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	<title>Heimvolkshochschule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:32:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heimvolkshochschule&amp;diff=1177143&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rießler: Skandinavien</title>
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		<updated>2026-04-14T14:09:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Skandinavien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heimvolkshochschulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HVHS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind besondere Einrichtungen der [[Erwachsenenbildung]], die ihre Bildungsveranstaltungen ausschließlich oder überwiegend in Gestalt mehrtägiger, mehrwöchiger oder längerer Kurse bei gemeinsamer Unterbringung und Verpflegung in einem [[Internat]] anbieten. Im Unterschied zu gewöhnlichen [[Volkshochschule]]n sind Heimvolkshochschulen häufig im ländlichen Raum abseits der großen Städte angesiedelt, um eine lernfördernde Distanz zu den Belastungen des beruflichen und privaten Alltags der Schüler zu gewährleisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept stammt ursprünglich aus Skandinavien, wo die Heimvolkshochschule „Volkshochschule“ (schwedisch &amp;#039;&amp;#039;folkhögskola&amp;#039;&amp;#039;, norwegisch &amp;#039;&amp;#039;folkehøgskole&amp;#039;&amp;#039;, dänisch &amp;#039;&amp;#039;folkehøjskole&amp;#039;&amp;#039;, färöisch &amp;#039;&amp;#039;fólkaháskúli&amp;#039;&amp;#039;, finnisch &amp;#039;&amp;#039;kansankorkeakoulu&amp;#039;&amp;#039;) genannt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Skive - Krabbesholm2.jpg|mini|Heimvolkshochschule &amp;#039;&amp;#039;Krabbesholm&amp;#039;&amp;#039; in [[Skive]] (Dänemark), gegründet 1886]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimvolkshochschule Hermannsburg.JPG|mini|Heimvolkshochschule [[Hermannsburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimvolkshochschule Rundweg Seddiner See.JPG|mini|Heimvolkshochschule [[Großer Seddiner See|Seddiner See]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimvolkshochschule Akademie Haus Sonneck in Naumburg.jpeg|mini|Heimvolkshochschule [[Akademie Haus Sonneck]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Fürsteneck.jpg|mini|Akademie Burg Fürsteneck]]&lt;br /&gt;
Die Idee der Heimvolkshochschule hat ihre Wurzeln in Skandinavien, insbesondere in [[Dänemark]]: Im Jahr 1844 wurde im jütländischen [[Rødding Kommune|Rödding]] die erste Heimvolkshochschule nach den Vorstellungen des Pfarrers und Pädagogen [[Nikolai Frederik Severin Grundtvig]] (1783–1872) gegründet. Nach dem [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] wurde die Schule 1865 nach [[Askov Sogn|Askov]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nordsee Akademie|Heimvolkshochschule Leck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre HVHS Leck 1923–1973&amp;#039;&amp;#039;. Leck 1973, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese frühen Heimvolkshochschulen boten meistens über die Winterzeit mehrwöchige Kurse mit Unterkunft und Verpflegung an und richteten sich hauptsächlich an junge Erwachsene vom Land. Durch gemeinsames Leben und Lernen sollten Identität und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Solche Heimvolkshochschulen für Jugendliche im Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren sind heute in Dänemark als [[Efterskole]]r (Nachschulen) bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten deutschen Heimvolkshochschulen entstanden nach dänischem Vorbild in Schleswig-Holstein, nämlich in [[Tinglev Sogn|Tingleff]] (1905; heute Dänemark), [[Albersdorf (Holstein)|Albersdorf]] (1906), [[Mohrkirch|Mohrkirch-Osterholz]] (1907) und [[Norburg]] (1911).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Norbert Vogel|Titel=Grundtvigs Bedeutung für die deutsche Erwachsenenbildung|Jahr=1994|Seiten=117|ISBN=3-7815-0757-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919 wurde die [[Niedersächsische Lutherische Heimvolkshochschule Hermannsburg]] in [[Hermannsburg]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Isernhagen: &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Heimvolkshochschule – 74 1/2 Jahre Verein&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Niedersächsische Lutherische Heimvolkshochschule Hermannsburg – Bildung zum Leben&amp;#039;&amp;#039;. Kommissionsverlag Missionshandlung Hermannsburg, Hermannsburg 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist die älteste evangelische Heimvolkshochschule in Deutschland und existiert bis heute.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bildung-voller-leben.de/ueber-uns/geschichte &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 13. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Friedmann: [http://www.zeit.de/2004/08/C-Heimvolkshochschule &amp;#039;&amp;#039;Sinnsuche in der Heide&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 8, 12. Februar 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1920er Jahren folgten weitere Gründungen, z.&amp;amp;nbsp;B. am 7. März 1920 die [[Heimvolkshochschule Tinz]]. Besonders beliebt waren sie als Schulungsstätten in der [[Arbeiterbewegung|Arbeiter-]] und [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Arbeiterjugendbewegung]], aber auch in der kirchlichen Bildungsarbeit. 1926 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Christliche Bauernhochschule Markenhof&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Markenhof]] bei [[Kirchzarten]] eröffnet, die seit 1932 mit der 1931 gegründeten [[Badische Bauernschule|Badischen Bauernschule]] auf [[Burg Ittendorf]] kooperierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesarchiv Baden-Württemberg: Archivalieneinheit &amp;#039;&amp;#039;Generallandesarchiv Karlsruhe 321 Nr. 671&amp;#039;&amp;#039;. Darin Unterlagen über die Einrichtungen auf dem Markenhof und auf Burg Ittendorf. Die Archivalie ist als Digitalisat einsehbar: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/suche/, Suchbegriff: Markenhof.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer neuerlichen Gründungswelle kam es nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], als neben der [[Politische Bildung|politischen Bildung]] zunehmend das Erreichen und Nachholen von Schulabschlüssen und die Weiterbildung für junge Erwachsene auf dem Land in den Mittelpunkt der Arbeit der Heimvolkshochschulen rückten. Es entstand der Typus einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landvolkshochschule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Landvolkhochschule oder ländliche Heimvolkshochschule genannt, die ihr Bildungsprogramm besonders an Menschen aus dem ländlichen Raum oder aus der Landwirtschaft richtet. Es gibt Landvolkshochschulen in berufsständischer oder kirchlicher Trägerschaft; im [[Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum]] sind heute 44 Landvolkshochschulen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland organisiert. Ein weiterer Schwerpunkt vieler Heimvolkshochschulen war und ist die kulturelle Bildung. Einen neuen Akzent setzt das Angebot der 1981 aus der [[Schwulenbewegung]] heraus gegründeten [[Akademie Waldschlösschen]], einer vom Land Niedersachsen anerkannten Heimvolkshochschule: Sie richtet sich mit einem großen Teil ihrer Seminare und Tagungen an Schwule und Lesben&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Etscheit, &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2007/01/C-Waldschloesschen Mitten in der Provinz]. Die Akademie Waldschlösschen ist die einzige staatlich anerkannte Bildungsstätte für Schwule und Lesben&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Zeit, Nr. 1, 28. Dezember 2006, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Niedersachsen sind Heimvolkshochschulen besonders verbreitet, sie bilden den [[Niedersächsischer Landesverband der Heimvolkshochschulen|Niedersächsischen Landesverband der Heimvolkshochschulen]]. In Nordrhein-Westfalen haben sie sich mit den Akademien zum „Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien (Heimvolkshochschulen) in NRW“ zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dauern die meisten Kurse in Heimvolkshochschulen nur noch einige Tage, längere Fortbildungen sind selten geworden. Inspiriert von den skandinavischen Volkshochschulen werden seit einigen Jahren jedoch vermehrt auch mehrmonatige „Orientierungszeiten“ für junge Erwachsene angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://verbund-orientierungszeiten.de/ |titel=Verbund mehrmonatiger Orientierungszeiten|abruf=2026-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Heimvolkshochschulen als „Bildungshäuser“ weiter differenziert und spezialisiert: Einige pflegen intensive Kontakte ins Ausland, andere setzen auf Ökologie, Angebote zur Persönlichkeitsbildung und Teamentwicklung, Fortbildungen besonders für pädagogische, landwirtschaftliche Berufe und Ehrenamt, Seminare für Eltern und Kinder, für Schwule und Lesben, die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen oder die Belange der ländlichen Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend breit gefächert ist die Trägerschaft. Sie reicht von Kirchen, Gewerkschaften, Berufs-, Landschafts- und Wohlfahrtsverbänden bis zu eingetragenen Vereinen und Stiftungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Heimvolkshochschulen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [https://www.orientierungszeiten.info Infoportal mit Anbietern zu Orientierungszeiten vom Verbund mehrmonatiger Orientierungszeiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4159446-0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.landesverband-hvhs.de/index.php?menuid=17 |titel=Zur Idee und Geschichte der Heimvolkshochschulen |werk= |hrsg= |autor= |datum= |format= |offline= |abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen=1}} &lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://eng.uvm.dk:80/publications/de.htm?menuid=20 |titel=Dänemark - Bildungssystem |titelerg=Information des dänischen Bildungsministeriums |werk=eng.uvm.dk |hrsg= |autor= |datum= |format= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081013033045/http://eng.uvm.dk:80/publications/de.htm?menuid=20 |archiv-datum= 2008-10-13|abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen= }} &lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.mk-intern.bildung-lsa.de/Bildung/ri-hvhs.pdf |titel=Einschlägige Richtlinie des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt |werk= |hrsg= |autor= |datum= |format= PDF-Datei; 88&amp;amp;nbsp;kB |offline=2016-01-08 |abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen=}} &lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.verband-bildungszentren.de/  |titel=Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum – Dachorganisation der Heimvolkshochschulen in Deutschland |werk= |hrsg= |autor= |datum= |format= |offline=2016-01-08 |abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen= }}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.landesverband-hvhs.de/  |titel=Niedersächsischer Landesverband der Heimvolkshochschulen |werk= |hrsg= |autor= |datum= |format= |offline= |abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen=1 }}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.aba-nrw.de/ |titel=Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien (Heimvolkshochschulen) in NRW e.&amp;amp;nbsp;V. |werk= |hrsg= |autor= |datum= |format= |offline= |abruf=2020-12-19 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159446-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimvolkshochschule| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtung in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nikolai Frederik Severin Grundtvig]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rießler</name></author>
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