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	<title>Heilige Lanze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Heilige_Lanze&amp;diff=53842&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: HC: Ergänze Kategorie:Lanze</title>
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		<updated>2025-07-04T13:08:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Lanze&quot; title=&quot;Kategorie:Lanze&quot;&gt;Kategorie:Lanze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fra Angelico 027.jpg|mini|[[Kreuzigungsgruppe|Kreuzigung Christi]] mit Lanzenstich des Hauptmanns Longinus, Fresko von [[Fra Angelico]] (um 1437–1446)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heilige Lanze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Longinuslanze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mauritiuslanze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Speer des Schicksals&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist das älteste Stück der [[Reichskleinodien]] der [[Römisch-deutscher König|Könige]] und [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]. Sie enthält angeblich ein Stück eines Nagels vom Kreuz Christi ([[Heiliger Nagel]]). Nach der Legende gehörte die Lanze [[St. Mauritius|Mauritius]], dem Anführer der [[Thebaische Legion|Thebaischen Legion]], oder nach anderen Quellen dem römischen Hauptmann [[Longinus]], der mit ihr den Tod [[Jesus von Nazareth|Jesu]] überprüfte {{Bibel|Johannes|19|34}}, so dass sie auch mit dessen [[Heiliges Blut|heiligem Blut]] getränkt sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise war sie das bedeutendste Stück der [[Insignien]], später trat an ihre Stelle die [[Reichskrone]]. Die Lanzenspitze wurde in einem Hohlraum im Inneren des Querbalkens des [[Reichskreuz]]es aufbewahrt. Ein Herrscher, der diese Lanze besaß, galt als unbesiegbar. Sie war das sichtbare Zeichen dafür, dass seine Macht von Gott ausging und er der [[Vicarius Iesu Christi|Stellvertreter Christi]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mindestens drei weitere Lanzen bzw. deren Spitzen wurde der Anspruch erhoben, die „echte“ Heilige Lanze aus der Zeit Christi zu sein (siehe [[#Andere Heilige Lanzen|Andere Heilige Lanzen]]). Schon zur Zeit Kaiser [[Otto III. (HRR)|Ottos&amp;amp;nbsp;III.]] wurden zwei Kopien der zu den Reichskleinodien gehörenden Lanze hergestellt und an befreundete Herrscher übergeben (die Fürsten Polens und Ungarns).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lanze wurde zusammen mit den anderen Reichskleinodien im [[Erster Koalitionskrieg|Koalitionskrieg]] 1796 von ihrem traditionellen Aufbewahrungsort [[Nürnberg]] nach [[Wien]] gebracht, um sie vor dem Zugriff [[Napoleon Bonaparte]]s zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adolf Hitler|Hitler]] ließ die Lanze nach dem [[Anschluss Österreichs]] 1938 nach Nürnberg bringen. Sie wurde 1945 von Soldaten der [[US Army]] in den dortigen [[Felsengänge (Nürnberg)|Felsengängen]] aufgefunden und zurück nach Wien gebracht. Sie wird in der [[Schatzkammer (Wien)|Schatzkammer]] der Wiener [[Hofburg]] unter der Inventarnummer XIII, 19 ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KHM_Lanze&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.khm.at/de/object/5c34dc67a4/ |titel=Die Heilige Lanze |hrsg=[[Kunsthistorisches Museum|Kunsthistorisches Museum Wien]] |abruf=2018-11-04 |kommentar=Abbildung und Beschreibung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heilige Lanze f.jpg|mini|Die Heilige Lanze in der [[Schatzkammer (Wien)|Schatzkammer Wien]]]]&lt;br /&gt;
Die Heilige Lanze, von der nur noch die Spitze erhalten geblieben ist, ist eine 50,7 Zentimeter lange [[Flügellanze]]. Der Lanzenschaft, der wohl aus Holz gefertigt war, fehlt. Aus dem Lanzenblatt ist ein spitzovaler Teil auf einer Länge von 24 Zentimeter und einer maximalen Breite von 1,5 Zentimeter herausgeschnitten. In diesem ist ein ornamental zurechtgeschmiedetes, auch als Dorn (lat. &amp;#039;&amp;#039;spina&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnetes Eisenstück eingepasst, dessen unteres abgebrochenes Ende fehlt&amp;lt;!--an der gleichen Bruchstelle wie das Lanzenblatt.--&amp;gt;. Es ist mit vierfachem Silberdraht befestigt, wobei nicht klar ist, ob er früher in anderer Weise fester in den Freiraum eingefügt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Dorn galt jahrhundertelang als der „Heilige Nagel“. Ein (Kreuz-)Nagel kann er keinesfalls gewesen sein. Jedoch befinden sich auf zwei von den drei&amp;lt;!--ZDF-Foto und {{Zitat|Am oberen Ende ist der Dorn lanzenartig zugespitzt, dann folgt ein langer schmaler Hals, der sich zu einem Knoten verdickt, bevor er in ein breites Mittelstück mündet, das durch mondsichelförmige Ausnehmungen drei Erhöhungen hat, die durch Stege verbunden und mit Kreuzen markiert sind. Anschließend kommt der gleiche Knoten wie im oberen Teil und unmittelbar nach ihm die Bruchstelle.}}--&amp;gt; mondsichelförmigen Ausnehmungen mit knotenartigen Verdickungen des Dorns [[Tauschierung|messingtauschierte]] Kreuze, die vielleicht eingelagerte Kreuznagelpartikelchen markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort, wo sich das Lanzenblatt verjüngt, um in die [[Tülle (Werkzeug)|Tülle]] überzugehen, ist auf jeder Seite der Lanze nachträglich je eine kurze zusätzliche [[Klinge|Stahlschneide]] angebracht, auf deren innerer Seite zur Befestigung an der Lanze Löcher gebohrt wurden. An diesen beiden etwa rechteckigen Stahlklingen, welche oft als Messerklingen interpretiert wurden, fallen ungewöhnlich tiefe Scharten auf, wie von einer scharfen Klinge beim [[Parieren]] oder im Gegenhieb verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Beschädigungen lassen sich in großer Zahl auf den Schneiden von Lanzenspitzen aus Opferfunden der vorrömischen und römischen Kaiserzeit nachweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kirchweger&amp;quot;&amp;gt;Gunther Wolf, Franz Kirchweger, S.&amp;amp;nbsp;165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halt und Befestigung finden diese zusätzlichen Klingen hauptsächlich durch die von den Edelmetallmanschetten weitgehend verdeckten Lederbänder und den kunstvoll verspannten Silberdraht. Da die Art ihrer Verbindung mit dem Hauptteil des Lanzenblatts sehr dem oben eingefügten Eisendorn ähnelt, wird schon seit langem angenommen, dass beides im gleichen Arbeitsgang hinzugefügt wurde, also vor etwa 1000 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lanzenblatt ist gebrochen. Möglicherweise brach es beim Ausmeißeln des Spalts kurz vor dem Jahr 1000, da in eine vereinfachte, noch existierende Kopie, die [[Otto III. (HRR)|Kaiser Otto III.]] nach [[Krakau]] verschenkt hat, auch eine Nachbildung dieses Dorns eingepasst ist. Die Bruchstelle ist dreifach verkleidet, zuerst mit einem schmalen Eisenband, dann mit einem breiten Silberblech und zuletzt mit einem Goldblech. Die silberne Manschette trägt auf einem vergoldeten Streifen folgende [[latein]]ische Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=CLAVVS DOMINI + HEINRICVS D(EI) GR(ATI)A TERCIVS ROMANO(RUM) IMPERATOR AVG(USTUS) HOC ARGENTUM IVSSIT FABRICARI AD CONFIRMATIONE(M) CLAVI LANCEE SANCTI MAVRICII + SANCTVS MAVRICIVS&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Nagel des Herrn + Heinrich von Gottes Gnaden der Dritte, erhabener Kaiser der Römer, befahl dieses Silberstück herzustellen zur Befestigung des Nagels der Heiligen Lanze des Mauricius + heiligen Mauricius}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftraggeber der silbernen Manschette ist [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]], er ließ diese in der Zeit zwischen 1084 und 1105 anbringen. Heinrich IV. hatte sie in der [[Schlacht bei Flarchheim]] durch den für ihn kämpfenden Herzog [[Vratislav II.|Vratislav]] von König [[Rudolf von Rheinfelden]] erbeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Die Lanze des hl. Wenzel. Ein Versuch zur Geschichte der mittelalterlichen Herrschaftszeichen&amp;#039;&amp;#039;. In: ZRG, 1955, S.&amp;amp;nbsp;56–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies an, dass die Lanze künftig bei feierlichen Anlässen den [[Liste der böhmischen Herrscher|Herzögen von Böhmen]] vorangetragen werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oberste goldene Manschette, die Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] anfertigen ließ, ist mit der lateinischen Inschrift {{&amp;quot;|lang=la|+LANCEA ET CLAVUS DOMINI|Übersetzung= + Lanze und Nagel des Herrn}} versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lance Vienne.jpg|mini|hochkant|Zeichnung der Heiligen Lanze im Detail]]&lt;br /&gt;
Metallurgische Untersuchungen der [[Montanuniversität Leoben]] zeigten schon 1914, dass die Heilige Lanze erst im 8. Jahrhundert nach Christus nach dem Muster einer [[Karolinger|karolingischen]] [[Flügellanze]] hergestellt worden sein kann. Auf dem [[Reichstag zu Worms (926)|Hoftag zu Worms]] 926 erwarb [[König]] [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] die Heilige Lanze vom [[burgund]]ischen König [[Rudolf II. (Burgund)|Rudolf II.]], der sie 922 vom Grafen Samson samt Herrschaft über Italien erhalten hatte, im Austausch gegen die Südwestecke des [[Ostfrankenreich]]s, die Stadt [[Basel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liutprand von Cremona]], &amp;#039;&amp;#039;Antapodosis&amp;#039;&amp;#039; IV,25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bald bildete sich die Legende, Heinrich I. verdanke seinen Sieg über das gefürchtete Heer der [[Magyaren|Ungarn]] in der [[Schlacht bei Riade]] an der Unstrut 933 nur dem Einsatz der Heiligen Lanze. Auch bei der [[Schlacht bei Birten]] 939, in der sich [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] gegen reichsinterne Gegner durchsetzte, und bei der [[Schlacht auf dem Lechfeld]] 955, in der die Ungarn von König Otto I. endgültig besiegt wurden, soll die Lanze zum Einsatz gekommen sein. Die neuesten Untersuchungen durch Wissenschaftler der [[Universität Wien]] förderten jedoch keinerlei typische Kampfspuren an der Lanzenspitze zu Tage.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.univie.ac.at/dieuniversitaet-online/beitraege/news/die-heilige-lanze-zwischen-wissenschaft-und-legende/543/neste/75.html Die „Heilige Lanze“ zwischen Wissenschaft und Legende] Online-Zeitung der Universität Wien, 4. April 2005 (Abgerufen am 16. Mai 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Heilige Lanze dürfte hingegen in ihren Anfängen als Fahnenlanze in Verwendung gewesen sein. Dass die vier Nietlöcher des neuen Eisenrings am Lanzenschaft abgenutzt sind, ist eine Bestätigung für die anfänglich intensive, nicht auf Schonung bedachte Nutzung der Lanze – und zwar nach dem Jahr 1000, da dieser Schaftring an der Kopie in Krakau noch nicht vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das Mitführen der Heiligen Lanze bei Kriegszügen garantierte angeblich dem Herrscher die Unbesiegbarkeit. Daher ließ auch [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] auf seinem Zug nach Rom 996 die Lanze dem Heer voraustragen. Otto III. schätzte die Lanze so sehr, dass er im Jahre 1000 eine Kopie an den polnischen Herzog [[Bolesław I. (Polen)|Boleslaw I. von Polen]] weitergab, als er diesen zum „socius et amicus“ (lateinisch für „Verbündeter und Freund“) ernannte. Boleslaw I. leitete aus diesem Vorgehen für sich die Königswürde ab. Otto III. hatte die Lanze stets bei sich gehabt, auch als er im Alter von 21 Jahren in [[Italien]] ohne direkte Nachkommen starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Überführung seines Leichnams nach [[Aachen]] im Jahre 1002 in Begleitung des [[Erzbischof]]s [[Heribert von Köln]] brachte der spätere Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] die [[Reichskleinodien]] in seine Gewalt, um sich die Thronfolge zu sichern. Die Heilige Lanze war jedoch schon vorausgeschickt worden, und so setzte Heinrich II. auch den Bruder Erzbischof Heriberts, den [[Bischof von Würzburg]], gefangen, um so die Herausgabe der Lanze zu erzwingen. [[Bernhard II. (Sachsen)|Bernhard II.]] übergab die in seiner Obhut befindliche Heilige Lanze erst an Heinrich II., als dieser im Juli 1002 bei der Nachwahl zum König in [[Merseburg]] das alte [[Sachsenspiegel|sächsische Recht]] zu achten versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung und Umdeutung zur Mauritiuslanze ===&lt;br /&gt;
Eine erstmalige umfangreiche Beschreibung der Lanze findet sich um das Jahr 961 bei [[Liutprand von Cremona]], einem Geschichtsschreiber aus der Zeit [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] Er schreibt über das Aussehen der Lanze (deutsche Übersetzung):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Lanze war anders als die sonstigen Lanzen, nach Art und Gestalt etwas Neues, insofern als das Eisen beiderseits des Grats Öffnungen hat, und statt der kurzen seitwärts gerichteten Zweige erstrecken sich zwei sehr schöne Schneiden bis zum Abfall des Mittelgrats … Und auf dem Dorn, den ich vorher den Grat nannte, trug sie Kreuze aus den Nägeln (die durch die Hände und Füße unseres Herrn und Erlösers [[Jesus Christus]] geschlagen waren)…}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen ottonischen Geschichtsschreiber nannten die Lanze noch einfach „lancea sacra“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Widukind von Corvey]], &amp;#039;&amp;#039;Res gestae Saxonicae&amp;#039;&amp;#039; I,25.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich jedoch die Ansicht, sie sei vom [[Mauritius (Heiliger)|heiligen Mauritius]] getragen worden, einem römischen Legionär und Märtyrer, der zur Zeit des römischen Kaisers [[Maximian]], Schwiegervater des Kaisers [[Konstantin der Große|Konstantin]], hingerichtet worden war. Eine Weitergabe der Lanze durch Konstantin, wie es die Überlieferung besagte, wäre damit nicht ganz unwahrscheinlich gewesen. Der früheste schriftliche Beleg für diesen Bedeutungswandel findet sich in einem um 1000 geschriebenen Brief von [[Bruno von Querfurt]], der jedoch noch nicht direkt von der Mauritiuslanze spricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno von Querfurt wendet sich darin gegen das Bündnis des christlichen Königs [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] mit den heidnischen Ljutizen, wofür er Christentum und Heidentum gegenüberstellt. Zwei aufeinanderfolgende Fragesätze verbinden die Paare Mauritius / Heilige Lanze einerseits und Heidengott Zuarasi / „diabolica vexilla“ andererseits; vgl. A. Brackmann, &amp;#039;&amp;#039;Die politische Bedeutung der Mauritius-Verehrung im frühen Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;; in: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 30.1937, S.&amp;amp;nbsp;292f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst Mitte des 11. Jahrhunderts lässt sich die Lanze in schriftlichen Quellen als „lancea sancti Mauritii“ nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise: [[Ekkehard IV. (St. Gallen)|Ekkehard von St. Gallen]], &amp;#039;&amp;#039;Casus sancti Galli&amp;#039;&amp;#039;, c.&amp;amp;nbsp;65; [[Hugo von Flavigny]], &amp;#039;&amp;#039;Chronicon&amp;#039;&amp;#039; II, 29; Benzo von Alba, &amp;#039;&amp;#039;Ad Henricum IV. Imperatorem&amp;#039;&amp;#039; I, 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] war die Umdeutung schon so dominant, dass dieser die Lanze mit einer Silbermanschette, die eine Mauritiusinschrift trägt, verkleiden ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. M. Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Sankt Mauritius mit der Lanze, der ottonische Reichspatron&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte am Obermain&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;7, Lichtenfels 1971–72; S.&amp;amp;nbsp;54f. Bühler behauptet jedoch, dass erst [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] 1084 die Manschette anbringen ließ, vgl. Albert Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Lanze. Ein ikonografischer Beitrag zur Geschichte der deutschen Reichskleinodien&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das Münster&amp;#039;&amp;#039; 16, 1963, S.&amp;amp;nbsp;85–116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch verbanden sich der Kult um die Lanze und um Mauritius sehr stark. Im Hochmittelalter galt die &amp;#039;&amp;#039;Mauritiuslanze&amp;#039;&amp;#039; als einer der mächtigsten heiligen Gegenstände, da sie dem Träger Unbesiegbarkeit in der Schlacht garantiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prag, Nürnberg und Wien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Arolsen Klebeband 16 089.jpg|mini|„Abbildung des Großen Heiligthums zu Nürnberg“, 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] aus dem Hause der [[Haus Luxemburg|Luxemburger]] entdeckte die Heilige Lanze als Machtsymbol wieder. Da sich die Kaiserkrone im Besitz seiner Widersacher aus dem Hause [[Wittelsbach]] befand, ließ Karl die Lanze zur Legitimation seiner Kaiserwürde aus dem [[Stift Stams|Zisterzienserkloster Stams]] in Tirol auf seine Residenz nach [[Prag]] bringen. Erst ab dem beginnenden 13. Jahrhundert ist durch ein päpstliches Schreiben die Legende überliefert, bei der Heiligen Lanze handle es sich um die gleiche Lanze, die von einem römischen Legionär mit Namen Longinus zur Überprüfung des Todes Jesu am Kreuz verwendet worden war. Zuvor hatten die Splitter der in der Lanze verarbeiteten Nägel, die angeblich vom Kreuz Christi stammten, ausgereicht, um den Ruf der Lanze als bedeutende [[Reliquie]] zu begründen. Wurden anfangs nur die Partikel von Nägeln erwähnt, so wurde später der Dorn in der Mitte der Lanzenspitze als Nagel vom Kreuz des Herrn bezeichnet. Vielleicht kam es durch den Einbau dieses Mittelstücks zum Bruch der Lanze, vielleicht aber auch bei der Entnahme von Material für Kopien, die Otto III. anfertigen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl IV. ließ sich die Bedeutung der Heiligen Lanze als doppelte Reliquie vom Papst bestätigen und richtete zu ihren Ehren einen Feiertag ein. Um 1354, zur ersten Feier des „Hochfests der Heiligen Lanze samt Kreuznagel“, ließ Karl IV. den Bruch durch eine weitere goldene Manschette über den ersten beiden aus Eisen und Silber weiter festigen und entsprechend beschriften. Diese Manschette enthält eine Inschrift, die die Lanze als doppelte Reliquie kennzeichnet und den Nagel vom Kreuz Jesu erwähnt: &amp;#039;&amp;#039;LANCEA ET CLAVUS DOMINI&amp;#039;&amp;#039; – Lanze und Nagel des Herrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] brachen in [[Böhmen]] die [[Hussitenkriege]] aus. Die Reichsinsignien und damit auch die Heilige Lanze wurden außer Landes gebracht und von Sigismund 1424 der Stadt Nürnberg zur „ewigen“ Aufbewahrung übergeben. Die Heilige Lanze zog besonders am Hochfest zu ihrer Verehrung große Pilgerscharen nach Nürnberg. Erst mit der Reformation endete die Bedeutung der Lanze als Reliquie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der [[Koalitionskriege|napoleonischen Kriege]] waren die Reichskleinodien neuerlich gefährdet. Kaiser [[Franz II. (HRR)|Franz II.]] befürchtete, Napoleon könnte den Anspruch auf den [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutschen Kaisertitel]] erheben, sollte er in den Besitz der Reichsinsignien kommen. Daher ließ er diese 1796 zusammen mit der Heiligen Lanze zuerst nach [[Regensburg]] und 1800 in seine Schatzkammer in der [[Hofburg]] in [[Wien]] bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Lanze im „Dritten Reich“ ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Richard Wagner, Parsifal, Nur eine Waffe taugt (Arnaldo Dell&amp;#039;Ira 1903-1943).jpg|mini|[[Richard Wagner]], [[Parsifal]], 3. Aufzug: „Nur eine Waffe taugt“. Zeichnung von Arnaldo Dell’Ira, ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Übergabe der Reichskleinodien durch die amerikaner in wien.jpg|mini|Übergabe der Reichskleinodien durch die Vereinigten Staaten (Wien, 1946)]]&lt;br /&gt;
Hitler schrieb in &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; in Bezug auf die durch den [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] 1866 vollzogene Trennung von österreichischer und preußisch-deutscher Geschichte: {{&amp;quot;|Die zu Wien bewahrten Kaiserinsignien einstiger Reichsherrlichkeit scheinen als wundervoller Zauber weiter zu wirken als Unterpfand einer ewigen Gemeinschaft.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Hitler: &amp;#039;&amp;#039;Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band: &amp;#039;&amp;#039;Eine Abrechnung&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das Deutsche Reich wurden die Reichskleinodien 1938 von Wien wieder nach Nürnberg überstellt. Fest steht, dass Hitler damit den Lokalpolitikern der Stadt, die durch die Abhaltung der Parteitage auf dem [[Reichsparteitagsgelände]] fest mit der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] verbunden waren, einen Gefallen erweisen wollte. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts kamen Thesen auf, Hitler sei es dabei nur um die Heilige Lanze gegangen, die ihm Unbesiegbarkeit verleihen sollte und die er als [[Wunderwaffe]] einsetzen wollte. Diese These geht anscheinend auf das Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Der Speer des Schicksals]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;The Spear of Destiny&amp;#039;&amp;#039;, 1973) von [[Trevor Ravenscroft]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen diese Thesen spricht auch, dass sich die Lanze zusammen mit den anderen Insignien des römisch-deutschen Kaisertums zu Kriegsende noch immer in Nürnberg befand, wo sie von amerikanischen Soldaten gefunden wurde. 1946 wurden die Reichskleinodien als Beutegut des „[[Drittes Reich|Dritten Reichs]]“ von den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] an die [[Schatzkammer (Wien)|Schatzkammer in Wien]] zurückgegeben. Die Heilige Lanze ist dort noch ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KHM_Lanze&amp;quot; /&amp;gt; Auch das Gerücht, die Lanze habe dabei ihren Weg in die Vereinigten Staaten gefunden und nur eine Kopie sei in der Schatzkammer ausgestellt worden, bewahrheitete sich nicht. [[Röntgenaufnahme]]n und andere [[Zerstörungsfreie Materialprüfung|zerstörungsfreie Materialprüfungen]] des Interdisziplinären Forschungsinstituts für [[Archäologie]] der [[Universität Wien]] in den vergangenen Jahren zeigten, dass es sich dabei um die oftmals beschriebene 1200 Jahre alte Lanze handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von allen Gerüchten ist festzuhalten, dass die [[Mediävistik]] im „Dritten Reich“ eine intensive Diskussion um die Lanze als Herrschaftsinsignie der Ottonen, vor allem in den Händen Heinrichs I. und Ottos I., führte. Die ersten beiden Ottonen galten seit dem 19. Jahrhundert gemeinhin als Vorläufer des [[Drang nach Osten|nach Osten gerichteten Imperialismus]] und erfuhren seit 1933 besondere Hochschätzung. An der Diskussion beteiligt waren der SS nahestehende anerkannte Historiker. So bezeichnete [[Albert Brackmann]] wiederholt die Lanze als Mauritiusreliquie in den Händen Ottos, für den der in [[Magdeburg]] verehrte Mauritius als „Schutzpatron des deutschen Ostens“ gegolten habe. Der im „[[Ahnenerbe]]“ mitarbeitende und an den Universitäten in [[München]] und [[Kiel]] lehrende [[Otto Höfler]] identifizierte in einem Vortrag über das „germanische Kontinuitätsproblem“ beim [[Deutscher Historikertag|Historikertag]] 1937 in Erfurt die Lanze fälschlich als den „heiligen Speer [[Odin|Wotans]]“, der als Reichslanze lediglich römisch-christlich überfremdet worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Höfler: &amp;#039;&amp;#039;Das germanische Kontinuitätsproblem&amp;#039;&amp;#039;. Schriften des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands, Hamburg 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1940er Jahre beteiligten sich neben Brackmann parallel an der Diskussion der Mediävist [[Hans-Walter Klewitz]], [[Josef Otto Plassmann]] als großer Heinrichsverehrer in [[Heinrich Himmler]]s [[Persönlicher Stab Reichsführer SS|Persönlichem Stab]], und [[Alfred Thoß]], NS-Schriftsteller und Angehöriger der [[Waffen-SS]], in einer weiteren Auflage (1943) seiner Heinrichsmonografie von 1936.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Thoß: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich I. Der Gründer des Deutschen Volksreichs&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Berlin 1943, S.&amp;amp;nbsp;79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung der Heiligen Lanze ==&lt;br /&gt;
Das Zeitalter der [[Reformation]] und der [[Aufklärung]] hat auch die Heilige Lanze entmythologisiert und damit ihres Symbolgehaltes, der ihren eigentlichen Wert ausmacht, entkleidet. Daher wird ihr im Vergleich zu anderen Reichskleinodien relativ wenig Beachtung geschenkt. Dies mag auch daran liegen, dass die anderen Teile der Reichskleinodien allein durch das Gold, die Edelsteine und Emaillearbeiten Interesse wecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Heilige Lanzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adhémar de Monteil à Antioche.jpeg|mini|[[Adhemar de Monteil|Adhémar de Monteil]] als Träger der Heiligen Lanze (von Antiochia), Darstellung aus einem hochmittelalterlichen Manuskript]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holy-lance-Echmiadzin.jpg|mini|Heilige Lanze im armenischen [[Etschmiadsin]]]]&lt;br /&gt;
Als die Kreuzfahrer 1098 während des [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzugs]] in der von ihnen eroberten Stadt [[Antiochia]] von einem moslemischen Heer [[Belagerung von Antiochia#Zweite Belagerung|belagert]] wurden, motivierte der unverhoffte Fund der so genannten „Heiligen Lanze von Antiochia“ durch [[Peter Bartholomäus|Petrus Bartholomaeus]] sie so stark, dass die ca. 20.000 Kreuzfahrer einen Ausfall unternahmen und die mit über 200.000 Mann übermächtigen Belagerer besiegten. Die Authentizität der Heiligen Lanze von Antiochia wurde noch während des Kreuzzugs von [[Arnulf von Chocques]] angezweifelt. Petrus Bartholomaeus erbot sich im April 1099, sich einer [[Feuerprobe]] zu unterziehen. Da er diese (vermutlich) nur schwer verletzt überlebte und wenige Tage später verstarb, galt die Lanze unter den meisten Kreuzfahrern danach als Fälschung. Der Verbleib der Heiligen Lanze von Antiochia ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apostel [[Judas Thaddäus|Thaddäus]] soll eine Lanze, mit der auf [[Golgatha]] der Tod Christi festgestellt wurde, nach [[Armenien]] gebracht haben. Sie wurde in dem im 4. Jahrhundert gegründeten [[Geghard-Kloster]] (40 Kilometer südöstlich von [[Jerewan]]) aufbewahrt. So erhielt das Kloster um 1250 seinen heutigen Namen: Geghardavank („Kloster zur Heiligen Lanze“). Bis in die Gegenwart ist Geghard eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der armenischen Christen. Dort befindet sich die Reliquie im Museum der [[Kathedrale von Etschmiadsin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.armenianchurch.org/index.jsp?sid=1&amp;amp;id=107&amp;amp;pid=24&amp;amp;lng=en | titel=Cathedral Museum | hrsg=[[Armenische Apostolische Kirche]] | zugriff=2014-12-05 | sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Ludwig IX. (Frankreich)|Ludwig&amp;amp;nbsp;IX.]] von Frankreich (1214–1270), der zwei Kreuzzüge anführte, brachte viele Reliquien nach [[Paris]], so die [[Dornenkrone]], zu deren Aufbewahrung er die [[Sainte-Chapelle]] erbauen ließ, und die Spitze einer Lanze, die dem römischen Hauptmann [[Longinus]] gehört haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Monument to Innocentius VIII in Saint Peter&amp;#039;s Basilica.jpg|mini|hochkant|Grabmal Innozenz VIII. im Petersdom, ursprünglich im Alten Petersdom: Der dargestellte Verstorbene wird mit der Spitze der Lanze in der Hand dargestellt]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1492 bot Sultan [[Bayezid II.|Bajazeth&amp;amp;nbsp;II.]] dem Papst [[Innozenz&amp;amp;nbsp;VIII.]] eine „Longinus-Lanze“ an, die nach der [[Eroberung von Konstantinopel (1453)|Eroberung von Konstantinopel 1453]] aus der [[Pharos-Palastkapelle]] in seinen Besitz gekommen sei und deren abgebrochene äußerste Spitze die von Ludwig&amp;amp;nbsp;IX. nach Paris gebrachte Reliquie gewesen sein soll. Diese Papstlanze befindet sich im [[Petersdom]] in [[Rom]]. Das vordere Ende der Lanzenspitze aus der Sainte-Chapelle ging während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [[Otto III. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;III.]] ließ zwei Kopien der ihm mit den Reichsinsignien übergebenen Heiligen Lanze herstellen. Diese übergab er an die Fürsten Polens und Ungarns. Wie viel Originalmaterial der ursprünglichen Heiligen Lanze in die Kopien eingearbeitet worden ist, ist nicht bekannt. Die [[Heilige Lanze (Krakau)|polnische Lanze]] befindet sich in der Schatzkammer der [[Wawel-Kathedrale|Kathedrale von Krakau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.katedra-wawelska.pl/en/muzeum-wawelskie/historia/ | titel=The John Paul II Wawel Cathedral Museum | hrsg=Wawel-Kathedrale | zugriff=2018-11-04 | sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Percy Ernst Schramm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Heilige Lanze“, Reliquie und Herrschaftszeichen des Reiches und ihre Replik in Krakau. Ein Überblick über die Geschichte der Königslanze.&amp;#039;&amp;#039; in: ders., &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftszeichen und Staatssymbolik&amp;#039;&amp;#039; Teil 2, 1954, S. 492–537 ([https://archive.org/details/DieHeiligeLanze Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Fillitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Schroll, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 1954, S. ?.&lt;br /&gt;
* Albert Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Lanze. Ein ikonographischer Beitrag zur Geschichte der deutschen Reichskleinodien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Münster&amp;#039;&amp;#039;, H. 3/4, 1963 (16. Jg.), S.&amp;amp;nbsp;85–116.&lt;br /&gt;
* [[Gunther Wolf (Historiker)|Gunther Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena zur Erforschung der Heiligen Lanze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskleinodien. Herrschaftszeichen des Heiligen römischen Reiches&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur staufischen Kunst und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;16). Verlag Gesellschaft für staufische Geschichte, Göppingen 1997, ISBN 3-929776-08-1.&lt;br /&gt;
* Peter Worm: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Lanze. Bedeutungswandel und Verehrung eines Herrschaftszeichens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten aus dem Marburger hilfswissenschaftlichen Institut&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Erika Eisenlohr und Peter Worm (= &amp;#039;&amp;#039;elementa diplomatica.&amp;#039;&amp;#039; 8). Marburg 2000, ISBN 3-8185-0303-6.&lt;br /&gt;
* Franz Kirchweger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Lanze in Wien. Insignie – Reliquie – Schicksalsspeer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Kunsthistorischen Museums.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;9). Kunsthistorisches Museum, Wien 2005, ISBN 3-85497-090-0.&lt;br /&gt;
* [[Sabine Haag]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meisterwerke der Weltlichen Schatzkammer.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2009, ISBN 978-3-85497-169-6, S. ?.&lt;br /&gt;
* [[Mechthild Schulze-Dörrlamm]]: &amp;#039;&amp;#039;Heilige Nägel und heilige Lanzen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Falko Daim]], Jörg Drauschke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Byzanz – das Römerreich im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Welt der Ideen, Welt der Dinge&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monographien des RGZM&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;84,1). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2010, ISBN 978-3-88467-153-5, S.&amp;amp;nbsp;97–171 ([http://www.academia.edu/2179729/Heilige_N%C3%A4gel_und_heilige_Lanzen._In_F._Daim_u._J._Drauschke_Hrsg._Byzanz_Das_R%C3%B6merreich_im_Mittelalter._Monographien_RGZM_84_1_Mainz_2010_97_-_171 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Mechthild Schulze-Dörrlamm: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Lanze in Wien. Die Frühgeschichte des karolingisch-ottonischen Herrschaftszeichens aus archäologischer Sicht&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums&amp;#039;&amp;#039; 58, 2011, S. 707–742 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jahrb-rgzm/article/view/11431/5286 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Holy Lance|Heilige Lanze}}&lt;br /&gt;
* [https://www.khm.at/de/object/100443/ Kaiserliche Schatzkammer Wien | Die Heilige Lanze]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159381-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karolingische Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskleinodien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsinsigne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christusreliquie|Lanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologische Waffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilig Blut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individuelle Waffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffensammlung der Schatzkammer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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