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	<title>Heinrich Damisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T02:08:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Damisch&amp;diff=2342871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor Beleg entfernt</title>
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		<updated>2025-04-29T19:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Damisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Dezember]] [[1872]] in [[Wien]]; † [[8. Juni]] [[1961]] in [[Salzburg]]) war ein österreichischer Musikschriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Heinrich Damisch wurde als Sohn eines Generals in Wien geboren und besuchte das humanistische [[Mariahilfer Gymnasium]]. Er absolvierte die [[Theresianische Militärakademie]], die geodätische Schule am [[Militärgeographisches Institut|k.u.k. Militärgeographischen Institut]] und die [[Wirtschaftsuniversität Wien#Geschichte|Exportakademie]]. Anschließend studierte er Klavier, Musiktheorie und Komposition. Seine Offizierslaufbahn musste er aufgrund eines Augenleidens aufgeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=odr&amp;amp;datum=19321201&amp;amp;query=%22Salzburger+Festspiele%22&amp;amp;seite=2 |titel=ANNO, Ostdeutsche Rundschau, 1932-12-01, Seite 2 |abruf=2024-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1904 an war er Mitglied einer deutschnational-antisemitischen Studentenverbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Ab 1907 war er als Musikredakteur und Musikreferent für das Deutsche Tagblatt tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1913 gründete er die &amp;#039;&amp;#039;Wiener akademische Mozartgemeinde&amp;#039;&amp;#039; als Verein und gehörte ihr bis 1945 als &amp;#039;&amp;#039;Vorsteher&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung) an. Es gelang ihm relativ rasch, die Profilierung dieser Vereinigung zu einer allseits anerkannten Wiener Musikinstitution zu erreichen. Unter Damisch entfaltete die Mozartgemeinde eine rege Konzerttätigkeit; man bemühte sich u. a. um die Aufführung selten gespielter Mozartwerke&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Kretschmer 2013&amp;quot;&amp;gt;Helmut Kretschmer: &amp;#039;&amp;#039;Ein Verein im Dienste Mozarts. 100 Jahre Mozartgemeinde in Wien&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Verein für Geschichte der Stadt Wien, Beiheft 1 / 2013, {{ISSN|0043-5317}}, 24 Seiten&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salzburger Festspiele ===&lt;br /&gt;
Damisch entwickelte gemeinsam mit [[Friedrich Gehmacher]] den Plan für die am 1. August 1917 in Wien gegründete Salzburger Festspielhausgemeinde und leitete diese als geschäftsführendes Direktionsmitglied bis zu ihrer Übersiedlung nach Salzburg 1925. Damisch „gab damit den Anstoß zur Gründung der [[Salzburger Festspiele]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Kretschmer 2013&amp;quot;/&amp;gt;. Er war Fachberater für Musik im nationalsozialistischen [[Deutscher Kulturbund (Österreich)|Deutschen Kulturbund]]. Zudem schrieb er nach seinem Ausscheiden aus der Festspielhausgemeinde kritische Artikel zu den Festspielen in der nationalsozialistischen [[Deutschösterreichische Tages-Zeitung|DÖTZ]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=odr&amp;amp;datum=19320814&amp;amp;query=%22Salzburger+Festspiele%22&amp;amp;seite=7 |titel=ANNO, Ostdeutsche Rundschau, 1932-08-14, Seite 7 |abruf=2024-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1923 war er völlig erblindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Gesellschaft für Neue Musik ===&lt;br /&gt;
Er gründete 1922/23 mit [[Rudolph Reti]] die [[Internationale Gesellschaft für Neue Musik]] und war bis zu ihrer Übersiedlung nach London deren Präsident.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damisch war Herausgeber des Allgemeinen Deutschen Sängerkalenders in den Jahren 1926 bis 1932 und des Wiener Mozart-Almanachs für 1931 und 1941.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/presse/historische-rk/1957/-/asset_publisher/wlyuW1CMwd9x/content/november-1957?inheritRedirect=true&amp;amp;redirect=%2Fweb%2Fpresse%2Fhistorische-rk%2F1957  85. Geburtstag von Heinrich Damisch], Wiener Rathauskorrespondenz, Pressemitteilung 30. November 1957&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Mai 1933 trat Damisch der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.515.003).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/5551120&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hofinger: [https://www.stadt-salzburg.at/fileadmin/landingpages/stadtgeschichte/nsprojekt/strassennamen/biografien/teilb_biografien.pdf &amp;#039;&amp;#039;Heinrich-Damisch-Straße. Dr. Heinrich Damisch&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Nach NS-belasteten Personen benannte Straßen in der Stadt Salzburg&amp;#039;&amp;#039;. Schlussbericht des Fachbeirats „Erläuterungen von Straßennamen“. Teil B. Biografien. Salzburg 2021, S. 92–105&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine „Beiträge gegen ‚die jüdische Korruption alles Musikalischen‘ machen ihn zu einem Wegbereiter nationalsozialistischen Gedankenguts“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut Kretschmer 2013&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939/40 passte Damisch die Statuten der Wiener akademischen Mozartgemeinde an die Wünsche der NS-Machthaber an. 1941 fand in Wien mit [[Joseph Goebbels]] als Festredner die ‚Mozart-Woche des Deutschen Reiches‘ statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
1945 floh Damisch vor dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] nach [[Salzburg]], wo er sein weiteres Leben verbrachte. Der Verein Wiener akademische Mozartgemeinde bestand bis 1948, als [[Hans Pemmer]] als Vorstandsmitglied seine freiwillige Auflösung bekanntgab. Parallel dazu hatte sich 1947 mit [[Erik Werba]] als Vorsteher ein neuer Verein namens Mozartgemeinde Wien gebildet, der bis heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutschorden z15.JPG|mini|Gedenktafel der Mozartgemeinde]]&lt;br /&gt;
Nach den Untersuchungen von Kretschmer wurde Heinrich Damisch vor und nach 1945 geehrt. Im Salzburger Stadtteil [[Parsch (Salzburg)|Parsch]] ist seit 1963 eine Straße nach ihm benannt. Im November 2024 beschloss der städtische Kulturausschuss der Stadt Salzburg, wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit die Heinrich-Damisch-Straße in [[Helene Thimig|Helene-Thimig]]-Straße umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=salzburg ORF at red |url=https://salzburg.orf.at/stories/3283137/ |titel=Umbenennung erster NS-belasteter Straße fixiert |datum=2024-11-28 |sprache=de |abruf=2025-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bewohner der Straße wollen den aktuellen Straßennamen jedoch beibehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=salzburg ORF at red |url=https://salzburg.orf.at/stories/3282703/ |titel=Bewohner gegen Umbenennung von NS-belasteter Straße |datum=2024-11-25 |sprache=de |abruf=2025-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maximilian Kronberger |url=https://www.krone.at/3603975 |titel=Nazi-Straße: Bewohner wollen keinen neuen Namen |datum=2024-11-25 |sprache=de |abruf=2025-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. April 2025 wurden die neuen Straßenschilder mit der Aufschrift &amp;quot;Helene-Thimig-Str.&amp;quot; montiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/consent/tcf/story/3000000267545/erste-nazi-strasse-in-salzburg-umbenannt |titel=Erste Nazi-Straße in Salzburg umbenannt |sprache=de-AT |abruf=2025-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;        &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1943 [[Otto Nicolai|Nicolai]]-Medaille der [[Wiener Philharmoniker]]&lt;br /&gt;
* 1952 Mozartmedaille der [[Mozartgemeinde Wien]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.viennatouristguide.at/Gedenktafeln/pers/M/mozart_1_zmed.htm Inschrift Deutschordenshof, Singerstraße: Heinrich Damisch 1952] (abgerufen am 12. Juni 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1957 [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* Die digitale Kunstinitiative &amp;#039;&amp;#039;Memory Gaps ::: Erinnerungslücken&amp;#039;&amp;#039; von [[Konstanze Sailer]] schlug seit Februar 2016 in mehreren Intervention vor, die nach Heinrich Damisch benannte Straße im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Parsch (Salzburg)|Parsch]] nach [[Helene von Taussig|Helene Taussig]], einem Opfer der NS-Diktatur, umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dominik Schmidt |url=https://www.freitag.de/autoren/memory-gaps/erinnerung-intervention-des-gegenwaertigen |titel=Erinnerung: Intervention des Gegenwärtigen |werk=[[der Freitag]] |datum=2019-08-01 |abruf=2024-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso empfahl &amp;#039;&amp;#039;Memory Gaps&amp;#039;&amp;#039;, die im [[Wien]]er Bezirk [[Mariahilf]] befindliche Gedenktafel für Heinrich Damisch zu entfernen oder zu kontextualisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Memory Gaps ::: Erinnerungslücken |url= https://www.memorygaps.eu/gap-mai-2024/ |titel= Der Antisemit als Gründervater: H. Damisch |datum=2024-05-01 |abruf=2024-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Wer war Heinrich Damisch? Versuch einer biographischen Annäherung.&amp;#039;&amp;#039; In: Cornelia Szabó-Knotik, [[Barbara Boisits]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musicologica Austriaca&amp;#039;&amp;#039; 27 (2008). Jahresschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft 2009, S. 181–209.&lt;br /&gt;
* Robert Hoffmann (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Festspiele in Salzburg. Quellen und Materialien zur Gründungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: 1913–1920, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 1920. ISBN 978-3-205-21031-3&lt;br /&gt;
* Helmut Kretschmer: &amp;#039;&amp;#039;Ein Verein im Dienste Mozarts. 100 Jahre Mozartgemeinde in Wien&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Verein für Geschichte der Stadt Wien, Beiheft 1 / 2013, {{ISSN|0043-5317}}, 24 Seiten&lt;br /&gt;
* {{OeML|Damisch_Heinrich|Damisch, Heinrich|Elisabeth Th. Hilscher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126762651}}&lt;br /&gt;
* [https://mozartgemeinde-wien.at/geschichte/ Heinrich Damisch und die &amp;#039;&amp;#039;Wiener akademische Mozartgemeinde&amp;#039;&amp;#039; (1913–1945)] (abgerufen am 15. Juni 2022)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126762651|VIAF=3475431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Damisch, Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Damisch, Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Musikschriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Dezember 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juni 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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