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	<title>Heinrich Adrian Müller - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T10:31:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heinrich_Adrian_M%C3%BCller&amp;diff=2573436&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kresspahl: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2025-01-24T12:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Adrian Müller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1661 &amp;#039;&amp;#039;Müller von Morien&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. August]] [[1636]] in [[Lübeck]]; † [[29. Dezember]] [[1706]]&amp;lt;ref&amp;gt;Todesdatum nach Wehrmann; nach Illigens (Lit.) &amp;#039;&amp;#039;21. Dezember 1707&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenda) war ein deutscher Gutsbesitzer, kaiserlicher Minister im [[Niedersächsischer Reichskreis|Niedersächsischen Reichskreis]] und [[Liste der österreichischen Gesandten bei den Hansestädten|kaiserlicher Resident in Lübeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Müller war der älteste Sohn des Kaufmanns [[Adrian Müller]] und dessen zweiter Frau Elisabeth, einer Tochter des Lübecker Bürgermeisters [[Heinrich Köhler (Politiker, 1576)|Heinrich Köhler]]. Er wuchs auf dem vom Vater erworbenen [[Lübsche Güter|Lübeckischen Gut]] Mori (heute Ortsteil von [[Stockelsdorf]]) auf und war acht Jahre alt, als sein Vater 1644 starb. Seine Mutter, die zeitlebens im Besitz des Vermögens ihres Mannes blieb, sorgte für eine gute Erziehung und sandte ihn 1656 auf die [[Universität Helmstedt]]. Anschließend unternahm er ausgedehnte und zuweilen abenteuerliche Reisen durch Deutschland, Italien, Frankreich und England, wobei er sich an einigen Orten, vor allem in [[Wien]] und in [[Paris]] länger aufhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den ausführlichen Reisebericht bei Wehrmann (1895), Teil 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich in Wien ist er zur römisch-katholischen Kirche [[Konversion (Religion)|konvertiert]]. Erst 1661 kehrte er endgültig nach Lübeck zurück. Bald darauf starb seine Mutter. Müller übernahm die Verwaltung des Gutes Mori und kaufte einen Teil von [[Groß Steinrade]] hinzu. Mit kaiserlichem Diplom wurden Heinrich Adrian und sein jüngerer Bruder Gottfried Andreas Müller 1661 als &amp;#039;&amp;#039;Müller von Morien&amp;#039;&amp;#039; durch Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] in den [[Reichsadel]]stand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1663 heiratete er Magdalena Dorothea von Wickede, eine Tochter des Bürgermeisters [[Gottschalk von Wickede]]. Die Trauung wurde nach lutherischem Ritus vom Pastor von [[St. Fabian und Sebastian (Rensefeld)|Rensefeld]], wohin Mori eingepfarrt war,  vollzogen. Auch die Kinder wurden lutherisch getauft, und Müller richtete in Mori wegen der großen Entfernung des Gutes vom Kirchdorf Rensefeld zu Ostern 1663 eine protestantische Schule ein und erbaute eine Kapelle, in der der Lehrer an Sonntagen und Festtagen predigen sollte. Diese Einrichtungen wurden von König [[Christian V. (Dänemark und Norwegen)|Christian V.]] in seiner Eigenschaft als Inhaber des [[Landesherrliches Kirchenregiment|Landesherrlichen Kirchenregiments]] bestätigt. Die Kapelle bestand bis ins 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller gehörte zu denjenigen Angehörigen der Lübecker Oberschicht, die außerhalb der [[Lübecker Landwehr]] Land besaßen und dort (zunftfreies) Gewerbe ansiedelten, was den Zorn der [[Zunft|Handwerksämter]] in  der Stadt hervorrief. 1663 kam es deshalb zu Ausschreitungen gegen die sogenannten [[Bönhase]]n und deren Förderer, in deren Verlauf auch Mori verwüstet wurde. Im Zuge dieser Unruhen, die 1665 zum [[Kassarezess]] führten, klagten die Landbesitzer gegen die Bürgerlichen Kollegien&amp;lt;ref&amp;gt;Ausgenommen von der Klage wurden nur die [[Zirkelgesellschaft|Junkerkompagnie]] und die Kaufleutekompagnie, denen die Kläger selbst nahestanden.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Rat beim [[Reichshofgericht]] und unterstellten sich 1666 unter Führung von [[Gotthard von Höveln]] dem Schutz des dänischen Königs [[Friedrich III. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich III.]] als Herrn über [[Herzogtum Holstein|Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1678 ernannte Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] Kerckring zum kaiserlichen Residenten in seiner [[Reichsstadt]] Lübeck, ein Amt, das vor ihm lediglich [[Diedrich von Brömbsen]] (1613–1671) von 1654 bis 1666 innegehabt hatte. Diese Berufung verlieh Müller [[diplomatische Immunität]] und half ihm, sich für die in der Stadt lebenden Katholiken einzusetzen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Ferdinand Fehling]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Ratslinie&amp;#039;&amp;#039;, Lübeck 1925, Nr. 743 unter Hinweis auf [[Johann Rudolph Becker]]: &amp;#039;&amp;#039;Umständliche Geschichte der kaiserl. und des Heil. Römischen Reichs freyen Stadt Lübeck&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Lübeck 1805, S. 354 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; für deren Religionsausübung er kaiserliche Dekrete erwirkte. 1678 ließ er „das Kind eines papistischen Soldaten“ in seinem Haus&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Brehmer in der Königstraße 97; Müller besaß aber auch das Haus [[Schildstraße 10]]&amp;lt;/ref&amp;gt; durch einen [[Pater]] katholisch taufen. Dies war die erste katholische Taufe in der Stadt außerhalb des Dombezirks nach der Reformation, was zu entsprechendem Aufsehen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müller starb 1706 und wurde in der [[Aegidienkirche (Lübeck)|Aegidienkirche]] begraben, vermutlich in der Vorraden- oder Calven-Kapelle, zu deren Renovierung er als Gutsherr von Mori 1698 ein Drittel beigetragen hatte. Mori vererbte er nicht auf seine Kinder, sondern an Anna Catharina, die Tochter des Bürgermeisters [[Anton Köhler (Politiker, 1585)|Anton Köhler]], ein Bruders seines Großvaters [[Heinrich Köhler (Politiker, 1576)|Heinrich Köhler]]. Durch sie kam das Gut an ihren Ehemann [[Alexander von Lüneburg]] († 1715).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Posten eines kaiserlichen Residenten in Lübeck wurde nicht wieder besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kurtze Vorstellung der Wahrheit/ Gegen eine unwahrhaffte außgesprengete Schrifft/ Genandt Lübeckische Richterliche Hauß-Suchung&amp;#039;&amp;#039;, 1695&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Wilhelm Dittmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogische und biographische Nachrichten über Lübeckische Familien aus älterer Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Dittmer, 1859, S. 63 ([https://books.google.de/books?id=-ahAAAAAcAAJ&amp;amp;dq=&amp;amp;hl=de Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Everhard Illigens]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Lübeckischen Kirche von 1530 bis 1896, das ist Geschichte des ehemaligen katholischen Bistums und der nunmehrigen katholischen Gemeinde sowie der katholischen Bischöfe, Domherren und Seelsorger zu Lübeck von 1530 bis 1896.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1896&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Wehrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lübeckischen Landgüter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[ZVLGA]] 7, Heft 2 (1895), S. 151–236.&lt;br /&gt;
* Carl Friedrich Wehrmann: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Adrian Müller.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lübeckische Blätter]] 37 (1895), S. 309–314 (Teil I); 317-319 (Teil II); 322-325 (Teil III).&lt;br /&gt;
* [[Klaus Müller (Historiker)|Klaus Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Das kaiserliche Gesandtschaftswesen im Jahrhundert nach dem Westfälischen Frieden (1648–1740).&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1976&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13704836X|VIAF=81292600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muller, Heinrich Adrian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomat des Heiligen Römischen Reiches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lübecker Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Müller (anhaltisches Patriziergeschlecht)|Heinrich Adrian]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1636]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1706]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Müller, Heinrich Adrian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Müller von Morien, Heinrich Adrian&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gutsbesitzer und kaiserlicher Resident in Lübeck&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. August 1636&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1706&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kresspahl</name></author>
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