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	<title>Heinrich Lersner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:05:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Lersner&amp;diff=1591778&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miebner: /* Literatur */ lf Johannes Herrmann</title>
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		<updated>2026-02-18T10:54:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; lf &lt;a href=&quot;/index.php?title=Johannes_Herrmann_(Kirchenhistoriker)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Johannes Herrmann (Kirchenhistoriker) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Johannes Herrmann&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem hessischen Politiker Heinrich Lersner. Zum Verwaltungsjuristen siehe [[Heinrich von Lersner]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Lersner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Lersener (* [[1506]] in [[Marburg]]; † [[9. März]] [[1576]] in [[Frankenberg (Eder)]]) war ein hessischer Politiker, der von 1550 bis 1560 Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I.]] und von 1567 bis 1569 Landgraf [[Ludwig IV. (Hessen-Marburg)|Ludwig IV.]] als Kanzler diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Familie ==&lt;br /&gt;
Heinrich Lersner stammt aus dem späteren [[Lersner (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht Lersner]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|14|322|323|„Lersner, von.“|Redaktion|130424277}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und war der zweitälteste Sohn des langjährigen [[Landgrafschaft Hessen|landgräflich-hessischen]] Beamten Ludwig Lersner, der unter anderem Landgraf Philipp 1521 auf dem [[Reichstag zu Worms (1521)|Wormser Reichstag]] begleitete, sowie der Elisabeth Nederhober, Tochter des Marburger Bürgermeister und Schöffen Johannes Nederhober. Heinrichs Brüder Jakob, Johann und Christoph schlugen ebenfalls die politische Laufbahn ein. [[Jakob Lersner]] (* 15. Juli 1504 in Marburg; † 5. März 1579 ebenda) war anfangs Mönch, später Professor der Rechte und diente [[Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig]] und Philipp von Hessen als Diplomat. [[Johann Lersner]] (* 1512 in Marburg; † 19. Januar 1550 ebenda) wirkte im Auftrag Philipps als Gesandter am [[Burgundischer Reichskreis|Burgundischen Hof]]. [[Christoph Lersner]] (* 18. April 1520 in Marburg; † 11. April 1603 in Friedberg) arbeitete in den Kanzleien der Fürsten [[Albrecht VII. (Mecklenburg)|Albrecht von Mecklenburg]], Heinrich von Braunschweig und Philipp von Hessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Lersner war ab 1530 mit Elisabeth Nußpicker, Tochter des hessischen [[Kämmerer|Kammermeisters]] [[Georg Nußpicker (Kammermeister)|Georg Nußpicker]] (Nusbicker) d. Ä., verheiratet. Ihr ältester Sohn [[Hermann Lersner]] war viele Jahre Professor und Vizekanzler an der [[Philipps-Universität Marburg|Marburger Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Lersner studierte gemeinsam mit seinem Bruder Jakob 1519 in Heidelberg beziehungsweise 1520 in Erfurt und war danach als Sekretär des hessischen Landgrafen Philipp in vielen diplomatischen Missionen tätig. Er wirkte 1532 als hessischer Gesandter in Dänemark, fungierte seit 1540 als Philipps Bevollmächtigter beim [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bund]] und führte die Verhandlungen mit dem sächsischen Kurfürsten [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reformator [[Martin Bucer]] bescheinigte im Juli 1540 dem hessischen Landgrafen, dass Heinrich Lersner einer seiner fähigsten Mitarbeiter sei. Philipp entsandte daraufhin Lersner im Herbst 1540 zu König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]] von Dänemark, um diesen in der pikanten Angelegenheit seiner [[Morganatische Ehe|morganatisch]]en Ehe mit [[Margarethe von der Saale]] zu informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Moritz (Sachsen)|Moritz]] von Sachsen verweilte seit seiner im Januar 1541 erfolgten Vermählung mit [[Agnes von Hessen|Agnes]], der Tochter Philipps, am Hofe des hessischen Landgrafen und erhielt dort die Nachricht vom Ableben seines Vaters [[Heinrich (Sachsen)|Heinrich]] († 18. August 1541). Philipp der Großmütige erteilte daraufhin seinem Schwiegersohn präzise Ratschläge für dessen Verhalten nach der Übernahme der Regierung in Dresden und beschloss, die drei hessischen Räte [[Rudolf Schenk zu Schweinsberg]] († 1551), Hermann von Hundelshausen († nach 1562) und Heinrich Lersner zur Unterstützung des jungen Herzogs abzustellen. Seitdem reiste Heinrich Lersner häufig in diplomatischen Missionen zwischen den hessischen und sächsischen Höfen. Er amtierte außerdem 1542 und 1543 als Kanzler des von Truppen des Schmalkaldischen Bundes eroberten Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieges]] versuchte Lersner, einerseits zwischen dem ernestinischen sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich und dem albertinischen sächsischen Herzog Moritz, andererseits zwischen Philipp von Hessen und Moritz politisch zu vermitteln. Am 2. und 4. Januar 1547 verhandelte er mit dem sächsischen Herzog in Leipzig über die Form der Kapitulation des Schmalkaldischen Bundes. Moritz bot dem hessischen Gesandten Friedensbedingungen nach dem Vorbild des [[Vertrag von Kaaden|Vertrages von Kaaden]] an, zu denen 1534 Herzog [[Ulrich (Württemberg)|Ulrich von Württemberg]] sein Land zurückerhalten hatte. Der Herzog von Sachsen beabsichtigte nach der Einigung mit Hessen, mit Hilfe des römisch-deutschen Königs [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]] zugunsten der evangelischen Fürsten beim Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] zu vermitteln. Allerdings scheiterte dieses Vorhaben, da Philipp der Großmütige sich nur &amp;#039;&amp;#039;„auf Gnade“&amp;#039;&amp;#039; ergeben wollte, dagegen Ferdinand vom Schmalkaldischen Bund die &amp;#039;&amp;#039;„Unterwerfung auf Gnade und Ungnade“&amp;#039;&amp;#039; forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Lersner befand sich während der [[Schlacht bei Mühlberg]] (24. April 1547) im Gefolge von Herzog Moritz. Dieser beauftragte ihn, die Kapitulation des sächsischen Kurfürsten einzufordern. Johann Friedrich lehnte jedoch das Ansinnen seines Vetters ab und behielt stattdessen den hessischen Diplomaten in seinen Reihen. Nach der Niederlage des kursächsischen Heeres entkam Lersner mit viel Glück der Gefangennahme durch kaiserliche Reiter. Er verfasste bald danach einen detaillierten Bericht über den Verlauf der Schlacht und schickte ihn an Philipp. Der hessische Landgraf beschuldigte daraufhin Lersner fälschlicherweise, dass dieser Philipps im Juni 1547 in [[Halle (Saale)|Halle]] erfolgte Gefangennahme durch den Kaiser leichtfertig verschuldet habe. Darüber verärgert, kündigte Lersner seinen Dienst bei Philipp. Er war jedoch wenig später bereit, gemeinsam mit den Räten Rudolf [[Schenk zu Schweinsberg]], [[Simon Bing]] und [[Wilhelm von Schachten]] die Regierungsgeschäfte für Philipps minderjährigen Sohn [[Wilhelm IV. (Hessen-Kassel)|Wilhelm]] zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Lersner amtierte von 1550 bis 1560 als Kanzler Wilhelms bzw. Philipps. Er war 1552 an der Ausarbeitung des [[Passauer Vertrag]]es beteiligt und erreichte 1552 beim Kaiser die Freilassung Philipps. Lersner wirkte nach 1560 als Beisitzer am [[Hofgericht]] in Marburg und übernahm nach dem Tode Philipps 1567 erneut das Amt des Kanzlers, das er jedoch schon 1569 aus gesundheitlichen Gründen wieder aufgab. Er betätigte sich danach nicht mehr politisch und verstarb 1576.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wieland Held]]: &amp;#039;&amp;#039;1547 – Die Schlacht bei Mühlberg/Elbe – Entscheidung auf dem Wege zum albertinischen Kurfürstentum Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Sax-Verlag, Beucha 1997, ISBN 3-930076-43-8.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Herrmann (Kirchenhistoriker)|Johannes Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Moritz von Sachsen (1521 – 1553) – Landes-, Reichs- und Friedensfürst&amp;#039;&amp;#039;, Sax-Verlag, Beucha 2003, ISBN 3-934544-47-9.&lt;br /&gt;
* [[Günther Wartenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Moritz von Sachsen – Zur Politik des ersten albertinischen Kurfürsten zwischen Reformation und Reich&amp;#039;&amp;#039;, In: Günter Vogler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europäische Herrscher – Ihre Rolle bei der Gestaltung von Politik und Gesellschaft vom 16. bis zum 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Weimar 1988, ISBN 3-7400-0078-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=136659144 |titel=Lersner, Heinrich|datum=2020-03-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136659144|VIAF=80966290}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lersner, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanzler (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Lersner|Heinrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1506]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1576]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lersner, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lersener, Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=hessischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1506&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. März 1576&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankenberg (Eder)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miebner</name></author>
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