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	<title>Heiliger Forst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:36:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heiliger_Forst&amp;diff=585454&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SJuergen: /* Geschichte */ Bild ausgetauscht: Ch. Winklers Zeichnung ist schon seit über 100 Jahren als &quot;spasshafte Fälschung&quot; entlarvt; vgl. Otto Piper, Burgenkunde, S. 544 f.</title>
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		<updated>2025-03-16T18:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Bild ausgetauscht: Ch. Winklers Zeichnung ist schon seit über 100 Jahren als &amp;quot;spasshafte Fälschung&amp;quot; entlarvt; vgl. Otto Piper, Burgenkunde, S. 544 f.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anemone sylvie2.JPG|mini|[[Buschwindröschen]] im April im Heiligen Forst]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heilige Forst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein alter Name für den Hagenauer Forst (&amp;#039;&amp;#039;Forêt de [[Haguenau]]&amp;#039;&amp;#039;) im Unter[[elsass]] ([[Département Bas-Rhin]]). In [[Frankreich]] wurde er &amp;#039;&amp;#039;Forêt Sainte&amp;#039;&amp;#039; genannt. Früher wurde er auch als &amp;#039;&amp;#039;Hagenauer [[Reichswald]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da er zu den [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbaren]] Besitzungen im Elsass gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Overmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtretung des Elsass an Frankreich im Westfälischen Frieden&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Neue Folge. Band XIX. Heidelberg. Winter&amp;#039;s Universitätsbuchhandlung. 1904. [https://archive.org/stream/ZgoNf19#page/n93/mode/2up Digitalisat (Google)], S. 79 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Er liegt 40&amp;amp;nbsp;km westlich von Baden-Baden, etwa 30&amp;amp;nbsp;km westlich des Rheins. Der Heilige oder Hagenauer Forst ist mit etwa 21.000 Hektar und einer Breite von etwa 30&amp;amp;nbsp;km der größte zusammenhängende Wald im Elsass und der sechstgrößte in ganz Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.onf.fr/alsace/sommaire/patrimoine/haguenau/ |titel=La forêt de Haguenau |hrsg=Office National des Forêts |sprache=fr |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150924060509/http://www.onf.fr/alsace/sommaire/patrimoine/haguenau/ |archiv-datum=2015-09-24 |abruf=2014-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heilige Forst blieb als Waldfläche zwischen Pfaffenhofen ([[Pfaffenhoffen]]) im Westen, Bischweiler ([[Bischwiller]]) im Südosten und Selz ([[Seltz]]) im Nordosten erhalten, da sein Sandboden nicht fruchtbar genug für landwirtschaftliche Nutzung ist. Die Gegend nördlich davon heißt [[Outre-Forêt]] („jenseits des Waldes“). Das nördliche Hochufer des Modertales bildet die Südgrenze des Forstes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Trotz vereinzelter keltischer [[Hünengrab|Hügelgräber]] sowie seltener Funde römischer Ziegel findet sich auf dem Gebiet des Heiligen Forstes keine Spur früherer zusammenhängender Ansiedelungen. Der Forst existierte als Grundeinheit bereits zur Zeit des [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reiches]] und war vermutlich [[Königsgut]]. Durch [[Rodung]]en wurde er nach und nach verkleinert. Er stellte eine dichte Wildnis dar, die nur am Rhein sowie in den Vorbergen der [[Vogesen]] passiert werden konnte. Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] räumte dem Straßburger Bischof [[Werner I. von Habsburg]] im Jahr 1017 den [[Wildbann]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Als. dipl. I, 150.&amp;#039;&amp;#039; Hierzu und zum Folgenden siehe: E. Ney: &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/stream/bub_gb_xKlUAAAAYAAJ/bub_gb_xKlUAAAAYAAJ_djvu.txt Geschichte des heiligen Forstes bei Hagenau im Elsass]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals urkundlich erwähnt wird der Forst aber erst 1065.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen trägt er aufgrund der acht Klöster, die vom 6. bis 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in ihm oder um ihn errichtet wurden:&lt;br /&gt;
* [[Kloster Surbourg|Kloster Surburg]] in [[Surbourg]], ältestes Kloster im Elsass, um 570 von Bischof [[Arbogast von Straßburg]] gegründet.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Arnulfsau]], 748/749 von Graf [[Ruthard (Graf)|Ruthard]] gestiftet, 826 nach Schwarzach verlegt.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Selz]] ([[Benediktiner]]), 991 von Kaiserin [[Adelheid von Burgund (HRR)|Adelheid]] als ihr Alterssitz und ihre Grablege gestiftet.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Sankt Walburga (Walbourg)|Sankt Walburga]] in [[Walbourg]] (Benediktiner), um 1074 gegründet, Grablege des Stauferherzogs [[Friedrich II. (Schwaben)|Friedrich II., des Einäugigen]], von Schwaben (Vater [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossas]]).&lt;br /&gt;
* [[Benediktinerinnenkloster Biblisheim]], 1101 von Graf [[Dietrich von Mousson]] gegründet.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Neubourg]] (ehemals [[Zisterzienser]]), 1128 von Graf Reinhold von Lützelburg mit Hilfe von Herzog Friedrich II. von Schwaben gegründet.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Koenigsbruck]] (Königsbrück), [[Zisterzienserinnen]], 1140 (oder 1152) von Herzog Friedrich II. von Schwaben gestiftet.&lt;br /&gt;
* [[Kloster Marienthal (Haguenau)|Kloster Marienthal]] ([[Karmeliten]]), 1240/50 durch Albert von Hagenau, Ministeriale der Staufer in der [[Kaiserpfalz Hagenau]], gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile des Forstes kamen als Schenkungen an diese Klöster, andere kamen in den Gemeindebann umliegender Orte. Neben den Kaisern aus dem Hause der [[Salier]], die das alte Königsgut besaßen, waren die [[Grafschaft Egisheim|Grafen von Egisheim]] und die [[Grafschaft Mömpelgard|Grafen von Mömpelgard]] in den [[Allodialbesitz]] von je etwa einem Drittel des Forstes gekommen, wobei es nicht zu einer Realteilung kam, sondern die Nutzung und die Früchte des Waldes ideell gedrittelt waren. Der Egisheimer Anteil kam als Mitgift der [[Hildegard von Egisheim]] an deren Gemahl, den Staufer [[Friedrich von Büren]]. Der Mömpelgarder Anteil gelangte mit der gesamten Grafschaft Mömpelgard als Mitgift der Ermentrude von Burgund an deren Ehemann [[Dietrich von Mousson]] und später auf dem Erbweg an den Grafen Peter von [[Lützelburg (Lutzelbourg)|Lützelburg]] und seine Söhne. Mousson und die Lützelburger stifteten die Klöster Biblisheim und Neubourg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfalzkapelle_Hagenau_1622.jpg|mini|Die [[Kaiserpfalz Hagenau]] 1622, vor ihrer Zerstörung von 1687]]&lt;br /&gt;
Aus dem Eigengut der Salier erbte wohl bereits [[Agnes von Waiblingen]], die Tochter Kaiser [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrichs IV.]], einen Teil und brachte diesen an ihren Gemahl [[Friedrich I. (Schwaben)|Friedrich I. von Staufen]], [[Herzogtum Schwaben|Herzog von Schwaben]], der bereits den Egisheimer Anteil geerbt hatte. Den anderen Teil erbte ihr Bruder, Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]], der letzte Salier, der ihn nach seinem Tode 1125 seinem Neffen [[Friedrich II. (Schwaben)|Friedrich II.]], Herzog von Schwaben, hinterließ. Damit war dieser Staufer zum Besitzer von zwei Dritteln des verbliebenen [[Wildbannforst]]s geworden. Er erbaute die spätere [[Kaiserpfalz Hagenau]] als Jagdschloss auf einer Insel im Fluss [[Moder (Fluss)|Moder]] und stiftete das [[Kloster Koenigsbruck]]. Jedoch verlor er zeitweise die Herrschaft über die elsässischen Besitzungen während seiner kriegerischen Auseinandersetzungen mit Kaiser [[Lothar III. (HRR)|Lothar III.]], in deren Zuge er ein Auge verlor. Friedrichs des Einäugigen Sohn, Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]], baute das Jagdschloss seines Vaters zur [[Königspfalz]] aus, um die sich schließlich die Stadt [[Hagenau]] entwickelte. Barbarossa zwang das Kloster Neuburg, welchem Graf Reginald von Lützelburg 1143 seinen Drittel-Anteil am Heiligen Forst hinterlassen hatte, diesen gegen ein Hofgut &amp;#039;&amp;#039;Seinhoren&amp;#039;&amp;#039; zu tauschen. Infolge dieses Tausches war nunmehr Kaiser Friedrich Alleineigentümer des Forstes geworden. Was auf dem linken Ufer des linken Moderarmes lag, war &amp;#039;&amp;#039;fundum proprium&amp;#039;&amp;#039; des Kaisers, was spätere Urkunden betonen. Die Mönche notierten: „Er gab uns ein kleines Anwesen für ein riesiges Recht.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Als. dipl. I, 201&amp;#039;&amp;#039;, siehe E. Ney: &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.org/stream/bub_gb_xKlUAAAAYAAJ/bub_gb_xKlUAAAAYAAJ_djvu.txt Geschichte des heiligen Forstes bei Hagenau im Elsass]&amp;#039;&amp;#039;. Wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;istud tantillum predium nobis dedit pro immenso jure, quia non andebamus contradicere ac idcirco opportebat nos istud acceptare.&amp;#039;&amp;#039; (Dieses kleines Anwesen gab er uns für ein riesiges Recht, weil wir nicht widersprochen haben und es deshalb für uns notwendig war, dies zu akzeptieren.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der lichte Kiefern- und Eichenwald auf überwiegend sandigen Böden nahe den Rheinauen ist ein ideales Habitat für [[Rotwild]]. Deshalb wurde er ein bevorzugtes Jagdgebiet der staufischen Herzöge und späteren [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen Könige]] und [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]]. Hagenau wurde zur am häufigsten besuchten Pfalz der Staufer. Barbarossa war zwischen 1153 und 1189 neunmal in Hagenau, sein Enkel [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]], der als König von Sizilien meist in Italien lebte, zog bei seinen Aufenthalten in Deutschland Hagenau allen anderen Kaiserpfalzen vor. Das milde Klima der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] mag dabei ebenso eine Rolle gespielt haben wie die vom Kaiser sehr geliebte [[Falkenjagd]], für die der Heilige Forst und vor allem die Rheinauen mit ihrem Bestand an [[Graureiher]]n und anderen Wasservögeln gute Gelegenheit boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Staufer Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Forst dem [[Reichsgut]] zugeschlagen und damit zum [[Reichswald]]. Er wurde von der [[Liste der Landvögte im Elsass|Landvogtei Unterelsass]] verwaltet, die ihren Sitz in der Hagenauer Kaiserpfalz hatte. Die Landvogtei befand sich jahrhundertelang in wechselndem Pfandbesitz. Nach 1630 übernahmen sie die französischen Könige, die ab 1648 auch offiziell Regenten im [[Elsass]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert befand sich hier ein [[Truppenübungsplätze (Deutsches Reich)|Truppenübungsplatz des Deutschen Heeres]] für das [[XV. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XV. Armeekorps]]. Im Rahmen der [[Operation Undertone]] griffen im März 1945 alliierte Truppen die deutsche [[Heeresgruppe G]] auf einem 75&amp;amp;nbsp;km breiten Frontabschnitt zwischen Saarbrücken und Haguenau an und drängten die [[Wehrmacht]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Carl Eduard Ney&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte Des Heiligen Forstes Bei Hagenau Im Elsass&lt;br /&gt;
   |Verlag=BiblioBazaar&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-554-54819-7&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Nachdruck&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=gNlytWQvV3wC}}}}&lt;br /&gt;
* Carl Eduard Ney: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Heiligen Forstes bei Hagenau im Elsass nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teil (1065–1648), Straßburg 1888 [https://archive.org/details/geschichtedeshe01neygoog im Internet Archive]&lt;br /&gt;
* Carl Eduard Ney: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Heiligen Forstes bei Hagenau im Elsass nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Teil (1648–1791), Straßburg 1889 [https://archive.org/details/geschichtedeshe00neygoog im Internet Archive]&lt;br /&gt;
*  [[Claude Schaeffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Tertres funéraires préhistoriques dans la Foret de Haguenau II. Les Tumulus de l`Age du Fer&amp;#039;&amp;#039;. Haguenau, Imprimerie de la Ville 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/51|EW=7/53|type=forest|region=FR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4247076-6|VIAF=242189770}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hagenau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Région naturelle in Frankreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJuergen</name></author>
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