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	<title>Heini Holtenbeen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:21:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heini_Holtenbeen&amp;diff=1640016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-11-21T13:44:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heini Holtenbeen.jpg|mini|170px|Heini Holtenbeen, um 1905]] [[Datei:Schnoor-HeiniHoltenbeen.jpg|mini|170px|Heini Holtenbeen Denkmal im [[Schnoor]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heini Holtenbeen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Jürgen Heinrich Keberle&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. April]] [[1835]] in [[Bremen]]; † [[13. September]] [[1909]] in Bremen-[[Osterholz (Bremen)|Osterholz]]), war ein bekanntes Bremer [[Original (Person)|Stadtoriginal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Jürgen Heinrich Keberle – Schreibweise auch &amp;#039;&amp;#039;Käberlé&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot; /&amp;gt; – war der Sohn eines Schuhmachers aus [[Böhmen]]. Die Familie wohnte in Bremen, &amp;#039;&amp;#039;Auf der [[Tiefer]]&amp;#039;&amp;#039; 20 und ab 1864 &amp;#039;&amp;#039;Klosterstraße&amp;#039;&amp;#039; 13. Im selben Jahr starb der Vater. Die Mutter kaufte sich im &amp;#039;&amp;#039;Ilsabeenstift&amp;#039;&amp;#039; ein; sie starb 1877. Keberle absolvierte eine Lehre bei einem [[Küper|Tabakküpermeister]]. Von einem Sturz durch eine Dachluke in der Lehrzeit behielt er bleibende Gehirnschäden und ein lahmes Bein, weshalb er später als &amp;#039;&amp;#039;Heini Holtenbeen&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– [[Niederdeutsch|Plattdeutsch]] für „Heini Holzbein“&amp;amp;nbsp;– bekannt wurde (obwohl er kein Holzbein hatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge verdingte er sich zunächst als [[Dienstmann]], zog mit einem Handwagen durch Bremen und nahm Gelegenheitsarbeiten an. Er lebte sehr bescheiden, einige Jahre im [[Schnoor]] in verschiedenen Häusern,&amp;lt;ref name=&amp;quot;adresse&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; und lief mit abgewetztem Mantel, zerbeulter [[Melone (Hut)|Melone]] und Stock in der Altstadt herum. In der Küche des [[Künstlerverein in Bremen|Künstlervereins Bremen]] bekam er regelmäßig Essen. Später wurde er dafür bekannt, dass er vor der [[Bremer Börse|Börse]] am Marktplatz die Kaufleute höflich grüßte und ihnen in der Mittagszeit die angerauchten Zigarren abnahm, da dort das Rauchen verboten war. Wenn er nach Geld fragte, nahm er dies stets nur als &amp;#039;&amp;#039;Darlehen&amp;#039;&amp;#039; an, das er eines Tages zurückzahlen wollte. Mit der Zeit wurde er durch sein wunderliches und skurriles Verhalten und seine schlagfertigen, plattdeutschen Sprüche ein stadtbekanntes Original. 1899 wurde er in ein [[Armenhaus]] eingewiesen. Ab 1900 wohnte er im [[Stephaniviertel|Stephaniquartier]], &amp;#039;&amp;#039;Vor dem Stephanitor&amp;#039;&amp;#039; 11 in einer Dachkammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottlieb Sandersfeldt erlebte Heini Holtenbeen als Kind und schrieb in seiner veröffentlichten Lebensgeschichte viele Jahre später über ihn: „Er war nicht böswillig veranlagt. Er redete nur immer mit sich selbst und erzählte unentwegt etwas über tausend Särge und eine Leiche. Wenn wir ihn auslachten, konnte er schon recht grantig werden, vor allem, wenn er betrunken war. Aber auch Freude hatten wir Heini Holtenbeen bereitet. Im Frühling schenkten wir ihm einen schönen Blumenstrauß aus Wiesenschaumkraut und Spiegelblumen. Dann lachte er und freute sich und gab uns zwei Pfennige“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gottlieb Sandersfeldt |Titel=Gottlieb Sandersfeldt – meine Schule des Lebens |Verlag=Engelsdorfer Verlag |Ort=Leipzig |Datum=2013 |ISBN=978-3-95488-387-5 |Abruf=2025-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holtenbeen starb am 13. September 1909 im [[St.-Jürgen-Asyl]] in Osterholz-Ellen. Bestattet wurde er auf dem Friedhof in Bremen-[[Oberneuland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Aussprüche ==&lt;br /&gt;
* {{lang|nds|„Schanne wert, Schanne wert!“}}&lt;br /&gt;
* {{lang|nds|„Segg mal, kannst mi nich’n halwen Groschen lenen, ick schrief dat in min Hauptbook in.“}}&lt;br /&gt;
* Besonders bekannt wurde jedoch Heini Holtenbeens Ausspruch: {{lang|nds|„Teindusend Särge! Teindusend Särge swommt de Weser entlang un keen Minsch will starven.“}} Auch in der Variante überliefert: {{lang|nds|„Teindusend Särge! Teindusend Särge swommt de Weser entlang un keenen for mi.“}}&lt;br /&gt;
* {{lang|de|„Und wenn die Welt untergeht, dann geh ich nach Hannover, da hab ich Verwandte.“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal ==&lt;br /&gt;
In Bremen-[[Mitte (Bremen)|Mitte]], im [[Schnoor]] in der Nähe vom Concordenhaus, hinter der Holzpforte ({{Coordinate|simple=y|type=landmark|NS=53.072361|EW=8.809381|region=DE-HB|name=Heini Holtenbeen}}) steht seit 1990 das vom Bildhauer [[Claus Homfeld]] erstellte [[Liste der Denkmale und Standbilder der Stadt Bremen#Heini Holtenbeen|Denkmal Heini Holtenbeen]] aus [[Bronze]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Erinnerungen ==&lt;br /&gt;
* Es gibt den nach ihm benannten &amp;#039;&amp;#039;Schnoorverein Heini Holtenbeen&amp;#039;&amp;#039;, dessen Gründungsvorsitzender Senator [[Rolf Speckmann]] war.&lt;br /&gt;
* In einem Theaterstück von [[Gottlob Bünte]] spielt eine nach &amp;#039;&amp;#039;Heini Holtenbeen&amp;#039;&amp;#039; benannte Figur die Hauptrolle – zur Premiere des Stücks war Keberle selbst im Theater anwesend.&lt;br /&gt;
* Ihm zu Ehren ist in den 1930er Jahren ein [[Kräuterlikör]] und [[Magenbitter]] &amp;#039;&amp;#039;Heini Holtenbeen&amp;#039;&amp;#039; gewidmet worden, hergestellt von einem anderen Bremer Original, dem Akustiker [[Heinrich W. Lüdeke]].&lt;br /&gt;
* Im [[Bremer Geschichtenhaus]] im Schnoor ist Heini Holtenbeen, dargestellt von wechselnden Schauspielern, Teil der Museumsführung.&lt;br /&gt;
* Im Musical [[Nachts in Bremen]] treffen die Bremer Originale Heini Holtenbeen und [[Fisch-Luzie]] aufeinander.&lt;br /&gt;
* In [[Walle (Bremen)|Bremen-Walle]] wurde der &amp;#039;&amp;#039;Heini-Holtenbeen-Weg&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Die [[Bremer Straßenbahn AG]] hat einen Straßenbahnwagen nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Erwähnt wurde Heini Holtenbeen auch in der Lebensgeschichte seines Zeitgenossen Gottlieb Sandersfeldt, Glasschleifer Meister zu Bremen, geboren am 27. Juni 1883 in Bremen, in seinem Werk „Meine Schule des Lebens“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&lt;br /&gt;
* [[Johann-Günther König]]: &amp;#039;&amp;#039;Heini Holtenbeen, Fisch Lucie und andere Bremer Originale&amp;amp;nbsp;– Ein Wiederbelebungsversuch&amp;#039;&amp;#039;. Brockkamp Verlag, Bremen 1990, ISBN 3-922496-31-8.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schmidt-Barrien]]: &amp;#039;&amp;#039;Schnoor No. 6 – Heini Holtenbeen-Anekdoten&amp;#039;&amp;#039;. Johann Heinrich [[Döll-Verlag]], Bremen 1984, ISBN 3-888080-15-0.&lt;br /&gt;
* Peter Meyer-Odewald: &amp;#039;&amp;#039;Gluckhenne süßsauer.&amp;#039;&amp;#039; Kap. 15, 16. Niebank-Rusch-Fachverlag, Bremen 2013, ISBN 978-3-939-56446-1.&lt;br /&gt;
* Gottlieb Sandersfeldt: &amp;quot;Meine Schule des Lebens&amp;quot;, Hrsg. Heinz-Ulrich Schirrmacher, ISBN 978-3-95488-387-5, Seite 17–18, vom Autor erlebte Hinweise auf Redewendungen und Lebensart von Heini Holtenbeen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bremer-geschichtenhaus.de/index.php/component/content/article?id=12 Heini Holtenbeen] im [[Bremer Geschichtenhaus]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.radiobremen.de/bremeneins/serien/as_time_goes_by/audio17136-popup.html |wayback=20170713172958 |text=Zum 100. Todestag von Heini Holtenbeen von Radio Bremen}}&lt;br /&gt;
* {{WP-HB k:|heini-holtbeen.html|k: kunst im öffentlichen raum bremen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
Links weisen auf Fundstellen im Bremer Adressbuch, Digitalisat online bei der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Im Linktext steht das Ausgabejahr des Adressbuchs.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;&amp;gt;Die Eltern wurden &amp;#039;&amp;#039;Käberlé&amp;#039;&amp;#039; geschrieben: Vater [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/646038 1864], Mutter (als Witwe) [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/637062 1865].&amp;lt;br/&amp;gt;Auch Heini Holtenbeen ist im Adressbuch von 1867 bis 1873 als &amp;#039;&amp;#039;Käberlé&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Käberle&amp;#039;&amp;#039; benannt. Einzige Abweichung &amp;#039;&amp;#039;Keberle&amp;#039;&amp;#039;: [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/782887 1866]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;adresse&amp;quot;&amp;gt;Wohnadressen laut Adressbuch: Schnoor 8, [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/782887 1866]; Schnoor 6, [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/637679 1867], [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/783753 1868], [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/662308 1869]; Schnoor 5 [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/662780 1870], [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/630911 1871], [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/631386 1872], [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/pageview/631984 1873].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1034905430|VIAF=301222940}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holtenbeen, Heini}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1835]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holtenbeen, Heini&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Keberle, Jürgen Heinrich &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bremer Original&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1835&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1909 &lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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