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	<title>Heimskringla - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heimskringla&amp;diff=222786&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KukiHaki: /* Literatur */ ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-13T12:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Band siehe [[Heimskringla (Band)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:A page of Heimskringla.jpg|mini|Seite aus Heimskringla]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[altnordisch]] für &amp;#039;&amp;#039;Weltkreis&amp;#039;&amp;#039;) ist der Titel eines [[mittelalter]]lichen Werkes über die Geschichte der [[Liste der norwegischen Könige|norwegischen Könige]], das um&amp;amp;nbsp;[[1230]] verfasst und ohne Verfasserangabe überliefert wurde. Es wird [[Snorri Sturluson]] [[Zuschreibung (Kunst)|zugeschrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Zuschreibung an Snorri Sturluson ==&lt;br /&gt;
Am Anfang stand eine Preisaufgabe der „Kongelige danske Videnskabernes Selskab“ (Königlich dänische Gesellschaft der Wissenschaftler) aus dem Jahre&amp;amp;nbsp;1870. Dieser Aufgabe lagen bereits bestimmte [[Prämisse]]n zu Grunde, die als Frage formuliert waren. Die ersten beiden Fragen betrafen Snorri als Verfasser, die letzten beiden den Umfang der Heimskringla und ihr Verhältnis zur [[Island|isländischen]] mittelalterlichen [[Geschichtsschreibung]]. Die Aufgabe setzte bereits voraus, dass es sich um ein zusammenhängendes Werk bestimmter Größe handele, das mehr oder weniger vollständig überliefert sei. Diese Auffassung geht zurück auf die [[Erstausgabe]] von [[Johan Peringskiöld]] &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla eller Snorre Sturlusons Nordlänske Konunga Sagor&amp;#039;&amp;#039; (Stockholm&amp;amp;nbsp;1697). Den Namen „Heimskringla“ hatte er von einer [[Abschrift]] des Isländers Jón Eggertsson aus dem Jahre&amp;amp;nbsp;1682 übernommen;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 231&amp;quot; /&amp;gt; dessen Vorlage in der Universitätsbibliothek von [[Kopenhagen]] wurde als &amp;#039;&amp;#039;Kringla&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ihr fehlte nämlich der [[Prolog (Literatur)|Prolog]], so dass das erste Wort „Kringla heimsins“ der [[Ynglinga saga]] maßgeblich wurde. Die Bezeichnung wurde bereits von [[Þormóður Torfason|Torfaeus]] benutzt und geht wahrscheinlich auf [[Olaus Wormius|Ole Worm]] zurück, der sie in einer Einleitung zur Übersetzung ins [[Norwegisch]]e von [[Peder Claussøn Friis]] „Norske kongers Chronica“ benutzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gustav Storm]] gewann mit seiner Arbeit zu dieser Preisaufgabe die Goldmedaille. Die Arbeit wurde auf Kosten der „Kongelige danske Videnskabernes Selskab“ unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Snorre Sturlasöns Historieskrivning&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht (Kopenhagen&amp;amp;nbsp;1873). 1914 veröffentlichte [[Sigurður Nordal]] in Kopenhagen seine [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Om Olaf den helliges saga&amp;#039;&amp;#039;. Während Storm der Meinung war, die [[Altnordische Literatur #Die Sagaliteratur|Saga]] über [[Olav der Heilige|Olav den Heiligen]] sei jünger als der übrige Text der Heimskringla und baue auf diesem auf, kehrte Nordal diese [[Chronologie]] um, so dass Snorri die Saga um Olav früher geschrieben habe (vgl. unten den Abschnitt Struktur). Beide gingen davon aus, dass alle Teile der Heimskringla vom gleichen Verfasser stammten, wobei Nordal sich auf Storm stützte und Storm sie von der Aufgabenstellung der Preisaufgabe übernommen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 231&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erster hat [[Konrad Maurer]] vermutet, dass es sich bei der Heimskringla um ein [[Kompilation (Literatur)|Kompilation]]swerk handele, das erst &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; Snorris Tod aus vielen Einzelarbeiten zusammengesetzt worden sei, von denen nur einige von ihm selbst stammten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maurer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der erwähnten [[Handschrift (Paläographie)|Handschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Kringla&amp;#039;&amp;#039; gab es noch zwei weitere Manuskripte, &amp;#039;&amp;#039;Jöfraskinna&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gullinskinna&amp;#039;&amp;#039;, die beide beim Bibliotheksbrand in Kopenhagen&amp;amp;nbsp;1728 vernichtet wurden, aber in recht zuverlässigen Abschriften erhalten sind. Weitere zwei Handschriften sind in Norwegen und Schweden vernichtet worden. De la Gardie Nr.&amp;amp;nbsp;3 verbrannte 1702 in [[Uppsala]]. Es gibt aber Abschriften von Teilen und eine Übersetzung ins [[Schwedisch]]e &amp;#039;&amp;#039;Norlands Chrönika och Beskriffning&amp;#039;&amp;#039; von dem Isländer Jón Rugman, die 1670 im Druck erschien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 232&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonna Louis-Jensen hält es für wahrscheinlich, dass nicht Snorri Sturluson die Schluss[[redaktion]] der &amp;#039;&amp;#039;Kringla&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt und die einzelnen Teile zusammengefügt habe, sondern Ólafur Þórðarson hvítaskáld. Dieser war Snorris gelehrter Neffe, er starb 1259; die Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Kringla&amp;#039;&amp;#039; kann nach Stefán Karlsson nicht vor&amp;amp;nbsp;1258 fertig vorgelegen haben. Somit ist Ólafur Þórðarsons Schlussredaktion nicht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Louis-Jensen stützt sich auf Karlsson,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karlss&amp;quot; /&amp;gt; der gezeigt hat, dass die Hauptteile der beiden wichtigsten Handschriften der [[Grágás]], die &amp;#039;&amp;#039;Staðarhólsbók&amp;#039;&amp;#039; und der [[Codex Regius (Edda)|Codex Regius]], mit der gleichen Hand geschrieben worden sind; es habe sich um einen professionellen Schreiber gehandelt. Nach Karlsson kommt auch der Priester Þórarinn kaggi in Betracht. Dieser starb 1283, auch er stammte aus dem [[Sturlungar|Sturlungen]][[Geschlecht (Genealogie)|geschlecht]]. Er war der uneheliche Sohn von Ólafur Þórðarsons Vetter Egill Sölmundarson, dem Sohn von Snorris Schwester Helga.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 243&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Struktur ==&lt;br /&gt;
Snorris &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039; reicht von der [[mythisch]]en [[Urgeschichte]], die er im ersten Teil der [[Ynglingasaga]] schildert, bis in das Jahr&amp;amp;nbsp;[[1177]]. Für sein [[Geschichtswerk]] griff Snorri auf ältere Vorlagen zurück, auf das &amp;#039;&amp;#039;[[Fagrskinna]]&amp;#039;&amp;#039; (das schöne [[Pergament]]; um&amp;amp;nbsp;[[1230]]) und auf &amp;#039;&amp;#039;[[Ágrip]] af Nóregs konunga sögum&amp;#039;&amp;#039; (Abriss der Geschichte der norwegischen Könige; Ende [[12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]). Für das letzte Kapitel der Heimskringla, das die Jahre&amp;amp;nbsp;[[1035]] bis&amp;amp;nbsp;[[1177]] schildert, schöpfte Snorri aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Morkinskinna]]&amp;#039;&amp;#039; (das verrottete Pergament; [[13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber seinen Vorgängern ist Snorris [[Dynastie|dynastisch]]e Geschichte [[Norwegen]]s im Mittelalter geprägt durch eine, für seine Zeit fortschrittliche, [[Historisch-kritische Methode (Geschichtswissenschaft)|kritische historische Methode]], die ein übersichtlich geordnetes Bild der norwegischen Könige gibt. Trotzdem fehlt es der Heimskringla an einer kohärenten Darstellung, da sie sich aus einer Kompilation eigenständiger Sagas zusammensetzt, die jede für sich als ein [[Literatur|literarisches]] Werk über einzelne norwegische Könige gelten können. Wie im &amp;#039;&amp;#039;[[Skáldskaparmál]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet Snorri auch in der Heimskringla [[Skaldendichtung|Skaldengedichte]] als Kommentar und Illustration seiner Schilderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk wird in drei Teile geteilt:&lt;br /&gt;
* Heimskringla (Hkr) I: vom Anfang bis zu Olav dem Heiligen&lt;br /&gt;
* Hkr II: die Geschichte Olavs des Heiligen&lt;br /&gt;
* Hkr III: die Geschichte danach.&lt;br /&gt;
Die Handschriften werden in zwei Klassen eingeteilt: die eine Klasse enthält Hkr&amp;amp;nbsp;II, die andere nicht. Zu letzterer gehören &amp;#039;&amp;#039;Jöfraskinna&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gullinskinna&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es eine gesonderte Saga über Olav den Heiligen; diese wurde in &amp;#039;&amp;#039;Jöfraskinna&amp;#039;&amp;#039; (nachträglich) eingefügt. Es ist daher nicht sicher, dass diese Saga schon in Snorris Originalschrift vorhanden war; stattdessen hat sie evtl. erst eine spätere Redaktion geringfügig gekürzt in die &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039; eingefügt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 239&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt nach Kapiteln ==&lt;br /&gt;
Die Heimskringla besteht aus:&lt;br /&gt;
* Prologus&lt;br /&gt;
* [[Ynglingasaga]], „Saga über die [[Ynglinger|Ynglinge]]“ (halb[[mythisch]], beruhend auf der [[Ynglingatal]])&lt;br /&gt;
* Hálfdanar saga svarta, „Saga von [[Halvdan Svarte|Hálfdan dem Schwarzen]]“ (Übergang halbmythisch – historisch)&lt;br /&gt;
* Haralds saga hárfagra, „Saga von [[Harald I. (Norwegen)|Harald Schönhaar]]“ (868–928)&lt;br /&gt;
* Hákonar saga góða (Aðalsteinsfóstra), „Saga von [[Håkon I.|Håkon dem Guten]]“ (933–961)&lt;br /&gt;
* Haralds saga gráfeldar, „Saga von [[Harald II. (Norwegen)|Harald Graumantel]]“ (960–975)&lt;br /&gt;
* Ólafs saga Tryggvasonar, „Saga von [[Olav I. Tryggvason|Olaf Tryggvason]]“ (995–1000)&lt;br /&gt;
* [[Óláfs saga helga]], „Saga von [[Olav II. Haraldsson|Olaf dem Heiligen]]“ (1016–1030)&lt;br /&gt;
* Magnúss saga góða, „Saga von [[Magnus I. (Norwegen)|Magnus dem Guten]]“ (1035–1047)&lt;br /&gt;
* Haralds (harðráða) saga Sigurðarsonar, „Saga von [[Harald III. (Norwegen)|Harald (dem Harten) Sigurðsohn]]“ (1047–1066)&lt;br /&gt;
* Ólafs saga kyrra, „Saga von [[Olav III. (Norwegen)|Olaf dem Stillen]]“ (1066–1093)&lt;br /&gt;
* Magnúss saga berfætts, „Saga von [[Magnus III. (Norwegen)|Magnus Barfuß]]“ (1093–1103)&lt;br /&gt;
* Magnússona saga, „Saga von den [[Sigurd I.|Söhnen Magnus´]]“ (1093–1130)&lt;br /&gt;
* Magnúss saga blinda ok Haralds gilla, „Saga von [[Magnus IV.|Magnús Sigurðarson]] und [[Harald Gille]]“ (1130–1136)&lt;br /&gt;
* Haraldssona saga (Saga Inga konungs og bræðra hans), „Saga von den Söhnen Haralds ([[Sigurd II.|Sigurd]], [[Øystein Haraldsson|Øystein]] und [[Inge Krogrygg|Inge]])“ (1136–1157)&lt;br /&gt;
* Hákonar saga herðibreiðs, „Saga von [[Håkon II.|Hákon dem Breitschultrigen]]“ (1157–1162)&lt;br /&gt;
* Magnúss saga Erlingssonar, „Saga von [[Magnus V.|Magnus Erlingsson]]“ (1161–1177)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heimskringla als historische Quelle ==&lt;br /&gt;
Der Wert der Heimskringla als [[historische Quelle]] im Sinne einer modernen wissenschaftlichen Geschichtsschreibung ist seit der [[Sagakritik]] umstritten. Für seine Zeit, das europäische [[Hochmittelalter]], war Snorri Sturluson jedenfalls ein Ausnahme-Wissenschaftler, dem ein historisches Bewusstsein und das Bemühen um historische Überlieferung nicht abgesprochen werden kann (im Sinne [[Emisch und etisch|emischer]] Kulturbetrachtung). Allerdings liegt ein Widerspruch in der Beurteilung Snorris als erstem „[[Historiker]]“ für die westskandinavische Geschichte darin, dass er seine Quellen mit nur geringfügigen Änderungen übernommen und zusammengestellt hat. Dann müsste man dieses Prädikat „Historiker“ bereits den Verfassern seiner Quellen zuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders fällt ins Gewicht, dass es zur Zeit der Abfassung der Heimskringla im europäischen Raum die [[Literaturgattung]] „Geschichtsschreibung“ im heutigen Sinne nicht gab; das reine Bewahren des Gewesenen für die Nachwelt lag den Verfassern fern. Stattdessen handelte es sich bei den Werken, die sich als Geschichtsschreibung ausgaben, immer um [[Tendenz]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;schriften mit [[Politik|politischer]] Absicht: um Herrscherlob, um [[Gesellschaftskritik]], um die [[Legitimität|Legitimierung]] althergebrachter Ansprüche, um die Darstellung der [[Christianisierung]] als Erfolgsgeschichte oder ähnliche Ziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das rein historische Interesse &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; im Vordergrund stand, ist deutlich an der Ólafs saga Tryggvasonar zu beobachten, in der die Zerstörung des [[heidnisch]]en Lade-Tempels geschildert wird. Dort habe der König einen goldenen Ring an der Tempeltür an sich genommen und später als Geschenk bei der [[Brautwerbung]] der heidnischen Königin [[Sigrid die Stolze|Sigrid von Schweden]] dieser überbringen lassen. Diese habe festgestellt, dass der Goldring innen einen Kupferkern hatte. Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden bei einem Zusammentreffen, im Laufe derer der König Sigrid ohrfeigte, worauf diese ihm ein gewaltsames Ende [[prophezeiung|prophezeite]]. Das ganze ist eine literarische Komposition um das Symbol der inneren Wertlosigkeit des Heidentums, dargestellt am Kupfer im Goldring ([[#Literatur|Lit.]]: Niedner S.&amp;amp;nbsp;267&amp;amp;nbsp;f.; Glauser S.&amp;amp;nbsp;39).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Snorris eigene Quellen reichten von mythologischen und [[mündliche Überlieferung|mündlichen Überlieferungen]], die er von [[Zeitzeuge]]n sammelte, bis zu den o.&amp;amp;nbsp;g. Werken. Er ist Mitbegründer einer „Gelehrten Isländischen Urgeschichte“ (nach [[Andreas Heusler (Altgermanist)|Andreas Heusler]]), die auf der Schwelle zwischen [[Mythologie]] (in [[Euhemerismus|euhemeristischer]] Perspektive) und historischer Wissenschaft stand. Dies verbietet eine generelle Beurteilung der &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039; als historische Quelle, und es hängt von einzelnen Daten und Beschreibungen ab, ob diese als mythisch, quasi-historisch oder historisch bewertet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Snorri, wie ihm Egon Mogk vorwarf, mythologische [[Novelle]]n verfasst habe, die historisch nicht zuverlässig seien, wird in dieser Allgemeinheit nicht mehr vertreten. Je näher die Ereignisse an seiner eigenen Lebenszeit liegen, desto höher ist das Gewicht seiner Aussagen zu werten. Wertvolle Quellen sind auch seine [[Zitat]]e alter [[Skalde]]n[[strophe]]n aus der Zeit der von ihm behandelten Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Snorris Königsbuch&amp;#039;&amp;#039;, übers. u. hrsg. v. [[Felix Niedner]], Bd. 1–3, Diederichs Düsseldorf, Köln 1965 ([[Sammlung Thule]], Bde. 14–16)&lt;br /&gt;
* Snorri Sturluson: &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla – Sagen der nordischen Könige.&amp;#039;&amp;#039; Kommentiert von [[Hans-Jürgen Hube]]. Wiesbaden (Marix) 2006; ISBN 978-3-86539-084-4.&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=Xg4YAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=heimskringla&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwix7PG12NPmAhUx6KYKHVb4DakQ6AEIMDAB#v=onepage&amp;amp;q=heimskringla&amp;amp;f=false Heimskringla – Sagen der Könige Norwegens; Übersetzung von G. Mohnike, 1837]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altnordisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla eða Sögur Noregs konunga&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.heimskringla.no/wiki/Heimskringla online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Englisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Chronicle of the Kings of Norway&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuisländisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Snorri Sturluson: &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. von Bergljót S. Kristjánsdóttir u.&amp;amp;nbsp;a.). Reykjavík 1991. ISBN 9979-3-0309-3 ([http://www.snerpa.is/net/snorri/heimskri.htm online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Norwegisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Snorre Sturluson-Kongesagaer&amp;#039;&amp;#039;. Stevensen, Oslo 1985, ISBN 82-7201-041-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürg Glauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Autor zum Kompilator&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Fix (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturluson. Beiträge zu Werk und Rezeption.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 3-11-016182-6, (&amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 18), S. 34.&lt;br /&gt;
* Kolbrún Haraldsdóttir: &amp;#039;&amp;#039;Der Historiker Snorri. Autor oder Kompilator?&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Fix (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturluson. Beiträge zu Werk und Rezeption.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1998, ISBN 3-11-016182-6, (&amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 18), S. 97.&lt;br /&gt;
* Lee M. Hollander (Übers.): &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla. History of the Kings of Norway.&amp;#039;&amp;#039; Published for the American-Scandinavian Foundation by the University of Texas Press, Austin TX 1991, ISBN 0-292-73061-6, (englisch).&lt;br /&gt;
* Jonna Louis-Jensen: &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla – Et værk af Snorri Sturluson?&amp;#039;&amp;#039; In: Nordica Bergensia 14 (1997) S. 230–245.&lt;br /&gt;
* Jan Alexander van Nahl: &amp;#039;&amp;#039;Kontingenz und Zufall in den altisländischen Königssagas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 130). Berlin, Boston 2021, ISBN 978-3-11-075928-0.&lt;br /&gt;
* [[Birgit Sawyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;An interpretation&amp;#039;&amp;#039; (= Medieval and Renaissance texts and studies, Bd. 483). ACMRS, Arizona Center for Medieval and Renaissance Studies, Tempe, Arizona 2015, ISBN 978-0-86698-538-3.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]], [[Hermann Pálsson]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der altnordischen Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 490). Kröner, Stuttgart 1987, ISBN 3-520-49001-3, S. 156–157.&lt;br /&gt;
* Jirí Starý: &amp;#039;&amp;#039;Naivität und Kritik.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Die altnordische Geschichtschreibung&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Beck, Wilhelm Heizmann, Jan Alexander van Nahl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturluson: Historiker, Dichter, Politiker&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2013, ISBN 978-3-11-033631-3, (&amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband 85), S. 93–128.&lt;br /&gt;
* [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]]: &amp;#039;&amp;#039;Altnordische Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Literatur von etwa 1150–1300&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. de Gruyter, Berlin 1967, (&amp;#039;&amp;#039;Grundriss der germanischen Philologie&amp;#039;&amp;#039; 16), S. 293–295.&lt;br /&gt;
* Diana Whaley: &amp;#039;&amp;#039;Heimskringla&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 14: &amp;#039;&amp;#039;Harfe und Leier - Hludana Hlodyn&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-11-016423-X, S. 238.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Heimskringla}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* [http://www.heimskringla.no/wiki/Heimskringla Heimskringla.no – &amp;quot;Heimskringla eða Sögur Noregs konunga&amp;quot;] (altnordisch)&lt;br /&gt;
* [http://omacl.org/Heimskringla/ Heimskringla or The Chronicle of the Kings of Norway]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- der Text hinter diesem Link ist identisch mit dem auf Heimskringla.no (altisländisch = altnordisch!)&lt;br /&gt;
* [http://www.snerpa.is/net/snorri/heimskri.htm Snorra Sturlusonar, Heimskringla eða Sögur Noregs konunga] (isländisch)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friis&amp;quot;&amp;gt;„Den ene [scil.:Sorte Königs sagas] begynder fra Harald Harfager / og kaldis Kongbogen / … Den anden som kaldis Kringlu Heimsens / aff de to første i Bogen / skal vøre beskrefuen aff Snorre Sturlesøn / fordum Lagmand paa Island. … Denne er den Chrønicke som vi nu her fremsetter.“ Zitiert nach Louis-Jensen S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 231&amp;quot;&amp;gt;Zum Vorigen: Louis-Jensen S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 232&amp;quot;&amp;gt;Zum Vorigen: Louis-Jensen S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 239&amp;quot;&amp;gt;Zum Vorigen: Louis-Jensen S. 239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jonna 243&amp;quot;&amp;gt;Louis-Jensen S. 243, insbesondere Fußnote 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Karlss&amp;quot;&amp;gt;Stefán Karlsson: &amp;#039;&amp;#039;Kringum Kringlu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Árbók Landsbókasafns&amp;#039;&amp;#039; 1978. Reykjavík. S. 5–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maurer&amp;quot;&amp;gt;Konrad Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Ausdrücke: altnordische, altnorwegische und isländische Sprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Abhandlungen der philosophisch-philologischen Klasse der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bd. 11 München 1868. S. 457–706, 490.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4314315-5|VIAF=177336004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Literatur (Altnordisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Dokument (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ynglinger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KukiHaki</name></author>
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