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	<title>Heinrich Fricke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T09:01:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-23T11:14:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|bahendelt den Architekten und Maler Heinrich Fricke. Zum Mediziner und Physiker siehe [[Johann Heinrich Gottlieb Fricke]] und zum Leichtathleten siehe [[Heinrich Fricke (Leichtathlet)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Johannes Theodor Fricke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1860]] in [[Hamburg]]; † [[12. Januar]] [[1917]] in [[Lübeck]]) war ein deutscher [[Malerei|Maler]] und [[Architekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Villa Burgund, Manzonistraße 43 Meran - Nord.JPG|mini|Villa Burgund in [[Meran]], 1896]]&lt;br /&gt;
Heinrich Fricke wurde in Hamburg als Sohn des Diedrich Heinrich Friedrich Fricke und dessen Ehefrau Catharina Dorothea Sophie Fricke geb. Meyer geboren. Nach seiner Schulzeit und dem Abschluss einer Lehre als Maurer arbeitete er 1879 in einem Architektenbüro in Stade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 zog Fricke nach München, um die Baukunst mit der Malerei zu vertauschen. Er studierte an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]] bei [[Joseph Bühlmann]], der sich vor allem mit Perspektive und Bauformenlehre befasste, und an der [[Münchner Kunstakademie]] bei dem ungarischen Maler [[Sándor Wagner|Alexander von Wagner]] Historienmalerei. Fricke wurde zum Lieblingsschüler Wagners, fühlte sich aber besonders zu [[Wilhelm Leibl]] hingezogen. Unter dessen Einfluss entstanden Bildnisse wie jenes der Schwiegereltern seiner Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in der Naturklasse und der technischen Malklasse wurde Fricke mit Medaillen ausgezeichnet. Er verkehrte mit dem Maler und Zeichner für Kunstgewerbe [[Otto Eckmann]], der von 1885 bis 1890 ebenfalls bei Wagner studierte, sowie mit dem Maler und Grafiker [[Lovis Corinth]], der von Fricke 1886 ein Porträt malte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele kleinere Studien, die auf seinen Ferienreisen entstanden, in denen er alte Bauwerke und Straßenschilder mit seinem Verständnis und malerischen Geschick festhielt, verrieten, dass er von der Baukunst kam. Bühlmann, der auch sein Lehrmeister in der malerischen Perspektive war und gerade zusammen mit Wagner das monumentale Rund[[Panorama (Kunst)|panorama]] &amp;#039;&amp;#039;Das alte Rom mit dem Triumphzuge Kaiser Constantins im Jahre 312 nach Christus&amp;#039;&amp;#039; malte, wurde auf ihn aufmerksam und überredete ihn, mitzuarbeiten. Beide waren von ihrem Gehilfen so begeistert, dass nach dem Erfolg des Panoramas&amp;lt;ref&amp;gt;Heute verschollen, fotografische Reproduktion mit 1,72&amp;amp;nbsp;m Länge veröffentlicht: München 1890. (22 Blatt und 8 Fotografien beim Architekturmuseum der Technischen Universität München), vgl. [[Adolf Rosenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Panorama des alten Rom von J. Bühlmann und Alex. Wagner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Velhagen &amp;amp; Klasings Neue Monatshefte.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 4 (1889/90), Bd. 2, Heft 10, Juni 1890, S. 385–397;; Valentin Kockel: &amp;#039;&amp;#039;„Wissenschaft und Kunst sind, wie selten, eine glückliche Verbindung eingegangen“. Das Rom-Panorama von Josef Bühlmann im Kontext des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, in: Cain, Hans-Ulrich Cain, Annette Haug, [[Yadegar Asisi]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Rom und sein Bild.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Boston: De Gruyter 2012 {{doi|10.1515/9783110254983}}, S. 23–48&amp;lt;/ref&amp;gt; auch „Neapel“ und „Die Seeschlacht von Trafalgar“ gemalt wurden und Fricke, was dieser als einen Glücksfall betrachtete, als Mitarbeiter bleiben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch glückliche Umstände kam Fricke 1890 zufällig nach [[Meran]], wo ihn die Natur und eine gemütliche Heimstätte so sehr fesselten, dass er blieb. Ida Borgfeldt nahm ihn 1892 in ihrem stattlichen, im Schatten einer mächtigen [[Atlas-Zeder|Zeder]] gelegenen Wohnhaus, dem &amp;#039;&amp;#039;Borgfeldthof&amp;#039;&amp;#039;, auf. In seiner dortigen [[Atelier|Künstlerwerkstatt]] entstanden im [[Impressionismus (Malerei)|impressionistischen Stil]] farbenfrohe Landschaften, italienische Ansichten, Gartenbilder und auch Bildnisse. Es reizte ihn jedoch auch, das Haus zu verschönern. Hierbei wurde er wieder zum [[Baumeister]] und Gartenkünstler und drückte dem Haus im Innern und von außen seinen Stempel auf. So ließ er im Garten [[Weinrebe|Wein-]] und [[Rosen]]lauben anlegen und drückte sein malerisches Empfinden so auch architektonisch aus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Theodor Fricke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1917/18, Nr. 29, Ausgabe vom 29. September 1918, S. 115. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1896 war Fricke eng mit dem ebenfalls in Meran lebenden Landschaft- und Porträtmaler [[Louis Eysen]] befreundet. Beide schufen vorwiegend Landschaftsbilder, machten diese allerdings kaum der Öffentlichkeit zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arco Protestant Church.JPG|mini|Trinitatiskirche in Arco (Italien)]]&lt;br /&gt;
Nachdem Fricke sich als Architekt mit dem Bau der imposanten Meraner &amp;#039;&amp;#039;Villa Burgund&amp;#039;&amp;#039; in neubarocken Stilformen 1896 einen Namen gemacht hatte, wurde er mit dem Entwurf der evangelischen [[Trinitatiskirche (Arco)|Trinitatiskirche]] im [[Kurort]] [[Arco (Trentino)|Arco]] am [[Gardasee]] betraut. Es sollte die erste [[Protestantismus|protestantische]] Kirche im heutigen [[Trentino]] werden. Die Kirche, in [[Eklektizismus|eklektischem]] Stil entworfen, war vom Turmhelm bis zum letzten Türdrücker sein Werk und war als architektonisches Kleinod ersten Ranges der eigenartigen Landschaft Arcos angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wollte Fricke sich wieder der Malerei zuwenden, begann jedoch an sich zu zweifeln. Mit seinen Malerfreunden, von denen schon viele einen klangvollen Namen bekommen hatten, glaubte er nicht Schritt gehalten zu haben. Mit dem 1906 nach Meran gekommenen Dichter und Schriftsteller [[Christian Morgenstern]] verband ihn eine herzliche Freundschaft, er war bei Morgensterns Hochzeit mit Margareta Gosebruch am 7. März 1910 Trauzeuge. Um ein neuer Mensch zu werden, hielt er es jedoch für notwendig, in eine neue Umgebung zu kommen. Der Abschied von [[Tirol]] fiel ihm jedoch nicht leicht. Er hing an Meran und dem [[Schloss Runkelstein]]. Auf dem Schloss durfte er einmal die [[Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)|Kaiserin Friedrich]] mit den Prinzessinnen herumführen. Sie hatte ihn angesprochen, ohne dass er wusste, wer die ganz einfach schwarz gekleidete Dame mit mächtigen gelbledernen Stulpenhandschuhen war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Theodor Fricke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vaterstädtische Blätter&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1917/18, Nr. 29, Ausgabe vom 29. September 1918, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod von Ida Borgfeldt im Jahr 1908 verließ Fricke Ende März 1910 Meran als kranker Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe menschenscheu geworden, wollte er – wenigstens zunächst – nicht mit seinen früheren Freunden zusammenkommen und ging nach Lübeck. Hier hatte es ihn in jungen Jahren so gut gefallen, und seine Schwester, an der er mit ganzer Liebe hing, lebte hier.&amp;lt;ref&amp;gt;In Lübeck war Fricke seit dem 31. März 1910 mit Wohnsitz in der Breiten Straße 44 als Kunstmaler gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auch dort schloss er sich an niemanden an. Er wich neuen Bekanntschaften aus. Fricke malte vor allem norddeutsche Landschaften, z. B. „Allee bei Travemünde“ (1912/1913, [[Hamburger Kunsthalle]]) und auch die ihm vertrauten architektonischen Motive, wie das bis 2010 verschollene Interieur „Marienkirche zu Lübeck, Pfeiler-Epitaph“, das sich seitdem in einer norddeutschen Privatsammlung befindet. In dessen Mittelpunkt steht das 1703 errichtete monumentale Epitaph des Lübecker Ratsherren [[Hermann Fock]](e), das 1942 zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er ohne eigentlichen Grund um seine finanziellen Verhältnisse zu fürchten begann, sprach er sich mit niemandem darüber aus. An der mangelnden Ernährung in Folge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] litt er mehr als andere, sein Gesundheitszustand verschlechterte sich, bis er starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zu Lebzeiten hat Fricke seinen künstlerischen Nachlass geordnet. Einige Bilder waren für den Hamburger Grafiker und Bildhauer Herbert Meyer (1891–1952) bestimmt, der sich später &amp;#039;&amp;#039;Herbert Mhe&amp;#039;&amp;#039; nannte. Dazu gehörte – ausweislich eines handschriftlichen Vermerks auf der Rückseite des Gemäldes – auch das genannte Interieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fricke starb 56-jährig in Lübeck und wurde auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]] in Hamburg beigesetzt. Im Rahmen einer Gedächtnisausstellung wurden im Juni 1918 in der Lübecker [[Katharinenkirche (Lübeck)|Katharinenkirche]] dreizehn Ölgemälde und Aquarelle von ihm gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fricke war bis zu der Ausstellung in Lübeck 1918 als Maler nahezu unbekannt. In seinen letzten 20 Lebensjahren hatte er fast nirgends mehr etwas von seinen Werken gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunsthalle zu Hamburg. Katalog der Neueren Meister.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, 1927. (Katalog-Nummern 1487, 2067, 1486, 1969)&lt;br /&gt;
* Hans H. Reimer: &amp;#039;&amp;#039;Lutherisch in Südtirol. Die Geschichte der Evangelischen Gemeinde Meran. Eine Spurensuche zum Protestantismus in Südtirol und im Trentino.&amp;#039;&amp;#039; Bozen 2009.&lt;br /&gt;
* Joachim Konietzny: &amp;#039;&amp;#039;Das Gemälde von Heinrich Theodor Fricke „Marienkirche zu Lübeck, Pfeiler-Epitaph“. Eine Betrachtung.&amp;#039;&amp;#039; Pansdorf 2010, ISBN 978-3-00-033414-6.&lt;br /&gt;
* Hans H. Reimer: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker in Südtirol. Ein Stück Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 12 (vom 19. Juni 2010), S. 204 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Theodor Fricke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Vaterstädtische Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1917/18, Nr. 29, Ausgabe vom 29. September 1918, S. 114–116.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[:en:Alexander von Wagner|Alexander von Wagner]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.baufo.ar.tum.de/index.php?id=793 |text=Joseph Bühlmann |archive-is=20121218002520}}&lt;br /&gt;
* Villa Burgund in Meran: {{DenkmalSüdtirol|15939}}&lt;br /&gt;
* Trinitatiskirche in Arco: http://www.reisen-touren.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=252:die-evangelische-kirche-in-arco&amp;amp;catid=43:gardasee-redaktion&amp;amp;Itemid=113&lt;br /&gt;
* Literatur über Heinrich Fricke (http://d-nb.info/990812979 und http://d-nb.info/1009217747) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
* [http://www.j-a-konietzny.de/ Joachim Konietzny]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1079936645|VIAF=20145003695261340099}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fricke, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Meran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fricke, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fricke, Heinrich Johannes Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler und Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Januar 1917&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-39401-75</name></author>
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