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	<title>Heinrich Jagusch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T04:02:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Jagusch&amp;diff=1310562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) umbenannt in Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft): laut Diskussion</title>
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		<updated>2026-04-12T05:27:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaften)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaften)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sachbuchautor_(Rechtswissenschaft)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2026/April/5&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2026/April/5 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Jagusch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. November]] [[1908]] in [[Breslau]]; † [[10. September]] [[1987]] in [[Rüppurr|Karlsruhe-Rüppurr]]) war ein deutscher Jurist und von 1950 bis 1965 Richter am [[Bundesgerichtshof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Gewerkschaftstätigkeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule in [[Breslau]] absolvierte Jagusch eine Banklehre und war daraufhin bis 1928 als kaufmännischer Angestellter tätig. Ab 1929 war er in Breslau bei freigewerkschaftlichen Organisationen als Verwaltungsangestellter beschäftigt, 1931 wechselte er zum [[Zentralverband der Angestellten]] in [[Berlin]]. Ebenda besuchte er auch Vorlesungen an der [[Deutsche Hochschule für Politik|Deutschen Hochschule für Politik]]. 1933 wurde er Mitglied des [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps]] (NSKK) und zum 1. Mai 1937 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 5.371.705).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17901348&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ulf Gutfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Staatsschutzstrafrecht in der Bundesrepublik Deutschland 1951–1968&amp;#039;&amp;#039;, BWV: Berlin, 2014, Seite 342&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1933 wurde Jagusch nach der [[Gewerkschaften in Deutschland#Gleichschaltung der Gewerkschaften während des Nationalsozialismus|Zerschlagung der Gewerkschaften]] beschäftigungslos und musste sich ein neues Aufgabengebiet suchen. Daher legte er im November 1933 die &amp;#039;&amp;#039;Prüfung zwecks Zulassung zum Studium ohne Reifeprüfung&amp;#039;&amp;#039; ab und schrieb sich an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelm Universität]] als Student der [[Rechtswissenschaften]] ein. Seine erste Staatsprüfung absolvierte er 1937, seine zweite im April 1941. Bereits im März 1940 promovierte er [[magna cum laude]] mit einer Schrift über die Rechtsberatungsstellen der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Jagusch nach seiner Einberufung in den Wehrdienst 1940 unter anderem in Frankreich eingesetzt. Im Dezember 1943 wurde er schwer verwundet: Er trug Gesichtsverletzungen davon und verlor sein linkes Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richter ==&lt;br /&gt;
Zurück in Deutschland ließ er sich nach dem Krieg in [[Braunschweig]] nieder und wurde 1946 in den Justizdienst der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungsmacht]] aufgenommen. Beim [[Landgericht Braunschweig]] wurde er zunächst als [[beauftragter Richter]] eingestellt und im Juli 1946 zum [[Landgerichtsrat]] ernannt. Zwischenzeitlich war er als Hilfsrichter am [[Oberlandesgericht Braunschweig]] tätig. Im m Juli 1948 wurde Jagusch zum Richter am [[Oberster Gerichtshof für die Britische Zone|Obersten Gerichtshof für die Britische Zone]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des [[Bundesgerichtshof]]s (BGH) 1950 wurde Jagusch schließlich zum [[Bundesrichter (Deutschland)|Bundesrichter]] gewählt. Er trat im Januar 1951 sein Amt an und gehörte zunächst dem [[4. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|4.]], danach dem [[1. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|1. Strafsenat]] an. Außerdem war er Mitglied des [[Großer Senat|Großen Senats]] für [[Strafsache]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1954 wurde er dem neu eingerichteten [[6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs]] zugeteilt, der für [[Staatsschutz]]sachen zuständig war. Dem Senat, der ab 1956 die Bezeichnung [[3. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|3. Strafsenat]] trug, gehörte Jagusch später als stellvertretender Vorsitzender und ab Oktober 1959 als Vorsitzender ([[Senatspräsident]]) an. In seine Amtszeit fielen unter anderem die medienträchtigen Verfahren gegen [[Otto John]], [[Wolfgang Wohlgemuth]], [[Alfred Frenzel]] und [[Bogdan Nikolajewitsch Staschinski|Bogdan Staschinski]] ([[Staschinski-Fall]]). Ende 1962 gab er den Vorsitz des 3. Senats ab und wurde Vorsitzender des 4. Senats, der sich unter anderem mit dem [[Straßenverkehrsrecht]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 veröffentlichte er unter einem Pseudonym („Judex“) zwei Artikel im Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]:&amp;#039;&amp;#039; Der erste Beitrag setzte sich kritisch mit der Haftentlassung von [[Günter Hofé]] auseinander,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46175217|Titel=Handel mit Verrätern?|Autor=|Jahr=1964|Nr=37|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im zweiten wurde das Gerichtsverfahren zur [[Spiegel-Affäre]] mit dem [[Weltbühne-Prozess]] verglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46175943|Titel=Droht ein neuer Ossietzky-Fall?|Autor=|Jahr=1964|Nr=45|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom BGH-Präsidenten [[Bruno Heusinger]] befragt, ob er der Autor des letztgenannten Artikels sei, leugnete er zunächst seine Urheberschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46176124|Titel=Heinrich Jagusch&amp;amp;nbsp;– „Ein Opfergang“|Autor=|Jahr=1964|Nr=47|Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; woraufhin ein [[Disziplinarverfahren]] gegen ihn eröffnet wurde; dieses wurde erst im August 1967 auf Antrag des [[Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz|Bundesjustizministers]] eingestellt, als Jagusch bereits seit zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen im Ruhestand war. 1975 verwechselte [[Franz Josef Strauß]] Jagusch mit seinem Namensvetter&amp;lt;ref&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Jagusch contra Strauß&amp;#039;&amp;#039;“, Der Spiegel vom 28. April 1975, S. [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41496433.html 21].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Walter Jagusch]], indem er Heinrich Jagusch zu Unrecht vorwarf, er sei ein Mitglied des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] gewesen und der Senatswechsel sei durch Erpressung der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Wenn Jagusch bleibt, ist Augstein verloren!“&amp;#039;&amp;#039; Auszüge aus dem &amp;quot;Esprit&amp;quot;-Interview mit Franz Josef Strauß über die SPIEGEL-Affäre, Der Spiegel vom 13. Januar 1975, S. [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558515.html 16]; &amp;#039;&amp;#039;„Datum: 29. September 1975 Betr.: Strauss/Jagusch“&amp;#039;&amp;#039;, Der Spiegel vom 29. September 1975, S. [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41406285.html 3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachautor ==&lt;br /&gt;
Als Autor hat Jagusch zahlreiche Aufsätze unter anderem zum Strafrecht und zum Straßenverkehrsrecht veröffentlicht. Er war Koautor des [[Leipziger Kommentar]]s zum Strafgesetzbuch (8. Auflage, 1957) und Mitverfasser des renommierten [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]]-Kommentars &amp;#039;&amp;#039;Löwe-Rosenberg&amp;#039;&amp;#039; (21. Auflage, 1962–1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist er auch als Herausgeber des Standardkommentars zum Straßenverkehrsrecht aus dem [[Verlag C.H. Beck]]. Er übernahm das von [[Johannes Floegel]] begründete und von [[Fritz Hartung (Jurist)|Fritz Hartung]] fortgeführte Werk im Jahr 1968 (17. Auflage) und betreute es bis zur 26. Auflage im Jahr 1981. Die Auflage des Werkes erhöhte sich in dieser Zeit von 4000 auf 7000 Exemplare. Ab 1983 wurde der Kommentar von [[Peter Hentschel]] fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Joachim Faller]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Jagusch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Juristen im Portrait. Verlag und Autoren in 4 Jahrzehnten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C. H. Beck, München 1988. S. 431–437. ISBN 3-406-33196-3.&lt;br /&gt;
* Hans Joachim Faller: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Jagusch †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1987, Heft 51, S. 3242.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102697183}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102697183|LCCN=n82024797|VIAF=193201744}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jagusch, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Rechtswissenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Bundesgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberster Gerichtshof für die Britische Zone)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landgericht Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfA-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jagusch, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Judex (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. September 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rüppurr|Karlsruhe-Rüppurr]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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