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	<title>Heinrich Karl Erben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T22:17:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-02-25T21:53:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Karl Erben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1921]] in [[Prag]]; † [[15. Juli]] [[1997]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Paläontologie|Paläontologe]]. Durch seine Sachbücher zur [[Evolution]] und seine Erkenntnisse über das Aussterben der [[Dinosaurier]] wurde er einem breiteren Publikum bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erben stammte aus einer deutschböhmischen Familie und hatte sich schon als Schüler für die [[Fossil|Versteinerungen]] seiner Heimat begeistert. Seit 1945 studierte er in [[Berlin]] und [[Tübingen]] Geowissenschaften, Biologie und Chemie. 1949 promovierte er in Tübingen bei [[Otto Heinrich Schindewolf]], dem Altmeister der Paläontologie, über „neue Faunen von herzynischem und thüringischem Typus im Unterharz“. Nach seiner Habilitation 1951 nahm er Lehraufträge in Tübingen und [[Würzburg]] wahr und war von 1953 bis 1956 Professor für [[Stratigraphie (Geologie)|Stratigraphie]] in [[Mexiko-Stadt]], wo er den XX. Internationalen Geologen-Kongress vorbereitete. Von 1956 bis zu seiner Emeritierung 1986 war Erben Professor in Bonn. Seit 1963 bekleidete er in Bonn den ersten nach dem Krieg in Deutschland neu eingerichteten Lehrstuhl für Paläontologie und war dort zugleich Gründer und Direktor des neuerbauten Institutes für Paläontologie. 1973/74 war Erben [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Universität Bonn]]. Außerdem übernahm er Funktionen in zahlreichen nationalen und internationalen Wissenschaftsgremien. Der [[Deutsche UNESCO-Kommission|Deutschen UNESCO-Kommission]] gehörte er als Mitglied und später sogar als deren Präsident (Juni 1986 bis Mai 1988) an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unesco.de/1681.html Verzeichnis der Präsidenten und Vizepräsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission]&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschungs- und Vortragsreisen führten Erben nach Nord- und Südamerika, den vorderen Orient, Russland, Afghanistan, Südostasien und Japan. Erben rief die Kooperation der Universität Bonn mit der Universität in [[Kabul]] ins Leben und gründete dort das Geologisch-Paläontologische Institut, das allerdings während der Herrschaft der [[Taliban]] geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Karl Erben.grave.Bonn.JPG|mini|Das mit einem Ammoniten verzierte Grab von Heinrich Karl Erben auf dem [[Poppelsdorfer Friedhof]] in Bonn]]&lt;br /&gt;
Erbens Lebensabend in [[Wachtberg]]-[[Adendorf (Wachtberg)|Adendorf]] bei Bonn wurde durch eine schwere Augenkrankheit überschattet, die er sich im Ausland zugezogen hatte und die rasch zu seiner fast völligen Erblindung führte. Er konnte aber dank der Betreuung durch seine Ehefrau Dr. Ursula Erben bis zuletzt am wissenschaftlichen Leben teilnehmen und noch wichtige Ergebnisse veröffentlichen. Erben, der ein begeisternder akademischer Lehrer war, wurde unter anderem mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] erster Klasse und 1973 mit der Aufnahme in die [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]] geehrt. 1990 wurde er Ehrenmitglied der [[Paläontologische Gesellschaft|Paläontologischen Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Erbens Weg als Forscher verlief vom Besonderen zum Allgemeinen, von der Analyse zur Synthese. Anfangs befasste er sich mit den [[Trilobiten]], [[Ammoniten]] und [[Cephalopoden]] des [[Silur (Geologie)|Silurs]] und [[Devon (Geologie)|Devons]]. So richtete er z.&amp;amp;nbsp;B. 1961 in Bonn die zweite internationale Arbeitstagung über die [[Silur]]-[[Devon (Geologie)|Devon]]-Grenze aus. Erben war es auch, der in den 1960er-Jahren als erster das [[Rasterelektronenmikroskop]] zur Klärung fossiler Ultrastrukturen verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wandte er sich allgemeineren Themen wie der [[Paläobiologie]] und [[Evolutionstheorie|Evolutionsforschung]] zu. Dabei verfasste er wichtige Darstellungen über den Ablauf der [[Biologische Evolution|Evolution]]. Auch bemühte er sich durch allgemeinverständliche Darstellungen, wie in seinem Buch „Intelligenzen im Kosmos“ (siehe Schriften) die Erkenntnisse der Evolutionsbiologie einem breiten Publikum nahe zu bringen. Außerdem interessierte sich der belesene Erben, der sich selbst als „bescheidenen religiösen [[Agnostiker]]“ bezeichnete, auch für philosophische Fragen wie Schicksal und Tod des Individuums. Insgesamt hat Erben über 100 wissenschaftliche Arbeiten publiziert (siehe unten: &amp;#039;&amp;#039;Schriften (Auswahl)&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweites Aufsehen erregte Erben durch seine Untersuchungen über das [[Aussterben]] der [[Dinosaurier]]. Erben konnte feststellen, dass die Eierschalen in Dinosaurier-Gelegen an der Grenze von der [[Kreide (Geologie)|Kreide]] zum [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] oft degeneriert waren, d.&amp;amp;nbsp;h. entweder sehr dick (so dass die Dinosaurier in den Eiern womöglich erstickten oder nicht schlüpfen konnten) oder sehr dünn (so dass die Eier möglicherweise zerbrachen oder die Dinosaurier darin vertrockneten). Diesen Befund führte Erben auf erhöhten Stress zurück, der durch die Klima-Abkühlung vor 65&amp;amp;nbsp;Millionen Jahren verursacht worden sein könnte und den Hormonhaushalt der Dinosaurier durcheinandergebracht haben könnte. Mit seiner Eierschalen-Theorie hatte Erben einen der wenigen Erklärungsansätze zu den zahlreichen Hypothesen zum Dinosaurier-Aussterben vorgelegt, der sich auf nachprüfbare Fakten stützte. Nachfolgende Wissenschaftler haben allerdings den pathologischen Charakter solcher Eierschalen z.&amp;amp;nbsp;T. bestritten und zudem die Seltenheit extrem verdickter Eier &amp;#039;&amp;#039;(ovum in ovo)&amp;#039;&amp;#039; gerade nahe der Kreide-Tertiär-Grenze hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Haubold]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Dinosaurier. System, Evolution, Paläobiologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Wittenberg 1989, S. 175 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Lebewesen – Spielregeln der Evolution&amp;#039;&amp;#039;. 3. überarb. Auflage. Piper, München, 1988, ISBN 3-492-10860-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evolution – eine Übersicht sieben Jahrzehnte nach [[Ernst Haeckel|E. Haeckel]].&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1990, ISBN 3-432-98331-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Intelligenzen im Kosmos? Die Antwort der Evolutionsbiologie.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1984. ISBN 3-548-34331-7.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13508110|Autor=[[Hoimar von Ditfurth]]|Titel=Der Mensch – einzig denkendes Wesen im All?|Jahr=1984|Nr=27|Kommentar=Rezension}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leben heißt Sterben – der Tod des einzelnen und das Aussterben der Arten.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1981, ISBN 3-455-08818-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ultrastrukturen und Dicke der Wand pathologischer Eischalen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Abhandlungen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 6, 1972, S.&amp;amp;nbsp;193–216.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Singuläre Zäsuren der Geo-Evolution und fossile Ökokatastrophen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nova Acta Leopoldina&amp;#039;&amp;#039;, NF 62, 270/1989, S.&amp;amp;nbsp;115–127.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A holo-evolutionistic conception of fossil and contemporaneous man.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Abhandlungen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse&amp;#039;&amp;#039;, 1980, 1. Steiner, Wiesbaden 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Claus-Dieter Clausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Karl Erben †&amp;#039;&amp;#039; [Nachruf]. In: Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, &amp;#039;&amp;#039;Hausnachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 139/Okt. 1997, S. 13f.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Haas]]: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Heinrich Karl Erben verstorben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten der Deutschen Geologischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Heft 65/II. Quartal 1998, S. 40f.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Strauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Heinrich Karl Erben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 1997&amp;#039;&amp;#039; der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Stuttgart 1998, S.&amp;amp;nbsp;114–117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119511126}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119511126|LCCN=n/81/142429|VIAF=823891}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Erben, Heinrich Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paläontologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Mexiko-Stadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Paläontologischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Erben, Heinrich Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Paläontologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kliojünger</name></author>
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