<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heiner_Roetz</id>
	<title>Heiner Roetz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Heiner_Roetz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiner_Roetz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T22:00:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiner_Roetz&amp;diff=2195426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiner_Roetz&amp;diff=2195426&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T19:51:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiner Roetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1950]] in [[Winterberg]]) ist ein deutscher [[Sinologie|Sinologe]]. Er ist Professor für die Geschichte und Philosophie Chinas an der [[Ruhr-Universität Bochum]]. Roetz war zeitweise Dekan der Fakultät für [[Ostasienwissenschaften]] und von 2000 bis 2003 Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Chinastudien e.&amp;amp;nbsp;V. (DVCS).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ruhr-uni-bochum.de/oaw/dvcs/index.html Deutsche Vereinigung für Chinastudien.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2002 bis 2006 war er Sprecher der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Forschergruppe &amp;#039;&amp;#039;Kulturübergreifende [[Bioethik]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-06 |url=http://rub.de/kbe |text=Kulturübergreifende Bioethik |archivebot=2025-06-21 19:21:29 InternetArchiveBot}}, DFG-Projekt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der Sinologie und Philosophie an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität]] in Frankfurt am Main promovierte er 1983 und habilitierte sich 1990 in Sinologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Chinesische [[Ethik]], Chinesische [[Religionsgeschichte]], Geschichte des [[Konfuzianismus]], Chinesische Kultur und [[Menschenrechte]],&amp;lt;ref&amp;gt;siehe beispielsweise: [https://www.zeit.de/1996/47/konfuz.txt.19961115.xml &amp;#039;&amp;#039;Konfuzius und die Würde des Menschen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 47/1996, Debatte zu Menschenrechten in China.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tradition und Moderne in China.&lt;br /&gt;
Roetz bezieht sich auf die Diskursethik [[Karl-Otto Apel]]s und vertritt –&amp;amp;nbsp;als Minderheitsposition unter den deutschen Sinologen&amp;amp;nbsp;– ein Verständnis seiner Wissenschaft, wonach sinologische Themen nicht nur fachintern, sondern auch öffentlich zu verhandeln sind, darunter auch solche, die politisch relevant sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiner Roetz: &amp;#039;&amp;#039;Philologie und Öffentlichkeit. Überlegungen zur sinologischen Hermeneutik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, 2002, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an [[Liu Xiaobo]] im Dezember 2010 organisierte Roetz als einziger deutscher Sinologe eine Podiumsdiskussion zu den Umständen der Verleihung und den Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China.&amp;lt;ref&amp;gt;Kai Strittmatter. [https://www.sueddeutsche.de/politik/friedensnobelpreis-sinologie-in-deutschland-das-schweigen-der-china-kenner-1.1034531 &amp;#039;&amp;#039;Die Chinaversteher&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Süddeutsche Zeitung]], 10. Dezember 2010, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beschäftigt sich mit den Vorstellungen Liu Xiaobos zu Demokratie und Menschenrechten, die auf der europäischen Geistesgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts beruhen –&amp;amp;nbsp;Liu lehnt die Berufung auf chinesische Traditionen ab&amp;amp;nbsp;– und stellt die These auf, dass [[Konfuzius]] und seine Schüler bereits einige dieser Ideen vorweggenommen haben und daher der Menschenrechtsdiskurs mit genuin chinesischen historischen Ideen partiell vereinbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiner Roetz: [https://www.kongfuzi.de/aufsaetze/Roetz_Frankfurter-Rundschau.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mit Konfuzius für die Demokratie&amp;#039;&amp;#039;;] als PDF-Datei. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Dezember 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in weiteren chinesischen philosophischen Traditionen, wie bei [[Mo Di]] im 5. Jahrhundert v. Chr., der den „Primat des besseren Arguments“ hervorhob, sind laut Roetz solche Tendenzen zu finden. Er wendet sich gegen die neueren [[Kulturalismus|kulturalistischen]] Auffassungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften –&amp;amp;nbsp;auch und besonders in der Sinologie&amp;amp;nbsp;–, die explizit die [[Universalismus (Philosophie)|universelle Bedeutung]] von Demokratie und Menschenrechten verneinen aufgrund unvereinbarer historischer und kultureller Unterschiede und kritisiert den wachsenden Einfluss der Volksrepublik China auf die westliche Sinologie.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiner Roetz: &amp;#039;&amp;#039;Alle Menschen sind gleich. Nur die Chinesen nicht. Sind Menschenrechte universal? Zur Debatte um den Friedensnobelpreis und den Kulturalismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Dezember 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang April 2011 setzte sich Roetz wiederum kritisch mit der offiziellen Politik der VR China und der Reaktion deutscher Institutionen darauf auseinander. Der Künstler und Dissident [[Ai Weiwei]] war am 3. April 2011 inhaftiert und an einen bisher unbekannten Ort verbracht worden. Gleichzeitig organisierten drei deutsche Museen die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der [[Aufklärung]]&amp;#039;&amp;#039; in Peking. In seinem Artikel &amp;#039;&amp;#039;China, Ai Weiwei und die Aufklärung. Die Kritik der reinen Anti-Vernunft&amp;#039;&amp;#039; schreibt Roetz, sich auf die deutschen [[Vordenker der Aufklärung|Aufklärer]] [[Immanuel Kant]] und [[Christian Wolff (Aufklärer)|Christian Wolff]] beziehend:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Freiheit des eigenen Urteils einzufordern, war nicht nur im Preußen des 18. Jahrhunderts ein gefährliches Unterfangen; sie ist es auch im China der Gegenwart. Die anciens regimes hier wie dort fürchten die «Emanzipation des Geistes von den Institutionen», wie [[Madame de Staël]] die Aufklärung bündig auf den Begriff brachte. Es stellt eine für die Regierenden Chinas unangenehme Verbindung her, dass auch die [[Tian’anmen-Massaker|Tiananmen-Bewegung]] sich als «neue Aufklärung» verstand.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche.2011-04-08&amp;quot;&amp;gt;Heiner Roetz: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/china-ai-weiwei-und-die-aufklaerung-die-kritik-der-reinen-anti-vernunft-1.1083049 &amp;#039;&amp;#039;China, Ai Weiwei und die Aufklärung. Die Kritik der reinen Anti-Vernunft&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roetz referiert den Universalgelehrten Wolff, der von Konfuzius ausgehend postulierte, dem Menschen wohne eine natürliche Vernunft inne, so dass seine Handlungen moralisch sind und sich nicht nach den Bedürfnissen der Obrigkeit richten. Der Bochumer Sinologe bezieht diese Aussage auf die chinesischen Verhältnisse und resümiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bekundungen des aufrechten Ganges finden sich in vielen Teilen des konfuzianischen Kanons. Sie wurden schon von den Machtapologeten des antiken China der selbstverliebten Exzentrik verdächtigt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche.2011-04-08&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Auch gegen Ai Weiwei wird Roetz zufolge der Vorwurf des einzelgängerischen Außenseitertums erhoben. Der gegenwärtige Bezug auf Konfuzius sei lediglich „Fassade“. „Konfuzianismus und Aufklärung“ hält er für „eine gute Alternative“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sueddeutsche.2011-04-08&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Mai 2011 veranstaltete Heiner Roetz eine Podiumsdiskussion in der Universität Bochum zu den Menschenrechten in China am Beispiel Ai Weiweis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tom Thelen |url=https://www.waz.de/staedte/bochum/article4661047/wo-ist-ai-weiwei.html |titel=Wo ist Ai Weiwei? |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2011-05-17 |abruf=2015-04-09 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Natur im alten China. Zum [[Subjekt-Objekt-Spaltung|Subjekt-Objekt-Gegensatz]] in der klassischen chinesischen Philosophie. Zugleich eine Kritik des Klischees vom chinesischen Universismus.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die chinesische Ethik der [[Achsenzeit]]. Eine Rekonstruktion des Durchbruchs zu postkonventionellem Denken.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt/M. 1992&lt;br /&gt;
** In Englisch: &amp;#039;&amp;#039;Confucian Ethics of the Axial Age.&amp;#039;&amp;#039; State University of New York Press, Albany 1994&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konfuzius.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: „Denker“. Beck, München 1995. 3. Aufl. 2006&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Hermeneutik]] der Ostasienwissenschaften. Einleitung zum thematischen Schwerpunkt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, 2002&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philologie und Öffentlichkeit. Überlegungen zur sinologischen Hermeneutik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, 2002, S.&amp;amp;nbsp;89–111&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klassische [[chinesische Philosophie]]. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Zusammen mit [[Hubert Schleichert]]. Klostermann, Frankfurt/M. 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://bibliographie.ub.rub.de/person/20807 Eintrag] in der Bochumer Hochschulbibliographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134305841|LCCN=n85124146|VIAF=113098431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roetz, Heiner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bioethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Menschenrechte in der Volksrepublik China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruhr-Universität Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roetz, Heiner&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sinologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Winterberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>