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	<title>Heimchen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T13:48:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heimchen&amp;diff=345870&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meloe: rev. Unter Literatur nur Werke zum Lemma aufnehmen, keine allg. Werke. Wenn als Beleg verwendbar, einarbeiten. Wenn nicht, weglassen.</title>
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		<updated>2026-02-09T09:45:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;rev. Unter Literatur nur Werke zum Lemma aufnehmen, keine allg. Werke. Wenn als Beleg verwendbar, einarbeiten. Wenn nicht, weglassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum deutschen Beamten dieses Familiennamens, siehe [[Jürgen Heimchen]] (* 1942).}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Heimchen&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Acheta domesticus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Acheta&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Grillen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Gryllidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Grillen&lt;br /&gt;
| Taxon4_LinkName  = Grillen (Überfamilie)&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Grylloidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Langfühlerschrecken&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Ensifera&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Heuschrecken&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Orthoptera&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Acheta-domestica-1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Heimchen (&amp;#039;&amp;#039;Acheta domesticus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heimchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Acheta domesticus&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hausgrille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Langfühlerschrecken|Langfühlerschrecke]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Echte Grillen|Echten Grillen]] (Gryllidae).&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Name beschreibt wesentliche Aspekte des Verhaltens und der Ökologie: &amp;#039;&amp;#039;Acheta&amp;#039;&amp;#039; bedeutet ‚Sänger‘ und &amp;#039;&amp;#039;domesticus&amp;#039;&amp;#039; ‚häuslich‘.&lt;br /&gt;
Das Heimchen ist ein sehr beliebtes [[Futterinsekt]] in der [[Terraristik]] sowie ein [[Speiseinsekt]]. Durch seine [[Synanthropie|synanthrope Lebensweise]] ist es kosmopolitisch verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta domesticus, adultes Weibchen.jpg|mini|Adultes Weibchen. Auf den Vorderflügeln fehlen Laut gebende Strukturen. Der Legebohrer ist stabförmig und am Ende leicht verdickt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heimchen sind etwas kleiner und schlanker als die [[Feldgrille]] (&amp;#039;&amp;#039;Gryllus campestris&amp;#039;&amp;#039;) und erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimeter, der Legebohrer ([[Ovipositor]]) der Weibchen misst zusätzlich 11 bis 15 Millimeter. Der Körper hat eine strohgelbe bis gelbbraune Grundfärbung. Der [[Halsschild]] und der Kopf zeigen eine dunkelbraune bis schwarze Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta domesticus, linker und rechter Vorderflügel.jpg|mini|Linker und rechter Vorderflügel eines erwachsenen Männchens]]&lt;br /&gt;
Zwischen Männchen und Weibchen bestehen in der Länge der Vorderflügel keine Unterschiede. Nach den Messergebnissen bei 30 erwachsenen Männchen aus einer Zucht sind die Vorderflügel im Mittel 10,55 Millimeter lang (Extremwerte: 9,1 bis 12,3 Millimeter)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stärk&amp;quot;&amp;gt;Anna Alfonsa Stärk: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen am Lautorgan einiger Grillen- und Laubheuschrecken-Arten, zugleich ein Beitrag zum Rechts-Links-Problem.&amp;#039;&amp;#039; Zoologische Jahrbücher, Abteilung für Anatomie und Ontogenie der Tiere 77, S. 9–50, 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; und überdecken nicht den Endabschnitt des Hinterleibs. Bei beiden Geschlechtern sind die Vorderflügel leicht verhärtet und in Dorsalfeld und Lateralfeld unterteilt. In Ruhestellung liegen die Dorsalfelder der beiden Flügel waagrecht übereinander, das des rechten Flügels befindet sich dabei über dem des linken Flügels. Die Lateralfelder stehen senkrecht zu den Dorsalfeldern und überdecken die seitlichen Partien des Hinterleibs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ebenfalls voll ausgebildeten Hinterflügel sind länger als die Vorderflügel und bei den Weibchen (Mittelwert: 18,92 Millimeter) etwas länger als bei den Männchen (Mittelwert: 17,12 Millimeter). In Ruhe sind die Hinterflügel längs gefaltet, ihre Spitzen reichen über das Ende des Hinterleibs hinaus. Heimchen sind zwar flugfähig, sie fliegen allerdings höchst selten und nur bei hohen Temperaturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stridulationsapparat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta-domesticus-Stridulation.ogg|mini|Stridulationsgeräusch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta domesticus -- Heimchen.webm|mini|Nahaufnahme eines Heimchens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta domesticus, Rechter Vorderflügel..jpg|mini|Mikroskopische Aufnahme der Schrillzähne auf der Unterseite der Schrillader des rechten Flügels]]&lt;br /&gt;
Während die Vorderflügel der Weibchen ein gleichmäßiges Rautenmuster zeigen, sind bei den Männchen auf dem Dorsalfeld Strukturen ausgebildet, mit denen arttypische Geräusche durch [[Stridulation]] hervorgebracht werden, die auch als Gesänge bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An ihrer Bildung sind die Schrillader, die Schrillleiste mit Lamellen oder Schrillzähnen und die Schrillkante beteiligt, an der Verstärkung die Harfe und der Spiegel. Die Schrillader zieht von der Flügelbasis zunächst nach hinten, biegt alsbald in einem scharfen Bogen um und verläuft zum Innenrand des Flügels. Dort befindet sich in unmittelbarer Nähe die verdickte Schrillkante. Der mit Schrillzähnen besetzte Teil der Schrillader ist die Schrillleiste. In diesem Abschnitt sind auf der Unterseite die Schrillzähne angeordnet. Sie bestehen aus einem kräftigen Mittelstück mit zwei seitlichen spitzen Fortsätzen. Die Anzahl der Schrillzähne auf einer Schrillleiste beträgt im Mittel etwa 215 (bei beobachteten Variationen von 193 bis 260).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stärk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Schrillader schließt der als Harfe bezeichnete Teil des Flügels an. Er ist durch einige schräg bis wellenförmig verlaufende Adern gekennzeichnet. Darauf folgt der Spiegel, ein durch eine Ader abgegrenzter, annähernd runder Teil des Dorsalfeldes mit einer bogenförmig verlaufenden zentralen Ader. Der hintere Abschnitt des Dorsalfeldes (Apikalfeld) weist ein Netz kleiner Adern auf. Alle diese Strukturen sind auf beiden Flügeln in gleicher Weise ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Art war ursprünglich vermutlich im Mittelmeerraum und Ostasien verbreitet und wird bereits von Aristoteles erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Harz, K. (1957) Die Geradflügler Mitteleuropas. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie häufig in Ställen und Häusern vorkam, wurde sie vermutlich bereits im Altertum nach Mitteleuropa eingeschleppt. In kühlen Gebieten wie Mitteleuropa treten Heimchen besonders in oder in der Nähe von menschlichen Siedlungen ([[Synanthropie]]) auf, da sie ansonsten den Winter nicht überleben. Sie bevorzugen Habitate mit hohen winterlichen Temperaturen, wie Bäckereien, Ställe, Häuser, Müllkippen, Gewächshäuser oder U-Bahnschächte. Auch in Kompostlagern sind sie zu finden, da dort durch die Gärung der Abfälle ganzjährig hohe Temperaturen herrschen. In den Sommermonaten verlassen sie häufig die Gebäude und sind dann auch in Mauern oder auf Wiesen zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Inzwischen ist das Heimchen in Mitteleuropa deutlich seltener geworden aufgrund der modernen Bauweise von Häusern (weniger Ritzen und Nischen). In den Niederlanden wird die Art auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=W.H. Bakker, J.H. Bouwman, F. Brekelmans, E.C. Colijn, R. Felix, M.A.J. Grutters, J. Kerkhof, R.M.J.C.  Kleukers |Titel=De Nederlandse sprinkhanen en krekels (Orthoptera) |Sammelwerk=Entomologische Tabellen |Band=8 |Seiten=1-255 |Sprache=nl }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entkommen jedoch regelmäßig Tiere, die als Futtertiere verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Heimchen sind lichtscheu und nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich, sind aber gelegentlich auch im Schatten aktiv. Sie sind [[Allesfresser]], ernähren sich von pflanzlicher und tierischer Nahrung, bevorzugen aber letztere. Da sie ihren Wasserbedarf vornehmlich durch die Nahrung decken, nehmen sie gerne wasserhaltiges Futter zu sich. Sie ernähren sich auch von Lebensmitteln, Abfällen und Aas. Bei massenhaftem Auftreten genügt ihnen minderwertige Nahrung. Kannibalismus kommt ebenfalls vor. Heimchen lassen sich leicht züchten. Bei genügend Wärme, ausreichendem Futter bestehend zum Beispiel aus Salat, Möhren und Haferflocken pflanzen sich die erwachsenen Heimchen problemlos fort, und die Larven aller Stadien entwickeln sich rasch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Acheta, Männchen zirpt.jpg|mini|Paarungsbereites, zirpendes Männchen. Die Vorderflügel befinden sich in der seitlichen Außenposition.]]&lt;br /&gt;
Paarungsbereite männliche Heimchen zirpen ab der Dämmerung bis in die Nacht hinein. Sie äußern den normalen oder gewöhnlichen Gesang. Dieser ist kräftig und monoton. Im Vergleich zum ähnlich klingenden Gesang der Feldgrille ist er jedoch unregelmäßiger in der Zahl und der Länge der Silben und der Intervalle dazwischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bellmann&amp;quot;&amp;gt;[[Heiko Bellmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmos Heuschreckenführer, Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen&amp;#039;&amp;#039;, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co KG, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10447-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dominante Frequenz liegt bei 3800 Hertz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Max Beier&amp;quot;&amp;gt;Max Beier, Franz Heikertinger: &amp;#039;&amp;#039;Grillen und Maulwurfsgrillen&amp;#039;&amp;#039;. Die neue Brehm-Bücherei. A. Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt 1954, S. 1–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Zirpen richten die Männchen die Vorderflügel auf, spreizen sie nach außen (Bild) und bewegen sie anschließend gegeneinander nach innen und außen. Dabei streichen die Schrillzähne des rechten Flügels über die Schrillkante des linken Flügels. Die Schalläußerungen entstehen jeweils bei den Einwärtsbewegungen der Flügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paarungsbereite Weibchen wandern zu den zirpenden Männchen. Nach dem Betasten mit den Antennen gehen die Männchen zum Werbegesang über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot;&amp;gt;Hans Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Grillen und Heuschrecken: Stimmbegabte Insekten in unserer Heimat.&amp;#039;&amp;#039; Spessart 105, S. 3–9, 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin erfolgt die Begattung, bei der die Männchen jeweils eine Spermatophore mit den darin enthaltenen Spermien auf die Weibchen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen legen zwei bis drei Tage nach der Paarung ihre ersten Eier ab. Dies geschieht einzeln oder in Gruppen in feuchte Erde bzw. in Gemüsereste, Sägespäne und ähnliche Substrate. Die Eier sind 0,3 mal 2,3 bis 2,5 Millimeter lang und gekrümmt. Abhängig von der Ernährung des Weibchens werden etwa 1100 Eier nach pflanzlicher Kost und etwa 2600 Eier nach tierischer Kost abgelegt. Die Eier sind gegenüber Feuchtigkeit unempfindlich und nehmen diese auch auf, sodass sie etwa auf das doppelte Gewicht aufquellen. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach etwa 8,5 (bei 35&amp;amp;nbsp;°C) bis 54 (bei 16&amp;amp;nbsp;°C) Tagen. Sie sind anfangs ca. 2,3 Millimeter lang und dunkelgrau gefärbt. In 87 bis 126 Tagen werden je nach Temperatur und vorgefundener Nahrung 9 bis 16 Larvenstadien durchlaufen, bis sich die Tiere zur [[Imago (Zoologie)|Imago]] häuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Das Heimchen ist in Mitteleuropa weit verbreitet und als [[Kulturfolger]] ungefährdet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Hochkirch, L.P.M. Willemse, F. Rutschmann, D.P. Chobanov, R. Kleukers, A. Kristin, J.J. Presa, G. Szovenyi |Titel=House-cricket – Acheta domesticus |Sammelwerk=The IUCN Red List of Threatened Species 2016 |Seiten=e.T64336581A74517796 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Ländern steht es aber bereits auf der Roten Liste. So wird es in den Niederlanden als gefährdet aufgeführt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, in Österreich steht es auf der Vorwarnliste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H.-M. Berg, G. Bieringer, L. Zechner |Titel=Rote Liste der Heuschrecken (Orthoptera) Österreichs |Hrsg=K.-P. Zulka |Sammelwerk=Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs |Verlag=Böhlau |Ort=Wien |Seiten=167-209}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heimchen als Lebensmittel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heimchen (Grillen) als Lebensmittel.jpg|mini|Ganze, gefriergetrocknete Heimchen als Lebensmittel]]&lt;br /&gt;
Heimchen werden weltweit als [[Speiseinsekt]]en genutzt, vor allem in Asien. Auch in Europa werden Heimchen für verschiedene neuartige, verarbeitete Lebensmittel wie Fitnessriegel, Insektennudeln, Burger-Bratlinge oder Insektenbrot verwendet, meist in gemahlener Form (Grillenmehl).&amp;lt;ref&amp;gt;Deutschlandfunk Kultur/[[Volker Mrasek]] (30. Dezember 2017): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunkkultur.de/insekten-als-nahrungsmittel-frittierte-maden-zum-dessert.2147.de.html?dram:article_id=407202 Insekten als Nahrungsmittel – Frittierte Maden zum Dessert]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Deutschlandfunk Kultur/Daniela Siebert (14. August 2018): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunkkultur.de/grillen-und-wuermer-als-lebensmittel-insekten-burger-aus.976.de.html?dram:article_id=425424 Grillen und Würmer als Lebensmittel – Insekten-Burger aus Käferlarven]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hannoversche Allgemeine (23. November 2017): {{Webarchiv|url=http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Stulle-mit-Grille-Finnen-testen-Insektenbrot |wayback=20180105011737 |text=&amp;#039;&amp;#039;Stulle mit Grille: Finnen testen Insektenbrot&amp;#039;&amp;#039; }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] sind Heimchen seit dem 1. Mai 2017 als Lebensmittel zugelassen. Diese dürfen damit unter bestimmten Voraussetzungen als ganze Tiere, zerkleinert oder gemahlen an Verbraucher abgegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen|BLV]] (28. April 2017): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/einzelne-lebensmittel/insekten.html#-399311545 Insekten als Lebensmittel]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Europäische Union|Europäischen Union]] erhielt die Hausgrille mit der Durchführungsverordnung 2022/188 vom 10. Februar 2022 eine Zulassung als [[Novel Food|neuartiges Lebensmittel]] in gefrorener, getrockneter und pulverartiger Form.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eu-kom-2022-188&amp;quot;&amp;gt;EU-Kommission: &amp;#039;&amp;#039;{{EU-Verordnung|2022|188|typ=Durchführungsverordnung|titel=der Kommission vom 10. Februar 2022 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von Acheta domesticus, gefroren, getrocknet und pulverförmig, als neuartiges Lebensmittel gemäß der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt der Europäischen Union]].&amp;#039;&amp;#039; 11. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Europäische Kommission/Vertretung in Deutschland (11. Februar 2022): &amp;#039;&amp;#039;[https://germany.representation.ec.europa.eu/news/hausgrille-kommission-lasst-drittes-insekt-als-lebensmittelzutat-fur-den-eu-markt-zu-2022-02-11_de Hausgrille: Kommission lässt drittes Insekt als Lebensmittelzutat für den EU-Markt zu].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2023 folgte mit der Durchführungsverordnung 2023/5 eine zweite Zulassung für Hausgrillen, in Form von teilweise entfettetem Pulver.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eu-kom-2023-5&amp;quot;&amp;gt;Europäische Kommission: &amp;#039;&amp;#039;{{EU-Verordnung|2023|5|typ=Durchführungsverordnung|titel=der Kommission vom 3. Januar 2023 zur Genehmigung des Inverkehrbringens von teilweise entfettetem Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille) als neuartiges Lebensmittel und zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470}}&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt der Europäischen Union]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Zulassungen vorausgegangen war am 17. August 2021 eine Sicherheitsbewertung der [[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit]], in der sie den Verzehr von Hausgrillen in gefrorener oder getrockneter Form als gesundheitlich unbedenklich einstufte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=EFSA |Datum=2021-08-17 |Online=https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/6779 |Titel=Safety of frozen and dried formulations from whole house crickets (Acheta domesticus) as a Novel food pursuant to Regulation (EU) 2015/2283 |Sammelwerk=EFSA Journal |Band=19 |Nummer=8 |Seiten=6779 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grillenhäuschen ==&lt;br /&gt;
Die Grille wurde auch, gern von Kindern, wie ein Haustier gehalten. Im Volksglauben galt die Grille im Haus als Glücksbringer.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns Bächthold-Stäubli: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des deutschen Aberglaubens&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3, 1931, Spalte 1163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später genoss man das Zirpen als unterhaltsames Geräusch.&lt;br /&gt;
Um das Heimchen dauerhaft in der Wohnung zu halten, stellte man kleine hölzerne Käfige&amp;lt;ref&amp;gt;[https://onlinesammlung.focke-museum.de/exponate/2 &amp;#039;&amp;#039;Grillenhäuschen&amp;#039;&amp;#039;.] Bildbeispiel aus der Online-Sammlung des [[Focke-Museum]]s Bremen&amp;lt;/ref&amp;gt; auf, deren Öffnung mit einem Schieber geschlossen werden konnten, kleine Luft- und Schalllöcher besaßen und an wärmeren Orten in der Wohnung platziert wurden.&lt;br /&gt;
Ein Preisverzeichnis von 1655 ist der älteste Nachweis für den Verkauf eines solchen „Grillenhäusls“,&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Nickel, Katalognotiz zum Lot 355 (5 Exemplare) der Auktion Dorotheum Wien vom 19. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie es bis in die 1930er Jahre von Berchtesgadener Heimarbeitern angefertigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Wohnungen bezeichnete man im 19. Jahrhundert gern scherzhafterweise als „Grillenhütte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina von Arnim: &amp;#039;&amp;#039;Goethes Briefwechsel mit einem Kinde&amp;#039;&amp;#039; 3,144  [https://www.deutschestextarchiv.de/search/ddc/search?q=Grillenh%C3%BCtte&amp;amp;book=arnimb_goethe03_1835 hier digital] - Sophie von la Roche nannte Ihr Wohnhaus in Offenbach abschätzig &amp;quot;Grillenhütte&amp;quot;. &amp;lt;/ref&amp;gt; oder „Grillenhäuschen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heimchen in Musik und Literatur ==&lt;br /&gt;
Vom Heimchen als Glücksbringer handelt die Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Das Heimchen am Herde]],&amp;#039;&amp;#039; eine der fünf Weihnachtsgeschichten von [[Charles Dickens]].&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Dickens: [https://www.projekt-gutenberg.org/dickens/weihnac2/chap007.html &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtserzählungen&amp;#039;&amp;#039;] beim [[Projekt Gutenberg]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Conquistadores&amp;#039;&amp;#039; von [[Conrad Ferdinand Meyer]] zeigt das Heimchen des Schiffsküchenjungen die Nähe von Amerika an („Das Heimchen zirpt“).&amp;lt;ref&amp;gt;Conrad Ferdinand Meyer: [https://www.projekt-gutenberg.org/cfmeyer/gedichte/chap040.html &amp;#039;&amp;#039;Conquistadores&amp;#039;&amp;#039;] beim Projekt Gutenberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wiegenlied &amp;#039;&amp;#039;Die Blümelein sie schlafen&amp;#039;&amp;#039; von [[Wilhelm von Zuccalmaglio]] findet es in der zweiten Strophe Erwähnung: „[…] das Heimchen in dem Ährengrund, es tut allein sich kund […]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm v. Zuccalmaglio: [https://www.singenundspielen.de/id51.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Blümelein sie schlafen&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website &amp;#039;&amp;#039;Singen und Spielen.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Dichter in [[Franz Schubert]]s Kunstlied &amp;#039;&amp;#039;Der Einsame&amp;#039;&amp;#039; (D 800, Op. 41, Textdichter: [[Karl Lappe|Karl Gottlieb Lappe]]) besingt die Heimchen als willkommene Gesellschaft und Musikanten zu abendlicher Stunde am warmen Herd.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Gottlieb Lappe: Text zu Schuberts Lied {{Webarchiv|url=https://www.schubertlied.de/index.php/en/the-lied/516-der-einsame |wayback=20191128181531 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Einsame&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-06-21 17:54:32 InternetArchiveBot }} auf Schubertlied.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heiko Bellmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmos Heuschreckenführer. Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10447-8.&lt;br /&gt;
* Peter Detzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Heuschrecken Baden-Württembergs.&amp;#039;&amp;#039; Eugen Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3507-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anna Alfonsa Stärk |Titel=Untersuchungen am Lautorgan einiger Grillen- und Laubheuschrecken-Arten, zugleich ein Beitrag zum Rechts-Links-Problem |Sammelwerk=Zoologische Jahrbücher, Abteilung für Anatomie und Ontogenie der Tiere |Band=77 |Seiten=9–50 |Datum=1958 }}&lt;br /&gt;
* Max Beier, Franz Heikertinger: &amp;#039;&amp;#039;Grillen und Maulwurfsgrillen&amp;#039;&amp;#039;. Die neue Brehm-Bücherei. A. Ziemsen Verlag, Wittenberg Lutherstadt 1954, S. 1–35.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans Schneider |Titel=Grillen und Heuschrecken. Stimmbegabte Insekten in unserer Heimat |Sammelwerk=Spessart |Band=105 |Seiten=3–9 |Datum=2011 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Acheta domesticus|Heimchen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.orthoptera.ch/wiki/arten/ensifera/gryllinae/item/acheta-domesticus &amp;#039;&amp;#039;Acheta domesticus&amp;#039;&amp;#039;] bei Orthoptera.ch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grillen (Überfamilie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Futterinsekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speiseinsekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Novel Food]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meloe</name></author>
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