von Württemberg zu einer [[Drittes Deutschland|Triaspolitik]], welche die süddeutschen Mittelstaaten stärken sollte, setzte er sich vergeblich zur Wehr. Sie kulminierten in der Affäre um das „[[Manuskript aus Süddeutschland]]“, welches zur diplomatischen Isolation Württembergs führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatmann und preußischer Parlamentarier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber kam es 1823 zum Bruch zwischen dem König und seinem Außenminister, der sich fortan auf seinem [[Burg Bodenstein|Stammschloss Bodenstein]] und in Göttingen der Musik, der Komposition, der politischen Publizistik und seinen umfangreichen Memoiren widmete. Nach der [[Göttinger Revolution]] im Januar 1831 beriet er den Statthalter [[Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge|Herzog Adolph Friedrich von Cambridge]]. Er vertrat dabei die Position, man müsse zwar mit Strenge gegen Rebellionen vorgehen, danach aber Milde walten lassen und die berechtigten Forderungen aufgreifen. Kurz darauf wurde der Herzog von Cambridge [[Königreich Hannover|Vizekönig von Hannover]] und bot Wintzingerode nach dem Rücktritt des [[Ernst Friedrich Herbert zu Münster|Grafen Münster]] den Posten des Kabinettsministers an, den dieser jedoch ausschlug. Neben privaten Gründen führte er an: „Da ich Ausländer bin und als liberal gelte, hätte ich alles gegen mich, was in diesem Land Einfluss hat. Gestützt würde ich nur von einem Prinzen, der zwar in der Tat recht gut ist, jedoch schwach und allen Einflüssen unterworfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Levin Graf von Wintzingerode an seinen Vater, Göttingen, 16. März 1831 (LHASA, MD, Rep. H Bodenstein Anhang, Nr. 1750).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den späten Zwanziger Jahren betätigte er sich als ständischer Parlamentarier in seiner Heimat. Er gehörte 1847/48 dem preußischen [[Erster Vereinigter Landtag|Ersten]] bzw. [[Zweiter Vereinigter Landtag|Zweiten Vereinigten Landtag]] an, nachdem er zuvor mehrfach als Abgeordneter für den Eichsfelder Adel in den [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtag]] der [[Provinz Sachsen]] gewählt wurde. In beiden Parlamenten vertrat er Positionen, die zwischen Hochkonservatismus und ständischer Liberalität changierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Graf H. L. Wintzingerode an seine Wähler, August 1847, als Manuskript gedruckt Göttingen 1848.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Märzrevolution]] 1848 musste er vorübergehend vor den Aufständischen nach Göttingen fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gräfin Aeone von Wintzingerode Weimar.JPG|mini|Aeone Gräfin von Wintzingerode, geb. Freiin vom Hagen (1800–1835), Gemälde von Carl Oesterley d.&amp;amp;nbsp;Ä., ca. 1830]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Levin Wintzingerode war in erster Ehe mit Lady Diane Jane King, Tochter des [[Earl of Kingston]], verheiratet, in zweiter Ehe mit Aeone Freiin vom Hagen. Sein dritter Sohn [[Wilko Levin von Wintzingerode|Wilko Levin Graf von Wintzingerode]] war von 1876 bis 1900 [[Landeshauptmann]] der preußischen [[Provinz Sachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Levin Wintzingerode hat etwa 40 Kompositionen hinterlassen, darunter Vertonungen von Gedichten Goethes und Schillers sowie seiner Cousine Amalie von Wintzingerode. Diese Werke werden in der [[Herzogin Anna Amalia Bibliothek]] in [[Weimar]] aufbewahrt. Dort galten sie nach dem Brand am 2. September 2004 zunächst als verloren. Im Zuge der Restaurierung des geborgenen Materials stellte sich jedoch heraus, dass der größte Teil wahrscheinlich doch gerettet werden kann. Die einzige gedruckt vorliegende Komposition ist die Vollendung der Vertonung von „Johannens Abschied“ aus Schillers [[Die Jungfrau von Orléans (Schiller)|Jungfrau von Orléans]]. Sie war von [[Johann Rudolf Zumsteeg]] begonnen worden, der mit Wintzingerode befreundet war und dessen Witwe mit den Gewinnen aus der fertigen Komposition unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|43|505|507|Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin Graf|[[Eugen von Schneider|Eugen Schneider]]|ADB:Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin Graf}}&lt;br /&gt;
* [[Paul Sauer (Archivar)|Paul Sauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Napoleons Adler über Württemberg, Baden und Hohenzollern. Südwestdeutschland in der Rheinbundzeit&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 1987, ISBN 3-17-009595-1&lt;br /&gt;
* Paul Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Reformer auf dem Königsthron. Wilhelm I. von Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. DVA, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8&lt;br /&gt;
* Eberhard von Wintzingerode: &amp;#039;&amp;#039;Stammbaum der Familie von Wintzingerode. Mit biographischen Erläuterungen&amp;#039;&amp;#039;. Dieterich, Göttingen 1848.&lt;br /&gt;
* Heinrich J. von Wintzingerode: &amp;#039;&amp;#039;„Recht tun behält sein Preis allzeit“. Die Geschichte der Familie Wintzingerode und der Burg Bodenstein&amp;#039;&amp;#039;. Galerie in der Burg, Großbodungen 2004, ISBN 3-00-013996-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wintzingerode (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Heinrich Levin Graf von Wintzingerode}}&lt;br /&gt;
* Bach digital: [https://www.bach-digital.de/receive/BachDigitalPerson_agent_00008126 Wintzingerode, Heinrich Levin von]&lt;br /&gt;
* {{LeoBW|Typ=PERSON|ID=117411442|Titel=Wintzingerode,+Heinrich+Levin;+von}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117411442|Heinrich Karl Friedrich Levin von Wintzingerode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Außenminister des Königreichs Württemberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER  = Camille Nepomuk von Frohberg&lt;br /&gt;
| AMT        = [[Liste der württembergischen Gesandten in Russland|Württembergischer Gesandter in Russland]]&lt;br /&gt;
| ZEIT       = 1813–1816&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER = [[Joseph Ignaz von Beroldingen]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2 = [[Paul Joseph von Beroldingen]]&lt;br /&gt;
| AMT2       = [[Liste der württembergischen Gesandten in Österreich|Württembergischer Gesandter in Österreich]]&lt;br /&gt;
| ZEIT2      = 1816–1818&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER2= [[Carl August von Mandelsloh]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER3 = [[Ferdinand Ludwig von Zeppelin]]&lt;br /&gt;
| AMT3       = [[Liste der württembergischen Außenminister|Württembergischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
| ZEIT3      = 1819–1823&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER3= [[Joseph Ignaz von Beroldingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117411442|VIAF=59860691}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wintzingerode, Heinrich Levin von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württembergischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomat (Königreich Westphalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter im Russischen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Rat (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Ersten Vereinigten Landtages für die Provinz Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zweiten Vereinigten Landtages für die Provinz Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Wintzingerode|Heinrich Levin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1778]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wintzingerode, Heinrich Levin von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wintzingerode, Carl Friedrich Heinrich Levin von (vollständiger Name); Wintzingerode, Heinrich Karl Friedrich Levin von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=württembergischer Diplomat, Staatsminister sowie Erb- und Gerichtsherr zu Bodenstein&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Oktober 1778&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. September 1856&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Burg Bodenstein|Bodenstein]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SailE</name></author>
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