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	<title>Heiliger Kelch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiliger_Kelch&amp;diff=693330&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: Untaugliche Verweise ersetzt</title>
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		<updated>2025-10-30T02:35:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Untaugliche Verweise ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chalice of Valencia.JPG|mini|hochkant|Der Kelch von Valencia]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiliger Kelch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS|Santo Cáliz}}) wird ein in [[Valencia]] aufbewahrter [[Kelch (Gefäß)|Kelch]] bezeichnet, der laut Überlieferung der Kelch des [[Abendmahl Jesu|Letzten Abendmahles]] [[Jesus Christus|Jesu Christi]] mit seinen Jüngern ist. Der Heilige Kelch wird zur Verehrung durch die Gläubigen in einer eigenen Kapelle in der [[Kathedrale von Valencia]] verwahrt, wo er sich seit 1437 befindet. Er wird auch mit der Sage um den [[Gral]] in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kelch wird am [[Gründonnerstag]] und am Fest des Heiligen Kelches (25. Oktober) zur [[Heilige Messe|heiligen Messe]] verwendet. In den letzten Jahrzehnten wurde er zusätzlich zweimal bei einer Messe verwendet, und zwar am 8.&amp;amp;nbsp;November 1982 beim Besuch von [[Papst]] [[Johannes Paul II.]] in Valencia und am 9.&amp;amp;nbsp;Juli 2006 beim Besuch von Papst [[Benedikt XVI.]] anlässlich des fünften Welttreffens der Familien in Valencia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Der [[Apostel]] [[Simon Petrus|Petrus]] soll diesen Kelch mit nach [[Rom]] gebracht haben und dieser soll dort von den Päpsten bis zu [[Sixtus II.]] (257/258) verwaltet worden sein. Während der [[Christenverfolgungen im Römischen Reich|Christenverfolgung]] unter [[Liste der römischen Kaiser der Antike|Kaiser]] [[Valerian]] soll [[Laurentius von Rom]], der [[Diakon]] Sixtus’ II., den Kelch in sein Heimatland [[Spanien]] nach [[Huesca]] gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeugung in historischen Quellen ==&lt;br /&gt;
Der Kelch befand sich im [[Kloster San Juan de la Peña]] in [[Aragonien]], unsicher ist allerdings, seit wann. Ein Dokument von 1135 belegt, dass ein Kelch aus dem Kloster gegen einen königlichen [[Freibrief]] getauscht wurde, doch scheint dies eine normale Transaktion gewesen zu sein und der Kelch daher wohl nicht identisch mit dem &amp;#039;&amp;#039;Santo Cáliz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Richard Barber: &amp;#039;&amp;#039;The Holy Grail: Imagination and Belief&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge 2004, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste sichere Bezeugung der [[Reliquie]] datiert daher von 1399: der Kelch wurde vom Kloster an König [[Martin I. (Aragón)|Martin I. von Aragon]] übergeben im Tausch für einen goldenen Becher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Am Ende des Jahrhunderts hatte sich eine Tradition über die [[Provenienz]] des Kelches gebildet, wonach er von Simon Petrus nach Rom gebracht, im Jahr 256 vom heiligen Papst Sixtus an den heiligen Laurentius übergeben und von diesem in seinen Geburtsort Huesca gebracht worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Hinweise darauf, dass die [[Krone von Aragonien|Könige von Aragon]] besonders an dem Kelch des Letzten Abendmahls interessiert waren. [[Jakob II. (Aragón)|Jakob II. von Aragon]] sandte 1322 einen Brief an [[Sultan]] [[an-Nāsir Muhammad ibn Qalāwūn]] von [[Ägypten]] und forderte ihn dazu auf, ihm den Abendmahlskelch Christi zu geben, der sich unter den Schätzen des Sultans in Ägypten befinde. Ein Jahrhundert später identifizierte [[Alfons V. (Aragón)|Alfons V. von Aragon]] den aus San Juan de la Peña stammenden Kelch möglicherweise mit dem Heiligen Gral, jedenfalls ließ er seine Rüstung von [[Antonio Pisanello|Pisanello]] in einer Weise darstellen, die an die Gralssage erinnert. Als er 1437 den Kelch an die [[Kathedrale von Valencia]] verpfändete, um seine Kriege zu finanzieren, wurde die Reliquie ohne Verweis auf die Gralssage bezeichnet als „Kelch, in dem Jesus Christus das Blut am [[Gründonnerstag]] [[Konsekration|konsekrierte]].“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Barber: &amp;#039;&amp;#039;The Holy Grail: Imagination and Belief&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge 2004, S. 169 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das Pfand nicht ausgelöst wurde, verblieb der Heilige Kelch seit 1437 dauerhaft in der Kathedrale von Valencia, bis auf zwei Ausnahmen:&amp;lt;ref&amp;gt;Ana Mafé Garcia: &amp;#039;&amp;#039;El Camino de Santo Grial en la Comunidad Valenciana: Tradición oral, aspectos intangibiles y turismo cultural&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Scientific Management and Tourism&amp;#039;&amp;#039; (2018) 4/1, S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Während des [[Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel|Unabhängigkeitskriegs 1808 bis 1814]] wurde die Reliquie zunächst in [[Alicante]], dann auf [[Mallorca]] und [[Ibiza]] verwahrt; 1812 kehrte sie nach Valencia zurück, wo sie seit 1916 in einer Kapelle, dem ehemaligen Kapitelsaal, gezeigt wird.&lt;br /&gt;
* Während des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkriegs]] (1936–1939) wurde der Heilige Kelch in der Stadt [[Carlet]] ([[Provinz Valencia]]) aufbewahrt und kehrte dann wieder in die Kapelle in der Kathedrale von Valencia zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:El Santo Grial (Monasterio de San Juan de la Peña).jpg|mini|Replik des Heiligen Kelchs im Kloster San Juan de la Peña]]&lt;br /&gt;
Der Heilige Kelch ist insgesamt 17,5 cm hoch. Die [[Achat]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;schale, welche die [[Kuppa]] bildet, hat eine Höhe von 7 cm und einen oberen Durchmesser von 9,5 cm, während ihre Bodenfläche 5 cm misst. Die Schale, die umgedreht den Fuß des Kelchs bildet, hat einen Durchmesser von 14,5 cm unten und 4,5 cm oben; sie ist 4 cm hoch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mafe-garcia-314&amp;quot;&amp;gt;Ana Mafé Garcia: &amp;#039;&amp;#039;El Camino de Santo Grial en la Comunidad Valenciana: Tradición oral, aspectos intangibiles y turismo cultural&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Scientific Management and Tourism&amp;#039;&amp;#039; (2018) 4/1, S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kostbarste Teil des Kelches ist der obere Teil: Hierbei handelt es sich um eine relativ schlichte Achatschale, ein Artefakt, das nach Meinung des Historikers Richard Barber schwer zu datieren sei, aber wahrscheinlich aus dem [[Naher Osten|Nahen Osten]] und aus der griechisch-römischen Zeit stamme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Antonio Beltrán Martínez hatte den Kelch 1960 untersucht und die Achatschale als Produkt einer orientalischen Werkstatt bezeichnet, die Entstehungszeit sei zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. anzusetzen, am wahrscheinlichsten sei das 2./1. Jahrhundert v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mafe-garcia-314&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die dunkelrote bis braune [[Silikat]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;schale besteht aus [[Karneol]], auch &amp;#039;&amp;#039;Sarder&amp;#039;&amp;#039; genannt, einer Varietät des [[Chalcedon (Mineral)|Chalcedons]]. Die Fassung, so Barber, sei mittelalterlich, und der Fuß sei eine umgekehrte Schale aus Chalcedon, möglicherweise eine Arbeit des 12. bis 14. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es gibt eine arabische Beschriftung, deren Interpretation unsicher ist; der Arabist [[Paul Kunitzsch]] bestätigte Beltráns Lesart als „الزاهرة“ (&amp;#039;&amp;#039;az-zāhira&amp;#039;&amp;#039;, wörtl. „die Erblühende“), was als Inventarvermerk zu einem heute nicht mehr existenten, aber urkundlich bezeugten Palastgebäude gleichen Namens in Córdoba interpretiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Kunitzsch: &amp;#039;&amp;#039;Erneut: Der Orient in Wolframs ‚Parzival‘&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur]], 113. Bd., H. 2 (1984/2), S. 98–104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kunitzsch widerspricht ausdrücklich der Lesart von [[Hans-Wilhelm Schäfer]], der darin „al-labsit“ (ein im Arabischen nicht vorkommendes Wort) und damit einen Verweis auf die angebliche Gralsinschrift &amp;#039;&amp;#039;lapsit exilis&amp;#039;&amp;#039; sehen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunitzsch, S.&amp;amp;nbsp;102&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fassung ist eine spanische Goldschmiedearbeit im Stil des 14. Jahrhunderts:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; ein zweihenkliges Mittelstück aus [[Ziselieren|ziseliertem]] [[Gold]] und kreuzförmig angeordnete Goldbügel, die die mit [[Perle]]n, [[Rubin]]en und [[Smaragd]]en besetzte [[Onyx (Mineral)|Onyx]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;schale halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== El Camino del Santo Grial ==&lt;br /&gt;
Der „Weg des Heiligen Grals“ ({{esS|El Camino del Santo Grial}}) ist eine im Jahr 2016 eingeweihte touristische Route zwischen dem Kloster San Juan de la Peña und der Kathedrale von Valencia. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass der von [[Chrétien de Troyes]] und [[Wolfram von Eschenbach]] in [[Parzival]] und der [[Artus-Sage]] beschriebene [[Gral]] identisch mit der Reliquie sei, die in der Kathedrale von Valencia als Heiliger Kelch verehrt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Ana Mafé García, M. Lynne La Mantia, Sergio Solsona Palma: &amp;#039;&amp;#039;Aragón – Valencia: Holy Grail Territory&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sociology and Anthropology&amp;#039;&amp;#039; 5 (11), 2017, S. 954–967, hier S. 954, Anm. 1 ([https://www.academia.edu/35038829/ARAGON_-VALENCIA_Holy_Grail_Territory PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Theorie wurde bereits 2003 von dem deutschen Historiker und Journalisten [[Michael Hesemann]] aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Hesemann |Titel=Die Entdeckung des Heiligen Grals |Verlag=Pattoch |Ort=München |Datum=2003 |ISBN=978-3629016591}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Historikerin Ana Mafé Garcia ist Vizepräsidentin der Kulturvereinigung „Weg des Heiligen Grals.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://uv.academia.edu/ANAMAF%C3%89GARC%C3%8DA |titel=Ana Mafé Garcia |werk=Academia |hrsg= |datum= |abruf=2019-12-17 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Basilika San Isidoro#Kelch der Doña Urraca|Kelch der Doña Urraca in der Basilika San Isidoro in León]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Antonio Beltrán Martínez: &amp;#039;&amp;#039;Estudio sobre el Santo Cáliz de la Catedral de Valencia&amp;#039;&amp;#039;. Instituto diocesano valentino „Roque Chabas“, Valencia 1960; 2. Auflage 1984 (spanisch).&lt;br /&gt;
* Richard W. Barber: &amp;#039;&amp;#039;The Holy Grail: Imagination and Belief&amp;#039;&amp;#039;. Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 2004, ISBN 0-674-01390-5 (englisch).&lt;br /&gt;
* Ana Mafé Garcia: &amp;#039;&amp;#039;El Camino de Santo Grial en la Comunidad Valenciana: Tradición oral, aspectos intangibiles y turismo cultural&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Scientific Management and Tourism&amp;#039;&amp;#039; (2018) 4/1, S. 303–331.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Holy Chalice of Valencia Cathedral|Heiliger Kelch von Valencia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Manuel Meyer: [https://www.katholisch.de/artikel/65334-valencia-feiert-den-heiligen-kelch-relikt-des-letzten-abendmahls &amp;#039;&amp;#039;Valencia feiert den Heiligen Kelch – Relikt des Letzten Abendmahls?&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Katholisch.de]], 30. Oktober 2025.&lt;br /&gt;
* Comunitat Valenciana: [https://www.comunitatvalenciana.com/de/lassen-sie-sich-inspirieren/der-weg-des-heiligen-grals-nach-valencia &amp;#039;&amp;#039;Der Weg des Heiligen Grals nach València.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;comunitatvalenciana.com&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christusreliquie|Kelch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Valencia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultgefäß (Einzelstück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kelch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abendmahl Jesu]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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